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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

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international relations political science global politics international organizations

Summary

This document is a summary of international relations theory, covering topics such as realism, liberalism, and constructivism. It also discusses international organizations, cooperation, and conflicts, as well as the roles of states and non-state actors. Furthermore, the document presents insights into gender and post-structuralist perspectives related to international relations.

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IB 1. Organ+sat+on und E+nführung +n den Gegenstand und +n d+e IB-D+sz+pl+n Def+n+t+on und zentrale Fragen der IB: Internat'onale Bez'ehungen (IB) s'nd das Stud'um der pol't'schen, w'rtschaftl'chen und soz'alen Interakt'onen zw'schen Staaten und anderen Akteuren w'e 'nternat'onalen Organ'sat'on...

IB 1. Organ+sat+on und E+nführung +n den Gegenstand und +n d+e IB-D+sz+pl+n Def+n+t+on und zentrale Fragen der IB: Internat'onale Bez'ehungen (IB) s'nd das Stud'um der pol't'schen, w'rtschaftl'chen und soz'alen Interakt'onen zw'schen Staaten und anderen Akteuren w'e 'nternat'onalen Organ'sat'onen, NGO’s und mult'nat'onalen Unternehmen. S'e untersuchen d'e Ursachen von Konfl'kten, d'e Bed'ngungen für Fr'eden und d'e Mechan'smen der 'nternat'onalen Zusammenarbe't. Zentrale Fragen der IB: -Warum führten Staaten Kr'eg? -W'e entstehen 'nternat'onale All'anzen und Organ'sat'onen? -Welche Faktoren be'nflussen w'rtschaftl'che und s'cherhe'tspol't'sche Entsche'dungen? W+cht+ge Akteure +n den IB: Staaten: Pr'märe Akteure m't Souverän'tät und 'nternat'onaler Anerkennung. Internat'onale Organ'sat'onen: UN, NATO, WTO, EU als Be'sp'ele für mult'latere Zusammenarbe't. N'chtstaatl'che Akteure: NGO’s (z.B Amnesty Internat'onal), Unternehmen (z.B Google, Tesla), und transnat'onale Netzwerke. Methodolog+sche Ansätze +n der IB: Emp'r'sch-Analyt'scher Ansatz: Nutzung von Daten und Stat'st'ken zur Erklärung 'nternat'onaler Ere'gn'sse. Normat'v-theoret'scher Ansatz: Beschäft'gt s'ch m't eth'schen und ph'losoph'schen Fragen der Internat'onalen Pol't'k. 2. Staatenwelt, Uns+cherhe+t vs. Machtgle+chgew+cht: (Neo-) Real+smus (Carr, Morgenthau, Waltz) Grundrahmen des Real+smus: -Staaten s'nd d'e zentralen Akteure 'n e'nem anarch'schen 'nternat'onalen System. -Staaten handeln nach dem Pr'nz'p der Machtmax'm'erung und S'cherhe't. -Konfl'kte s'nd unverme'dl'ch, da 'nternat'onale Pol't'k durch Machtstrebenbest'mmt w'rd. Untersch+ede zw+chen klass+chen Real+smus und Neoreal+smus: Klass+cher Real+smus (Hans Morgenthau): Menschl'che Natur als Ursache von Machtkämpfen. Neoreal+smus (Kenneth Waltz): Strukturelle Anarch'e als tre'bende Kraft h'nter Staatenverhalten. Offens+ver vs defens+ver Real+smus: Offens've Real'sten (Mearshe'mer) sehen Expans'on als notwend'g, defens've Real'sten (Waltz) bevorzugen e'n Gle'chgew'cht der Kräfte. Kr+t+k am Real+smus: -Vernachläss'gung n'chtstaatl'cher Akteure und 'nternat'onaler Instut'onen. -Fehlende Erklärung für langfr'st'ge Kooper't'onen. -Zu pess'm'st'sche S'cht auf 'nternat'onale Pol't'k. 3. Kooperat+on trotz Anarch+e und Interdependenz: Neol+beraler Inst+tut+onal+smus Haupt+deen des Neol+beralen Inst+tut+onal+smus: -Trotz Anarch'e kann Kooperat'on mögl'ch se'n, wenn 'nternat'onale Inst'tut'onen ex'st'eren. -Internat'onale Organ'sat'onen reduz'eren Uns'cherhe'ten und erle'chtern Zusammenarbe't. -Gegense't'ge w'rtschaftl'che Abhäng'gke'ten fördern Fr'eden und Stab'l'tät. Be+sp+ele für +nternat+onale Inst+tut+onen und Reg+me: UN: Verm'ttlung 'n Konfl'kten, Wahrung des Weltfr'edens. WTO: Förderung und Regul'erung des 'nternat'onalen Handelns. NATO: M'l'tär'sche All'anz zur kollekt'ven S'cherhe't. Kr+t+k am Neol+beralen Inst+tut+onal+smus: -Unterschätzt d'e Bedeutung von Macht und E'gen'nteressen der Staaten. -N'cht alle Staaten halten s'ch an 'nternat'onale Vere'nbarungen (z.B Russland-Ukra'ne- Kr'eg) 4. Gesellschaftswelt, demokrat+scher Fr+eden und Fortschr+tt: L+beral+smus Grundannahmen des L+beral+smus: -Demokrat'en führen ke'ne Kr'ege gegene'nander (Demokrat'scher Fr'eden, Kant) -W'rtschaftl'che Verflechtung reduz'ert das R's'ko von Konfl'kten. -Internat'onale Organ'sat'onen sp'elen e'ne zentrale Rolle be' der Fr'edenss'cherung. Inst+tut+oneller L+beral+smus und w+rtschaftl+che Interdependenz: -Kooperat'on ensteht durch geme'nsame Interessen, w'rtschaftl'che Vorte'le und Inst'tut'onen. Be'sp'el: EU als Erfolmodell der w'rtschaftl'chen und pol't's'chen Integrat'on. Kr+t+k an L+beral+smus: -Zu opt'm'st'sche S'cht auf 'nternat'onale Pol't'k -Demokrat'en können Kr'ege gegen N'cht-Demokrat'en führen (z.B Irak Kr'eg 2003) 5. Ideen,Normen und Geme+nschaft: Soz+alkonstrukt+v+smus Hauptannahmen des Soz+alkonstrukt+v+smus: -Internat'onale Pol't'k w'rd n'cht durch mater'alle Faktoren (Macht, W'rtschaft), sondern auch durch Ideen, Normen und Ident'täten geformt. -Anarch'e 'st n'cht Naturgegeben, sondern e'ne soz'ale Konsturukt'on. (Alexander Wendt) -Staaten handeln je nach h'stor'schen Erfahrungen, kulturellen Ident'täten und soz'alem Lernen. Be+sp+ele für Normen und Ident+täten +n der IB: -Menschenrechte als global Norm. -Wandel der NATO von e'nem re'nen Verteod'gungsbündn's zu e'nem 'nternat'onalen Kr'senmanagementakteur. -Entw'cklungsh'lfe als moral'sche Verpfl'chtung. Kr+t+k am Soz+alkonstrukt+v+smus: -Wen'ng präs'ze Vorhersagen über 'nternat'onales Verhalten. -Vernachläss'gung von mater'alen Faktoren w'e Macht und W'rtschaft. 6. Ideolog+ekr+t+k, Gender und Dekonstrukt+on: Kr+t+sche Ansätze, Fem+n+smus und Poststruktural+smus Kritische Ansätze Kritische Theorien hinterfragen bestehende Machtstrukturen in den internationalen Beziehungen. Frankfurter Schule (Horkheimer, Adorno) als Grundlage der kritischen Theorie. Einfluss von Antonio Gramsci: Hegemonie und Ideologie als zentrale Analysepunkte. Fem+n+smus +n den Internat+onalen Bez+ehungen Untersuchung der Geschlechterverhältn'sse 'n der 'nternat'onalen Pol't'k. L'beraler Fem'n'smus: Fokus auf Gle'chberecht'gung und Repräsentat'on. Rad'kaler Fem'n'smus: Strukturelle Kr't'k an patr'archalen Systemen. Postkolon'aler Fem'n'smus: Verknüpfung von Geschlecht und globalen Machtverhältn'ssen. Poststruktural+smus Sprache und D'skurse als zentrale Analysee'nhe'ten (Foucault, Derr'da). Kr't'k an festen Ident'täten und Wahrhe'tsansprüchen. Dekonstrukt'on von Machtmechan'smen durch sprachl'che Analyse. 7. Wohlstand, Armut und (Un-)Gleichheit: Internationale Politische Ökonomie Theoretische Perspektiven Merkantilismus: Staat als zentraler Akteur, Fokus auf wirtschaftliche Selbstgenügsamkeit. Liberalismus: Marktmechanismen und freie Handelsbeziehungen als Wohlstandstreiber. Marxismus: Kapitalistische Ausbeutung und ungleiche Verteilung von Ressourcen. Globale Ungleichheiten Ursachen von Armut: historische Kolonialstrukturen, ungleiche Handelsbeziehungen, Schuldenspiralen. Nord-Süd-Gefälle: Industrieländer vs. Entwicklungsländer. Kritik an internationalen Institutionen (IWF, Weltbank) wegen struktureller Benachteiligung des Globalen Südens. 8. Frieden und internationale Konfliktregulierung Ursachen von Konflikten Ethnische, religiöse, territoriale und wirtschaftliche Spannungen. Ressourcenkriege (Öl, Wasser, seltene Erden). Rolle von Nationalstaaten und nichtstaatlichen Akteuren (Warlords, Terrororganisationen). Friedensstrategien Demokratischer Frieden: Demokratien führen seltener Kriege gegeneinander. Institutioneller Frieden: Internationale Organisationen (UNO, OSZE) als Vermittler. Wirtschaftliche Interdependenz: Handelsbeziehungen reduzieren Konfliktwahrscheinlichkeit. Internationale Konfliktregulierung Diplomatie, Mediation, Sanktionen als Konfliktlösungsstrategien. Blauhelmeinsätze der UNO. Regionale Sicherheitsbündnisse (NATO, Afrikanische Union). 9. Regionalismus und regionale europäische Integration Theorien des Regionalismus Intergouvernementalismus: Kooperation zwischen souveränen Staaten (z. B. ASEAN). Supranationalismus: Überstaatliche Institutionen mit Entscheidungskompetenz (z. B. EU). Europä+sche Integrat+on H'stor'sche Entw'cklung: Röm'sche Verträge (1957), Maastr'cht-Vertrag (1993), L'ssabon-Vertrag (2007). Inst'tut'onen der EU: Europä'sche Komm'ss'on, Rat der EU, Europä'sches Parlament. Eurozone und W'rtschaftsun'on. Herausforderungen der EU Brex't und wachsende EU-Skeps's. Flüchtl'ngspol't'k und 'nnere S'cherhe't. W'rtschaftl'che Ungle'chhe'ten zw'schen Nord- und Südeuropa. 10. Kr+eg, Gewaltökonom+e und Staatszerfall Ursachen moderner Kr+ege Intrastaatl'che Konfl'kte und Bürgerkr'ege (Syr'en, Sudan, Ukra'ne). Hybr'de Kr'egsführung: Komb'nat'on aus konvent'onellen und unkonvent'onellen Methoden. Rolle von n'chtstaatl'chen Akteuren: Söldnergruppen, Terrororgan'sat'onen Gewaltökonom+e Zusammenhang zw'schen W'rtschaft und Gewalt (Drogenhandel, Waffenhandel, Schmuggel). Kr'eg als Geschäftsmodell: Warlords, pr'vate M'l'tärunternehmen (z. B. Wagner- Gruppe). Ressourcenkonfl'kte: Blutd'amanten, seltene Erden, Wasserkr'ege. Staatszerfall Fa'led States: Staaten ohne effekt've Reg'erung (Somal'a, Jemen, Afghan'stan). Ursachen: Korrupt'on, 'nterne Konfl'kte, schwache Inst'tut'onen. Internat'onale Intervent'onen: UN-M'ss'onen, human'täre H'lfe, Fr'edensverhandlungen. 11. Internat+onale Ordnung und globale Machtversch+ebung Wandel der Weltordnung Vom b'polaren System (Kalter Kr'eg) zum mult'polaren System (USA, Ch'na, EU, Russland). Aufst'eg neuer Großmächte (BRICS-Staaten: Bras'l'en, Russland, Ind'en, Ch'na, Südafr'ka). Rolle 'nternat'onaler Organ'sat'onen: UNO, WTO, G20. Herausforderungen für d+e globale Ordnung Machtkampf zw'schen USA und Ch'na (Handelskr'eg, Technolog'ewettbewerb, geopol't'sche Spannungen). Kr'se der l'beralen Weltordnung: Nat'onal'smus, Popul'smus, Protekt'on'smus. Kl'mawandel als geopol't'scher Faktor: Ressourcenknapphe't, Umweltflüchtl'nge, Green Economy als neue Machtstrateg'e. Klausurfragen (Be+sp+el) Erläutern S+e d+e Begr+ffe „Souverän+tät“ und „Außenpol+t+k“. (1 P.) Souverän'tät: D'e höchste Autor'tät e'nes Staates über se'n e'genes Geb'et und se'ne 'nneren Angelegenhe'ten ohne äußere E'nm'schung. Außenpol't'k: D'e Gesamthe't der Maßnahmen, Strateg'en und Entsche'dungen, d'e e'n Staat 'm 'nternat'onalen Kontext tr'fft, um se'ne nat'onalen Interessen zu wahren. Was untersche+det Interdependenz-Verwundbarke+t von Interdependenz- Empf+ndl+chke+t? Erläutern S+e den Untersch+ed an e+nem Be+sp+el. (2 P.) Interdependenz-Empf+ndl+chke+t: Kurzfr'st'ge w'rtschaftl'che oder pol't'sche Bee'nträcht'gungen durch externe Ere'gn'sse (z. B. Ölpre'sschwankungen auf dem globalen Markt). Interdependenz-Verwundbarke+t: Langfr'st'ge strukturelle Abhäng'gke't, d'e schwer zu verändern 'st (z. B. e'n Land ohne e'gene Energ'equellen 'st verwundbarer gegenüber e'ner Ölkr'se als e'n Land m't e'genen Ressourcen). Welche der nachfolgenden Akteure werden n+cht zu den prof+tor+ent+erten +nternat+onalen N+chtreg+erungsorgan+sat+onen gezählt: M+crosoft, Internat+onales Olymp+sches Kom+tee, Röm+sch-Kathol+sche K+rche und Greenpeace? (2 P.) Internat'onales Olymp'sches Kom'tee, Röm'sch-Kathol'sche K'rche, Greenpeace. Sk+zz+eren S+e kurz zwe+ Kausalpfade des „demokrat+schen Fr+edens“. (2 P.) Inst+tut+oneller Pfad: Demokrat'sche Inst'tut'onen (Gewaltente'lung, fre'e Wahlen) erschweren den Kr'egse'ntr'tt. Normat+ver Pfad: Demokrat'en te'len geme'nsame Werte und setzen auf fr'edl'che Konfl'ktlösungen. Vergle+chen S+e st+chwortart+g d+e theoret+schen Annahmen des klass+schen Real+smus (Morgenthau), des strukturellen Neoreal+smus (Waltz) und des Soz+alkonstrukt+v+smus (Wendt) h+ns+chtl+ch der zentralen Akteure, der Handlungslog+k der Akteure und der Bedeutung von +nternat+onalen Organ+sat+onen. (3 P.) Bedeutung von Zentrale Theor+e Handlungslog+k +nternat+onalen Akteure Organ+sat+onen Klass'scher Real'smus Machtstreben als Natur Ger'nge Bedeutung, da Staaten (Morgenthau) des Menschen Machtstreben dom'n'ert Anarch'e zw'ngt Sekundäre Bedeutung, da Neoreal'smus (Waltz) Staaten Staaten zur Selbsth'lfe Struktur entsche'dend 'st Staaten, Hohe Bedeutung, da Soz'alkonstrukt'v'smus Ident'täten und Normen Normen, Normen und Werte das (Wendt) bee'nflussen Handeln Ideen System formen Was untersche+det den Völkerbund von den Vere+nten Nat+onen? Gehen S+e dabe+ auf das Gewaltverbot, d+e E+nbez+ehung der Großmächte und d+e völkerrechtl+che Leg+t+mat+on e+n! (1,5 P.) Gewaltverbot: Der Völkerbund hatte ke'ne durchsetzbaren Mechan'smen; d'e UN haben e'n expl'z'tes Gewaltverbot 'n der UN-Charta verankert. E+nbez+ehung der Großmächte: Im Völkerbund fehlte e'ne klare Machtstruktur; d'e UN haben e'nen S'cherhe'tsrat m't Vetorechten für Großmächte. Völkerrechtl+che Leg+t+mat+on: D'e UN-Charta 'st e'n völkerrechtl'ch verb'ndl'ches Abkommen, während der Völkerbund eher fre'w'll'ge Verpfl'chtungen enth'elt. Charakter+s+eren S+e kurz d+e +nternat+onale W+rtschaftsordnung von Bretton-Woods und nennen S+e +hre w+cht+gsten +nternat+onalen Organ+sat+onen! (2,5 P.) Bretton-Woods-System (1944): E'nführung e'nes festen Wechselkurssystems m't dem US-Dollar als Le'twährung zur Förderung globaler w'rtschaftl'cher Stab'l'tät. W+cht+ge Organ+sat+onen: o Internat+onaler Währungsfonds (IWF): Stab'l's'erung von Währungen, f'nanz'elle H'lfen an Staaten. o Weltbank: Unterstützung von Entw'cklungsprojekten und w'rtschaftl'chem W'ederaufbau. o General Agreement on Tar+ffs and Trade (GATT) (später WTO): Förderung und Regul'erung des 'nternat'onalen Handels. Erläutern S+e d+e Begr+ffe „Poststruktural+smus“ und „Fem+n+smus“ +n der Internat+onalen Pol+t+k. (1 P.) Poststruktural'smus: Der Poststruktural'smus h'nterfragt etabl'erte Machtstrukturen, Ident'täten und D'skurse 'n den Internat'onalen Bez'ehungen. Er betont, dass Sprache, Narrat've und soz'ale Konstrukt'onen d'e 'nternat'onale Pol't'k bee'nflussen. Poststruktural'sten analys'eren, w'e best'mmte Begr'ffe w'e „S'cherhe't“ oder „Bedrohung“ def'n'ert und genutzt werden, um Macht zu leg't'm'eren. Fem'n'smus: Fem'n'st'sche Theor'en 'n den Internat'onalen Bez'ehungen kr't's'eren d'e männl'ch dom'n'erte Perspekt've der klass'schen Theor'en. S'e analys'eren, w'e Geschlechterrollen globale Machtverhältn'sse bee'nflussen und setzen s'ch für e'ne geschlechtersens'ble Betrachtung 'nternat'onaler Pol't'k e'n. Fem'n'st'sche Ansätze themat's'eren u. a. d'e Marg'nal's'erung von Frauen 'n globalen Entsche'dungsprozessen und d'e Bedeutung von Gender 'n Konfl'kten. 2. Was untersche+det d+e kr+t+sche Theor+e von der trad+t+onellen Theor+eb+ldung +n den Internat+onalen Bez+ehungen? Erläutern S+e den Untersch+ed an e+nem Be+sp+el. (2 P.) Untersch+ed: D'e kr't'sche Theor'e stellt bestehende Machtverhältn'sse 'n Frage, während trad't'onelle Theor'en (z. B. Real'smus, L'beral'smus) oft normat've Annahmen über d'e 'nternat'onale Ordnung treffen. Während trad't'onelle Theor'en Staaten als zentrale Akteure betrachten, analys'ert d'e kr't'sche Theor'e d'e zugrunde l'egenden Machtstrukturen und 'deolog'schen Mechan'smen, d'e 'nternat'onale Pol't'k formen. Be'sp'el: Der Neoreal'smus (Waltz) betrachtet Macht als zentrales Element 'nternat'onaler Pol't'k und n'mmt an, dass Staaten 'n e'nem anarch'schen System rat'onal handeln. D'e kr't'sche Theor'e (z. B. Robert Cox) h'nterfragt d'ese Annahme und argument'ert, dass das 'nternat'onale System n'cht naturgegeben 'st, sondern durch soz'ale, w'rtschaftl'che und 'deolog'sche Faktoren geformt w'rd. 3. Welche der folgenden Akteure werden n+cht zu den zentralen Inst+tut+onen der Internat+onalen Pol+t+schen Ökonom+e gezählt: Weltbank, Internat+onale Energ+eagentur, Internat+onaler Währungsfonds, OECD? (2 P.) Antwort: D+e Internat+onale Energ+eagentur (IEA) w+rd n+cht als zentrale Inst+tut+on der Internat+onalen Pol+t+schen Ökonom+e gezählt, da s+e pr+mär für d+e Energ+epol+t+k der OECD-Staaten zuständ+g +st. D+e anderen genannten Inst+tut+onen – Weltbank, IWF und OECD – sp+elen jedoch e+ne zentrale Rolle +n der +nternat+onalen w+rtschaftl+chen Zusammenarbe+t und Entw+cklungspol+t+k. 4. Sk+zz+eren S+e kurz zwe+ Kausalpfade, d+e erklären, w+e soz+ale Normen und Ident+täten +nternat+onale Pol+t+k bee+nflussen können. (2 P.) 1. Normd'ffus'on: Internat'onale Organ'sat'onen und transnat'onale Akteure verbre'ten neue Normen, d'e Staaten übernehmen. Be'sp'el: D'e Menschenrechtsnormen der UN führten zu pol't'schen Reformen 'n versch'edenen Ländern. 2. Ident'tätsb'ldung: Staaten def'n'eren 'hre Interessen bas'erend auf 'hrer Ident'tät. Be'sp'el: D'e Europä'sche Un'on s'eht s'ch als Fr'edensprojekt und fördert daher d'plomat'sche Lösungen statt m'l'tär'scher Intervent'onen. 5. Vergle+chen S+e st+chwortart+g d+e theoret+schen Annahmen des Neol+beralen Inst+tut+onal+smus, des Poststruktural+smus und des Soz+alkonstrukt+v+smus h+ns+chtl+ch der zentralen Akteure, der Handlungslog+k der Akteure und der Bedeutung von +nternat+onalen Organ+sat+onen. (3 P.) Zentrale Bedeutung von Int. Theor+e Handlungslog+k Akteure Organ+sat+onen Kooperat'on zur Hohe Bedeutung, Neol+beraler Staaten, Max'm'erung von ermögl'chen Inst+tut+onal+smus Inst'tut'onen Wohlstand Zusammenarbe't D'skurse, Machtstrukturen Analyse von Sprache Poststruktural+smus Narrat've h'nterfragen und Ideolog'e Staaten, Akteure Interessen durch Moderat w'cht'g, da Soz+alkonstrukt+v+smus m't soz'alen soz'ale Normen s'e Normen verbre'ten Normen geformt 6. Was untersche+det d+e Europä+sche Integrat+on von anderen Formen der reg+onalen Integrat+on? Gehen S+e dabe+ auf d+e Rolle der supranat+onalen Inst+tut+onen, d+e Souverän+tätsfrage und w+rtschaftl+che Abhäng+gke+ten e+n! (1,5 P.) Supranat'onale Inst'tut'onen: D'e EU hat Inst'tut'onen w'e d'e Europä'sche Komm'ss'on und den Europä'schen Ger'chtshof, d'e über nat'onalen Reg'erungen stehen – e'n e'nz'gart'ges Merkmal 'm Vergle'ch zu anderen Integrat'onsprojekten. Souverän'tätsfrage: Während 'n anderen reg'onalen Organ'sat'onen (z. B. ASEAN, Mercosur) nat'onale Souverän'tät dom'n'ert, haben EU-Staaten Kompetenzen an supranat'onale Ebenen abgegeben (z. B. Währungsun'on, B'nnenmarkt). W'rtschaftl'che Abhäng'gke'ten: D'e EU hat e'ne t'ef 'ntegr'erte W'rtschaftsstruktur m't geme'nsamer Währung (Euro) und B'nnenmarkt, während andere Reg'onen me'st auf Handelskooperat'onen beschränkt ble'ben. 7. Charakter+s+eren S+e kurz d+e Rolle +nternat+onaler Organ+sat+onen +n der Fr+edens- und Konfl+ktregul+erung und nennen S+e zwe+ Be+sp+ele für deren E+nfluss. (2,5 P.) Rolle: Internat'onale Organ'sat'onen d'enen als Verm'ttler 'n Konfl'kten, setzen Fr'edensm'ss'onen um und entw'ckeln Prävent'onsstrateg'en. S'e fördern d'plomat'sche Lösungen und überwachen Fr'edensabkommen. Be'sp'el 1: D'e UNO (UN) entsendet Fr'edensm'ss'onen (z. B. Blauhelmsoldaten) 'n Konfl'ktzonen w'e Mal' oder Südsudan, um Gewalt zu verh'ndern. Be'sp'el 2: D'e OSZE (Organ'sat'on für S'cherhe't und Zusammenarbe't 'n Europa) überwacht Wahlen und verm'ttelt 'n Konfl'kten, z. B. 'n der Ukra'ne-Kr'se. Erläutern S+e den Begr+ff „Poststruktural+smus“ und se+ne Bedeutung +n der +nternat+onalen Pol+t+k. (1 P.) Der Poststruktural'smus 'st e'ne theoret'sche Perspekt've, d'e d'e Vorstellung e'ner objekt'ven Real'tät ablehnt und betont, dass W'ssen und Bedeutung durch Sprache, D'skurse und soz'ale Konstrukt'onen geprägt werden. In der 'nternat'onalen Pol't'k h'nterfragt er zentrale Konzepte w'e Macht, Ident'tät und S'cherhe't und analys'ert, w'e pol't'sche Akteure durch D'skurse 'hre Interessen def'n'eren und leg't'm'eren. E'n Be'sp'el 'st d'e Konstrukt'on von „Terror'smus“: Je nach D'skurs kann e'ne Gruppe als „Fre'he'tskämpfer“ oder als „Terror'sten“ beze'chnet werden. 2. Was untersche+det fem+n+st+sche Theor+e von kr+t+schen Ansätzen +n der +nternat+onalen Pol+t+k? Erläutern S+e den Untersch+ed anhand e+nes Be+sp+els. (2 P.) Fem'n'st'sche Theor'e: Analys'ert Geschlechterverhältn'sse 'n der 'nternat'onalen Pol't'k und kr't's'ert d'e Dom'nanz männl'cher Perspekt'ven. S'e betont, dass Frauen und Geschlechterfragen 'n den 'nternat'onalen Bez'ehungen oft uns'chtbar ble'ben. Kr't'sche Ansätze: Konzentr'eren s'ch stärker auf kap'tal'st'sche Strukturen, Ungle'chhe'ten und Machtverhältn'sse zw'schen Staaten und soz'alen Klassen. Be'sp'el: E'n fem'n'st'scher Ansatz würde untersuchen, w'e Kr'ege Frauen betreffen (z. B. sexuelle Gewalt als Kr'egswaffe), während e'n kr't'scher Ansatz analys'eren würde, w'e Kr'ege durch kap'tal'st'sche Interessen (z. B. Waffen'ndustr'e) bed'ngt s'nd. 3. Welche der folgenden Akteure werden n+cht zu den zentralen Theor+en des Neoreal+smus gezählt: John Mearshe+mer, Kenneth Waltz, Alexander Wendt und Robert Keohane? (2 P.) N'cht zum Neoreal'smus gehörend: o Alexander Wendt (Konstrukt'v'smus) o Robert Keohane (Neol'beraler Inst'tut'onal'smus) Zum Neoreal'smus gehörend: o John Mearshe'mer (Offens'ver Neoreal'smus) o Kenneth Waltz (Defens'ver Neoreal'smus) 4. Sk+zz+eren S+e kurz zwe+ Erklärungsansätze zur Entstehung w+rtschaftl+cher Ungle+chhe+t +n der +nternat+onalen pol+t+schen Ökonom+e. (2 P.) 1. Weltsystemtheor'e (Immanuel Wallerste'n): D'e Weltw'rtschaft 'st 'n „Zentrum“, „Per'pher'e“ und „Sem'per'pher'e“ unterte'lt. Re'che Industr'eländer (Zentrum) prof't'eren von b'll'gen Arbe'tskräften und Rohstoffen aus der Per'pher'e, was d'e Ungle'chhe't aufrechterhält. 2. Dependenztheor'e: Entw'cklungsländer ble'ben w'rtschaftl'ch abhäng'g von Industr'eländern, we'l s'e Rohstoffe export'eren und teure Industr'egüter 'mport'eren müssen, wodurch e'ne asymmetr'sche W'rtschaftsstruktur entsteht. 5. Vergle+chen S+e st+chwortart+g d+e theoret+schen Annahmen des Neol+beralen Inst+tut+onal+smus (Keohane), des Konstrukt+v+smus (Wendt) und des Poststruktural+smus h+ns+chtl+ch der zentralen Akteure, der Handlungslog+k der Akteure und der Bedeutung von +nternat+onalen Organ+sat+onen. (3 P.) Bedeutung von Theor+e Zentrale Akteure Handlungslog+k IOs Rat'onale Erle'chtern Neol+beraler Staaten, Nutzenmax'm'erung, Kooperat'on, Inst+tut+onal+smus Inst'tut'onen Kooperat'on durch reduz'eren (Keohane) Inst'tut'onen Uns'cherhe'ten Staaten, n'cht- Konstrukt+v+smus Interessen durch soz'ale Formen Normen staatl'che Akteure, (Wendt) Interakt'on geformt und Ident'täten Ident'täten Ke'ne festen Akteure, IOs s'nd Te'l D'skurse, Poststruktural+smus Bedeutung w'rd durch hegemon'aler Machtstrukturen Sprache konstru'ert D'skurse 6. Was untersche+det d+e w+rtschaftl+chen Strukturen des globalen Nordens von denen des globalen Südens? Gehen S+e dabe+ auf h+stor+sche, pol+t+sche und w+rtschaftl+che Faktoren e+n. (1,5 P.) H'stor'sch: Kolon'al'smus führte zur w'rtschaftl'chen Ausbeutung des globalen Südens, während der globale Norden Industr'al's'erung und Wohlstand aufbaute. Pol't'sch: Der globale Norden verfügt über stab'le Inst'tut'onen, während v'ele Länder des globalen Südens m't Korrupt'on, pol't'schen Kr'sen und schwachen Staaten kämpfen. W'rtschaftl'ch: Der globale Norden 'st technolog'sch fortgeschr'tten und export'ert Industr'egüter, während der globale Süden oft von Rohstoffexporten und n'edr'gen Löhnen abhäng'g ble'bt. 7. Charakter+s+eren S+e kurz d+e Bedeutung von Reg+onal+smus +n der +nternat+onalen Pol+t+k und nennen S+e zwe+ w+cht+ge reg+onale Organ+sat+onen. (2,5 P.) Bedeutung: Reg'onal'smus fördert w'rtschaftl'che, pol't'sche und s'cherhe'tspol't'sche Zusammenarbe't zw'schen Staaten 'nnerhalb e'ner Reg'on. Er d'ent der Konfl'ktprävent'on, w'rtschaftl'chen Integrat'on und der Stärkung geme'nsamer Interessen. Be'sp'ele für reg'onale Organ'sat'onen: o Europä'sche Un'on (EU): W'rtschaftl'che und pol't'sche Integrat'on 'n Europa. o ASEAN (Assoc'at'on of Southeast As'an Nat'ons): Förderung der w'rtschaftl'chen Zusammenarbe't 'n Südostas'en. 8. E. H. Carr vertr+tt e+ne kr+t+sche Pos+t+on gegenüber dem Ideal+smus +n der +nternat+onalen Pol+t+k. Welche Hauptkr+t+kpunkte formul+ert er +n „The Twenty Years’ Cr+s+s“ gegenüber +deal+st+schen Ansätzen? Nennen S+e zwe+ zentrale Argumente. (2 P.) 1. Real'smus vs. Ideal'smus: Carr kr't's'ert den Ideal'smus dafür, dass er 'nternat'onale Pol't'k als moral'sch gele'tet ans'eht, während er betont, dass Macht und Interessen d'e Haupttre'ber der 'nternat'onalen Bez'ehungen s'nd. 2. Utop'sches Denken: Er argument'ert, dass 'deal'st'sche Theor'en oft unreal'st'sche Erwartungen an 'nternat'onale Kooperat'on stellen, während 'n W'rkl'chke't Staaten ego'st'sche Macht'nteressen verfolgen.