DiF II - VL13

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Questions and Answers

Was ist das Hauptziel adaptiven Unterrichts?

  • Die Standardisierung des Unterrichts, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
  • Die Förderung der Kreativität der Lehrkraft durch flexible Unterrichtsgestaltung.
  • Die Anpassung des Unterrichts an die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler. (correct)
  • Die Reduzierung des Arbeitsaufwandes für die Lehrkraft durch vorgefertigte Materialien.

Welche der folgenden Aussagen beschreibt nicht den Kern des offenen Unterrichts im Unterschied zum adaptiven Unterricht?

  • Schüler treffen viele Entscheidungen selbstständig.
  • Die Lehrkraft steuert den Unterrichtsprozess aktiv. (correct)
  • Es werden kompensatorische Trainings angeboten.
  • Vielfältige Lernwege werden ermöglicht.

Was kennzeichnet die 'Zone der proximalen Entwicklung' nach Vygotsky?

  • Der Bereich, der die individuelle Kreativität der Schüler fördert.
  • Der Bereich, in dem ein Kind Aufgaben nur mit Unterstützung bewältigen kann. (correct)
  • Der Bereich, in dem ein Kind durch Ãœberforderung keine Fortschritte macht.
  • Der Bereich, in dem ein Kind Aufgaben ohne Hilfe bewältigen kann.

Welche Kompetenz ist keine der genannten Voraussetzungen für Lehrkräfte im Kontext adaptiven Unterrichts?

<p>Musikalische Kompetenz. (D)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet 'datengestützte Anpassung' im Kontext personalisierten Lernens?

<p>Die Anpassung des Unterrichts basierend auf präzisen Daten über den Lernstand des Einzelnen. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein wesentliches Merkmal des Konzepts des 'selbstregulierten Lernens'?

<p>Die aktive Steuerung des eigenen Lernprozesses durch den Lernenden. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Phase gehört nicht zum prozessorientierten Modell der Selbstregulation?

<p>Präoperationale Phase (Vorstellungsvermögen). (D)</p> Signup and view all the answers

Was beinhaltet die metakognitive Regulation beim selbstregulierten Lernen?

<p>Die Planung, Ãœberwachung und Regulation des eigenen Lernprozesses. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden motivationalen Voraussetzungen ist am wenigsten relevant für selbstgesteuertes Lernen.

<p>Extrinsische Belohnung. (A)</p> Signup and view all the answers

Warum ist die Passung von Fremd- und Selbststeuerung im Unterricht wichtig?

<p>Weil ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anleitung und Eigenverantwortung optimale Lernergebnisse ermöglicht. (B)</p> Signup and view all the answers

Was gehört nicht zu den grundlegenden Elementen einer effektiven Lernumgebung für selbstgesteuertes Lernen?

<p>Starre Sitzordnung. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Förderung selbstregulierten Lernens?

<p>Direkte Förderung vermittelt explizit Strategien, indirekte gestaltet die Lernumgebung. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten adaptiven Unterricht?

<p>Ein Unterricht, der sich an den individuellen Bedürfnissen und Lernvoraussetzungen der Schüler orientiert. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptziel der Binnendifferenzierung im Unterricht?

<p>Die Anpassung des Unterrichts an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen innerhalb einer Klasse. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle spielt die Diagnose im Kontext individueller Förderung?

<p>Sie ist Grundlage, um Lernvoraussetzungen und -bedürfnisse zu erkennen und passgenaue Angebote zu schaffen. (D)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet der Begriff 'Volition' im Zusammenhang mit selbstgesteuertem Lernen?

<p>Die Fähigkeit, Ablenkungen zu widerstehen und Lernziele trotz Schwierigkeiten zu verfolgen. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft nicht auf die Rolle der Lehrkraft im selbstgesteuerten Lernen zu?

<p>Die Lehrkraft gibt den Lernweg detailliert vor. (C)</p> Signup and view all the answers

In welcher Phase des selbstregulierten Lernens reflektieren die Lernenden über ihre Ursachen und Schlussfolgerungen?

<p>In der postaktionalen Phase. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Strategien fällt nicht unter die kognitiven Strategien des selbstregulierten Lernens?

<p>Ressourcenorientierte Strategien. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am besten den Zusammenhang zwischen Lernumgebung und selbstgesteuertem Lernen?

<p>Eine flexible Lernumgebung, die Eigenverantwortung und Wahlmöglichkeiten bietet, kann das selbstgesteuerte Lernen unterstützen. (A)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet 'Makro-Adaption' im Kontext adaptiven Unterrichts?

<p>Die Anpassung des gesamten Curriculums an die Bedürfnisse der Schüler. (C)</p> Signup and view all the answers

Welches Element ist entscheidend für die erfolgreiche Anwendung personalisierten Lernens?

<p>Eine detaillierte und genaue Diagnostik des Lernstandes. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptproblem, wenn im Unterricht nur kompensatorische Trainings und Zusatzangebote eingesetzt werden?

<p>Sie berücksichtigen nicht verschiedene Lernwege. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage über die historische Verbreitung von adaptivem Unterricht trifft zu?

<p>Ältere Studien deuten darauf hin, dass adaptiver Unterricht in den 2000er Jahren noch nicht weit verbreitet war. (B)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Adaptiver Unterricht

Adaptiver Unterricht passt Lernangebote an individuelle Bedürfnisse der Schüler an.

Differenzierung im Unterricht

Individuelle Förderung durch unterschiedliche Instruktionen, Lernwege und Lerngelegenheiten.

Lehrkraftrolle im adaptiven Unterricht

Die Lehrkraft wählt passende Lerngelegenheiten basierend auf diagnostizierten Lernvoraussetzungen.

Effektivität adaptiven Unterrichts

Effektive Lehrkräfte handeln im Unterricht adaptiv, um auf divergierende Lernvoraussetzungen einzugehen.

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Zone der proximalen Entwicklung

Die Zone der proximalen Entwicklung ist der Bereich, in dem Lernende mit Unterstützung Wissen aufbauen.

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Anforderungen an Lehrkräfte

Lehrkräfte benötigen Wissen über Schüler, Pädagogik und Praxis, um Adaptionen im Unterricht vorzunehmen.

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Kompetenzen für adaptiven Unterricht

Sach-, Diagnose-, Metakognitive- und Reflexionskompetenz.

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Personalisiertes Lernen

Datengestützte Anpassung der Unterrichtspraxis an relevante Merkmale eines Lernenden.

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Selbstreguliertes Lernen

Selbstgesteuertes Lernen ist ein aktiv initiiertes Vorgehen, das eigene Lernverhalten zu steuern.

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Phasen der Selbstregulation

Analyse, Planung, Anwendung von Strategien und Selbstbeobachtung.

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Strategien der Selbstregulation

Kognitive, metakognitive und ressourcenorientierte.

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Motivationale Voraussetzungen

Motivation, Volition, Selbstwirksamkeit.

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Balance im Unterricht

Passung von Fremd- und Selbststeuerung erfordert Spielraum für Lernende.

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Lernumgebung

Arrangement der äußeren Lernbedingungen, die Lernen ermöglichen.

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Förderung selbstregulierten Lernens

Direkte Vermittlung von Strategien und indirekte Gestaltung der Lernumgebung.

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Study Notes

  • Modelle und Methoden der Diagnose und individuellen Förderung werden von Prof. Dr. Esther Dominique Klein vorgestellt.
  • Ihre Zoom-Sprechstunde ist montags von 15-16 Uhr im Raum 08.02.02 des Martin-Schmeißer-Weg 4-8.

Urheberrechtshinweis

  • Inhalte und Materialien sind urheberrechtlich geschützt.
  • Die Nutzung ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch im Rahmen von universitären Zwecken erlaubt.
  • Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Weitergabe an Dritte ist untersagt.
  • Das Streamen und Mitschneiden von Bild und Ton während der Vorlesung ist untersagt.
  • Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt.

Pädagogisches Verständnis individueller Förderung (Klieme & Warwas, 2011)

  • Kompensatorische Trainings- und Zusatzangebote (S. 808)
  • Vielfältige Lernwege durch offenen Unterricht (S. 809)
  • Binnendifferenzierung durch adaptiven Unterricht (S. 810)

Selbstgesteuertes Lernen

  • Was ist adaptiver Unterricht?
  • Was ist selbstgesteuertes bzw. selbstreguliertes Lernen?
  • Welche Anforderungen stellt selbstgesteuertes Lernen an die Lernumgebung?

Adaptiver Unterricht

  • Differenzierung durch verschiedene Instruktionen, Lernwege und Lerngelegenheiten (Klieme & Warwas, 2011, S. 810).
  • Die Lehrkraft wählt passende Lerngelegenheiten basierend auf individuellen Lernvoraussetzungen.
  • Die Lehrkraft steuert den Unterricht und passt ihr Handeln an die Schüler an.
  • Anpassung des Unterrichts berücksichtigt die Bedürfnisse der SchülerInnen.
  • Adaptiver Unterricht unterscheidet sich vom offenen Unterricht, bei dem Schüler alles selbst machen.
  • Studien zeigen, dass effektive Lehrkräfte adaptiv handeln (Parson et al., 2018).
  • Adaptiver Unterricht bezieht sich auf alle Unterrichtsformen, in denen Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen unterrichtet werden.
  • Im deutschen Sprachraum wurde adaptiver Unterricht lange im Zusammenhang mit Inklusion diskutiert (Meschede & Hardy, 2020).
  • Ältere Studien deuten darauf hin, dass adaptiver Unterricht in den 2000er Jahren wenig verbreitet war (Martschinke, 2015).

Anforderungen an die Lehrkraft

  • Lernen geschieht am besten in der Zone der proximalen Entwicklung (Vygotsky, 1978).
  • Lehrkräfte müssen Wissen über Schüler, Pädagogik und Praxis nutzen, um sich an einzigartige Kontexte anzupassen.
  • Lehrkräfte müssen die sich verändernden Erkenntnisse der Schüler beobachten und den Unterricht anpassen (Parsons et al., 2018, S. 206).
  • Weitere Voraussetzungen:
    • Sachkompetenz (Martschinke, 2015)
    • Diagnostische Kompetenz (Meschede & Hardy, 2020)
    • Metakognitive Kompetenz (Parsons et al., 2018)
    • Reflexionskompetenz

Personalisiertes Lernen

  • Genaue Diagnostik des Lernstandes ist erforderlich.
  • Datengestützte Anpassung an relevante Merkmale der Lernenden.
  • Relevante Lernendenmerkmale sind Variablen, die die Varianz der Lernergebnisse erklären (Tetzlaff et al., 2021, S. 865).
  • Faktoren umfassen Motivation und soziale Unterstützung.
  • Der Personalisierungskreislauf basiert auf Beobachtung.
  • Am Kontinuum des personalisierten Lernens ist es egal, wer die Personalisierung vornimmt.

Selbstreguliertes Lernen

  • Synonyme: selbstgesteuertes Lernen, selbstbestimmtes Lernen, autonomes Lernen.
  • Selbstreguliertes Lernen bezeichnet das vom Lernenden aktiv initiierte Vorgehen, das eigene Lernverhalten unter Einsatz von verschiedenen Strategien zu steuern und zu regulieren (Perels et al., 2020, S. 46).
  • Es gibt ein prozessorientiertes Modell der Selbstregulation mit:
    • Präaktionale Phase: Handlungsplanung bzw. Vorbereitung des Lernprozesses
    • Aktionale Phase: eigentliche Lernhandlung
    • Postaktionale Phase: Einschätzung der Lernergebnisse und Ableitung von Konsequenzen
  • Selbststeuerung des Lernens bedeutet, Lernende beeinflussen den Lernprozess durch kognitive, metakognitive, motivationale und Verhaltensbezogene Fähigkeiten.
  • Lernende überwachen im Lernprozess ständig ihre Lernaktivitäten und reagieren auf Feedback (Konrad & Traub, 2018, S. 8).

Strategien der Selbstregulation

  • Kognitive Strategien: Wissen, wie man lernen kann (z.B. Wiederholungsstrategien, Elaborationsstrategien und Organisationsstrategien).
  • Metakognitive Strategien: Planung, Monitoring/Ãœberwachung und Regulation.
  • Ressourcenorientierte Strategien: Interne und externe Ressourcen.
  • Motivationale und volitionale Voraussetzungen für selbstgesteuertes Lernen müssen erlernt sein.
  • Selbststeuerung bedeutet, dass Motivation am Anfang steht, Lernende sich selbst motivieren und ihr Verhalten willentlich steuern (Konrad & Traub, 2018, S. 8).
  • Es existieren Selbstbestimmungstheorie, Kausalattribuierung bzw. Kontrollerwartung.

Passung von Fremd- und Selbststeuerung

  • Selbstregulation setzt Handlungsspielräume der Lernenden voraus.
  • Selbstgesteuertes Lernen bewegt sich auf einem Kontinuum zwischen Fremdsteuerung und Selbststeuerung (Konrad, 2014, S. 38).
  • Unterricht muss die Passung zwischen notwendiger Fremdsteuerung und möglicher Selbststeuerung herstellen (Konrad & Traub, 2018).

Anforderungen an die Lernumgebung

  • Lernumgebung = Arrangement der äußeren Lernbedingungen (Personen, Institutionen, Geräte, Objekte etc.) und Instruktionsmaßnahmen.
  • Das Arrangement der äußeren Lernbedingungen ermöglicht und erleichtert das Lernen (Konrad & Traub, 2018, S. 46).
  • Förderung von selbstreguliertem Lernen erfolgt direkt/indirekt:
    • Direkte Förderung durch explizite/implizite Vermittlung von Strategien.
    • Indirekte Förderung durch Gestaltung von Lernumgebungen.

Förderung in der Praxis

  • Lerncoaching an der Waldparkschule Stuttgart.
  • Aufgabe: Formen der direkten und indirekten Förderung notieren.

Formen der direkte Förderung

  • Feedback
  • Logbuch/ Lerntagebuch
  • Fortschrittsabfrage
  • Coaching Gespräch
  • Schwierigkeiten erfragen -> wenn man Input erhält, was man ändern kann und keine konkrete Verbesserung/ Vorgabe
  • Eigener Lernplan
  • Inputs in Kleingruppen

Formen der indirekten Förderung

  • kleiner Nebenraum für Input während stiller Arbeitszeit
  • Gleitzeit -> Zeitmanagement
  • Gruppentische -> Kleingruppen
  • Fachcoaching bzw. des individuellen Lernstandes
  • Klingel: Einleitung von Lernzeit
  • Einzelplätze -> Lernumgebung
  • Lernzeit
  • Immer gleicher Ablauf der Unterrichtsstunde -> Routine
  • Arbeitsteilung in Lehrerteams
  • Fragen Zettel an der Tafel
  • Schüler*innen helfen sich gegenseitig

Frau H. führt in der 7. Klasse Geschichte eine Projektarbeit durch.

  • Wo entspricht das Vorgehen dem Ansatz des Projektlernens nach Dewey?
  • Die SuS erhalten den Auftrag, eine konkrete Frage zu formulieren und einen Plan zu erstellen, um die Fragestellung zu beantworten. ✓
  • Am Ende des Projektes stellen die SuS der Klasse ihre Ergebnisse in einer selbst erstellten Präsentation vor.
  • Frau H. gibt als Rahmenthema die mittlelalterliche Gesellschaft vor; die SuS das konkrete Thema ihrer Projektarbeit selbst wählen. ✓

Pflichttext zur Sitzung

  • Konrad, K. (2014). Selbstgesteuertes Lernen: Begriffsbestimmung und Entwicklung. In ders.: Lernen lernen – allein und mit anderen (S. 37-51). Wiesbaden: Springer VS.

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