Zentrale Prinzipien des Grundgesetzes

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Questions and Answers

Die Länder haben keine eigenen Parlamente.

False (B)

Die Polizeiaufgaben sind ausschließlich dem Bund zugewiesen.

False (B)

Außenpolitik ist ein Bereich, in dem sowohl Bund als auch Länder Gesetze erlassen können.

False (B)

Im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung hat das Landesrecht Vorrang vor dem Bundesrecht.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Länder sind für das Post- und Fernmeldewesen zuständig.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Umsatzsteuer gehört zu den Steuereinnahmen, die nach einem festgelegten Schlüssel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden verteilt wird.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Der Länderfinanzausgleich sieht vor, dass finanzschwache Länder die finanzstarken Länder stützen müssen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern ist in Bezug auf die Finanzierung vollständig und eindeutig geregelt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die deutsche Teilung wurde erst nach dem Zusammenbruch der bipolaren Weltpolitik in den Jahren 1989/90 überwunden.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz wurde von den Besatzungsmächten der westlichen Alliierten direkt erarbeitet.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Der Parlamentarische Rat umfasste 85 Delegierte der Landtage, welche das Grundgesetz in Bonn erarbeiteten.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz wurde von allen Landesparlamenten, inklusive Bayerns, ratifiziert.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz wurde als vorläufige Verfassung für den westdeutschen Teilstaat betrachtet.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Die 'Ewigkeitsklausel' des Grundgesetzes beinhaltet, dass alle Gesetze und Regeln, einschließlich der demokratischen Grundsätze, durch eine parlamentarische Mehrheit aufgehoben werden können.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die im Grundgesetz unveränderlich festgeschriebene freiheitliche demokratische Grundordnung beinhaltet nicht die Menschenrechte.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

In einem semipräsidentiellen System wird der Präsident direkt vom Volk gewählt und es gibt auch einen vom Parlament abhängigen Premierminister.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz sieht vor, dass Feinden der demokratischen Grundordnung die Freiheit gegeben wird, diese zu zerstören.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Parlament kann in einem semipräsidentiellen System den Präsidenten absetzen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Frankreich ist ein Beispiel für ein präsidentielles Regierungssystem.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die repräsentative Demokratie existiert in drei Grundformen: parlamentarische, präsidentielle und halbdirekte Demokratie.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Plebiszitäre Entscheidungen sind im deutschen Grundgesetz, abgesehen von Änderungen der Ländergrenzen, vorgesehen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz ermöglicht den Entzug von Grundrechten wie der Meinungsfreiheit, wenn diese zum Kampf gegen die demokratische Grundordnung missbraucht werden.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Das deutsche Grundgesetz sieht ein semipräsidentielles Regierungssystem vor.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Möglichkeit, Grundrechte zu entziehen, wurde in der Vergangenheit erfolgreich gegen Demagogen eingesetzt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

In der Weimarer Republik wurden Volksentscheide niemals für aufrührerische Kampagnen missbraucht.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

In den Landesverfassungen ist die Möglichkeit von Volksentscheiden nicht vorhanden.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Verfassungswidrige Parteien dürfen durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Das Grundgesetz garantiert ein unbegrenztes Widerstandsrecht gegen jede Person, die die verfassungsmäßige Ordnung beseitigen will.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Konzept der wehrhaften Demokratie beschreibt einen Verfassungskern und darauf aufbauende Maßnahmen zur Sicherung der Demokratie.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Bisher wurden alle Parteien, gegen die ein Verbotsverfahren eingeleitet wurde, auch tatsächlich vom Bundesverfassungsgericht verboten.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Sozialistische Reichspartei wurde 1947 als Nachfolgeorganisation der NSDAP verboten.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Der sogenannte 'Radikalenerlass' verhinderte in den 1970er- und 1980er-Jahren vor allem Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum den Zugang zum öffentlichen Dienst.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Der Staat hat keine Verpflichtung, ein Existenzminimum für jeden Bürger zu sichern.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Solidarprinzip in der gesetzlichen Sozialversicherung unterscheidet sich vom Äquivalenzprinzip in den Privatversicherungen.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Das Fürsorgeprinzip gewährt Leistungen allein auf Basis von vorausgegangenen Versicherungsbeiträgen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Artikel 3 GG verpflichtet den Staat, Ungleichheiten zu fördern.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die gesetzlichen Sozialversicherungen funktionieren nach dem Äquivalenzprinzip.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Das Versorgungsprinzip schafft Ansprüche für Personen, die keine direkten Versicherungsbeiträge geleistet haben.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Ehe und Familie sind nach Artikel 6 GG nicht unter den besonderen Schutz des Staates gestellt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Arbeitnehmer unterliegen einer gesetzlichen Sozialversicherungspflicht, während Beamte davon ausgenommen sind.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Rudolf Wassermann war früher Oberlandesgerichtspräsident in Frankfurt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die passive Zuschauerdemokratie ist ein zentrales Thema in Wassermanns Überlegungen.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Der Begriff der „Zuschauerdemokratie“ bezieht sich auf die aktive Teilnahme des Volkes an Entscheidungen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Wassermann spricht sich für die Einführung von Plebisziten aus.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Artikel 20 Absatz 2 GG legt fest, dass das Volk die Staatsgewalt nur durch Wahlen ausübt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Wassermann äußert Zweifel an der Entscheidungskompetenz der Bürger bei Volksentscheidungen.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Die Diskussion um Maastricht hat keinen Einfluss auf die Forderung nach direkter Beteiligung des Volkes.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Wassermann bezieht sich auf die Notwendigkeit einer Ergänzung des Repräsentationssystems.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Das Grundgesetz wurde durch die Westmächte 1948 in Kraft gesetzt. Dabei handelt es sich um eine Verfassung für den westdeutschen Teil des Landes. Die Verfassung sichert die grundlegenden Prinzipien der Demokratie und Freiheit.

Schwachpunkt der Weimarer Verfassung

Die Weimarer Verfassung erlaubte die Änderung aller Gesetze. Der Nationalsozialismus nutzte diese Möglichkeit, um seine eigene Ideologie durchzusetzen.

Ewigkeitsklausel des Grundgesetzes

Das Grundgesetz sichert grundlegende Prinzipien der Verfassung, die durch keine Mehrheitsentscheidung aufgegeben werden können.

Freiheitliche demokratische Grundordnung

Unantastbare Grundprinzipien des Grundgesetzes, die die demokratische Gesellschaft schützen.

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Beispiele für Prinzipien der Ewigkeitsklausel

Diese Prinzipien können durch keine Mehrheitsentscheidung aufgehoben werden.

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Föderale Ordnung in Deutschland

Die Einteilung Deutschlands in Bundesländer und die Mitwirkung der Länder an der Gesetzgebung.

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Schutz des Grundgesetzes vor Feinden der Demokratie

Das Grundgesetz schützt die Gesellschaft vor Angriffen auf die demokratischen Grundprinzipien.

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Wesen des Grundgesetzes

Es wurde durch die Westmächte in Kraft gesetzt und sichert die Freiheit und Demokratie in Deutschland.

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Semipräsidentielle Demokratie

Ein Regierungssystem, in dem der Präsident vom Volk gewählt wird, aber der Regierungschef vom Parlament abhängt.

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Präsidialdemokratie

Demokratie, bei der der Präsident durch direkte Wahl vom Volk bestimmt wird.

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Parlamentarische Demokratie

Demokratie, bei der der Regierungschef (z.B. Kanzler) vom Parlament gewählt wird.

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Repräsentative Demokratie

Die Macht des Volkes wird durch Wahl von Repräsentanten ausgeübt.

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Plebiszitäre Entscheidungen

Direkte Entscheidungen des Volkes, z.B. durch Volksabstimmungen.

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Grundgesetz

Die Verfassung Deutschlands. Sie legt die Grundprinzipien des Staates fest.

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Parlamentarisches Regierungssystem

Ein Regierungssystem, das durch eine parlamentarische Mehrheit im Parlament getragen wird.

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Volkssouveränität

Die Macht des Volkes, über wichtige Entscheidungen selbst zu entscheiden.

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Einschränkung von Grundrechten

Das Grundgesetz bietet die Möglichkeit, Grundrechte einzuschränken, wenn diese zur Gefährdung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung missbraucht werden. Beispiele sind die Einschränkung der Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

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Verbot verfassungswidriger Parteien/Vereinigungen

Das Bundesverfassungsgericht kann verfassungswidrige Parteien oder Vereinigungen verbieten, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind. Beispiele sind die NSDAP und die KPD.

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Einsatz bewaffneter Macht

Das Grundgesetz sieht die Verwendung von militärischer Gewalt im Falle einer Bedrohung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung durch innere Unruhen vor.

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Wehrhafte Demokratie

Das Grundgesetz stellt den Schutz der Verfassung durch das Volk als zentrales Konzept dar. Es umfasst die Möglichkeit zur Verteidigung der Demokratie durch verschiedene Mittel.

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Widerstandrecht

Im Grundgesetz ist ein Recht zum Widerstand gegen Versuche, die verfassungsmässige Ordnung zu beseitigen, verankert.

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Verbot der Sozialistischen Reichspartei

Das Bundesverfassungsgericht verbot die Sozialistische Reichspartei als Nachfolgerin der NSDAP im Jahr 1952.

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Verbot der KPD

Das Bundesverfassungsgericht verbot die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) im Jahr 1956 wegen ihres Ziels einer Diktatur des Proletariats.

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Radikalenerlass

Der Radikalenerlass verwehrte Personen aus dem linksradikalen Spektrum den Zugang zum öffentlichen Dienst in den 1970er- und 1980er-Jahren.

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Soziale Verpflichtung des Staates

Der Staat soll für soziale Gleichheit, eine gerechte Gesellschaftsordnung und die Existenzgrundlagen der Bürger sorgen.

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Existenzminimum im Grundgesetz

Artikel 1 des Grundgesetzes besagt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Daraus ergibt sich die Pflicht des Staates, ein Existenzminimum für alle Bürger sicherzustellen.

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Gleichheitsprinzip nach GG

Das Gleichheitsprinzip (Artikel 3 GG) verpflichtet den Staat, Ungleichbehandlungen zu vermeiden und soziale Unterschiede abzubauen.

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Schutz von Ehe und Familie im GG

Artikel 6 des Grundgesetzes sieht den besonderen Schutz der Ehe und Familie vor und fordert die Gleichstellung von ehelichen und unehelichen Kindern.

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Sozialversicherungsprinzip

Die Sozialversicherung ist ein System, das auf Pflichtbeiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber basiert, um Leistungen wie Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung zu gewährleisten.

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Solidarprinzip in der Sozialversicherung

Im Gegensatz zur privaten Versicherung, wo Beitrag und Leistung im Verhältnis stehen, basiert die Sozialversicherung auf dem Solidarprinzip. Das bedeutet, dass die Beiträge unabhängig von dem individuellen Risiko und der Leistungshöhe sind.

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Versorgungsprinzip

Besondere Leistungen für den Staat, wie z.B. die Beamtenpension, werden im Versorgungsprinzip durch Ansprüche abgegolten, die nicht auf Beiträgen basieren.

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Fürsorgeprinzip

Das Fürsorgeprinzip gewährt Leistungen an Bedürftige in Notlagen, ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird.

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Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern

Die Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten zwischen dem Bund und den Ländern.

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Länderzuständigkeit

Wenn das Grundgesetz keine explizite Zuständigkeit für den Bund festlegt, sind die Länder verantwortlich. Beispiele sind Polizei, Justiz, Kultur und Bildung.

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Bundeszuständigkeit

Das Grundgesetz legt fest, dass der Bund für Bereiche wie Außenpolitik, Verteidigung, Zoll und Postwesen zuständig ist.

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Konkurrierende Gesetzgebung

Sowohl Bund als auch Länder können Gesetze in bestimmten Bereichen erlassen, z.B. für Verkehrsinfrastruktur und Umwelt. Das Bundesrecht hat Vorrang vor Landesrecht.

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Bundesrecht bricht Landesrecht

Das Grundgesetz legt fest, dass Bundesrecht Vorrang vor Landesrecht hat. Bedeutet: Ein Bundesgesetz übertrifft jedes widersprüchige Landesgesetz.

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Steuerverbund

Ein System zur Verteilung von Steuereinnahmen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Ein Teil der Steuereinnahmen fließt in einen gemeinsamen Topf und wird nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt.

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Länderfinanzausgleich

Finanzhilfe für finanzschwache Länder von finanzstarken Ländern.

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Finanzausgleich

Bezeichnet komplexe Regelungen zur Verteilung von Finanzmitteln zwischen Bund und Ländern. Diese werden als zu kompliziert und undurchsichtig angesehen.

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Was ist eine Zuschauerdemokratie?

Die Zuschauerdemokratie beschreibt eine Form der politischen Partizipation, bei der die Bürgerinnen sich passiv an politischen Entscheidungen beteiligen, indem sie diese beobachten, ohne aktiv Einfluss zu nehmen. Im Gegensatz dazu steht die Teilnehmerdemokratie, bei der Bürgerinnen aktiv an politischen Entscheidungen mitwirken.

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Was ist ein Plebiszit?

Ein Plebiszit ist eine Volksabstimmung, die direkt von der Bevölkerung über ein bestimmtes Thema oder eine Gesetzesvorlage entscheidet. Diese Form der direkten Demokratie ermöglicht es, dass Bürger*innen über wichtige Entscheidungen mitentscheiden.

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Verfassungsrechtliche Grundlage für Plebiszite

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sieht in Artikel 20 Absatz 2 die Ausübung der Staatsgewalt durch das Volk sowohl in Wahlen als auch in Abstimmungen vor. Daher besteht keine verfassungsrechtliche Hürde für die Einführung von Plebisziten.

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Wassermanns Idee der Teilnehmerdemokratie

Rudolf Wassermann, ehemaliger Oberlandesgerichtspräsident in Braunschweig, argumentierte 1984 für eine stärkere Teilhabe des Volkes an politischen Entscheidungen. Er vertrat die Meinung, dass die Demokratie sich von einer passiven Zuschauerdemokratie zu einer aktiven Teilnehmerdemokratie entwickeln sollte.

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Chancen von Plebisziten

Die Einführung von Plebisziten kann die politische Beteiligung der Bürgerinnen fördern und ihnen mehr Einfluss auf wichtige Entscheidungen ermöglichen. Durch die direkte Abstimmung über Gesetzesvorlagen können Bürgerinnen ihre Interessen geltend machen und die Politik stärker an ihren Bedürfnissen ausrichten.

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Risiken von Plebisziten

Die Einführung von Plebisziten birgt auch das Risiko, dass die Bürger*innen durch populistische oder demagogische Argumente beeinflusst werden könnten. Zudem besteht die Gefahr, dass komplexe Sachthemen vereinfacht oder gar falsch dargestellt werden, was zu Entscheidungen führen kann, die nicht den besten Interessen der Gesellschaft dienen.

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Weitere Formen der politischen Teilhabe

Neben Plebisziten gibt es weitere Möglichkeiten zur politischen Teilhabe, zum Beispiel die Wahl von politischen Vertretern, die Beteiligung an Bürgerinitiativen oder die Petitionierung von Parlamenten. Diese verschiedenen Formen ermöglichen es den Bürger*innen, ihre Interessen und Meinungen in den politischen Prozess einzubringen.

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Fazit: Einführung von Plebisziten

Die Entscheidung über die Einführung von Plebisziten sollte auf Grundlage einer umfassenden Abwägung der Chancen und Risiken getroffen werden. Dabei sollten die bestehenden Möglichkeiten zur politischen Teilhabe berücksichtigt und gesichert werden. Das Ziel sollte sein, eine aktivere Bürgerbeteiligung zu fördern, ohne die Demokratie durch populistische Tendenzen zu gefährden.

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Study Notes

Zentrale Prinzipien des Grundgesetzes

  • Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 als Antwort auf die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs entwickelt.
  • Es basiert auf dem Konzept der "wehrhaften Demokratie".
  • Die vier grundlegenden Staatsstrukturprinzipien sind Repräsentations-, Bundesstaats-, Rechtsstaats- und Sozialstaatsprinzip.
  • Nach 1945 war Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt.
  • Die westlichen Besatzungszonen orientieren sich an liberalen Demokratien.
  • Die sowjetische Besatzungszone etablierte eine kommunistische Gesellschaftsordnung.
  • Deutschland war 1949 in zwei Staaten (BR Deutschland und DDR) geteilt.
  • Die Teilung Deutschlands war eine Folge des Kalten Krieges.
  • 1989/90 endete die Teilung Deutschlands.
  • Das Grundgesetz wurde 1948 von Westmächten mithilfe des Parlamentarischen Rats mit 65 Delegierten erarbeitet.
  • In der Weimarer Republik konnten Gesetze von der jeweiligen Mehrheit im Parlament geändert werden.
  • Der Nationalsozialismus nutzte diese Flexibilität für seine Ziele.
  • Einige Verfassungsprinzipien, die durch keine Mehrheit aufgehoben werden können, sind in Ewigkeitsklauseln verankert (Menschenrechte und Grundrechte, Demokratie, Rechts-, Bundes- und Sozialstaat).
  • Diese unantastbaren Verfassungskern wird als freiheitliche demokratische Grundordnung bezeichnet.
  • Verfassungsfeindliche Parteien können verboten werden. Die Bundesrepublik ist eine repräsentative Demokratie.
  • Das Grundgesetz entstand auf Initiative der Westmächte, die westdeutsche Ministerpräsidenten 1948 ermächtigten.
  • Das Konzept der wehrhaften Demokratie soll einer Wiederholung der Diktatur vorbeugen.
  • Die Weimarer Republik (1919-1933) zeigte Schwachstellen.
  • Die Weimarer Reichsverfassung hatte den Reichstag (Parlament) und einen direkt vom Volk gewählten Reichspräsidenten.
  • Diese doppelte Legitimation führte zu Instabilität.
  • Der Kanzler konnte von Parlament gestürzt werden, ohne neuen zu ernennen.
  • Parteien mussten nicht demokratische Ziele verfolgen.
  • Dies ermöglichte die Machtergreifung durch den Nationalsozialismus.

Föderalismus als Staatsprinzip

  • Deutschland ist ein Bundesstaat, gebildet aus mehreren Bundesländern.
  • Unterschied zu Staatenbund (Konföderation): Bei einem Staatenbund bleibt die Souveränität bei den Einzelstaaten.
  • Unterschied zu Einheitsstaat: Im Einheitsstaat sind die staatlichen Aufgaben auf zentrale Ebene konzentriert.
  • Die Bundesländer haben eigene Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse.
  • Bundesrecht bricht Landesrecht, wenn Bundesrecht zum selben Thema vorhanden ist.
  • Die Aufgaben sind zwischen Bund und Ländern aufgeteilt.
  • Länder sind Teil des Gesamtstaats.

Rechtsstaat

  • Alle staatlichen Entscheidungen und Handlungen sind an das Recht gebunden (Verfassung und Gesetze).
  • Willkürhandlungen sind unzulässig.
  • Bürger können Gerichte anrufen, wenn Grundrechte verletzt wurden.
  • Der Rechtsstaat im Grundgesetz ist nicht nur formal, sondern auch materiell.
  • Grundrechte und Bundesverfassungsgericht sind wichtige Aspekte des materiellen Rechtsstaats.

Sozialstaat

  • Das Grundgesetz verpflichtet den Staat zu sozialem Handeln.
  • Der Sozialstaatsschutz wird durch den Sozialstaatsgedanken unterstützt.
  • Die grundsätzlichen Verantwortlichkeiten in diesem Bereich werden mit den Grundsätzen der Freiheitssicherung, der Rechtsgleichheit und der Rechtssicherheit verbunden.
  • Er soll soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit gewährleisten.
  • Es gibt verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen, die mit Verteilungsgerechtigkeit, Verfahrensgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit und Beteiligungsgerechtigkeit verbunden sind.
  • Das Grundgesetz umfasst kein Recht auf Arbeit, Bildung, Wohnung, oder andere explizite Leistungen.
  • Das Ziel ist ein Ausgleich der sozialen Gegensätze.
  • Sozialstaat bedeutet aber nicht, dass der Staat all die Bedürfnisse der Bevölkerung decken soll.

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