Wege zur Bekämpfung der Armut

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Questions and Answers

Welcher Lösungsansatz zielte darauf ab, die Kinder verarmter Familien zu fleißigeren Menschen zu erziehen?

  • Streiks und Proteste der Arbeiter
  • Sozialleistungen von Unternehmern
  • Religiöse Erziehung durch kirchliche Gruppen (correct)
  • Genossenschaften von Handwerksbetrieben

Welche Maßnahme wurde von der Regierung des Deutschen Kaiserreichs eingeführt?

  • Religiöse Unterweisung für Arbeiter
  • Etablierung eines Sozialversicherungssystems (correct)
  • Bildung von Genossenschaften
  • Erhöhung der Löhne durch Streiks

Was war eine der entscheidenden sozialen Veränderungen zwischen 1870 und 1900?

  • Abnahme des Realeinkommens um 50 %
  • Steigerung der Arbeitszeit der Arbeiter
  • Zunahme der Wochenarbeitszeit auf 85 Stunden
  • Steigerung des Realeinkommens der Arbeiter um 50 % (correct)

Wie viel Prozent der Gesamtbevölkerung erreichte die bismarcksche Sozialgesetzgebung?

<p>10 % (B)</p> Signup and view all the answers

Welcher Lösungsansatz wurde von manchen Unternehmern praktiziert?

<p>Sozialleistungen gegen strikten Gehorsam (B)</p> Signup and view all the answers

Was war der wichtigste Nutzen der Genossenschaftsbanken in ländlichen Regionen?

<p>Bereitstellung von Krediten und Nothilfen (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Entwicklung trug zur Senkung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit zwischen 1860 und 1910 bei?

<p>Höhere Löhne durch gewerkschaftlichen Druck (D)</p> Signup and view all the answers

Warum blieben die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich bestehen?

<p>Mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten für Kinder ärmerer Menschen (D)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Religiöse Erziehung

Kirchliche Gruppen versuchten, Armut durch religiöse Erziehung zu bekämpfen, um Kinder verarmter Familien zu fleißigeren Menschen zu machen.

Streiks und Proteste

Arbeiterführer mobilisierten Arbeiter zu Streiks und forderten höhere Löhne, um die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse zu verbessern.

Sozialleistungen und Gehorsam

Einige Unternehmer gewährten ihren Arbeitern Sozialleistungen, forderten jedoch im Gegenzug strikten Gehorsam.

Genossenschaften und Hilfe zur Selbsthilfe

Unternehmerische Denker sahen die Lösung für Armut in Zusammenschlüssen, also Genossenschaften, von kleinen Handwerksbetrieben und Bauern, um sich gegenseitig mit Hilfe und Krediten zu unterstützen.

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Bismark'sches Sozialversicherungssystem

Die Regierung des Deutschen Kaiserreichs unter Bismarck führte ein Sozialversicherungssystem ein, das bis heute Bestand hat.

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Finanzierung der Sozialversicherung

Das Sozialversicherungssystem basierte auf Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die in Kassen eingezahlt wurden, um bei Bedarf Unterstützung zu leisten.

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Verbesserte Lebensbedingungen der Armen

Im Laufe der Zeit verbesserte sich die Lage der Armen, die Lebensbedingungen verbesserten sich durch höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und die Reduzierung von Hungerkatastrophen.

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Anhaltende soziale Ungleichheit

Trotz der Fortschritte in der Sozialpolitik blieb Deutschland eine Gesellschaft, die in Arm und Reich gespalten war, und die Möglichkeiten für arme Kinder, aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen, blieben begrenzt.

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Study Notes

Wege zur Bekämpfung der Armut

  • Fünf grundverschiedene Lösungsansätze existieren:

    • Kirchliche Gruppen förderten religiöse Erziehung für Kinder armer Familien.
    • Arbeiterführer organisierten Streiks und Proteste für höhere Löhne.
    • Manche Unternehmer boten Sozialleistungen an, aber forderten Gehorsam.
    • Andere Unternehmer sahen die Lösung in Genossenschaften kleiner Handwerksbetriebe und Bauern.
    • Die deutsche Regierung führte Sozialversicherungen ein.
  • Sozialversicherungssystem:

    • Entwickelt über 125 Jahre, existierte noch heute im Grundsätzlichen.
    • Kassen für Krankheit, Unfall und Alter finanziert von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
    • Deutschland war das erste Land, das solche Systeme einführte.
  • Verbesserungen der Situation:

    • Die Lage der Armen verbesserten sich im späten 19. Jahrhundert.
    • Die Bismarcksche Sozialgesetzgebung umfasste etwa 10 % der Gesamtbevölkerung.
    • Politischer Druck durch Arbeiterparteien und Gewerkschaften führten zu höheren Löhnen.
    • Realeinkommen von Arbeitern stiegen von 1870 bis 1900 um 50%.
    • Durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank von 85 auf 55 Stunden zwischen 1860 und 1910.
    • Landwirtschaftliche Produktivität stieg, Hungerkatastrophen wurden seltener in Friedenszeiten.
    • Genossenschaftsbanken unterstützten Landbevölkerung.

Weitere Punkte

  • Gesellschaftliche Ungleichheit:
    • Armut und Reichtum waren stark verteilt und existierten in allen europäischen Ländern weiterhin.
  • Bildung und Aufsteigen:
    • Kinder ärmerer Menschen hatten wenig Aufstiegsmöglichkeiten, bereits nach der 8. Klasse.
    • Schulgebühren hinderten viele von guter weiterführender Bildung.
  • Sozialsysteme und Arbeiter:
    • Sozialversicherungen schützten hauptsächlich Arbeiter, nicht die Landbevölkerung.
    • Leistungen waren niedrig, z.B. 155 Reichsmark Jahresrente.
  • Arbeitslosigkeitsschutz:
    • Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit fehlten.

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