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Questions and Answers
Was beschreibt insbesondere das Gestaltgesetz der Nähe?
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Was ist die Hauptfunktion eines Kochleaimplantats?
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Welche Rolle spielen neuronale Netzwerke bei der Anwendung der Gestaltgesetze?
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Welcher Einfluss hat das Alter auf den Geruchsinn?
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Wie nehmen wir Objekte wahr, wenn sie durch Linien oder Flächen verbunden sind?
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Wie lokalisiert das Gehirn Geräuschquellen?
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Welche der folgenden Aussagen über die Tiefenwahrnehmung ist korrekt?
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Was untersucht der Hinweisreiz der Konvergenz?
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Was geschieht mit den Riechsinneszellen im Laufe der Zeit?
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Wie wird die Entfernung eines Objekts mittels retinaler Disparität beurteilt?
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Warum sind Hunde empfindlicher im Geruchssinn als Menschen?
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Warum kann jemand mit Hörverlust Instrumente spielen?
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Was passiert, wenn die Kreise im imaginären Dreieck geschlossen werden?
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Welche Methode wird verwendet, um die Organisation von Linien und Formen im Gehirn zu beschreiben?
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Welche Geschmackskategorie gehört nicht zu den Rezeptoren auf der Zunge?
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Was ist ein typisches Merkmal von Gerüchen im Zusammenhang mit dem limbischen System?
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Wie wird die Übertragung von Schmerzsignalen zum Gehirn beschrieben?
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Was besagt die Gate-Control-Theorie?
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Wie kann die Aktivität von dicken Nervenfasern Schmerzen beeinflussen?
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Welche Maßnahme ist ein Beispiel zur Beeinflussung von Schmerz über dickere Nervenfasern?
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Mit welcher Methode kann die Schmerzempfindung durch psychologische Einflüsse reduziert werden?
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Was versteht man unter Propriozeption?
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Welcher Aspekt gehört nicht zur Propriozeption?
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Welches Beispiel beschreibt soziale Einflüsse auf die Schmerzempfindung?
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Welches der folgenden Systeme ist nicht am Gleichgewichtssinn beteiligt?
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Was beschreibt die Bottom-up-Verarbeitung?
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Welche Theorie behandelt die Wahrnehmung schwacher Signale?
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Was beschreibt die Transduktion?
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Was ist ein Beispiel für eine absolute Schwelle?
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Was erforscht die Psychophysik?
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Was beschreibt die Top-down-Verarbeitung?
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Welche Aussage über Sinnessysteme ist richtig?
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Was beschreibt die Unterschiedsschwelle?
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Wie beeinflusst das Weber’sche Gesetz die Wahrnehmung von Reizen?
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Was geschieht während der sensorischen Adaptation?
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Was ist Priming in Bezug auf die Wahrnehmung?
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Was wird mit der Figur-Grund-Beziehung beschrieben?
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Was sind binokulare Hinweisreize?
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Wie wirkt sich das Wahrnehmungsset auf unsere Wahrnehmung aus?
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Was bedeutet subliminal?
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Study Notes
Wahrnehmung und Gestaltgesetze
- Wahrnehmung ist der Prozess, bei dem sensorische Informationen organisiert und interpretiert werden, um die Bedeutung von Objekten zu erkennen.
- Gestaltgesetze helfen uns automatisch und schnell Linien, Kanten, Flächen und Formen zu organisieren, um Objekte aus zusammengehörenden Teilen wahrzunehmen.
- Die Gestaltgesetze beruhen auf Verrechnungen in neuronalen Netzwerken des Gehirns, die bereits bei Babys vorkommen.
- Kontinuität, Nähe, Zusammenhang sind Beispiele für Gestaltgesetze.
- Das Gehirn kann durch Winkelanpassung getäuscht werden.
- Objekte, die vorne liegen, werden bewusster und näher wahrgenommen.
Tiefenwahrnehmung
- Auf unserer Retina (Netzhaut) gibt es nur zweidimensionale Bilder.
- Tiefenwahrnehmung ist die Fähigkeit, Objekte in drei Dimensionen zu sehen, obwohl nur zweidimensionale Bilder auf unsere Retina projiziert werden.
- Ohne Tiefenwahrnehmung könnten wir Entfernung, Höhe und Tiefe von Objekten nicht beurteilen.
- Das Entstehen der Tiefenwahrnehmung ist genetisch angelegt und wird durch Erfahrung verstärkt.
-
Binokulare Hinweisreize: Konvergenz und retinale Disparität
- Konvergenz: Das Gehirn kalkuliert wie stark unsere Augen neuromuskulär angespannt sind, wenn sie sich nach innen bewegen, um ein Objekt in der Nähe anzusehen. Je grösser die Anspannung, desto näher das Objekt.
- Retinale Disparität: Das Gehirn berechnet die relative Entfernung, indem es die leicht unterschiedlichen Bilder, die vom Objekt auf die beiden Retinae treffen, miteinander vergleicht. Je grösser der Unterschied, desto näher muss das Objekt sein.
Hören
- Kochleaimplantate sind elektronische Geräte, die Geräusche in elektrische Signale umwandeln.
- Sie werden an unterschiedlichen Stellen mit dem Hörnerv in der Cochlea verbunden.
- Diese Geräte können gehörlosen Kindern helfen, Töne zu hören und die Verwendung der gesprochenen Sprache zu lernen.
- Kochleaimplantate sind am wirkungsvollsten, wenn die Kinder noch klein sind (Vorschulalter).
- Lokalisation von Geräuschquellen: Je nachdem woher ein Geräusch kommt, treffen Schallwellen eher und intensiver auf das eine Ohr als auf das andere.
- Das Gehirn analysiert diese winzigen Unterschiede und berechnet, woher das Geräusch kommt.
- Geräusche, welche gleich weit von beiden Ohren entfernt sind (vor, über, hinter oder unter uns) können schlechter lokalisiert werden.
- Sensorische Kompensation: Andere Sinne können durch Ausgleich besser funktionieren.
Riechen
- Gerüche lassen sich zwar relativ gut unterscheiden, aber schlecht beschreiben.
- Gerüche können intensive Erinnerungen und Gefühle hervorrufen, durch Verbindungen zum limbischen System.
- Riechsinneszellen durchlaufen einen ständigen Zyklus des Entstehens, Reifens und Absterbens. Dieser Zyklus dauert ca. 5-7 Wochen.
- Hunde sind viel empfindlicher, weil sie mehr Geruchsrezeptoren besitzen.
- Schleimhaut wird ständig erneuert. Wenn man krank ist, dauert es eine Weile, bis die Rezeptoren wieder gut funktionieren, da sie entzündet/kaputt gegangen sind und neu aufgebaut werden müssen.
- Der Geruchsinn verändert sich mit dem Alter. Je älter man wird, desto schlechter kann man riechen, da der Erneuerungsprozess im Alter schlechter wird. Man kann somit schlechter erkennen, da nicht mehr so viele Rezeptoren/Schleimhaut vorhanden sind.
- Rauchen und Alkohol können diesen Prozess verschlimmern.
Schmecken
- Rezeptoren in der Zunge reagieren auf süss, salzig, sauer, bitter, Umami (savoury) und Fett.
- Süss schmeckende Lebensmittel waren in der Evolution meist ein Indikator für viel Energie.
- Temperaturregulation des Organismus basiert auf Signalen der Thermorezeptoren und neuronaler Verarbeitung im Gehirn.
- Wärme als Energieform trifft auf die Haut und wird dort von Wärmerezeptoren wahrgenommen.
Schmerz
- Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) reagieren auf eine erfolgte oder drohende Gewebeverletzung.
- Die Signale von Schmerzrezeptoren werden über das Rückenmark zum Gehirn geschickt.
-
Gate-Control-Theorie: Das Rückenmark verfügt über ein neurologisches "Tor" (gate), das Schmerzsignale aufhält oder zum Gehirn durchlässt.
- Das "Tor" wird durch die Aktivität von Schmerzsignalen geöffnet, die über feine Nervenfasern nach oben steigen.
- Es wird geschlossen durch die Aktivität in dickeren Fasern oder durch vom Gehirn kommende Informationen.
-
Beeinflussung durch die Aktivität in dickeren Fasern:
- Behandlung von chronischen Schmerzen durch Stimulation der dickeren Fasern (Massage, elektrische Stimulation, Akupunktur).
- Reiben der Umgebung der Zehe, welche man angestossen hat, führt zu einer Stimulation der dickeren Fasern, welche einen Teil der Schmerzsignale blockiert.
-
Beeinflussung durch vom Gehirn kommende Informationen:
- Endorphinausschüttung: Sportverletzungen bleiben bis zur Dusche nach dem Spiel unbemerkt.
- Psychologische Einflüsse: Entspannungstraining, Meditation und Hypnose können die Wahrnehmung von Schmerzen reduzieren.
- Soziale Einflüsse: In den 80er Jahren litten ganze Gruppen von Büroangestellten in Australien unter starken Schmerzen beim Schreibmaschineschreiben.
Propriozeption und Gleichgewichtssinn
-
Propriozeption umfasst folgende Sinne:
- Kraftsinn: Wahrnehmung des Kraftaufwands bzw. Gewichts.
- Positionssinn: Wahrnehmung der Stellung einzelner Körperteile.
- Kinästhesie: Wahrnehmung der Richtung und Geschwindigkeit der Bewegung einzelner Gliedmassen.
-
Gleichgewichtssinn: Steuerung der Skelett- und Augenmuskulatur zur Erhaltung des Gleichgewichts und aufrechten Gangs.
-
Beteiligte Systeme:
- Vestibularorgane im Innenohr.
- Propriozeptive Informationen vom Körper.
- Visuelle Informationen.
- Reflexe.
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Beteiligte Systeme:
Wichtige Begriffe
- Wahrnehmung (perception): Der Prozess, bei dem sensorische Informationen organisiert und interpretiert werden, um die Bedeutung von Gegenständen zu erkennen.
- Sinnesempfindung (sensation): Der Prozess, bei dem Sinnesrezeptoren und Nervensystem Reizenergien aus der Umwelt empfangen und darstellen.
- Sinnesrezeptoren (sensory receptors): Sensorische Nervenenden, die auf Reize reagieren.
- Bottom-up-Verarbeitung (aufsteigende/datengesteuerte Infoverarbeitung): Beginnt bei den Sinnesrezeptoren und arbeitet sich bis auf höhere Ebene vor.
- Top-down-Verarbeitung (absteigende/konzeptgesteuerte Infoverarbeitung): Konstruiert Wahrnehmung aus sensorischem Input und greift auf Erfahrungen und Erwartungen zurück.
- Transduktion (transduction): Der Prozess, bei dem eine Form von Energie in eine andere umgewandelt wird, die das Gehirn aufnehmen kann. Reizenergien werden in Nervenimpulse umgewandelt.
- Psychophysik (psychophysics): Untersuchung des Zusammenhangs zwischen physikalischen Merkmalen von Reizen (Reizintensität) und dem psychischen Erleben.
- Absolute Schwelle (absolute threshold): Die minimale Stimulation, die notwendig ist, um einen bestimmten Reiz (Licht, Schall, Druck) in mindestens 50% aller Fälle wahrzunehmen.
- Signaldetektionstheorie (SDT): Dient zur Voraussage, wann schwache Signale noch wahrnehmen werden, durch Ermittlung der Treffer-Rate im Verhältnis zu Fehlalarmen.
- Subliminal (subliminal): Unterhalb der absoluten Schwelle der bewussten Wahrnehmung. Reize >50% entdeckt werden = subliminal.
- Priming (priming): Unbewusste Aktivierung bestimmter Assoziationen.
- Unterschiedsschwelle (difference threshold): Der minimale Unterschied zwischen zwei Reizen, der erforderlich ist, damit in 50% der Fälle ein Unterschied erkannt wird.
- Weber’sches Gesetz (Weber’s law): Zwei Reize müssen in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen, damit der Unterschied zwischen ihnen für die durchschnittliche Person wahrnehmbar ist.
- Sensorische Adaptation (sensory adaptation): Vermindert Sensibilität als Folge von konstanter Stimulation.
- Wahrnehmungsset (perceptual set): Mentale Prädisposition, etwas Bestimmtes wahrzunehmen und nichts anderes.
- Figur-Grund- Beziehung (figure-ground): Organisation des Gesichtsfelds in Objekte (Figur), die sich von ihrer Umgebung abheben (Grund).
- Tiefenwahrnehmung (depth perception): Fähigkeit zur Einschätzung der Entfernung.
- Binokulare Hinweisreize (binocular cues): Tiefenmerkmale, die beide Augen zu Hilfe nehmen.
- Retinale Disparität (retinal disparity): Das Gehirn berechnet anhand der beiden von den Augen übermittelten Bilder die Entfernung – je grösser der Unterschied, desto näher das Objekt.
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In diesem Quiz geht es um die Prozesse der Wahrnehmung und die Gestaltgesetze, die unser Verständnis von Objekten beeinflussen. Sie lernen, wie das Gehirn Informationen organisiert und interpretiert, um die Tiefenwahrnehmung zu ermöglichen. Testen Sie Ihr Wissen über Kontinuität, Nähe und weitere wichtige Konzepte der Wahrnehmung.