Grundlagen der Verkehrswirtschaft Teil 1.3
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Questions and Answers

Der Transport ist eine ______ Funktion.

logistische

Welche beiden Faktoren werden als Bewertungsgrundlage für die Logistik betrachtet?

Produktivität und Wirtschaftlichkeit

Die Gesamtproduktivität gibt Auskunft über die Effizienz der einzelnen Produktionsfaktoren.

False (B)

Teilproduktivitäten dienen als Ansatzpunkt für die Analyse von Entwicklungen in verschiedenen Bereichen.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Kennziffer wird für die Wirtschaftlichkeit verwendet?

<p>Wertmäßiger Output (B), Wertmäßiger Input (C)</p> Signup and view all the answers

Der Transport stellt die einfache ______ von Personen oder Gütern dar.

<p>Bewegung</p> Signup and view all the answers

Transport ist ein eigenständiger Prozess, der nicht Teil einer umfassenderen Logistikeinheit ist.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Wie wird die Prozessdarstellung im Transportbereich vorgenommen?

<p>über die Transportkette</p> Signup and view all the answers

Welche Art von Transport erfolgt innerhalb eines Unternehmens?

<p>Innerbetrieblicher Transport (D)</p> Signup and view all the answers

Außerbetrieblicher Transport ist für die Verkehrswirtschaft relevant.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Eingliedrige Transportketten sind durch einen Wechsel des Transportmittels gekennzeichnet.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Merkmale treffen auf mehrgliedrige Transportketten zu?

<p>gebrochener Verkehr mit Wechsel des Transportmittels (B), kombinierter Verkehr mit Wechsel des Transportmittels (D)</p> Signup and view all the answers

Warum ist die Synchronisierung aller beteiligten Elemente in einer Transportkette notwendig?

<p>um einen optimalen Ablauf zu gewährleisten</p> Signup and view all the answers

Intermodale Transportketten nutzen verschiedene Verkehrsmittel innerhalb eines Weges.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Multimodalität beschreibt die Verwendung von unterschiedlichen Transportmitteln innerhalb desselben Zeitraums.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen Intermodalität und Multimodalität?

<p>Intermodalität bezeichnet die Nutzung verschiedener Transportmittel auf einer Route, während Multimodalität die Verwendung mehrerer Transportmittel während eines Zeitraums umfasst, unabhängig von der Route.</p> Signup and view all the answers

Was ist die Aufgabe der Logistik?

<p>Die Aufgabe der Logistik ist, den Transportprozess effektiv (Strategie) und effizient (Maßnahmen) zu gestalten.</p> Signup and view all the answers

Welche beiden Kennzahlen werden zur Bewertung von Transportprozessen verwendet?

<p>Produktivität und Wirtschaftlichkeit (B)</p> Signup and view all the answers

Produktivität wird gemessen durch die Menge an Output, die mit einer bestimmten Menge an Input erstellt wird.

<p>True (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen zum Modal Split ist korrekt?

<p>Der Modal Split beschreibt die Verteilung von Personen- und Güterverkehr auf verschiedenen Verkehrsmitteln. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen eingliedrigen und mehrgliedrigen Transportketten?

<p>Eingliedrige Transportketten zeichnen sich durch einen ungebrochenen Verkehr ohne Wechsel des Transportmittels aus. Mehrgliedrige Transportketten beinhalten einen Wechsel des Transportmittels oder Transportgefäßes.</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen Huckepackverkehr und Behälterverkehr?

<p>Huckepackverkehr ist ein intermodaler Transport, bei dem das gesamte Verkehrmittel oder Teile davon auf einem anderen Transportmittel verladen werden. Behälterverkehr bezeichnet den Transport von Gütern in Containern oder anderen Transportgefäßen.</p> Signup and view all the answers

Was ist die Norm DIN EN 16258?

<p>Die Norm DIN EN 16258 ist eine Europäische Norm, die es Unternehmen ermöglicht, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen ihrer Transporte nach einem EU-weit einheitlichen Standard zu ermitteln.</p> Signup and view all the answers

Was sind die drei Ziele der EU-Kommission bei der Förderung der Transeuropäischen Netze?

<p>Die EU-Kommission verfolgt mit der Förderung der Transeuropäischen Netze die Ziele: Entwicklung von effizienten, integrierten und aufeinander abgestimmten Transportsystemen im grenzüberschreitenden Verkehr, Förderung von Partnerschaften der öffentlichen Hand und des privaten Sektors beim Aufbau und Betrieb dieser Transportsysteme sowie Förderung der technischen Harmonisierung insbesondere im Eisenbahn- und Luftfahrtbereich.</p> Signup and view all the answers

Die Hauptfinanzierung der Transeuropäischen Netze erfolgt durch die EU.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Leitbild der Transeuropäischen Netze?

<p>Sicherung von nachhaltigem und effizientem Personen- und Güterverkehr (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen zu den Schwerpunkten der TEN-Leitlinien ist korrekt?

<p>Stärkung des Schienenverkehrs und eine bessere Vernetzung zwischen Binnenschifffahrt und See- bzw. Schienenverkehr. (C)</p> Signup and view all the answers

Nennen Sie drei wichtige TEN-Projekte in Deutschland.

<p>Drei wichtige TEN-Projekte in Deutschland sind die Eisenbahnachse Berlin-Palermo, die Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnachse PBKAL und die „Magistrale für Europa“ zwischen Paris, Strasbourg, Stuttgart, München, Wien und Bratislava/Budapest.</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Transport als logistische Funktion

Transport ist eine Funktion innerhalb der Logistik, die die Bewegung von Gütern oder Personen über eine bestimmte Distanz in einem definierten Zeitraum beinhaltet.

Transportkosten

Der Transport verursacht Kosten, die sich auf die betriebliche Wirtschaftlichkeit auswirken.

Zielsetzung der Logistik im Transport

Die Logistik zielt darauf ab, Transportprozesse effektiv und effizient zu gestalten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Produktivität vs. Wirtschaftlichkeit

Produktivität misst die mengenmäßige Effizienz eines Prozesses, während Wirtschaftlichkeit die wertmäßige Effizienz betrachtet.

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Teilproduktivitäten

Teilproduktivitäten untersuchen die Effizienz einzelner Produktionsfaktoren im Verhältnis zur Gesamtproduktion.

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Produktivität

Die Produktivität gibt an, wie viel Output mit einer bestimmten Menge an Inputfaktoren erzeugt wird.

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Produktivitätsformel

Die Produktivität wird üblicherweise als Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Faktoreinsatzmenge berechnet.

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Limitationen der Produktivität

Die Produktivität berücksichtigt nur die Mengenverhältnisse, nicht den Wert der produzierten Güter.

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Nutzen von Teilproduktivitäten

Teilproduktivitäten ermöglichen die Analyse der Effizienz einzelner Inputfaktoren und helfen, Schwachstellen zu identifizieren.

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Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt sowohl Mengen als auch Werte und betrachtet, wie viel Wert mit einem bestimmten Einsatz an Ressourcen geschaffen wird.

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Definition Transport

Transport ist die räumliche Bewegung von Gütern oder Personen mithilfe von Transportmitteln.

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Transport als Teil eines Prozesses

Transport ist ein Teilprozess innerhalb der Logistik und wird in Transportketten dargestellt.

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Transportkette

Die Transportkette beschreibt den Ablauf des Transports von der Beladung beim Versender bis zur Entladung beim Empfänger.

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Eingliedrige Transportkette

Eine eingliedrige Transportkette beinhaltet einen direkten Transport ohne Umschlag des Gutes, wobei die einzelnen Prozesse aufeinander abgestimmt sind.

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Mehrgliedrige Transportkette

Mehrgliedrige Transportketten bestehen aus mehreren Teilstücken und beinhalten einen oder mehrere Umschlagvorgänge des Gutes.

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Innerbetrieblicher Transport

Innerbetrieblicher Transport findet innerhalb eines Werkes statt, z. B. zwischen Produktionsstätten.

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Außerbetrieblicher Transport

Außerbetrieblicher Transport findet außerhalb eines Werkes statt, z. B. zwischen Lieferant und Kunde.

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Modal Split

Der Modal Split beschreibt die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsträger (Modi).

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Multimodalität

Multimodalität beschreibt die Nutzung verschiedener Verkehrsträger während eines Transportprozesses, der über mehrere Abschnitte hinweg erfolgen kann.

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Intermodalität

Intermodalität bedeutet die Verwendung unterschiedlicher Verkehrsträger innerhalb eines Transportwegs (eines einzigen Transportstücks).

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Intermodale Transportketten

Intermodale Transportketten nutzen verschiedene Verkehrsträger miteinander, um Güter effizient zu transportieren.

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DIN EN 16258

Die DIN EN 16258 hilft Unternehmen, ihren Energieverbrauch und die CO2-Emissionen ihrer Transporte nach einem einheitlichen Standard zu ermitteln.

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Makroökonomische Bewertung

Die Makroökonomische Bewertung von Transportketten betrachtet die Gesamtauswirkungen des Transports auf die Umwelt und die Gesellschaft.

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Optimierung von Transportketten

Die Optimierung von Transportketten zielt darauf ab, den Ressourceneinsatz zu minimieren, z. B. durch die Verringerung von Leerfahrten oder die Nutzung effizienterer Transportmittel.

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Systemoptimierung im Transport

Systeme zur Optimierung von Transportketten zielen darauf ab, die Gesamteffizienz des Transportprozesses zu verbessern, indem sie den Transportweg vereinfachen, Transportmittel optimal auslasten und alternative Transportmöglichkeiten nutzen.

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Verkehrspolitik als Korrektiv

Die Verkehrspolitik dient als Korrektiv, um Marktversagen zu beheben und das Gemeinwohl zu fördern. Sie greift ein, wenn der Marktmechanismus zu suboptimalen Ergebnissen führt, beispielsweise bei externen Effekten, öffentlichen Gütern oder der Entstehung von Marktmacht.

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Marktversagen

Es beschreibt Situationen, in denen der freie Markt nicht zu einer effizienten Allokation von Ressourcen führt. Ursachen können externe Effekte, öffentliche Güter oder Marktmacht sein.

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Regulierung des Marktes

Die Regulierung des Marktes durch den Staat zielt auf die Korrektur von Marktversagen ab, um die optimale Allokation von Ressourcen und die Wohlfahrt der Gesellschaft zu verbessern.

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Staatliches Angebot

Der Staat bietet selbst Güter und Dienstleistungen an, um die Versorgung der Verbraucher zu gewährleisten. Beispiele sind die Verstaatlichung natürlicher Monopole wie Energieversorgung, Eisenbahn oder Telekommunikation.

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Staatliches Ordnungsrecht

Der Staat setzt Regeln und Vorschriften fest, um das Verhalten der Marktteilnehmer zu beeinflussen. Beispiele sind Nachfragezwang (z.B. Schulpflicht), -verbot (z.B. Drogen) und Produktionsauflagen.

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Meritorische Eingriffe

Der Staat kann durch Eingriffe die Nachfrage nach bestimmten Gütern fördern oder hemmen. Beispiele sind Bildungs- und Ausbildungsinvestitionen (positiv) oder der Kampf gegen Drogenkonsum (negativ).

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Eingriffe bei Marktmacht

Der Staat kann bei der Entstehung von Marktmacht (z.B. natürliche Monopole) eingreifen, um den Wettbewerb zu erhalten und eine faire Preisgestaltung zu gewährleisten.

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Technische Infrastruktur

Die technische Infrastruktur umfasst die Einrichtungen für Kommunikation, Verkehr, Ver- und Entsorgung, die für die Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft unverzichtbar sind.

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Infrastrukturrecht

Das Infrastrukturrecht regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für die staatliche und kommunale Infrastruktur und die Gewährleistung flächendeckender Angebote der Daseinsvorsorge.

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Suprastruktur

Die Suprastruktur umfasst alle betriebsrelevanten technischen Strukturen, die für den reibungslosen Ablauf von transportintensiven Prozessen notwendig sind.

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Preisregulierung

Die Preisregulierung kann durch Höchst- oder Mindestpreise erfolgen. Höchstpreise können zu einem Nachfrageüberhang führen, Mindestpreise zu einem Angebotsüberhang.

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Europäische Verkehrspolitik

Die Europäische Verkehrspolitik zielt darauf ab, ein effizientes und nachhaltiges Verkehrssystem in der EU zu schaffen, indem sie die verschiedenen Verkehrsträger integriert und den Wettbewerb fördert.

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Europäische Deregulierung nach 1985

Nach 1985 begann die Europäische Union mit der Deregulierung des Verkehrssektors. Ziel war es, den Wettbewerb zu fördern und neue Marktteilnehmer zu ermöglichen.

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Transeuropäische Netze

Die Transeuropäischen Netze (TEN) sind ein wichtiges Instrument der Europäischen Verkehrspolitik, um ein hochleistungsfähiges und gut vernetztes Verkehrssystem in Europa zu schaffen.

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Verkehrsplanung

Die Europäischen Verkehrsnetze werden nach verschiedenen Ebenen geplant: EU Ebene, Bundesebene, Landesebene, Region oder Kreis, sowie Gemeindeebene.

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Transeuropäische Netze (TEN)

Die Transeuropäischen Netze umfassen ein umfangreiches Netz von Straßen, Schienenwegen, Flughäfen, Seehäfen und Binnenhäfen und zielen auf die Integration der verschiedenen Verkehrsträger ab.

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Schwerpunkte bei den TEN

Das TEN soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Verkehrsträgern schaffen, Verkehrsprobleme lösen, die Interessen der Reisenden berücksichtigen und die Globalisierung mit ihren Herausforderungen meistern.

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TEN in Deutschland

Deutschland profitiert stark von den Transeuropäischen Netzen, da wichtige Verkehrskorridore durch das Land führen und seine Wirtschaft von internationalen Verbindungen profitiert.

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Study Notes

Vorlesung Grundlagen der Verkehrswirtschaft

  • Vorlesung im Studiengang Logistik und Mobilität (B.Sc.)
  • Technische Universität Hamburg
  • Sommersemester 2024
  • Dozent: Dipl.-Kfm. Karl Michael Probst
  • Teil 1.3

Einordnung

  • Transport ist eine logistische Funktion (TUL)
  • Der Transportprozess verursacht betriebswirtschaftliche, interne Kosten
  • Die Aufgabe der Logistik ist, den Transportprozess effektiv (Strategie) und effizient (Maßnahmen) zu gestalten.
  • Bewertungsgrundlage sind Produktivität (mengenmäßig) und Wirtschaftlichkeit (wertmäßig).
  • Die einzelnen Prozessbestandteile des Transports weisen unterschiedliche Teilproduktivitäten auf.

Produktivität und Wirtschaftlichkeit

  • Throughput-Transformation-Wertschöpfung beinhaltet betriebliche Abteilungen (Realgüterstrom/Leistungswirtschaftliche Sphäre) sowie Absatzleistung (Inland/Ausland/system).
  • Aufwand/Kosten und Informationsfluss sind Faktoren des Beschaffungsmarktes (z.B. Arbeitsmarkt, Lieferanten).
  • Geldausgang/Eingang und Nominalgüterstrom/Finanzwirtschaftliche Sphäre umfassen auch Ausgaben/Einnahmen, Gebote/Auflagen, Steuern/Subventionen und Geld- und Kapitalmarkt (Eigner/Gläubiger/Schuldner).
  • Produktivität wird berechnet als Mengenmäßiger Output / Mengenmäßiger Input (mit Preisen bewertet).
  • Wirtschaftlichkeit wird berechnet als (Mengenmäßiger Output * Preis je OE) / (Mengenmäßiger Input * Preis je IE) = Wertmäßiger Output / Wertmäßiger Input.

Produktivität

  • Wesen: gibt Aufschluss auf die Menge an Einsatzfaktoren (Arbeit, Material), die für einen Output benötigt werden. Maßgröße für die Effizienz eines Produktionsvorganges.
  • Formel (Allgemein): Ausbringungsmenge / Faktoreinsatzmenge
  • Formel (Sonderfall "Kostenwirtschaftlichkeit"): Outputmenge / Kosten des Inputs

Problem der Produktivität

  • Output hat einheitliche Größe (Stückzahl), aber Inputfaktoren unterschiedlich (Maschinenstunden, Mitarbeiter, Tonnen).
  • Deshalb berechnen Unternehmen Teilproduktivitäten pro Faktor.
  • Die Zahl der möglichen Teilkennzahlen hängt von den Anforderungen an die Homogenität ab (z.B. Einsatzfaktor Arbeit: heterogen/homogen).

Produktivitätsaussagen

  • Gesamtproduktivität: Ergiebigkeit der Produktionsfaktorenkombination
  • Teilproduktivität: Ansatzpunkte für Analyse bestimmter Entwicklungen
  • Substitutionswirkungen: Erkenntnis bei der Unterteilung in Teilproduktivitäten
  • Beispiel: Steigt die Arbeitsproduktivität durch Mechanisierung, ist dies mit einem höheren Kapitaleinsatz verbunden.
  • Beispiel: Einsparungen können durch Ersatz teurer Einsatzfaktoren mit billigeren erfolgen.
  • Schwierigkeit: Betriebe suchen nach branchenspezifischen Kennziffern.

Wirtschaftlichkeit

  • Anwendung: Wenn Homogenität der Output- oder Inputgrößen nicht feststellbar ist oder wertimge Interpretation der Produktivitätskennziffern gewünscht ist.
  • Wesen: Mindestens eine der beiden Quotientengrößen wird in Geld bewertet. Betriebe wollen eine Leistung mit möglichst geringem Werteverzehr produzieren.

Transport unter Prozessaspekten

  • Transport bedeutet die Bewegung von Menschen oder Gütern über eine Strecke in einem bestimmten Zeitraum.
  • Der Transport ist Teil einer logistischen Funktion, aber selbst ein Teilprozess
  • Die Prozessdarstellung erfolgt über die Transportkette.

Begriffsklärung

  • Transport: Raumüberbrückung/Ortsveränderung von Transportgütern mit Transportmitteln
  • Innerbetrieblicher Transport: Transport innerhalb eines Werkes (nicht relevant für Verkehr)
  • Außerbetrieblicher Transport: Transport zwischen Lieferanten, Kunden oder unterschiedlichen Werken.
  • Gesamtwirtschaftlicher/gesellschaftlicher Zusammenhang: relevanter Kontext des außerbetrieblichen Transports

Transportketten

  • Eingliedrige Transportkette: Ungebrochener Verkehr (z.B. Direktverkehr, ohne Wechsel des Transportmittels) mit Umschlag (Aufladung/Abladung)
  • Mehrgliedrige Transportkette: Gebrochener/Kombinierter Verkehr (Wechsel Transportmittel)
  • Beispiele: Huckepackverkehr, Behälterverkehr (Kombinierter Verkehr, ohne Wechsel des Transportgefäßes)

Transportketten – Systematik

  • Jede Transportkette ist ein System, das nur optimal funktioniert, wenn Technik und Organisation aufeinander abgestimmt sind.
  • Transportmittel, Ladeeinheiten, Umschlagtechnik müssen aufeinander abgestimmt sein (Systemverträglichkeit).
  • Informations- und Steuerungssysteme müssen den reibungslosen Ablauf sicherstellen und ermöglichen schnelles Eingreifen bei Störungen.
  • Transportkette steht in Beziehung zu anderen Systemen (z.B. Produktion, Distribution).

Bildung logistischer Ketten

  • Kategorisierung von Transportketten (eingliedrige, mehrgliedrige, gebrochene, kombinierte Verkehr).
  • Beispiele: Huckepackverkehr, Behälterverkehr; Unterscheidung zwischen ganzen oder teilweisen Verladetransporten (z.B., Roll-on/Roll-off, Swim-on/Swim-off etc.)

Bestimmung von Transportketten

  • Intermodal: Verwendung verschiedener Verkehrsmittel innerhalb eines Transports (z.B. Schiene und Straße)
  • Intramodal: Verwendung nur eines Verkehrsmittels (z.B. ausschließlich Lkw).
  • Verkehrsmittelwahl/Modal Split: Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel.
  • Beschreibung des Mobilitäts- und Nachfrageverhaltens von Personen/Unternehmen.
  • Modal Split basiert auf Verkehrsangebot und wirtschaftlichen Entscheidungen.
  • Ermittlung mithilfe von Befragungen und Verkehrszählungen.

Multimodalität und Intermodalität

  • Multimodalität: Verwendung verschiedener Verkehrsmittel innerhalb einer Route, meist mit wiederholten Wechsell.
  • Intermodalität: Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel entlang einer Transportkette – Sonderfall der Multimodalität.
  • Intermodalität bezieht sich auf die Verwendung verschiedener Verkehrsmittel entlang einer Route, aber fokussiert auf den Transportweg.

Intermodale Transportketten

  • Darstellung von Transportketten mit Sendern/Empfängern, Verteilungs/Sammlungspunkten und Hauptlauf.

Makroökonomische Bewertung von Transportketten

  • Bewertung mittels "Europäische Norm DIN EN 16258" für Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen von Transporten.
  • Unternehmen erhalten verbesserte Übersicht über Emissionen bei Sendungen.
  • Aus den Daten können Einsparpotenziale ermittelt werden und ggf. Fahrzeugausstattung optimiert werden.
  • Systemverbesserungsmöglichkeiten über bessere Auslastung, Verkürzung von Verkehrswegen oder Vermeidung von unnötigem Verkehr.

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Description

In dieser Vorlesung lernen die Studierenden die Grundlagen der Verkehrswirtschaft und die Rolle des Transports als logistische Funktion. Es werden Konzepte wie Produktivität und Wirtschaftlichkeit sowie deren Bedeutung im Transportprozess behandelt. Ziel ist es, die Effizienz und Effektivität von Transportprozessen in der Logistik zu optimieren.

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