Wirtschaftstheorie: Kredit und Zinsen

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Questions and Answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Zusammenhang zwischen dem Leitzins der Zentralbank und den Ausgaben der Haushalte?

  • Ein hoher Leitzins führt zu höheren Ausgaben der Haushalte, da sie mehr Geld leihen können.
  • Ein niedriger Leitzins führt zu niedrigeren Ausgaben der Haushalte, da sie weniger Geld leihen müssen.
  • Ein hoher Leitzins führt zu niedrigeren Ausgaben der Haushalte, da es für sie teurer ist, Geld zu leihen. (correct)
  • Ein niedriger Leitzins führt zu höheren Ausgaben der Haushalte, da es für sie günstiger ist, Geld zu leihen.

Welches Problem beschreibt das Prinzipal-Agent-Problem im Kontext der Kreditvergabe?

  • Die Konkurrenz zwischen Banken um die besten Kreditnehmer, was zu einer Reduzierung der Kreditzinsen führt.
  • Die Gefahr, dass ein Kreditnehmer zahlungsunfähig wird und der Gläubiger seinen Verlust minimieren muss.
  • Die Schwierigkeit, den Erfolg eines Projekts zu beurteilen, da Informationen über die Leistung des Schuldners fehlen. (correct)
  • Der Interessenkonflikt zwischen einem Gläubiger, der eine maximale Rendite erzielen möchte, und einem Schuldner, der die geringstmöglichen Zinsen zahlen möchte.

Welche der folgenden Möglichkeiten kann den Interessenskonflikt zwischen einem Gläubiger und einem Schuldner im Zusammenhang mit Krediten verringern?

  • Die Bereitstellung von Sicherheitsleistungen durch den Schuldner, um das Risiko des Gläubigers zu minimieren. (correct)
  • Die Einführung einer staatlichen Garantie für Kredite, um das Risiko des Gläubigers zu reduzieren.
  • Die Erhöhung der Kreditwürdigkeit des Schuldners durch eine höhere Bonitätsbewertung.
  • Die Erhöhung des Zinssatzes, um das Risiko des Gläubigers zu kompensieren.

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Begriff 'Kreditrationierung'?

<p>Die Vergabe von Krediten zu ungünstigeren Bedingungen an Personen mit geringerem Vermögen im Vergleich zu Personen mit höherem Vermögen. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Folgen kann Kreditrationierung für die Wirtschaft haben?

<p>Eine Reduzierung der Wirtschaftstätigkeit, da weniger Menschen und Unternehmen Zugang zu Kapital haben. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie kann Kreditrationierung zu einer Zunahme der Ungleichheit führen?

<p>Alle oben genannten Aussagen sind richtig. (D)</p> Signup and view all the answers

Warum sind Geld und Kredit für eine funktionierende Wirtschaft so wichtig?

<p>Alle oben genannten Aussagen sind richtig. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Aufgabe hat das Bankensystem in der Wirtschaft?

<p>Alle oben genannten Aussagen sind richtig. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Zusammenhang zwischen dem Leitzins der Zentralbank und der Inflation?

<p>Ein niedriger Leitzins führt in der Regel zu einer höheren Inflation, da die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen steigt. (A), Ein hoher Leitzins führt in der Regel zu einer niedrigeren Inflation, da die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sinkt. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche politischen Umstände führten dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Gold und Silber stabilisierte?

<p>Die französischen Kriegsentschädigungen an Deutschland wurden in Gold festgelegt. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über die Entwicklung des Goldstandards im 19. Jahrhundert ist korrekt?

<p>Der Goldstandard war ein wichtiger Schritt hin zu stabileren Währungssystemen, aber er besaß auch Nachteile, wie z.B. die Abhängigkeit von der Goldproduktion. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über die Union Latine ist korrekt?

<p>Die Union Latine war ein wichtiger Schritt in Richtung eines internationalen Währungssystems, aber sie scheiterte aufgrund von unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten. (C)</p> Signup and view all the answers

Welches Argument wurde gegen die Einführung des Goldstandards vorgebracht?

<p>Der Goldstandard würde die Preise für Güter und Dienstleistungen erhöhen, was zu einer Inflation führen würde. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über Sir Isaac Newton und den Goldstandard ist korrekt?

<p>Newton war als Master of the Mint für die Festlegung eines Silberpreises unter dem Marktpreis für den Gold Guinea verantwortlich. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über den Goldstandard (GS) sind korrekt? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Die &quot;Gold-Points&quot; des GS wurden durch die Kosten für den Transport und Umtausch von Gold bestimmt. (A), Der GS war ein System fester Wechselkurse mit &quot;target zones&quot;, innerhalb derer die Wechselkurse schwanken durften. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Prinzip von Gresham's Law mit den Worten "bad money" und "good money" korrekt?

<p>Bad money besitzt einen niedrigeren Metallwert als good money, daher wird es im Handel bevorzugt, da es für den Nutzer profitabler ist, es zum Einschmelzen zu verwenden. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie erklärt Gresham's Law die Entstehung von "bad money" im Kontext des Goldstandards?

<p>Wenn das internationale Tauschverhältnis zwischen Silber und Gold vom festgelegten Umtauschverhältnis der Edelmetalle abweicht, werden die weniger wertvollen Münzen als &quot;bad money&quot; bezeichnet. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen "Gold-Points" und "target zones" im Kontext des Goldstandards? (Mehrere Antworten möglich)

<p>&quot;Gold-Points&quot; waren die Schwankungsbreite im GS, die durch die Kosten für den Goldtransport und den Umtausch bestimmt wurde; &quot;target zones&quot; sind ein Konzept der modernen Politik in der Geldpolitik. (A), &quot;Gold-Points&quot; sind fixer, während &quot;target zones&quot; eine Schwankungsbreite zulassen. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über den „Goldstandard“ und Gresham's Law ist korrekt? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Gresham's Law zeigt die Herausforderungen des Goldstandards in Bezug auf die Stabilisierung des Wechselkurses. (A), Gresham's Law erklärt, warum das schlechte Geld das gute Geld im Goldstandard aus dem Umlauf verdrängt. (B)</p> Signup and view all the answers

Warum wurde der Goldstandard als ein System mit festen Wechselkursen mit "target zones" bezeichnet, obwohl die "target zones" eher technologisch determiniert waren?

<p>Die Regierungen verwendeten &quot;target zones&quot;, um die Wechselkurse innerhalb eines bestimmten Bereiches zu halten, aber die tatsächlichen Grenzen der &quot;target zones&quot; wurden durch die Kosten für den Goldtransport und den Umtausch bestimmt. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt die Anwendung von Gresham's Law im Kontext des Goldstandards am besten? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Wenn das Umtauschverhältnis zwischen Silber und Gold vom internationalen Tauschverhältnis abweicht, werden die Münzen mit dem niedrigeren Metallwert im Vergleich zum Nennwert im Handel bevorzugt und zum Einschmelzen verwendet. (D)</p> Signup and view all the answers

Warum waren die "Gold-Points" für die Stabilität des Goldstandards wichtig? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Sie schränkten die Arbitragemöglichkeiten zwischen den Währungen ein, indem sie die Kosten für den Transport und den Umtausch von Gold berücksichtigten. (C), Sie gaben den Rahmen für die Schwankung der Wechselkurse vor, was zu einem stabilen Währungssystem führte. (E)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Goldstandard und der Geldpolitik am besten? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Der Goldstandard begrenzte die Geldpolitik durch die feste Bindung an den Goldpreis, da die Geldmenge nur durch den Goldpreis beeinflusst werden konnte. (B), Der Goldstandard schränkte die Handlungsmöglichkeiten der Zentralbanken in der Geldpolitik ein, da die Geldmenge direkt von der Menge an Goldreserven abhängig war. (D), Der Goldstandard ermöglichte eine offene und transparente Geldpolitik, da die Geldmenge durch die Goldreserven bestimmt wurde und transparent für die Öffentlichkeit war. (E)</p> Signup and view all the answers

Inwiefern wurde der Goldstandard auch als ein System mit "flotten Wechselkursen" bezeichnet? (Mehrere Antworten möglich)

<p>Die &quot;Gold-Points&quot; gaben die Grenzen für die Schwankung des Wechselkurses an, aber innerhalb dieser Grenzen war der Wechselkurs relativ flexibel. (A), Die schnelle Verlagerung von Kapital zwischen den Ländern während des Goldstandards führte zu kurzfristigen Schwankungen in den Wechselkursen. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie hoch ist der Mindestreservesatz, der in diesem Beispiel angenommen wird?

<p>10% (C)</p> Signup and view all the answers

Wie hoch ist die Gesamtmenge an Krediten, die in diesem Beispiel vergeben werden?

<p>€ 900,00 (B)</p> Signup and view all the answers

Wie verändert sich die Geldmenge, wenn die First European Bank weitere € 50.00 an Krediten vergibt?

<p>Die Geldmenge erhöht sich um € 50,00. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie berechnet man den Geldmultiplikator?

<p>1 / Mindestreservesatz (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage über den Mindestreservesatz ist richtig?

<p>Der Mindestreservesatz ist ein fester Prozentsatz, der von der Zentralbank festgelegt wird. (D)</p> Signup and view all the answers

Welches Element der Bilanz von Barclays Bank zeigt am deutlichsten die Auswirkungen des Kreditmarktes auf die Bilanz?

<p>Loans (e.g.mortgages) (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage über die Bilanz von Barclays Bank trifft am ehesten zu?

<p>Die Bilanz der Bank ist stark von der Entwicklung des Immobilienmarktes abhängig. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche dieser Optionen sind keine Probleme, die in den Kreditmärkten auftreten können? (Wählen Sie alle, die zutreffen)

<p>Zunehmende Inflationsraten, die die Kaufkraft des Geldes reduzieren (B), Die Möglichkeit, dass eine Bank aufgrund unüberwindbarer Verluste zusammenbricht (D)</p> Signup and view all the answers

Was war ein wesentlicher Treiber der Ausbreitung der Industrialisierung im 19. Jahrhundert?

<p>Die Verbreitung von Technologien und die Reduzierung der Handelskosten (D)</p> Signup and view all the answers

Welches Problem adressiert der Begriff „too big to fail“?

<p>Die Gefahr, dass Banken aufgrund ihrer Größe und Vernetzung die gesamte Wirtschaft gefährden, wenn sie zusammenbrechen (D)</p> Signup and view all the answers

Welche drei zentralen Charakteristika zeichneten den klassischen Goldstandard aus?

<p>Freie Konvertibilität jedes Landes in Gold, freie internationale Goldhandel und eine durch Goldreserven bestimmte Geldmenge (A)</p> Signup and view all the answers

Warum war der Goldstandard eine wichtige Rahmenbedingung für die Internationalisierung von Märkten im 19. Jahrhundert?

<p>Er sorgte für eine stabilere und vorhersehbarere Wirtschaftsentwicklung, was zu einer größeren Investitionsbereitschaft führte (C)</p> Signup and view all the answers

Welches der folgenden Systeme der Geldmengendeckung war am stärksten an die Goldreserven gebunden?

<p>Gold-Münzstandard (A)</p> Signup and view all the answers

Wie wurde der Tauschwert von zwei Währungen, die beide Teil des Goldstandards waren, bestimmt?

<p>Durch die jeweilige Goldparität, zu der die Währungen in Gold konvertiert werden konnten (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über den Goldstandard ist korrekt?

<p>Der Goldstandard trug zur Stabilität von Zinsen und Geldwerten bei und ermöglichte so die „Erste Globalisierung“ (D)</p> Signup and view all the answers

Was war die Hauptaufgabe des Goldstandards?

<p>Die Bereitstellung eines stabilen Zahlungsmittels für den internationalen Handel (D)</p> Signup and view all the answers

Der Goldstandard hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft im 19. Jahrhundert. Welche der folgenden Aussagen ist dabei falsch?

<p>Er führte zu einer weitreichenden internationalen Koordination der Wirtschaftspolitik. (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Mindestreservesatz

Der Mindestreservesatz ist der Prozentsatz, den Banken von Einlagen als Reserve halten müssen.

Geldschöpfung

Geldschöpfung bezeichnet den Prozess, durch den Banken neues Geld schaffen, indem sie Kredite vergeben.

Geldmultiplikator

Der Geldmultiplikator zeigt, um wie viel die ursprüngliche Geldmenge durch Bankkredite erhöht wird.

Erster Kredit

Der erste Kredit, den die Erste Europäische Bank basierend auf einem Einzahlungsbetrag vergibt.

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Zweite Bankkreditvergabe

Die zweite europäische Bank gibt Kredite entsprechend den von der ersten Bank verliehenen Beträgen.

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Dritte Bankkreditvergabe

Die dritte europäische Bank vergibt Kredite auf Basis der Mittel, die sie von der zweiten Bank erhält.

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Bilanz

Eine Bilanz zeigt die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Bank zu einem bestimmten Zeitpunkt.

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Goldstandard

Ein Geldsystem, in dem die Währung durch Gold gedeckt ist.

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Silbermünzen

Münzen, die aus Silber gefertigt sind und als Zahlungsmittel dienen.

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Metallwert

Der tatsächliche Wert eines Metalls, basierend auf Marktpreisen.

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Bimetallstandard

Ein Währungssystem, das sowohl Gold als auch Silber nutzt.

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Union Latine

Ein 1865 gegründeter Verein mehrerer Länder zur Schaffung eines gemeinsamen Währungsstandards.

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Einfluss der Ausgaben

Ausgaben der Haushalte beeinflussen Preissetzung und Produktionsentscheidungen von Unternehmen.

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Leitzins

Der Zinssatz, den die Zentralbank festlegt, beeinflusst das Ausgabeniveau der Volkswirtschaft.

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Zinsrate und Ausgaben

Höhere Zinsrate führt zu geringeren Ausgaben der Haushalte und Unternehmen.

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Prinzipal-Agent-Problem

Ein Interessenskonflikt zwischen Prinzipal und Agent. Agent wird nicht kontrolliert.

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Risiko für Gläubiger

Gläubiger riskieren, dass verliehenes Geld nicht zurückgezahlt wird, wegen fehlender Informationen.

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Sicherheiten und Eigenkapital

Verringerung des Interessenskonfliktes; sichern Kreditvergabe für weniger wohlhabende.

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Kreditrationierung

Weniger wohlhabende Kreditnehmer erhalten schlechtere Kreditbedingungen oder keinen Kredit.

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Kreditverknappung

Menschen mit geringem Vermögen können schwer Kredite bekommen, was Ungleichheit fördert.

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Bankensystem

Hilft, Geld und Kredit für Austausch und Innovation in die Gesellschaft zu bringen.

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Kreditmärkte Zusammenbruch

Der Zustand, wenn Kreditmärkte nicht mehr funktionsfähig sind.

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Kreditbeschränkung

Ausschluss von Kreditnehmern ohne Sicherheit oder Eigenkapital.

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Negative externe Effekte

Folgen von Handlungen, die nicht vom Verursacher getragen werden.

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Goldparität

Bestimmtes Verhältnis, in dem Währungen in Gold konvertierbar sind.

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Geldmenge

Die Gesamtmenge an Geld, die in einer Volkswirtschaft vorhanden ist.

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Goldreserven

Gold, das Zentralbanken zur Deckung der Geldmenge halten.

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Klassischer Goldstandard

Währungsstandard von ca. 1870 bis 1914 mit Golddeckung.

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Bretton-Woods-System

Währungssystem von 1958 bis 1971, geprägt durch feste Wechselkurse.

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Wechselkurs

Der Preis, zu dem eine Währung gegen eine andere getauscht werden kann.

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Gold Points

Schwankungen, bestimmt durch Kosten beim Währungsumtausch in Gold.

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Gresham's Law

Schlechtes Geld verdrängt gutes Geld aus dem Markt.

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Commodity Money System

Geldsystem basierend auf Edelmetallen wie Gold und Silber.

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Umtauschverhältnis

Festgelegtes Verhältnis, in dem Münzen getauscht werden.

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Nennwert

Gesetzlich festgelegter Wert einer Münze oder eines Scheins.

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Arbitrage

Geschäft, bei dem die Differenz in Preisen genutzt wird.

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Target Zones

Politisch gesetzte Eckwerte für Wechselkursbewegungen.

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Schlechtes Geld

Geld, dessen Metallwert unter dem Nennwert liegt.

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Gutes Geld

Geld, dessen Metallwert über dem Nennwert liegt.

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Study Notes

Vorlesungsinhalt VL 9

  • Thema: Geld, Kredit, Banken und der klassische Goldstandard
  • Überblick über die Themen der Vorlesung
  • Übersicht über die Termine und VL-Nummern
  • Übersicht über die Themen der Vorlesung (VL)
  • Detaillierte Beschreibung der Themen der Vorlesung (VL): z.B. Einführung in Wirtschaftstheorie, Wirtschaftsgeschichte, Wohlstand und Ressourcen, Wissenschaftstheorie, Knappheit, Arbeit, individuelle Entscheidungen, soziale Interaktion usw.

Plan

  • Einführung
  • Leihen, Verleihen, Investieren
  • Das Bankensystem
  • Der klassische Goldstandard

Vorlesung heute

  • Teil 1: Modell von individuellem Leihen, Sparen und Investitionsentscheidungen
  • Rolle der Banken in der Ökonomie
  • Erfolg und Versagen des Bankensystems
  • Teil 2: Entstehung und Funktion des klassischen Goldstandards (ca 1870-1914)

Geld, Kredit und Banken - Kontext

  • VL 8: Einführung in die Makroökonomie
  • Gründe für Wirtschaftspolitik: Marktversagen
  • Arbeitsmarktgleichgewichte, Konjunktur

Kontext - Konsumglättung

  • Haushalte planen ihren Konsum über die gesamte Lebenszeit
  • Dauerhafte Schocks führen zu Anpassungen des langfristigen Konsums
  • Temporäre Schocks haben keinen Einfluss auf den langfristigen Konsum

Geld, Kredit und Banken - Kontext (Fortsetzung)

  • Märkte für Güter und Dienstleistungen ermöglichen gegenseitige Vorteile
  • Geld als Tauschmittel
  • Entscheidungen über Leihen und Sparen
  • Funktion des Bankensystems auf individuelle Konsumentscheidungen und ökonomische Ergebnisse
  • Grenzen des Bankensystems

Schlüsselkonzepte

  • Geld: Tauschmittel zum Erwerb von Gütern/Dienstleistungen
  • Vermögen: Wert aller Besitztümer (Bestandsgröße)
  • Einkommen: Zahlungen in einer Periode (Flussgröße)
  • Ersparnis: nicht konsumiertes Einkommen
  • Investition: Ausgaben für neu erzeugte Kapitalgüter

Fluss- vs. Bestandsgrössen

  • Beispiel mit Sparkonto und ETFs
  • Flussgrößen: Januar 2025 (Einkommen, Transaktionen)
  • Bestandsgrößen: Ende Januar 2025 (Vermögen)

Leihen: MRT

  • Kreditaufnahme erlaubt Konsumverschiebung
  • Zinsrate: Preis für Konsumverschiebung
  • Tradeoff zwischen gegenwärtigem und zukünftigem Konsum

Beispielrechnung Leihen

  • Rückzahlung = Leihbetrag + Zinsen
  • Beispielrechnung mit 10% Zinsen

Leihen: MRS

  • Individuen mit abnehmender Grenzrate des Konsums glätten ihren Konsum
  • Ungeduld: Präferenz für gegenwärtigen Konsum statt zukünftigem
  • Diskontsatz beeinflusst Leihentscheidung

Optimale Entscheidung treffen

  • Diskontsatz wird = Zinsrate
  • MRS=MRT

Sparentscheidung

  • Verleihen verschiebt den Konsum in die Zukunft
  • Verleihen erweitert Konsummöglichkeiten
  • Individuen können besser vorsorgen

Optionen für Marco

  • Optionen zum Umgang mit Getreide (Behalten, verkaufen, verleihen)
  • Optimale Entscheidung für Verleihung (MRS = MRT)

Investition

  • Investition als alternative Konsumverschiebung
  • Kreditaufnahme und Investition können Konsum in beiden Perioden erhöhen
  • Individuelle Faktoren (Vermögen, Einkommen) beeinflussen Investitionsmöglichkeiten

Leihen, Verleihen, Investieren - Zusammenfassung

  • Individuen glätten Konsum durch Leihen und Verleihen
  • Individuelle Unterschiede (Ungeduld, Vermögen, Einkommen) sind entscheidend
  • Zinsniveau beeinflusst Spar- und Leihverhalten
  • Verfügbare Mittel bestimmen Investitionsmöglichkeiten

Die Bilanz

  • Zusammenfassung von Vermögen und Schulden
  • Vermögen = alles von Wert, was im Besitz ist
  • Verbindlichkeiten = alles von Wert, was geschuldet ist
  • Reinvermögen = Vermögen - Verbindlichkeiten

Bilanz und Vermögen

  • Vermögen/Reinvermögen unabhängig von Kredit/Leihgeschäften
  • Kredite erhöhen sowohl Vermögen als auch Verbindlichkeiten

Das Bankensystem

  • Banken generieren Einkommen durch Leihen und Verleihen
  • Zentralbank schafft gesetzliche Zahlungsmittel (Basisgeld)
  • Giralgeld durch Kredite von kommerziellen Banken
  • Geldmenge = Basisgeld + Giralgeld

Das Bankensystem (Fortsetzung)

  • Leitzinssatz wird von der Zentralbank festgelegt
  • Zinssatz der Banken hängt vom Leitzinssatz und den Risiken ab

Die Bilanz einer Bank

  • Vermögenswerte: Bargeld, Forderungen, Anlagen
  • Verbindlichkeiten: Bankeinlagen, Kredite
  • Reinvermögen = Vermögenswerte - Verbindlichkeiten = Eigenkapital
  • Hebelverhältnis = Vermögenswerte / Eigenkapital

Geldschöpfung

  • Banken schaffen Giralgeld durch Kredite
  • Zinsen auf Kredite sind Gewinnquelle
  • Fristentransformation (kurzfristiges Leihen/langfristiges Verleihen)
  • Risiken durch Geldschöpfung (z. B. Mindestreservesatz)

Geldschöpfung: Mindestreserve

  • Banken müssen Mindestreserve einhalten
  • Beispielrechnungen mit verschiedenen Banken

Barclays Bank Bilanz

  • Bilanz der Barclays Bank im Jahr 2006

Honda Motor Company Bilanz

  • Bilanz der Honda Motor Company im Jahr 2013

Bank Leverage 1880-2009 (UK)

  • Vergleich von Bank Leverage und Real GDP Growth (Großbritannien)
  • Entwicklung des Bank Leverage über die Zeit

Bank Leverage 1960-2018 (UK, USA)

  • Vergleich von Bank Leverage zwischen Großbritannien und USA
  • Entwicklung des Bank Leverage über die Zeit

Zins und Konsum

  • Zentralbank beeinflusst Konsum durch Leitzinssatz
  • Leihkosten beeinflussen Ausgaben von Haushalten

Der Leitzins und die Wirtschaft

  • Leitzins beeinflusst Ausgaben in der Volkswirtschaft
  • Höherer Zinssatz → geringere Ausgaben heute

Prinzipal-Agent-Problem

  • Interessenskonflikt zwischen Prinzipal und Agent
  • Risiko für Gläubiger bei Kreditvergabe (unbekannte Projektmerkmale)

Vermögen und Kredit

  • Kreditgeber bewerten Charakteristika von Kreditnehmern
  • Kreditgeber eruieren Beiträge der Kreditnehmer und Anreize
  • Kreditgeber nutzen Informationen zur Bewertung von Kreditnehmer-Anreizen
  • Kreditentscheidung des Kreditgebers

Kreditrationierung

  • Schwierigkeiten für Kreditnehmer mit geringem Vermögen, Eigenkapital oder Sicherheiten bereitzustellen
  • Kreditrationierung: Ungünstige Kreditbedingungen oder Kreditausschluss für weniger vermögende Kreditnehmer
  • Kreditverknappung/Kreditausschluss

Verleihen und Ungleichheit

  • Ungleichheit kann durch Kreditverknappung/Kreditausschluss zunehmen
  • Menschen mit beschränktem Vermögen profitieren weniger von Investitionsmöglichkeiten

Banken: Versagen und Erfolg

  • Banken sind wichtig für Austausch und Innovation
  • Kreditmärkte können zusammenbrechen (Kreditbeschränkungen; negative externe Effekte)

20 Min. Pause

Der Goldstandard

  • Einführung in das Thema Goldstandard

Teil 2: Der Goldstandard - Kontext

  • Ausbreitung der Industrialisierung
  • Rahmenbedingungen für die Internationalisierung von Märkten
  • Stabilität von Zinsen und Geldwerten

Warum Gold?

  • Eigenschaften von Gold (unveränderlich, nicht korrodierend, nicht toxisch)

Der Goldstandard

  • Charakteristika des Goldstandards
  • Jede Währung konvertierbar zu Gold
  • Internationaler Handel mit Gold ist frei
  • Geldmenge durch Goldreserven gedeckt

Geldmenge und Goldreserven

  • Golddeckung der Geldmenge
  • Veränderungen im Zeitablauf

Der Goldstandard

  • Wechselkurse konnten innerhalb von Grenzen schwanken

Wie konnte der GS entstehen?

  • Gresham's Law: Schlechtes Geld verdrängt gutes Geld
  • Historische Gründe für die Einführung des Goldstandards

Wie konnte der GS entstehen? (Fortsetzung)

  • Silber/Gold Verhältnis stabilisierte sich für lange Zeit
  • Gründe für den Aufstieg des Goldstandards

Wie konnte der GS entstehen? (Fortsetzung 2)

  • Internationale Konferenzen und der deutsche Sieg

Wie konnte der GS entstehen? (Fortsetzung 3)

  • Logik der Handelsnetze als weiterer wichtiger Faktor

Wie hat der GS funktioniert: Der Mythos

  • Automatismus im Goldstandard
  • Goldfluss zwischen Ländern als Ausgleichsmechanismus

Wie hat der GS funktioniert: Der Mythos (Fortsetzung)

  • Institutionelle Aspekte des Goldstandards (Haushaltsdisziplin)
  • Erwartung an Intervention der Zentralbanken

Wie hat der GS funktioniert: Der Mythos (Fortsetzung 2)

  • Regeln des Spiels im Goldstandard

Die Zerstörung des Mythos

  • Regelverstöße von Zentralbanken im Goldstandard
  • Funktionierfähigkeit des Goldstandards in Anbetracht von Regelverstößen

Die Rolle von Erwartungen

  • Kurzfristige Abweichungen von den Regeln
  • Glaubwürdigkeit der Zentralbanken beeinflusst Geldpolitik

Die Rolle von Erwartungen – Gold Points

  • Fixe Wechselkurse im Goldstandard
  • Wechselkursschwankungen durch Kosten der Arbitrage

Die Rolle von Erwartungen

  • Krisen und die Anpassung der Zentralbanken an den Goldstandard

Die Rolle von Erwartungen

  • Konvertierbarkeit und die „Rules of the Game”

Woher die Glaubwürdigkeit?

  • Gründe für das Vertrauen in die Konvertierbarkeit von Währungen in Gold
  • Rolle der bestehenden ökonomischen Theorien und der politischen Rahmenbedingungen

Fazit Gold Standard

  • Relevanz von Erwartungen und Institutionen im Goldstandard
  • Funktionierfähigkeit des Goldstandards
  • Historischer Kontext und die Beziehung zu anderen Ländern

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