IBL 03

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Questions and Answers

Welches der folgenden Ziele steht in der Regel NICHT im Vordergrund bei der Wahl der Rechtsform eines Unternehmens?

  • Die persönlichen Präferenzen der Gesellschafter bezüglich der Leitungsbefugnisse zu maximieren, unabhängig von der Profitabilität. (correct)
  • Die Haftung der Eigenkapitalgeber zu beschränken.
  • Die Steuerbelastung zu minimieren.
  • Langfristig hohe Profitabilität nach Steuern zu erzielen.

Welche Aussage beschreibt am besten den Begriff 'Innenverhältnis' im Kontext der Wahl der Rechtsform?

  • Die rechtlichen Beziehungen zwischen den Gesellschaftern eines Unternehmens. (correct)
  • Die Vorschriften zur Veröffentlichung von Unternehmensdaten.
  • Die steuerliche Behandlung von Unternehmensgewinnen.
  • Die Beziehung des Unternehmens zu seinen Kunden und Lieferanten.

Ein Unternehmen plant eine Expansion und benötigt dafür zusätzliches Kapital. Welches Kriterium der Rechtsformwahl ist in diesem Zusammenhang besonders relevant?

  • Leitungs- und Kontrollbefugnis.
  • Publizität, Prüfung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer.
  • Finanzierungsmöglichkeiten. (correct)
  • Gewinn- / Verlustbeteiligung.

Welche der folgenden Interessengruppen wird typischerweise durch das Kriterium 'Publizität, Prüfung und Mitbestimmung' bei der Wahl der Rechtsform besonders berücksichtigt?

<p>Arbeitnehmer des Unternehmens. (D)</p> Signup and view all the answers

Inwiefern beeinflusst der Haftungsumfang der Eigenkapitalgeber die Wahl der Rechtsform?

<p>Er beeinflusst die Risikobereitschaft der Kapitalgeber und somit die Attraktivität für Investoren. (A)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter einer eigentümergeführten Unternehmen im Kontext von Leitungs- und Kontrollbefugnissen?

<p>Ein Unternehmen, bei dem die Leitungs- und Kontrollfunktion von den Eigenkapitalgebern wahrgenommen wird. (B)</p> Signup and view all the answers

Ein Unternehmen erwirtschaftet hohe Gewinne, möchte diese aber reinvestieren anstatt sie an die Gesellschafter auszuschütten. Welches Kriterium der Rechtsformwahl sollte besonders beachtet werden?

<p>Gewinn- / Verlustbeteiligung. (A)</p> Signup and view all the answers

Warum ist die Berücksichtigung der Steuerbelastung ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Rechtsform?

<p>Weil unterschiedliche Rechtsformen unterschiedlich besteuert werden, was die Rentabilität beeinflusst. (A)</p> Signup and view all the answers

Welches Ziel wird typischerweise durch Unternehmenskooperationen verfolgt?

<p>Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen durch Zusammenarbeit in ausgewählten Bereichen. (D)</p> Signup and view all the answers

Worin besteht der Hauptunterschied zwischen einer Unternehmenskooperation und einer Unternehmenskonzentration?

<p>Bei Unternehmenskooperationen bleiben die beteiligten Unternehmen wirtschaftlich selbstständig, während sie bei Unternehmenskonzentrationen ihre Selbstständigkeit aufgeben. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt KEINE typische Ebene zwischenbetrieblicher Kooperationen?

<p>Parallele Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen. (B)</p> Signup and view all the answers

Ein Automobilhersteller arbeitet mit einem Reifenproduzenten zusammen, um die Reifen optimal auf ein neues Fahrzeugmodell abzustimmen. Um welche Art der zwischenbetrieblichen Kooperation handelt es sich?

<p>Vertikale Zusammenarbeit. (C)</p> Signup and view all the answers

Zwei konkurrierende Pharmaunternehmen beschließen, gemeinsam in die Forschung und Entwicklung eines neuen Medikaments zu investieren, um Kosten zu sparen und Risiken zu teilen. Welche Art der Kooperation liegt vor?

<p>Horizontale Zusammenarbeit. (B)</p> Signup and view all the answers

Ein Softwareunternehmen kooperiert mit einem Beratungsunternehmen, um ihren Kunden eine umfassendere Lösung anzubieten, die sowohl Software als auch Strategieberatung umfasst. Welche Art der Kooperation wird hier typischerweise praktiziert?

<p>Diagonale Kooperation (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft NICHT auf die Folgen einer Unternehmenskonzentration zu?

<p>Einzelne Unternehmensbereiche werden beibehalten, um die Flexibilität zu erhöhen. (C)</p> Signup and view all the answers

Ein großer Einzelhändler geht eine Kooperation mit einem Logistikunternehmen ein, um die Lieferzeiten für Online-Bestellungen zu verkürzen und effizienter zu gestalten. Welche Art der zwischenbetrieblichen Kooperation liegt hier vor?

<p>Vertikale Zusammenarbeit (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt die Haftung eines Kommanditisten in einer Kommanditgesellschaft (KG) korrekt?

<p>Er haftet beschränkt bis zur Höhe seiner im Handelsregister eingetragenen Einlage. (A)</p> Signup and view all the answers

Eine OHG entsteht durch den Zusammenschluss von zwei Gesellschaftern. Was gilt bezüglich der Geschäftsführung?

<p>Alle Gesellschafter führen die Geschäfte gemeinsam, sofern der Gesellschaftsvertrag keine andere Regelung vorsieht. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie erfolgt die Vertretung einer OHG nach außen, wenn der Gesellschaftsvertrag keine speziellen Regelungen enthält?

<p>Alle Gesellschafter müssen gemeinsam handeln, um die Gesellschaft zu vertreten. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft auf die Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust) in einer OHG zu, wenn keine abweichende Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag getroffen wurde?

<p>Der Gewinn wird gleichmäßig unter allen Gesellschaftern aufgeteilt; Verluste werden ebenfalls gleichmäßig getragen. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein wesentlicher Unterschied in der Haftung zwischen einem Komplementär und einem Kommanditisten in einer KG?

<p>Der Komplementär haftet unbeschränkt mit seinem Gesamtvermögen, während der Kommanditist beschränkt bis zur Höhe seiner Einlage haftet. (B)</p> Signup and view all the answers

Eine KG soll gegründet werden. Welche der folgenden Aussagen bezüglich der benötigten Gesellschafter ist zutreffend?

<p>Es werden mindestens ein Komplementär und ein Kommanditist benötigt. (A)</p> Signup and view all the answers

In einer KG möchte ein Kommanditist sich aktiv an der Geschäftsführung beteiligen. Welche Aussage ist korrekt?

<p>Ein Kommanditist hat grundsätzlich keine Befugnis zur Geschäftsführung. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Eigenschaften ist sowohl für eine OHG als auch für eine KG zwingend erforderlich?

<p>Das Vorhandensein von mindestens zwei Gesellschaftern (C)</p> Signup and view all the answers

Welches Organisationsprinzip betont die Nutzung von Spezialisierungsvorteilen am stärksten?

<p>Hohe Arbeitsteilung (B)</p> Signup and view all the answers

Ein hoher Zentralisierungsgrad in der Betriebsorganisation zielt primär worauf ab?

<p>Nutzung von Synergien, wie z.B. zentrale Beschaffung (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein typisches Merkmal einer Organisation mit geringer Regelungsdichte?

<p>Fallweises Entscheiden (B)</p> Signup and view all the answers

Welcher Vorteil ergibt sich primär aus flachen Hierarchien und großen Leitungsspannen?

<p>Erhöhung der Entscheidungsqualität durch lokale Kenntnisse (C)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet eine hohe Regelungsdichte und ein hoher Grad der Prozessstandardisierung typischerweise?

<p>Starke Standardisierung von Arbeitsabläufen (B)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst ein geringer Zentralisierungsgrad typischerweise die Entscheidungsfindung in einer Organisation?

<p>Entscheidungen basieren stärker auf lokalen Anforderungen. (B)</p> Signup and view all the answers

Welches der folgenden Elemente steht im direkten Gegensatz zur Nutzung von Spezialisierungsvorteilen?

<p>Geringe Arbeitsteilung (D)</p> Signup and view all the answers

Was kennzeichnet primär Organisationen mit ausgeprägten Hierarchien und geringen Leitungsspannen?

<p>Strikte Befehlsketten und enge Mitarbeiterführung (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am besten den Zweck von funktionsbezogenen Kooperationen zwischen Unternehmen?

<p>Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Know-how in bestimmten Funktionsbereichen wie F&amp;E, Produktion oder Absatz. (D)</p> Signup and view all the answers

Welches der folgenden Beispiele stellt KEINE typische funktionsbezogene Kooperation dar?

<p>Ein Unternehmen übernimmt ein anderes vollständig, um dessen Marktanteil zu erhöhen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Vorteil bietet eine funktionsbezogene Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) typischerweise?

<p>Beschleunigung des Innovationsprozesses durch Bündelung von Ressourcen und Know-how. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Herausforderung kann bei einer funktionsbezogenen Kooperation im Bereich Produktion entstehen?

<p>Schwierigkeiten bei der Koordination und Abstimmung der Produktionsprozesse. (D)</p> Signup and view all the answers

Unternehmen A und Unternehmen B kooperieren im Bereich Absatz. Welche Maßnahme wäre ein Beispiel für diese Kooperation?

<p>Unternehmen A nutzt die Vertriebskanäle von Unternehmen B, um seine Produkte zu verkaufen. (C)</p> Signup and view all the answers

Welches Risiko besteht, wenn Unternehmen A und B gleichzeitig in F&E, Produktion und Absatz kooperieren?

<p>Komplexität und Koordinationsaufwand nehmen deutlich zu. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft am ehesten auf die langfristigen Auswirkungen einer erfolgreichen funktionsbezogenen Kooperation zu?

<p>Die Unternehmen können ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Märkte erschließen. (C)</p> Signup and view all the answers

Angenommen, zwei Unternehmen, Alpha und Beta, gründen eine Kooperation im Bereich F&E mit dem Ziel, ein neues Softwareprodukt zu entwickeln. Alpha steuert hauptsächlich seine Expertise im Bereich Algorithmen bei, während Beta sich auf die Benutzeroberfläche konzentriert. Nach einem Jahr stellt sich heraus, dass die Unternehmenskulturen sehr unterschiedlich sind und es häufig zu Konflikten kommt. Welche Maßnahme wäre am geeignetsten, um die Kooperation zu verbessern?

<p>Eine neutrale dritte Partei sollte als Mediator eingesetzt werden, um die Kommunikation zu verbessern und gemeinsame Ziele zu definieren. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Beziehung zwischen Aktivität 1 und Aktivität 2, wenn Aktivität 2 von Aktivität 1 abhängig ist?

<p>Aktivität 2 kann erst gestartet werden, nachdem Aktivität 1 abgeschlossen ist. (A)</p> Signup and view all the answers

In einem Flussdiagramm wird eine Entscheidungsweiche mit 'Ja' oder 'Nein' dargestellt. Was bedeutet es, wenn die 'Nein'-Option zu Aktivität 2 führt?

<p>Aktivität 2 wird nur ausgeführt, wenn die vorherige Bedingung nicht erfüllt ist. (C)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet es, wenn Aktivität 3 von den Aktivitäten 1 und 2 abhängig ist?

<p>Aktivität 3 kann erst gestartet werden, nachdem sowohl Aktivität 1 als auch Aktivität 2 abgeschlossen sind. (B)</p> Signup and view all the answers

Warum ist es wichtig, den Beginn und das Ende eines Prozesses in einer Prozessdarstellung festzulegen?

<p>Um den Umfang und die Grenzen des betrachteten Prozesses klar zu definieren. (B)</p> Signup and view all the answers

Welchen Zweck hat die Ablauforganisation innerhalb der Betriebsorganisation?

<p>Die Gestaltung und Darstellung von Arbeitsabläufen. (B)</p> Signup and view all the answers

Ein Unternehmen möchte einen Produktionsprozess optimieren, bei dem zwei unabhängige Zulieferungen (Aktivität 1 und Aktivität 2) erfolgen müssen, bevor die Montage (Aktivität 3) beginnen kann. Welche der folgenden Aussagen beschreibt die korrekte Abfolge?

<p>Aktivität 3 kann erst beginnen, wenn sowohl Aktivität 1 als auch Aktivität 2 vollständig abgeschlossen sind. (A)</p> Signup and view all the answers

In einem Prozessdiagramm wird dargestellt, dass nach einer Qualitätsprüfung (Aktivität 1) bei positivem Ergebnis ('Ja') der Prozess fortgesetzt wird, während bei negativem Ergebnis ('Nein') eine Nachbearbeitung (Aktivität 2) erforderlich ist. Was ist der Hauptzweck dieser Anordnung?

<p>Es soll sichergestellt werden, dass fehlerhafte Produkte nicht weiterverarbeitet werden, sondern einer Korrektur unterzogen werden. (C)</p> Signup and view all the answers

Ein Unternehmen plant die Einführung eines neuen Prozesses. Um den Umfang des Projekts klar abzustecken, ist es wichtig, den Beginn und das Ende des Prozesses zu definieren. Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, warum diese Festlegung entscheidend ist?

<p>Die klare Definition von Beginn und Ende hilft, den Ressourceneinsatz zu minimieren und die Verantwortlichkeiten zuzuordnen. (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Haftung des Komplementärs?

Vollhafter (Komplementär) haftet mit seinem Gesamtvermögen.

Haftung des Kommanditisten?

Teilhafter (Kommanditist) haftet nur mit seiner Kapitaleinlage.

Anzahl der Gründer?

Mindestens ein Vollhafter (Komplementär) und mindestens ein Teilhafter (Kommanditist).

Mindestkapital für KG?

Kein Mindestkapital vorgeschrieben

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Geschäftsführung (Komplementär)?

Komplementär: Einzelgeschäftsführung bei gewöhnlichen Geschäften.

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Geschäftsführung (Kommanditist)?

Kommanditist: Keine Geschäftsführungsbefugnis.

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Vertretung (Komplementär)?

Komplementär: Einzelvertretung der Gesellschafter.

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Vertretung (Kommanditist)?

Kommanditist: Keine Vertretungsbefugnis.

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Ziel der Rechtsformwahl?

Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen Gesellschaftern (Innenverhältnis) und Unternehmen/Anspruchsgruppen (Außenverhältnis).

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Primäres Ziel bei Rechtsformwahl?

Langfristig hohe Profitabilität des Unternehmens (nach Steuern).

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Kriterien bei der Rechtsformwahl?

Leitungs- und Kontrollbefugnis, Haftungsumfang, Gewinn-/Verlustbeteiligung, Finanzierungsmöglichkeiten, Publizität/Prüfung, Steuerbelastung.

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Was bedeutet Leitungs- und Kontrollbefugnis?

Wer darf das Unternehmen führen und kontrollieren?

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Wer übt die Leitungs- und Kontrollfunktion aus?

Von Eigenkapitalgebern wahrgenommen.

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Wo wird die Leitungs- und Kontrollfunktion wahrgenommen?

Bei eigentümergeführten Unternehmen.

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Was regelt die Wahl der Rechtsform?

Regelt Beziehungen zwischen Gesellschaftern und Unternehmen/Anspruchsgruppen.

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Was ist Gegenstand der Wahl?

Die Wahl der Rechtsform.

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Zweck von Unternehmenskooperationen

Zusammenarbeit in einzelnen Unternehmensbereichen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

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Unternehmenskonzentration

Gibt die wirtschaftliche Selbstständigkeit auf und ordnet sich einer einheitlichen Leitung unter.

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Unternehmenskooperation

Die beteiligten Unternehmen behalten ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit.

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Vertikale Zusammenarbeit

Eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Zulieferern oder Kunden.

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Horizontale Zusammenarbeit

Eine Zusammenarbeit zwischen direkten Wettbewerbern.

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Diagonale Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit Unternehmen aus branchenfremden Bereichen.

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Zusammenarbeit mit Zulieferern

Kooperation zwischen einem Unternehmen und seinen Zulieferern.

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Zusammenarbeit mit Kunden

Kooperation zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden.

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Funktionsbezogene Kooperation

Zusammenarbeit zwischen Unternehmen bei bestimmten Funktionen.

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F&E Kooperation

Gemeinsame Anstrengungen zweier Firmen in der Forschung, um Innovationen zu fördern.

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Produktionskooperation

Gemeinsame Nutzung von Produktionsanlagen oder -prozessen, um Effizienz zu steigern.

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Absatzkooperation

Zusammenarbeit im Vertrieb und Marketing, um größere Märkte zu erreichen.

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F&E (Forschung und Entwicklung)

Unternehmen arbeiten zusammen ausschliesslich in der Forschung.

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Produktion

Die Kombination von Ressourcen zur Herstellung von Waren.

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Absatz

Die Vermarktung und Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen an Kunden.

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Quelle

Quelle für die Inhalte der Grafik.

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Hohe Arbeitsteilung

Nutzt Spezialisierungsvorteile, kann aber zu Monotonie führen.

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Geringe Arbeitsteilung

Nutzt Einsatzflexibilität, erfordert aber breitere Qualifikation.

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Hoher Zentralisierungsgrad

Bündelung von Entscheidungsbefugnissen an zentraler Stelle.

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Geringer Zentralisierungsgrad

Verteilung von Entscheidungsbefugnissen auf lokale Einheiten.

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Ausgeprägte Hierarchien

Viele Hierarchieebenen und enge Führung

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Flache Hierarchien

Wenige Hierarchieebenen und breite Führung.

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Hohe Regelungsdichte

Detaillierte Vorschriften und Abläufe.

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Geringe Regelungsdichte

Wenige Vorgaben, flexible Entscheidungen.

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Abhängige Aktivitäten

Aktivität 2 beginnt, nachdem Aktivität 1 abgeschlossen ist.

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Ja/Nein-Entscheidung

Bei 'ja', wird Aktivität 1 ausgeführt; bei 'nein', Aktivität 2.

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Mehrfachabhängigkeit

Aktivität 3 startet, wenn Aktivität 1 und 2 beide abgeschlossen sind.

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Start und Ende

Jede Prozessdarstellung braucht einen klaren Anfang und ein klares Ende.

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Ablauforganisation

Die visuelle Darstellung von Arbeitsabläufen innerhalb einer Organisation.

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Aktivität

Eine Handlung oder Aufgabe, die in einem Arbeitsprozess ausgeführt wird.

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Qualität i.O.?

Der Zustand, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung die erwarteten Anforderungen erfüllt.

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Start (Prozess)

Der Beginn eines betrachteten Prozesses.

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Study Notes

Lerneinheiten & Themenübersicht

  • Die Vorlesungseinheit 3 behandelt strategisches Management II und Modul Industriebetriebslehre.
  • Die Präsentation wurde am 14.10.2024 von Sven Hinrichsen gehalten.
  • Die Gliederung umfasst Lernziele(3.1), Standortentscheidungen (3.2), Rechtsform (3.3), Unternehmenskooperationen (3.4), Betriebsorganisation (3.5), Zusammenfassung (3.6) und Lernerfolgskontrolle(3.7).

Lernziele

  • Kenntnis und Anwendung von Begriffen aus dem Kontext von Entscheidungen der Unternehmensführung.
  • Erkennen der Bedeutung, Chancen und Risiken von Standortentscheidungen.
  • Kenntnis wichtiger Standortfaktoren und des Vorgehens bei der Standortauswahl.
  • Unterscheidung wesentlicher Rechtsformen von Unternehmen.
  • Erkennen von Bedeutung und Formen der Unternehmenskooperation.
  • Verstehen von Organisationstheorien und ihrer Bedeutung für die Praxis.
  • Verstehen der Grundlagen der Gestaltung von Aufbau- und Ablauforganisation.

Standortentscheidungen

  • Ein Standort ist ein Ort, an dem sich Unternehmensfunktionen wie Vertrieb, Service, Produktion oder Entwicklung befinden.
  • Eine Standortentscheidung ist strategisch und kann mit Unternehmensgründung, Expansion oder Verlagerung verbunden sein.
  • Primärmotive für eine Standortentscheidung sind Markterschließung/Umsatzsteigerung oder Kostensenkung.
  • Die Güte der Standortentscheidung hängt davon ab, wie gut die Anforderungen an den Standort (Standortfaktoren) umgesetzt werden können.

Standortentscheidungen – Auswahl

  • Bei der Auswahl von Produktionsstandorten sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:
    • aktuelle und prognostizierte Kundenwünsche und Marktentwicklungen.
    • der Produktionsprozess (Prozessfaktoren).
    • weitere unternehmensspezifische Bedingungen.
  • Anforderungen an den Produktionsstandort(Standortfaktoren) sind zu definieren und mit den Merkmalen von potenziell in Frage kommenden Standorten zu vergleichen.
  • Standortfaktoren sind Anforderungen, anhand derer mögliche Standorte auf Eignung geprüft werden.

Standortfaktoren

  • Standortfaktoren können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden:
    • Faktorkosten, Produktivität, weitere Kosten (Kostenmotiv)
    • Umsatzmotiv (Erschließung von Märkten)
    • qualitative Standortfaktoren.
  • Typische Faktorkosten sind Arbeitskostensätze und Kapitalkostensätze.
  • Produktivität wird durch Arbeitsproduktivität und Kapitalproduktivität beeinflusst.
  • Weitere Kostenfaktoren sind Transportkosten sowie Restrukturierungs- und Schließungskosten.
  • Für die Markterschließung sind Größe und Wachstum einzelner Märkte sowie verfügbares Einkommen relevant.
  • Qualitative Standortfaktoren umfassen Verfügbarkeit von Land und Infrastruktur, Rechtssicherheit, Schutz von Eigentum und Bürokratie.

Vorgehensmodell der Standortwahl

  • Der Prozess der Standortwahl umfasst mehrere Phasen:
    • globale Vorauswahl von Ländern, Produkten und Fertigungsschritten.
    • Wahl von Standort und Funktionsumfang auf Länderebene.
    • lokale Vorauswahl ("Long List" mit ca. 10-30 Standorten).
    • lokale Zwischenauswahl (ca. 3-5 Standorte).
    • abschließende Standortentscheidung.
  • Einflussgrößen in den Phasen sind:
    • politische Stabilität, Transportkosten, Marktanforderungen.
    • Arbeitskosten, Marktgröße, Verfügbarkeit von Fachkräften.
    • lokale Arbeitskosten, Personalverfügbarkeit, Lage und Anbindung.
    • Preise für Land und Gebäude, Verfügbarkeit von Subventionen.
    • detaillierter Vergleich relevanter Faktoren.

Rechtsform von Unternehmen

  • Die Wahl der Rechtsform regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Gesellschaftern (Innenverhältnis) und zu Anspruchsgruppen (Außenverhältnis).
  • Die Wahl der Rechtsform orientiert sich primär an der Profitabilität nach Steuern
  • Weitere Kriterien: Leitungs- und Kontrollbefugnis, Haftung, Gewinn-/Verlustbeteiligung, Finanzierung, Publizität, Mitbestimmung, Steuerbelastung.

Leitungs- und Kontrollbefugnis

  • Bei eigentümergeführten Unternehmen wird die Leitungsfunktion von Eigenkapitalgebern wahrgenommen
  • Bei Großunternehmen wird die Leitungsfunktion von angestellten Managern übernommen.
  • Es gibt geeignete Rechtsformen für beide Unternehmenstypen

Haftungsumfang der Eigenkapitalgeber

  • Der Grundsatz unbeschränkter Haftung besagt, dass jede Person für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen haftet.
  • Ein Einzelunternehmer haftet mit Betriebs- und Privatvermögen.
  • Eigenkapitalgeber können ihre Haftung durch Gründung einer juristischen Person begrenzen.
  • Darlehensgeber können nur Forderungen gegenüber dem Unternehmen, nicht aber gegenüber den Gesellschaftern geltend machen.

Gewinn- und Verlustbeteiligung

  • Wenn mehrere Eigenkapitalgeber mit unterschiedlichen Kapitalanteilen vorhanden sind, stellt sich die Frage nach der Verteilung von Gewinnen und Verlusten nach Beteiligtenzahl, Kapitalanteilen oder anderen Schlüsselgrößen.

Finanzierungsmöglichkeiten, Publizität und Steuern

  • Die Wahl der Rechtsform beeinflusst die Finanzierung des Unternehmens.
  • Einzelunternehmen können sich nur über einen Eigenkapitalgeber finanzieren.
  • Einzel- und Personengesellschaften genießen bei Darlehensgebern oft ein hohes Vertrauen aufgrund der Haftung mit Privat- und Geschäftsvermögen.
  • Nicht alle Rechtsformen unterliegen den Publizitäts-, Prüfungs- und Mitbestimmungsvorschriften..
  • Das deutsche Steuerrecht unterscheidet zwischen der Besteuerung von Einzelunternehmen/Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften..

Unterteilung der Rechtsformen

  • Die Rechtsformen lassen sich unterteilen in Rechtsformen des öffentlichen Rechts sowie des privaten Rechts.
  • Die Rechtsformen des privaten Rechts unterteilen sich nochmals in gegenstandsgebundene und gegenstandsungebundene Rechtsformen.
  • Gegenstandsungebundene Rechtsformen sind:
    • Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Körperschaften und Stiftungen.
  • Einzelunternehmen haben kein eigenes Betriebsvermögen.
  • Personengesellschaften haben Gesamthandsbetriebsvermögen.
  • Körperschaften haben eigenes Betriebsvermögen.
  • Stiftungen haben verselbständigtes Zweckvermögen.

Unterteilung nach Haftung

  • Einzelunternehmen haften unbeschränkt.
  • Körperschaften haben eine mittelbare Haftung mit Kapitaleinlage.
  • Personengesellschaften haften unbeschränkt.
  • Stiftungen haben keine Haftung.

Einzelunternehmen

  • Einzelunternehmen sind selbstständig tätige natürliche Personen ohne Gesellschafter
  • Das Betriebsvermögen wird ist Teil des Gesamtvermögens des Inhabers.
  • Kleine Unternehmen wie Handwerksbetriebe wählen oft ein Einzelunternehmen als Rechtsform.

Personengesellschaften

  • Personengesellschaften sind Zusammenschlüsse mehrerer Personen ohne eigene Rechtspersönlichkeit.
  • Die Gesellschafter verfügen gemeinsam über das Betriebsvermögen (Gesamthandsvermögen).
  • Die Gesellschafter haften auch mit ihrem Privatvermögen.

Kapitalgesellschaften

  • Kapitalgesellschaften sind körperschaftliche Gebilde mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Personen).
  • Die Gesellschaft haftet mit ihrem gesamten Vermögen und die Gesellschafter nur mit ihrer Kapitaleinlage.

Gegenstandsungebundene Rechtsformen

  • Zu den gegenstandsungebundenen Rechtsformen des privaten Rechts gehören:
    • Einzelunternehmen (Gewerbliches Einzelunternehmen e.K., Freiberufliche Einzelpraxis).
    • Personengesellschaften (Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR, Offene Handelsgesellschaft OHG, Kommanditgesellschaft KG, GmbH & Co. KG, Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung EWIV, Partnerschaftsgesellschaft, Stille Gesellschaft StG).
    • Körperschaften (Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH, Aktiengesellschaft AG, Kommanditgesellschaft auf Aktien KGaA, Genossenschaft eG, Verein e.V., Stiftung).

Einzelunternehmen: Merkmale

  • Anzahl der Gründer: eine natürliche Person.
  • Mindestkapital: nicht vorgeschrieben.
  • Haftung: mit dem Privat- und Geschäftsvermögen.
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis): Einzelgeschäftsführung durch den Inhaber.
  • Vertretung (Außenverhältnis): Alleinvertretung des Inhabers.
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust): Gewinn und Verlust stehen dem Inhaber allein zu.

GbR und KG: Merkmale

  • GbR:
    • Mindestanzahl der Gründer: zwei natürliche oder juristische Personen.
    • Mindestkapital: nicht vorgeschrieben.
    • Haftung: Gesamtvermögen aller Gesellschafter.
    • Geschäftsführung: alle Gesellschafter gemeinsam (Abweichung über Gesellschaftervertrag möglich).
    • Vertretung: alle Gesellschafter gemeinsam (Abweichung über Gesellschaftervertrag möglich).
    • Ergebnisverteilung: gleichmäßig über Gesellschafter (Abweichung über Gesellschaftervertrag möglich).
  • KG:
    • benötigt mind. einen Vollhafter (Komplementär) und einen Teilhafter (Kommanditist).
    • Mindestkapital: nicht vorgeschrieben.
    • Haftung des Komplementärs: mit dem Gesamtvermögen.
    • Kommanditist: Kapitaleinlage.
    • Komplementär: Einzelgeschäftsführung, Kommanditist: keine Geschäftsführungsbefugnis
    • Komplementär: Einzelvertretung der Gesellschafter.
    • Gewinnverteilung: Nach Vertrag, ansonsten 4 % Verzinsung der Kapitalanteile.

GmbH und AG: Merkmale

  • GmbH:
    • Mindestanzahl der Gründer: eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen.
    • Mindeststammkapital: 25.000 €.
    • Haftung mit: Gesellschaftsvermögen bzw. Gesellschafter mit Kapitaleinlage.
    • Geschäftsführung: ein oder mehrere Geschäftsführer, Gesamtgeschäftsführungsbefugnis.
    • Vertretung: Geschäftsführung (Gesamtvertretung), Einzelvertretung kann im Vertrag vereinbart sein..
    • Gewinnverteilung: Beschluss der Gesellschafterversammlung über Gewinnausschüttung, Verteilung nach Gesellschaftsanteilen.
  • AG:
    • Mindestanzahl der Gründer: eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen,.
    • Mindestgrundkapital: 50.000 €.
    • Haftung mit: Gesellschaftsvermögen bzw. Aktionäre mit Kapitaleinlage.
    • Geschäftsführung: Vorstand (Gesamtgeschäftsführung).
    • Vertretung: Vorstand (Gesamtvertretung).
    • Gewinnverteilung: Beschluss der Hauptversammlung über Gewinnausschüttung, Verteilung des Gewinns über Dividende je Aktie.

Unternehmenskooperationen

  • Unternehmenskooperation bezeichnet die freiwillige Zusammenarbeit rechtlich und wirtschaftlich selbstständiger Unternehmen.
  • Die beteiligten Unternehmen geben ihre wirtschaftliche Selbständigkeit nur teilweise auf
  • Zweck ist es, die Wettbewerbsfähigkeit durch Zusammenarbeit zu steigern, z. B. im Einkauf oder in der Forschung.
  • Unternehmenskooperation ist von Unternehmenskonzentration abzugrenzen, bei der alle Funktionen der Unternehmen gemeinsam erfüllt werden.
  • Die beteiligten Unternehmen geben ihre wirtschaftliche Selbständigkeit auf oder sie ordnen sich einer einheitlichen Leitung unter.

Ebenen zwischenbetrieblicher Kooperationen

  • Ebenen zwischenbetrieblicher Kooperation sind:
    • vertikale Zusammenarbeit mit Zulieferern oder Kunden.
    • horizontale Zusammenarbeit mit Wettbewerbern.
    • diagonale Zusammenarbeit mit branchenfremden Unternehmen.

Beispiele funktionsbezogener Kooperationen

  • Beispiele für funktionsbezogene Kooperationen sind:
    • Kooperation in der Forschung und Entwicklung (F&E), Produktion oder im Absatz, jeweils zwischen zwei Unternehmen.
    • Kombinationen verschiedener Funktionen, z.B. F&E und Produktion gemeinsam.

Intensität und Formen von Kooperationen

  • Die Intensität von Kooperationen reicht von losen Unternehmensverbänden bis zu Konzentrationen.
  • Formen der Kooperation sind Unternehmensverbände, Gelegenheitsgesellschaften, Kartelle, Franchiseunternehmen, Genossenschaften und Gemeinschaftsunternehmen.
  • Konzentrationen umfassen Konzerne und fusionierte Unternehmen

Organisationstheorien

  • Es gibt verschiedene Organisationstheorien:
    • klassische Organisationstheorien, z.B. Bürokratietheorie ( Max Weber) und "Scientific Management" (Frederick W. Taylor)
    • neoklassische Organisationstheorien, z.B. Human-Relation-Ansatz (E. Mayo) und sozio-technischer Systemansatz (Trist, Bamforth)
    • neuere Organisationstheorien, z.B. Organizationales Lernen (Senge) und "Principal Agent Theory" (Jensen, Meckling).
  • Max Weber beschrieb die Merkmale der bürokratischen Organisation, darunter Regelgebundenheit, festgelegte Kompetenzen, Amtshierarchie, Aktenmäßigkeit, Neutralität und spezialisierte Stelleninhaber.
  • Taylor legte Gestaltungshinweise zur Gestaltung der Organisation dar: Trennung von Hand- und Kopfarbeit,Arbeitsteilung und Spezialisierung, wissenschaftliche Experimente zur Festlegung der "besten" Arbeitsmethode, Leistungslohn auf Basis von Arbeits- und Zeitstandards, Systematische Personalauswahl
  • Klassische Organisationstheorien betrachten Organisation als Regelwerk (formale Organisation).
  • Neoklassische Organisationstheorien betoneninformelle Organisation und den Zusammenhang von Leistung und Größen wie Arbeitsmotivation und -zufriedenheit.

Begriffe der Organisation

  • Es gibt verschiedene Organisationsverständnisse:
    • funktional: Der Betrieb wird organisiert (Tätigkeit des Organisierens)
    • instrumental: Der Betrieb hat eine Organisation (Organisation als Ergebnis des Organisierens)
    • institutional: Der Betrieb ist eine Organisation (komplexes sozio-technisches System)

Organisationsgestaltung

  • Bei der Organisationsgestaltung besteht ein Spannungsfeld zwischen verschiedenen Organisationsprinzipien:
    • hohe vs. geringe Arbeitsteilung
    • hoher vs. geringer Zentralisierungsgrad
    • ausgeprägte vs. flache Hierarchien/Leitungsspannen
    • hohe vs. geringe Regelungsdichte

Aufbauorganisation

  • Der Begriff Aufbauorganisation umfasst:
    • die Aufteilung der Aufgaben eines Betriebes auf Organisationseinheiten.
    • die Regelung der Verantwortung für die Ausführung von Aufgaben.
    • die Regelung der Beziehung der Organisationseinheiten untereinander.
    • die Regelung der Leitungs- und Weisungsbefugnisse.
  • Elemente der Aufbauorganisation sind Stelle, Abteilung und Unterstellungsverhältnisse.
  • Kriterien für die Abteilungsbildung sind Produktgruppen, Regionen, Standorte, Kundengruppen oder Funktionen.

Einlinienorganisation

  • Die Einlinienorganisation basiert auf dem Grundsatz der Einheit der Auftragserteilung.
  • Vorteile sind die eindeutige Zuordnung von Aufgabe, Verantwortung und Kompetenzen sowie geringer Koordinationsaufwand.
  • Nachteil ist das Risiko, nicht das Gesamtsystem zu optimieren, sondern nur einzelne Subsysteme.

Mehrlinienorganisation

  • Bei der Mehrlinienorganisation (Matrixorganisation) gibt es mehrere Vorgesetzte für eine Stelle.
  • Vorteile sind die gleichzeitige Kunden- und Produktorientierung sowie, dass "Denken in Abteilungen" vermieden wird.
  • Nachteile sind hoher Kommunikationsbedarf, hoher Aufwand und Konfliktpotenzial durch Mehrfachunterstellung.

Stab-Linienorganisation

  • Die Stab-Linienorganisation ergänzt die Linienorganisation um Stabsstellen als Leitungshilfsstellen.
  • Vorteile sind erhöhte Kapazität für sorgfältige Entscheidungsvorbereitung und Entlastung der Leitung.
  • Nachteile sind Konfliktpotenzial zwischen Stab und Linie sowie informelle Macht von Stäben.

Ablauforganisation

  • Ablauforganisation regelt das räumliche und zeitliche Zusammenwirken von Beschäftigten, Arbeitsobjekten und Betriebsmitteln zur Aufgabenerfüllung (Effektivität) mit geringem Ressourceneinsatz (Effizienz)
  • Elemente der Ablauforganisation sind Aktivitäten von Arbeitspersonen, Entscheidungen, Relationen und Beginn/Ende von Abläufen (Geschäftsprozessen).
  • Prozesse werden durch Aktivitätsdiagramme dargestellt

Zusammenfassung

  • Die Güte einer Standortentscheidung hängt davon ab, inwieeit die Standortfaktoren umgesetzt werden können.
  • Die Wahl der Rechtsform hängt u.a. von Leitungsbefugnis, Haftungsumfang, Gewinnverteilung, Finanzierung, Publizität und Steuerbelastung ab.
  • Zweck von Unternehmenskooperation ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
  • Die Gestaltung der Betriebsorganisation erfolgt im Spannungsfeld von Organisationsprinzipien mit Unterscheidung von Aufbau- und Ablauforganisation.

Lernerfolgskontrolle

  • Primäre Motive für die Gründung von neuen Unternehmensstandorten (Ausland)? Typische Standortfaktoren?
  • Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Rechtsform?
  • Wodurch unterscheiden sich Einzelunternehmen, Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft? Merkmale von GbR, KG, GmbH und AG?
  • Welche Formen und Ebenen von Kooperationen lassen sich unterscheiden?
  • Wodurch unterscheiden sich klassische und neoklassische Organisationstheorien?
  • Was sind Merkmale der bürokratischen Organisation nach Max Weber?
  • Was sind Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung nach F. W. Taylor?
  • Merkmale der Einlinien-, Mehrlinien- und Stab-Linienorganisation? Welche Vor- und Nachteile weisen einzelne Organisationsformen auf?

Übungsaufgaben

  • Übungsaufgabe 1: Standortentscheidungen anhand einer Gewinnvergleichsrechnung mit und ohne Berücksichtigung von Unternehmenssteuersätzen unter kritischer Auseinandersetzung mit der methodischen Vorgehensweise.
  • Übungsaufgabe 2: Modellierung eines Arbeitsprozesses der Reklamationsbearbeitung als Swimlane-Darstellung und Erörterung der Vorteile von Prozessbeschreibungen.
  • Übungsaufgabe 3: Entwicklung und Beurteilung von Ideen für Unternehmenskooperationen unter Berücksichtigung horizontaler, vertikaler und diagonaler Zusammenarbeit.

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Rechtsformwahl und Mitbestimmung
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