Hygiene und Mikrobiologie Quiz
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Questions and Answers

Welches Ergebnis erzielte Semmelweis durch die Handdesinfektion mit Chlorkalk?

  • Ein Anstieg der Sterberate auf 12,3 %
  • Eine Senkung der Sterberate auf 5,0 %
  • Eine Senkung der Sterberate auf 1,3 % (correct)
  • Keine Veränderung der Sterberate
  • Welche Maßnahme zählt nicht zu den medizinischen Hygienemaßnahmen?

  • Desinfektion
  • Quarantäne
  • Lebensmittelhygiene (correct)
  • Sterilisation
  • Von wem wurde Karbol zur Desinfektion von Wunden erfolgreich eingesetzt?

  • Johann Peter Frank
  • Robert Koch
  • Max von Pettenkofer
  • Sir Joseph Lister (correct)
  • Welches Fach hat sich im späten 19. Jahrhundert aus der Hygiene entwickelt?

    <p>Sportmedizin (D)</p> Signup and view all the answers

    Was war das Ziel von Arbeitshygiene?

    <p>Verhütung von Berufskrankheiten (B)</p> Signup and view all the answers

    Welcher bekannte Hygieneforscher gilt als Vater der Hygiene als medizinisches Lehrfach?

    <p>Max von Pettenkofer (D)</p> Signup and view all the answers

    Was stellt ein gesundheitliches Risiko bei Milch- und Käseprodukten dar?

    <p>Listerien (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche Hygienepraktiken fallen nicht unter individuelle somatische Hygienemaßnahmen?

    <p>Lebensmittelhygiene (A)</p> Signup and view all the answers

    Was beschreibt der Begriff 'Symbiose'?

    <p>Die Vergesellschaftung von Individuen zweier unterschiedlicher Arten, die für beide vorteilhaft ist. (D)</p> Signup and view all the answers

    Welche Aussage beschreibt den Kommensalismus?

    <p>Ein Organismus, der von einem anderen lebt, ohne diesem zu schaden. (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche Mikroben sind entscheidend für die Verdauung bei Wiederkäuern?

    <p>Bakterien, die Zellulose abbauen (C)</p> Signup and view all the answers

    Wie interagieren verschiedene Arten im Ökosystem?

    <p>Es gibt enge Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Arten. (B)</p> Signup and view all the answers

    Welches Beispiel illustriert die Symbiose?

    <p>Flechten, die aus Algen und Pilzen bestehen. (C)</p> Signup and view all the answers

    Was versteht man unter 'Äußeren belebten Krankheitsursachen'?

    <p>Alle Arten von Mikroorganismen, die Krankheiten verursachen. (C)</p> Signup and view all the answers

    Welcher Aspekt ist nicht Teil der Lebensmittelhygiene?

    <p>Untersuchung der chemischen Zusammensetzung von Rohstoffen. (A)</p> Signup and view all the answers

    Welche Funktion haben Magen- und Darmbakterien bei Tieren?

    <p>Sie helfen beim Aufschluss zellulosereicher Nahrung. (C)</p> Signup and view all the answers

    Welche Faktoren können zur Verkürzung des Lebens des Wirts führen?

    <p>Giftige Stoffwechselprodukte des Parasiten (D)</p> Signup and view all the answers

    Was beschreibt am besten die Koevolution zwischen Parasiten und Wirten?

    <p>Es entsteht ein Gleichgewicht, bei dem der Parasit profitiert, ohne den Wirt zu vernichten. (D)</p> Signup and view all the answers

    Was ist ein Zwischenwirt?

    <p>Ein Wirt, der von Parasiten befallen wird und in dem sich der Parasit entwickelt, bevor er zum Endwirt wechselt. (D)</p> Signup and view all the answers

    Welche Aussage über Fehlwirte ist richtig?

    <p>Fehlwirte sind Organismen, die befallen werden, ohne dass eine Fortsetzung des Entwicklungszyklus des Parasiten möglich ist. (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche Eigenschaft ist typisch für Parasiten, die in einer parasitischen Lebensweise leben?

    <p>Sie zeigen Rückbildungen von Organen, die für ihren Lebensstil nicht notwendig sind. (A)</p> Signup and view all the answers

    Welche Art von Organismen sind typischerweise Fehlwirte?

    <p>Organismen, die nicht für den Lebenszyklus des Parasiten geeignet sind. (D)</p> Signup and view all the answers

    Wie haben sich Parasiten evolutionär an ihre Wirte angepasst?

    <p>Durch Anpassungen, die ihre Überlebensfähigkeit im Wirt verbessern. (C)</p> Signup and view all the answers

    Was ist eine häufige Anpassung bei parasitierenden Organismen?

    <p>Die Bildung von Haft- und Klammerorganen zur Festigung an den Wirt. (A)</p> Signup and view all the answers

    Was ist die Hauptunterscheidung zwischen Mikroparasiten und Makroparasiten?

    <p>Die Größe und Anzahl der Parasiten im Wirt. (D)</p> Signup and view all the answers

    Welche der folgenden Gruppen gehört zu den Hauptmakroparasiten von Tieren?

    <p>Nematoden und Flöhe (C)</p> Signup and view all the answers

    Was sind typische Beispiele für Ektoparasiten?

    <p>Stechmücken und Läuse (D)</p> Signup and view all the answers

    Wie vermehren sich beispielsweise Bandwürmer?

    <p>Durch Freisetzung von Eiern, die andere Wirte infizieren können. (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche der folgenden Beschreibungen trifft auf Endoparasiten zu?

    <p>Sie dringen in den Körper des Wirtes ein und leben dort. (B)</p> Signup and view all the answers

    Wie verhalten sich Mikroparasiten typischerweise in Bezug auf ihre Wirtspopulation?

    <p>Sie sind so zahlreich, dass die Anzahl im Wirt oft nicht angegeben werden kann. (B)</p> Signup and view all the answers

    Neben Würmern, welche weiteren Kategorien von Makroparasiten existieren?

    <p>Ektoparasiten wie Läuse und Zecken. (B)</p> Signup and view all the answers

    Was ist eine gemeinsame Eigenschaft von Ektoparasiten?

    <p>Sie leben auf der Haut oder Oberfläche von Wirten. (D)</p> Signup and view all the answers

    Welche Erkrankung gehört nicht zu den systemischen Pilzinfektionen?

    <p>Dermatophytose (D)</p> Signup and view all the answers

    Was sind häufige Symptome einer Hautpilzerkrankung?

    <p>Juckende, gerötete und schuppende Hautareale (C)</p> Signup and view all the answers

    Welche Aussage über die Entstehung von Dermatomykosen ist korrekt?

    <p>Das Gleichgewicht zwischen Pilzaggessivität und Immunsystem ist entscheidend. (A)</p> Signup and view all the answers

    Welche Pilzart verursacht systematisch Befall auch von gesundem Gewebe?

    <p>Histoplasma capsulatum (B)</p> Signup and view all the answers

    Welches Risiko besteht, wenn man sich bei einer Hautpilzerkrankung kratzt?

    <p>Verlangsamte Heilung (A), Übertragung auf andere Körperteile (C)</p> Signup and view all the answers

    Was sind opportunistische Erreger in Bezug auf Hautpilzerkrankungen?

    <p>Sie können auch in schwächeren Geweben Krankheiten verursachen. (C)</p> Signup and view all the answers

    Welche Faktoren begünstigen die Entstehung von Fußpilz?

    <p>Fehlende Hygiene im Zehengrund (C)</p> Signup and view all the answers

    Wie wird eine Dermatomykose durch Hefen oder Schimmelpilze bezeichnet?

    <p>Mykose (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche Tierarten sind am häufigsten von Microsporum Canis betroffen?

    <p>Katzen und Hunde (C)</p> Signup and view all the answers

    Was ist die Hauptdiagnosemethode für Microsporum Canis?

    <p>Wood'sche Lampe (C)</p> Signup and view all the answers

    Welche Beschreibung trifft auf die Kolonien von Trichophyton zu?

    <p>Weißbräunlich, watteähnlich bis staubig (B)</p> Signup and view all the answers

    Wie erfolgt eine direkte Schmierinfektion?

    <p>Durch den Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren (D)</p> Signup and view all the answers

    Wie erfolgt die Übertragung von Hefepilzen und Schimmelpilzen?

    <p>Durch das Einatmen von Sporen (B)</p> Signup and view all the answers

    Welche der folgenden Optionen ist eine Methode zur Probengewinnung zur Diagnostik von Dermatophyten?

    <p>Haarentfernung unter der Wood'schen Lampe (A)</p> Signup and view all the answers

    Was sind Makrokonidien?

    <p>Keulenartige, abgerundete Strukturen unter dem Mikroskop (A)</p> Signup and view all the answers

    Was ist eine indirekte Schmierinfektion?

    <p>Übertragung durch kontaminierte Gegenstände (D)</p> Signup and view all the answers

    Flashcards

    Desinfektion

    Die Reduzierung der Anzahl von Mikroorganismen auf ein ungefährliches Niveau.

    Sterilisation

    Das vollständige Abtöten aller Mikroorganismen, einschließlich Sporen.

    Quarantäne

    Die Isolierung von Personen oder Tieren, die an einer Krankheit leiden, um die Ausbreitung zu verhindern.

    Semmelweis' Methode

    Die Verwendung von Chlorkalk zur Desinfektion der Hände, um die Sterberate bei Müttern nach der Geburt zu senken.

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    Lister's Methode

    Die Verwendung von Karbol zur Desinfektion von Wunden vor Operationen.

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    Hygiene als Fachdisziplin

    Die wissenschaftliche Lehre von der Hygiene und deren Anwendung in der Medizin.

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    Sportmedizin

    Die Anwendung hygiene-bezogener Prinzipien auf den Bereich der Bewegung und Bewegungserziehung.

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    Lokale Hygiene

    Hygienemassnahmen, die sich auf die Umgebung und Lebensgewohnheiten von Menschen beziehen.

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    Schnelle Anpassung an äußere Umstände

    Die Fähigkeit von Organismen, sich schnell an veränderliche Umweltbedingungen anzupassen, z.B. durch genetische Veränderung.

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    Ökologie

    Die wissenschaftliche Lehre von der Interaktion zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt.

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    Symbiose

    Eine enge Beziehung zwischen zwei verschiedenen Arten, die für beide Partner vorteilhaft ist.

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    Kommensalismus

    Ein Lebewesen, das von einem anderen Lebewesen profitiert, ohne diesem Schaden zuzufügen.

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    Mikroorganismen

    Lebewesen, die so klein sind, dass sie nur unter dem Mikroskop sichtbar sind.

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    Pathogen

    Der Zustand, in dem Mikroorganismen leben und sich vermehren. Sie können Krankheiten verursachen.

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    Ätiologie

    Die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung, Entwicklung und dem Vorkommen von Krankheiten befasst.

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    Pathologie

    Die Wissenschaft, die sich mit der Lehre von Krankheiten befasst.

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    Mikroparasiten

    Parasiten, die so klein sind, dass man ihre Anzahl im Wirt oft nicht genau bestimmen kann. Im Vergleich zur Anzahl der befallenen Wirte ist die Zahl der Parasiten oft sehr hoch.

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    Makroparasiten

    Parasiten, deren Individuen groß genug sind, um ihre Anzahl im Wirt zu zählen oder wenigstens zu schätzen.

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    Ektoparasiten (Außenparasiten)

    Parasiten, die auf der Oberfläche des Wirtsorganismus leben.

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    Endoparasiten (Innenparasiten)

    Parasiten, die im Inneren des Wirtsorganismus leben.

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    Entwicklungs- und Übertragungswege von Parasiten

    Die Fortpflanzung und Weitergabe von Parasiten ist oft komplex und erfolgt über verschiedene Zwischenwirte.

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    Finnen

    Ungeschlechtliche Vermehrungsstadien von Parasiten, die im Zwischenwirt entstehen.

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    Wirt (Parasitismus)

    Ein Lebewesen, das als Lebensunterhalt für ein anderes Lebewesen dient.

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    Ungeschlechtliche Vermehrung von Bandwürmern

    Die Fähigkeit von Bandwürmern, ungeschlechtlich viele Kopien von sich zu produzieren.

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    Faktoren, die die Lebensdauer des Wirts verkürzen

    Giftige Stoffwechselprodukte des Parasiten, zurückgebliebene Verletzungen oder Nahrungsmangel können das Leben des Wirts verkürzen, besonders unter ungünstigen Umweltbedingungen.

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    Wirte sind nicht passiv

    Wirte haben Abwehrmechanismen, um die Anzahl und den Schaden durch Parasiten zu begrenzen.

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    Koevolution von Wirt und Parasit

    Die gemeinsame Entwicklung von Wirten und Parasiten führt zu einem Gleichgewicht, bei dem der Parasit profitiert, ohne dem Wirt zu stark zu schaden.

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    Zwischenwirt

    Zwischenwirte werden von Parasiten im Entwicklungsstadium befallen. Der Parasit entwickelt sich im Zwischenwirt, bevor er den Endwirt befällt.

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    Endwirt

    Endwirt ist der Wirt, in dem die sexuelle Fortpflanzung des Parasiten stattfindet.

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    Fehlwirt

    Fehlwirte werden von Parasiten befallen, aber der Parasit kann sich dort nicht weiterentwickeln.

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    Anpassungen von Parasiten - Haftorgane

    Anpassungen wie Haft- und Klammerorgane helfen Parasiten, am Wirt zu haften und zu überleben.

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    Anpassungen von Parasiten - Organrückbildung

    Parasiten haben sich im Laufe der Evolution an ihre Wirte angepasst und entwickeln Organe, die für ihre parasitäre Lebensweise nicht mehr notwendig sind.

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    Systemische Pilzinfektionen

    Systemische Pilzinfektionen, die verschiedene Organe betreffen können. Beispiele sind Aspergillose, Histoplasmose, Kryptokokkose und Blastomykose.

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    Dermatomykose Zoonose

    Eine Pilzinfektion der Haut, die durch Pilze verursacht wird, die auf Mensch und Tier wachsen.

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    Dermatophytose

    Die häufigste Form von Dermatomykose, die die oberste Hautschicht betrifft.

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    Tiefe Dermatomykosen

    Pilzinfektionen, die tiefere Hautschichten betreffen.

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    Opportunistische Dermatomykosen

    Pilzinfektionen, die durch Hefen oder Schimmelpilze verursacht werden.

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    Verhalten bei Dermatomykosen

    Der Juckreiz bei Dermatomykosen ist stark; Kratzen sollte vermieden werden, da es die Infektion verschlimmern und Sekundärinfektionen verursachen kann.

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    Entstehung von Dermatomykosen

    Das Gleichgewicht zwischen der Aggressivität des Pilzes und dem Immunsystem des Wirtes bestimmt, ob eine Dermatomykose entsteht.

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    Histoplasma capsulatum

    Einige Pilzarten, wie Histoplasma capsulatum, können immer eine Infektion verursachen, aber ein starkes Immunsystem begrenzt die Ausbreitung.

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    Was ist eine Wood'sche Lampe?

    Eine spezielle Leuchtstofflampe, die langwelliges UV-Licht emittiert und zur Diagnose von Hautinfektionen mit Microsporum Canis eingesetzt wird.

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    Was ist eine Pilzkulturuntersuchung?

    Eine Untersuchungstechnik, bei der die Pilzkulturen unter dem Mikroskop betrachtet werden, um die Art des Dermatophyten zu identifizieren.

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    Wie erfolgt die Übertragung von Dermatophyten?

    Die Übertragung von Dermatophyten erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren oder indirekt durch den Kontakt mit kontaminierten Gegenständen.

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    Was ist eine systemische Pilzinfektion?

    Eine Pilzinfektion, die durch die Übertragung von Sporen von Hefepilzen und Schimmelpilzen durch Einatmen ausgelöst wird und sich über das Blut im Körper ausbreitet.

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    Was sind Dermatophyten?

    Eine Gruppe von Pilzen, die Hautinfektionen bei Tieren und Menschen verursachen.

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    Was ist Microsporum canis?

    Eine Pilzart, die häufig bei Katzen und Hunden vorkommt und eine Hautinfektion verursachen kann.

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    Was ist Trichophyton mentagrophytes?

    Eine Pilzart, die häufig bei Hunden und kleinen Nagern vorkommt und eine Hautinfektion verursachen kann.

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    Was ist Trichophyton verrucosum?

    Eine Pilzart, die häufig bei Wiederkäuern vorkommt und eine Hautinfektion verursachen kann.

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    Study Notes

    Hygiene

    • Das Wort Hygiene stammt aus dem Griechischen und bedeutet "der Gesundheit dienende Kunst".
    • Es leitet sich vom Wort "Gesundheit" ab.
    • Der Zusammenhang mit der personifizierten Göttin Hygieia wird seit dem 4. Jahrhundert vor Christus belegt.
    • Galen systematisierte den Zusammenhang im 2. Jahrhundert.
    • Hygiene im engeren Sinn umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten, wie Reinigung, Desinfektion und Sterilisation.
    • Im Alltag wird das Wort Hygiene oft fälschlicherweise synonym zu Sauberkeit verwendet, obwohl Hygiene einen kleineren Teil der Aufgaben umfasst.

    Geschichte der Hygiene im Mittelalter

    • Im Mittelalter waren Städte oft sehr schmutzig.
    • Abfälle, Kot und Mist wurden auf den Straßen gelagert.
    • Tiere liefen frei durch die Städte.
    • Niederschlag verteilte den Schmutz und führte zu Geruchsbelästigungen.
    • Polizeiverordnungen wurden erlassen, um gegen den Schmutz vorzugehen.
    • Erst die Einführung von Kanalisationen, städtischen Schlachthäusern und Pflasterungen konnten das Problem des Schmutzes eindämmen.

    Hygiene in der Medizin

    • Im Römischen Reich war die Hygiene im medizinischen Bereich verhältnismäßig weit entwickelt.
    • Marcus Terentius Varro ahnte bereits, dass Krankheiten durch Mikroorganismen hervorgerufen werden.
    • Quarantäne war bekannt und konnte die Verbreitung von Infektionen verhindern.
    • Bis ins 19. Jahrhundert wurden Sauberkeit und Desinfektion in der Medizin nicht als notwendig angesehen.
    • Operationsschürzen wurden oft nicht gewaschen.
    • Medizinische Instrumente wurden oft nicht gereinigt.
    • Patienten wurden oft mit demselben Schwamm behandelt.
    • Ignaz Semmelweis wies nach, dass Desinfektion die Verbreitung von Infektionskrankheiten eindämmen kann.
    • Semmelweis forderte die Desinfektion der Hände vor der Untersuchung von Patienten.
    • Seine Maßnahmen führten zu einer Senkung der Sterberate durch Kindbettfieber.
    • Thomas McKeown führte den Rückgang der Infektionskrankheiten in den letzten 200 Jahren auf Hygiene, bessere Ernährung, Immunität und andere unspezifische Maßnahmen zurück.
    • Abseits der Industriestaaten hat sich das Muster der Erkrankungen trotz teilweiser Einführung medikamentöser Behandlungsmethoden nicht wesentlich verändert.
    • Ohne finanzielle und materielle Unterstützung der "Dritten Welt" und ohne bessere Lebensbedingungen wird der Gefahr von Seuchen Vorschub geleistet.
    • Sir Joseph Lister entwickelte erfolgreich die Desinfektion von Wunden vor Operationen durch die Verwendung von Karbol.
    • Max von Pettenkofer begründete die Hygiene als medizinisches Lehrfach in Deutschland.
    • Weitere bekannte Forscher auf dem Gebiet der Hygiene waren Johann Peter Frank, Robert Koch und Louis Pasteur.
    • Die Entwicklung der Sportmedizin geht ebenfalls auf humanbiologische Erkenntnisse aus dem Gebiet der Hygiene zurück.

    Hygienemaßnahmen

    • Medizinische Maßnahmen wie Sterilisation, Desinfektion und Quarantäne.
    • Gesetzliche Regelungen betreffen besonders Lebens- und Wäschereihygiene, Lebensmittelhygiene und klinische Hygiene.
    • Weitere individuelle Hygienemaßnahmen sind Körper-, Mund-, Brust-, Anal-, Sexual- und Psychohygiene.
    • Dazu zählt auch die Arbeitshygiene zur Verhütung von Berufskrankheiten.
    • Hygiene an der Veterinärmedizinischen Universität Wien beinhaltet Spezialisierungen wie die Milch- und Fleischhygiene.

    Äußere Belebte Krankheitserreger

    • Die Erdoberfläche enthält eine Vielzahl von lebenden Organismen, von Tieren bis hin zu den kleinsten Lebewesen.
    • Menschen, Tiere, Insekten, Pflanzen, Mikroorganismen und kleinere Gebilde, die an der Grenze zu unbelebter Materie stehen, bilden eine umfassende Lebensgemeinschaft.
    • Diese Gemeinsamkeit ist eng miteinander verflochten und unerlässlich für menschliches Leben.

    Symbiose

    • Die Vergesellschaftung von zwei verschiedenen Arten zum Vorteil beider Partner.
    • Ein Beispiel sind Magen- und Darmbakterien bei Wiederkäuern.

    Kommensalismus

    • Ein Lebewesen ernährt sich von den Abfallstoffen oder dem Nahrungsüberschuss eines anderen Lebewesens, ohne es zu schädigen.
    • Aasfresser auf den Steppen und Wüsten folgen häufig größeren Jägern.

    Parasitismus

    • Ein Organismus lebt auf Kosten eines anderen (Wirt), der geschädigt wird (kann aber überleben).
    • Parasiten ernähren sich oft von Körperflüssigkeiten des Wirtes.

    Infektion

    • Das Eindringen von pathogenen Lebewesen oder Molekülen, wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten etc., in einen Organismus.

    Immunität

    • Die Fähigkeit des Organismus, sich gegen Krankheitserreger zu wehren.
    • Unspezifische Immunität beruht auf natürlicher Resistenz.
    • Adaptive (erworbene) Immunität entsteht nach Kontakt und entwickelt sich.
    • Angeborene Immunität ist von Geburt an vorhanden und basiert auf der Vererbung und der natürlichen Resistenz.

    Eintrittspforten einer Infektion

    • Erreger können verschiedene Wege in den Körper gelangen, z. B. die Atemwege durch Tröpfchen oder die Schleimhäute durch Schmierinfektionen.
    • Die Genitaloberfläche ist eine Anlaufstelle für sexuell übertragbare Krankheiten.
    • Wunden geben Krankheitserregern Zugang zur Blutbahn.

    Ausdehnung einer Infektion

    • Lokale Infektion: Beschränkt sich auf die Eintrittspforte.
    • Generalisierte Infektion: Vermehrung der Erreger über das Blut.
    • Fokale Infektion: Septische Metastasierung von einem Ausgangsherd im Körper.
    • Systemische Infektion: Ausbreitung der Erreger durch den gesamten Organismus.

    Parasitologie

    • Studium von Parasiten und ihren Wirten.
    • umfasst Prophylaxe, Diagnose und Therapie durch Parasiten verursachter Krankheiten.
    • Z.B. Ektoparasiten (Hautparasiten) , Wurminfektionen und Infektionen durch Protozoen.

    Beschreibung von Parasiten

    • Parasiten sind hoch spezialisiert und leben oft auf oder in Wirten.
    • Sie sind stark an ihren Wirt angepasst.
    • Parasiten und Wirte haben eine Koevolution durchlaufen, bei der Sie sich gegenseitig angepasst haben.

    Klassifizierung von Parasiten

    • Mikroparasiten (klein, z. B. Protozoen)
    • Makroparasiten (groß, z. B. Würmer)
    • Ektoparasiten (außen am Wirt) z. B. Läuse
    • Endoparasiten (innen im Wirt) z. B. Bandwürmer
    • Fakultative Parasiten (können sowohl frei als auch parasitär leben)
    • Obligate Parasiten (können nur parasitär leben)
    • Temporäre Parasiten (nur für eine bestimmte Zeit am Wirt)
    • Stationäre Parasiten (dauerhaft am Wirt)

    Pilze (Fungi)

    • Pilze sind Mikroorganismen mit einer höheren Organisation als Bakterien.
    • Oftmals mehrzellig und bestehen aus Hyphen und Myzel.
    • Sie können Saprophyten (zersetzen abgestorbene Materie), Symbionten (Zusammenarbeit mit anderen Organismen) oder Parasiten sein.
    • Es kommt zu Krankheiten, wenn Pilze nicht nur tote oder lebende Gewebe besiedeln.

    Wie ernähren sich Pilze?

    • Da Pilze kein Chlorophyll haben, können sie keine Photosynthese betreiben.
    • Ihre Ernährung erfolgt durch die Aufnahme organischer Stoffe aus ihrer Umgebung.
    • Saprophyten ernähren sich von abgestorbenen organischen Stoffen.
    • Parasitische Pilze beziehen Nährstoffe vom Wirt.
    • Symbionten leben in Symbiose mit anderen Organismen.

    Lokale oder oberflächliche Mykosen

    • Die Pilzinfektion betrifft Haut, Nagel- oder Schleimhautstrukturen.

    Systemische Pilzinfektionen

    • Pilzinfektionen, die innere Organe betreffen und schwerwiegend sein können.

    Eine Dermatomykose Zoonose

    • Pilzinfektion, die die oberen Hautstrukturen befällt.
    • Übertragung ist überwiegend durch direkten oder indirekten Kontakt möglich.

    Trichophyton

    • Eine häufig vorkommende Gattung von Dermatophyten.
    • Übertragung von Mensch zu Mensch oder Tier zu Mensch möglich.

    Diagnostik

    • Wood'sche Lampe
    • Mikroskopische Untersuchung
    • Hautbiopsie
    • Untersuchung von Pilzkulturen

    So kommt es zu einer Pilzinfektion

    • Übertragung über Schmierinfektion, indirekt oder direkt.

    Histoplasmose bei Hunden

    • Krankheit verursacht durch Pilze.
    • Symptome: Fieber, Gewichtsverlust, Lethargie, Durchfall, Husten.

    Ursache

    • Pilz lebt im Boden und ist aus infiziertem Fledermaus- und Vogelkot entstanden.

    Nachweis und Behandlung

    • Diagnostik (Blut, Urin, Röntgen, Stuhl)
    • Behandlung (Antimykotika).

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