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Questions and Answers
Welche Aussage trifft am präzisesten zu, wenn ein Softwareunternehmen beschließt, ein umfassendes Verzeichnis aller Quellcodeänderungen zusammen mit detaillierten Begründungen für diese Änderungen öffentlich zugänglich zu machen?
Welche Aussage trifft am präzisesten zu, wenn ein Softwareunternehmen beschließt, ein umfassendes Verzeichnis aller Quellcodeänderungen zusammen mit detaillierten Begründungen für diese Änderungen öffentlich zugänglich zu machen?
- Dies ist eine zulässige Praxis, da Offenheit und Transparenz innerhalb der Softwareentwicklungsgemeinschaft gefördert werden sollten.
- Dies könnte als Verletzung von Geschäftsgeheimnissen betrachtet werden, wenn die Änderungen proprietäre Algorithmen oder innovative Techniken offenlegen, die dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. (correct)
- Dies ist ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht, da der Quellcode ohne Zustimmung des Urhebers vervielfältigt wird.
- Dies ist grundsätzlich unproblematisch, solange das Unternehmen sicherstellt, dass alle externen Beiträge zum Quellcode unter einer Open-Source-Lizenz stehen.
Ein Softwareentwickler wird beauftragt, eine bestehende Softwarelösung an eine neue Betriebsumgebung anzupassen. Im Zuge dieser Anpassung entfernt er in erheblichem Umfang bestehenden Code und ersetzt diesen durch neuen, selbst entwickelten Code. Welche Aussage beschreibt die rechtliche Situation des Softwareentwicklers im Hinblick auf das Urheberrecht am besten?
Ein Softwareentwickler wird beauftragt, eine bestehende Softwarelösung an eine neue Betriebsumgebung anzupassen. Im Zuge dieser Anpassung entfernt er in erheblichem Umfang bestehenden Code und ersetzt diesen durch neuen, selbst entwickelten Code. Welche Aussage beschreibt die rechtliche Situation des Softwareentwicklers im Hinblick auf das Urheberrecht am besten?
- Der Entwickler hat lediglich ein Nutzungsrecht an seinem neu erstellten Code, während das Urheberrecht an den ursprünglichen, nicht entfernten Teilen weiterhin beim ursprünglichen Rechteinhaber liegt.
- Der Entwickler hat keinerlei Ansprüche auf das Urheberrecht, da seine Tätigkeit lediglich eine Anpassung und keine Neukreation darstellt.
- Der Entwickler erwirbt ein Miturheberrecht an der Software, wobei die genauen Anteile von der vertraglichen Vereinbarung und dem Umfang der schöpferischen Leistung abhängen. (correct)
- Der Entwickler erwirbt automatisch das ausschließliche Urheberrecht an der gesamten Software, da er wesentliche Teile des Codes neu geschrieben hat.
Ein Anwender modifiziert eine Open-Source-Software und entfernt dabei den Urheberrechtshinweis des ursprünglichen Autors. Welche rechtlichen Konsequenzen ergeben sich hieraus?
Ein Anwender modifiziert eine Open-Source-Software und entfernt dabei den Urheberrechtshinweis des ursprünglichen Autors. Welche rechtlichen Konsequenzen ergeben sich hieraus?
- Die Entfernung des Urheberrechtshinweises ist nur dann relevant, wenn der Anwender die modifizierte Software kommerziell vertreibt.
- Da es sich um Open-Source-Software handelt, ist die Entfernung des Urheberrechtshinweises grundsätzlich zulässig, da die freie Nutzung und Weiterentwicklung im Vordergrund stehen.
- Die Konsequenzen hängen von der spezifischen Open-Source-Lizenz ab; einige Lizenzen erlauben die Entfernung des Hinweises, während andere dies untersagen.
- Die Entfernung des Urheberrechtshinweises ist eine Urheberrechtsverletzung, da der Autor ein Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft hat, unabhängig von der Lizenzart der Software. (correct)
Ein Unternehmen entwickelt eine KI-basierte Software zur automatischen Erstellung von Verträgen. Hierbei werden Musterverträge genutzt, die öffentlich zugänglich sind. Inwieweit können durch die KI generierte Verträge urheberrechtlich geschützt sein?
Ein Unternehmen entwickelt eine KI-basierte Software zur automatischen Erstellung von Verträgen. Hierbei werden Musterverträge genutzt, die öffentlich zugänglich sind. Inwieweit können durch die KI generierte Verträge urheberrechtlich geschützt sein?
Ein Unternehmen entwickelt eine Software, die bestehende Algorithmen zur Bilderkennung verwendet. Diese Algorithmen sind durch Patente geschützt, die von anderen Unternehmen gehalten werden. Unter welchen Bedingungen ist die Nutzung dieser Algorithmen rechtlich zulässig?
Ein Unternehmen entwickelt eine Software, die bestehende Algorithmen zur Bilderkennung verwendet. Diese Algorithmen sind durch Patente geschützt, die von anderen Unternehmen gehalten werden. Unter welchen Bedingungen ist die Nutzung dieser Algorithmen rechtlich zulässig?
Ein Softwareunternehmen wird von einem Konkurrenten beschuldigt, eine ähnliche Benutzeroberfläche (UI) und ein ähnliches Nutzererlebnis (UX) zu verwenden. Welche rechtlichen Schutzmechanismen stehen dem Unternehmen zur Verfügung, um sich gegen diese Vorwürfe zu verteidigen?
Ein Softwareunternehmen wird von einem Konkurrenten beschuldigt, eine ähnliche Benutzeroberfläche (UI) und ein ähnliches Nutzererlebnis (UX) zu verwenden. Welche rechtlichen Schutzmechanismen stehen dem Unternehmen zur Verfügung, um sich gegen diese Vorwürfe zu verteidigen?
Ein Unternehmen speichert personenbezogene Daten seiner Kunden in einer Cloud-Umgebung. Der Cloud-Anbieter hat seinen Sitz außerhalb der Europäischen Union. Welche rechtlichen Anforderungen muss das Unternehmen erfüllen, um die Einhaltung der DSGVO sicherzustellen?
Ein Unternehmen speichert personenbezogene Daten seiner Kunden in einer Cloud-Umgebung. Der Cloud-Anbieter hat seinen Sitz außerhalb der Europäischen Union. Welche rechtlichen Anforderungen muss das Unternehmen erfüllen, um die Einhaltung der DSGVO sicherzustellen?
Ein Unternehmen entwickelt eine Software, die Gesundheitsdaten von Patienten verarbeitet. Welche besonderen rechtlichen Anforderungen sind bei der Entwicklung und dem Betrieb dieser Software zu beachten?
Ein Unternehmen entwickelt eine Software, die Gesundheitsdaten von Patienten verarbeitet. Welche besonderen rechtlichen Anforderungen sind bei der Entwicklung und dem Betrieb dieser Software zu beachten?
Ein Unternehmen setzt eine KI-basierte Software ein, um Bewerbungen automatisch zu bewerten. Dabei stellt sich heraus, dass die Software Bewerber mit Migrationshintergrund systematisch benachteiligt. Welche rechtlichen Konsequenzen können sich hieraus ergeben?
Ein Unternehmen setzt eine KI-basierte Software ein, um Bewerbungen automatisch zu bewerten. Dabei stellt sich heraus, dass die Software Bewerber mit Migrationshintergrund systematisch benachteiligt. Welche rechtlichen Konsequenzen können sich hieraus ergeben?
Ein Unternehmen nutzt eine cloudbasierte Software zur Verwaltung seiner Kundendaten. Der Cloud-Anbieter erleidet einen Hackerangriff, bei dem Kundendaten gestohlen werden. Wer ist für den entstandenen Schaden verantwortlich?
Ein Unternehmen nutzt eine cloudbasierte Software zur Verwaltung seiner Kundendaten. Der Cloud-Anbieter erleidet einen Hackerangriff, bei dem Kundendaten gestohlen werden. Wer ist für den entstandenen Schaden verantwortlich?
In welchem Umfang sind die Vorschriften über die Miete von Sachen auf die Miete digitaler Produkte anwendbar?
In welchem Umfang sind die Vorschriften über die Miete von Sachen auf die Miete digitaler Produkte anwendbar?
Welche Aussage trifft auf Urheberpersönlichkeitsrechte im Kontext von Softwareentwicklung am ehesten zu?
Welche Aussage trifft auf Urheberpersönlichkeitsrechte im Kontext von Softwareentwicklung am ehesten zu?
Inwieweit ist eine Software, die in einer Programmiersprache geschrieben wurde, urheberrechtlich schutzfähig?
Inwieweit ist eine Software, die in einer Programmiersprache geschrieben wurde, urheberrechtlich schutzfähig?
Welche der folgenden Handlungen bedarf der Zustimmung des Rechtsinhabers im Hinblick auf ein urheberrechtlich geschütztes Computerprogramm?
Welche der folgenden Handlungen bedarf der Zustimmung des Rechtsinhabers im Hinblick auf ein urheberrechtlich geschütztes Computerprogramm?
Unter welchen Voraussetzungen kann ein Algorithmus patentrechtlich geschützt werden?
Unter welchen Voraussetzungen kann ein Algorithmus patentrechtlich geschützt werden?
Was wird durch das Markenrecht im Kontext von Softwareprodukten geschützt?
Was wird durch das Markenrecht im Kontext von Softwareprodukten geschützt?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Unterschied zwischen einem Werkvertrag und einem Dienstvertrag im Kontext der Softwareentwicklung?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Unterschied zwischen einem Werkvertrag und einem Dienstvertrag im Kontext der Softwareentwicklung?
Unter welchen Umständen kann die Überlassung von Nutzungsrechten an Software im deutschen Recht als Miete betrachtet werden?
Unter welchen Umständen kann die Überlassung von Nutzungsrechten an Software im deutschen Recht als Miete betrachtet werden?
Welche Aussage über die Anwendbarkeit des Mietrechts auf digitale Produkte ist zutreffend?
Welche Aussage über die Anwendbarkeit des Mietrechts auf digitale Produkte ist zutreffend?
Welcher Paragraph des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) regelt die vertragstypischen Pflichten beim Kaufvertrag?
Welcher Paragraph des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) regelt die vertragstypischen Pflichten beim Kaufvertrag?
Welche Aussage trifft auf den Verkauf digitaler Inhalte im Rahmen eines Verbrauchervertrags gemäß § 453 BGB zu?
Welche Aussage trifft auf den Verkauf digitaler Inhalte im Rahmen eines Verbrauchervertrags gemäß § 453 BGB zu?
Was ist der wesentliche Inhalt eines Mietvertrags gemäß § 535 BGB?
Was ist der wesentliche Inhalt eines Mietvertrags gemäß § 535 BGB?
Welche Rechte hat der Urheber eines Werkes gemäß § 12 UrhG?
Welche Rechte hat der Urheber eines Werkes gemäß § 12 UrhG?
Welche Aussage trifft auf die Schutzfähigkeit von Ideen und Grundsätzen im Kontext von Computerprogrammen gemäß Urheberrecht zu?
Welche Aussage trifft auf die Schutzfähigkeit von Ideen und Grundsätzen im Kontext von Computerprogrammen gemäß Urheberrecht zu?
Welche Handlung bedarf der Zustimmung des Urhebers eines Computerprogramms gemäß Urheberrechtsgesetz (UrhG)?
Welche Handlung bedarf der Zustimmung des Urhebers eines Computerprogramms gemäß Urheberrechtsgesetz (UrhG)?
Unter welchen Voraussetzungen kann ein Verfahren, das in Software implementiert ist, durch ein Patent geschützt werden?
Unter welchen Voraussetzungen kann ein Verfahren, das in Software implementiert ist, durch ein Patent geschützt werden?
Was wird durch das Markenrecht im Zusammenhang mit Softwareprodukten geschützt?
Was wird durch das Markenrecht im Zusammenhang mit Softwareprodukten geschützt?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, wie man Markenschutz erwirbt?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, wie man Markenschutz erwirbt?
Welche Arten von Zeichen können grundsätzlich als Marke geschützt werden?
Welche Arten von Zeichen können grundsätzlich als Marke geschützt werden?
Welche der folgenden Kriterien stellt ein absolutes Schutzhindernis im Sinne des Markengesetzes dar?
Welche der folgenden Kriterien stellt ein absolutes Schutzhindernis im Sinne des Markengesetzes dar?
Welche Rechte hat der Inhaber einer eingetragenen Marke gemäß § 14 MarkenG?
Welche Rechte hat der Inhaber einer eingetragenen Marke gemäß § 14 MarkenG?
Welche Aussage trifft auf das Wettbewerbsrecht im Kontext der Softwareentwicklung zu?
Welche Aussage trifft auf das Wettbewerbsrecht im Kontext der Softwareentwicklung zu?
Unter welchen Voraussetzungen ist eine Nachahmung von Software gemäß dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig?
Unter welchen Voraussetzungen ist eine Nachahmung von Software gemäß dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig?
Welche Art von Schutz wird typischerweise durch das Deliktsrecht im Zusammenhang mit Software gewährt?
Welche Art von Schutz wird typischerweise durch das Deliktsrecht im Zusammenhang mit Software gewährt?
Welche der folgenden Handlungen kann gemäß § 202a StGB als Ausspähen von Daten strafrechtlich verfolgt werden?
Welche der folgenden Handlungen kann gemäß § 202a StGB als Ausspähen von Daten strafrechtlich verfolgt werden?
Welche der folgenden Aussagen charakterisiert das Internet am treffendsten aus rechtlicher Sicht?
Welche der folgenden Aussagen charakterisiert das Internet am treffendsten aus rechtlicher Sicht?
Was versteht man unter einem Fernabsatzvertrag gemäß § 312c BGB?
Was versteht man unter einem Fernabsatzvertrag gemäß § 312c BGB?
Welche Rechte hat ein Verbraucher bei Fernabsatzverträgen gemäß § 355 BGB?
Welche Rechte hat ein Verbraucher bei Fernabsatzverträgen gemäß § 355 BGB?
Welche der folgenden Punkte stellt eine rechtliche Herausforderung im Kontext der Digitalen Transformation im Arbeitsrecht dar?
Welche der folgenden Punkte stellt eine rechtliche Herausforderung im Kontext der Digitalen Transformation im Arbeitsrecht dar?
Was ist der Hauptunterschied zwischen Telearbeitsplatz und mobilem Arbeiten im Sinne des Arbeitsrechts?
Was ist der Hauptunterschied zwischen Telearbeitsplatz und mobilem Arbeiten im Sinne des Arbeitsrechts?
Welche rechtlichen Fragen ergeben sich aus der zunehmenden Nutzung von KI im Personalmanagement?
Welche rechtlichen Fragen ergeben sich aus der zunehmenden Nutzung von KI im Personalmanagement?
Welche Aussage zur KI-Verordnung der EU (AI Act) trifft zu?
Welche Aussage zur KI-Verordnung der EU (AI Act) trifft zu?
Welche der folgenden Praktiken ist gemäß dem Entwurf des EU AI Acts im KI-Bereich verboten?
Welche der folgenden Praktiken ist gemäß dem Entwurf des EU AI Acts im KI-Bereich verboten?
Was ist das Hauptziel des Risikomanagements bei der Entwicklung und beim Einsatz von Hochrisiko-KI-Systemen gemäß dem AI Act?
Was ist das Hauptziel des Risikomanagements bei der Entwicklung und beim Einsatz von Hochrisiko-KI-Systemen gemäß dem AI Act?
Was kennzeichnet den Begriff 'Digitale Transformation' im unternehmerischen Kontext am besten?
Was kennzeichnet den Begriff 'Digitale Transformation' im unternehmerischen Kontext am besten?
Wie beeinflusst die digitale Transformation die traditionellen Arbeitszeitmodelle?
Wie beeinflusst die digitale Transformation die traditionellen Arbeitszeitmodelle?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten das rechtliche Problem der 'ständigen Erreichbarkeit' im Kontext der digitalen Transformation?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten das rechtliche Problem der 'ständigen Erreichbarkeit' im Kontext der digitalen Transformation?
Ein Unternehmen setzt eine KI-basierte Software für die Vorauswahl von Bewerbern ein und legt dabei großen Wert auf Objektivität. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass aufgrund von Trainingsdaten die Software Bewerber mit Migrationshintergrund systematisch schlechter bewertet. Welche rechtliche Problematik wird hier aufgeworfen?
Ein Unternehmen setzt eine KI-basierte Software für die Vorauswahl von Bewerbern ein und legt dabei großen Wert auf Objektivität. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass aufgrund von Trainingsdaten die Software Bewerber mit Migrationshintergrund systematisch schlechter bewertet. Welche rechtliche Problematik wird hier aufgeworfen?
Ein Softwareentwickler wird von seinem Arbeitgeber angewiesen, eine Funktion in einer App zu implementieren, die Nutzerdaten ohne deren explizite Zustimmung an Dritte weitergibt. Der Entwickler weigert sich, diese Anweisung zu befolgen. Welche rechtliche Einschätzung ist am zutreffendsten?
Ein Softwareentwickler wird von seinem Arbeitgeber angewiesen, eine Funktion in einer App zu implementieren, die Nutzerdaten ohne deren explizite Zustimmung an Dritte weitergibt. Der Entwickler weigert sich, diese Anweisung zu befolgen. Welche rechtliche Einschätzung ist am zutreffendsten?
Ein Unternehmen plant die Einführung eines neuen KI-basierten Systems zur Überwachung der Mitarbeiterleistung. Welche Aspekte sind aus datenschutzrechtlicher Sicht besonders kritisch zu prüfen?
Ein Unternehmen plant die Einführung eines neuen KI-basierten Systems zur Überwachung der Mitarbeiterleistung. Welche Aspekte sind aus datenschutzrechtlicher Sicht besonders kritisch zu prüfen?
Ein Unternehmen möchte eine Open-Source-Software in seine proprietäre Software integrieren. Welche rechtlichen Aspekte sind unbedingt zu beachten?
Ein Unternehmen möchte eine Open-Source-Software in seine proprietäre Software integrieren. Welche rechtlichen Aspekte sind unbedingt zu beachten?
Ein kleines Softwareunternehmen entwickelt eine innovative App, die in Konkurrenz zu einem ähnlichen Produkt eines großen Konzerns steht. Kurz nach der Veröffentlichung der App stellt das kleine Unternehmen fest, dass der Konzern eine fast identische App auf den Markt gebracht hat. Welche rechtlichen Schritte kann das kleine Unternehmen unternehmen, um sich gegen diese Nachahmung zu wehren?
Ein kleines Softwareunternehmen entwickelt eine innovative App, die in Konkurrenz zu einem ähnlichen Produkt eines großen Konzerns steht. Kurz nach der Veröffentlichung der App stellt das kleine Unternehmen fest, dass der Konzern eine fast identische App auf den Markt gebracht hat. Welche rechtlichen Schritte kann das kleine Unternehmen unternehmen, um sich gegen diese Nachahmung zu wehren?
Ein internationales Unternehmen mit Hauptsitz in den USA speichert personenbezogene Daten europäischer Kunden auf Servern in den USA. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden, um die Einhaltung des europäischen Datenschutzrechts (DSGVO) zu gewährleisten?
Ein internationales Unternehmen mit Hauptsitz in den USA speichert personenbezogene Daten europäischer Kunden auf Servern in den USA. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden, um die Einhaltung des europäischen Datenschutzrechts (DSGVO) zu gewährleisten?
Flashcards
Was bedeutet „IT-Recht“?
Was bedeutet „IT-Recht“?
Steht für Informationstechnologierecht. Umfasst Computerrecht, EDV-Recht und Informationsrecht.
Was ist ein Werkvertrag?
Was ist ein Werkvertrag?
Ein Vertrag, bei dem sich eine Partei zur Herstellung eines Werkes und die andere zur Zahlung verpflichtet.
Was ist ein Dienstvertrag?
Was ist ein Dienstvertrag?
Ein Vertrag, bei dem sich eine Partei zur Leistung von Diensten und die andere zur Zahlung verpflichtet.
Was ist ein Mietvertrag?
Was ist ein Mietvertrag?
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Was regelt das Zivilrecht?
Was regelt das Zivilrecht?
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Was regelt das Öffentliche Recht?
Was regelt das Öffentliche Recht?
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Was ist das Strafrecht?
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Was ist ein Kaufvertrag?
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Was ist Software?
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Warum ist Schutz für Software notwendig?
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Was schützt das Urheberrecht?
Was schützt das Urheberrecht?
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Was schützt das Patentrecht?
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Was schützt das Markenrecht?
Was schützt das Markenrecht?
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Was schützt das Wettbewerbsrecht?
Was schützt das Wettbewerbsrecht?
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Was schützt das Deliktsrecht?
Was schützt das Deliktsrecht?
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Was sind Fernabsatzverträge?
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Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?
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Was ist schwache KI?
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Was ist starke KI?
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Was ist Generative KI?
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Was sind Hochrisiko-KI-Systeme?
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Was ist die digitale Transformation?
Was ist die digitale Transformation?
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Was ist ein Telearbeitsplatz?
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Was ist mobiles Arbeiten?
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IT-Recht als Querschnittsmaterie
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Software-Nutzungsrechte
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Pflichten beim Kaufvertrag
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Rechtskauf digitaler Inhalte
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Pflichten des Vermieters
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Miete digitaler Produkte
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Verträge über die Miete digitaler Produkte
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Technik im Patentrecht
Technik im Patentrecht
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Schutzhindernisse im Markenrecht
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Rechte des Markeninhabers
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Wettbewerbsrecht und Privatpersonen
Wettbewerbsrecht und Privatpersonen
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Unlauterer Wettbewerb
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Ansprüche aus Deliktsrecht
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Internet – ein rechtsfreier Raum?
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KI-Kompetenz
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Verbotene Techniken im KI-Bereich
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Risikomanagementsystem
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KI-Gesetz
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Die digitale Transformation
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Mobiles Arbeiten und ArbStättV
Mobiles Arbeiten und ArbStättV
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Study Notes
IT-Recht im Alltag
- Das IT-Recht ist das Rechtsgebiet, das sich mit der rechtlichen Betrachtung von Sachverhalten aus allen Aspekten der Informationstechnologie (IT) beschäftigt.
- Es erstreckt sich als Querschnittsmaterie auf relevante Teilbereiche aller Hauptrechtsgebiete.
- Es gibt kein "IT-Recht Gesetzbuch". Stattdessen werden Lebenssachverhalte im IT-Bereich nach verschiedenen Gesetzen bewertet.
- Ein Programmierauftrag kann u.U. als Werkvertrag oder Dienstvertrag bewertet werden.
- Die Überlassung von Nutzungsrechten für Software kann als Miete oder als ein Überlassungsvertrag bewertet werden.
- Beispiele für IT-Recht im Alltag sind Reisebuchungen im Internet, WueCampus Zugang, Zugang zum Sony PlaystationNetwork, Kauf von Office 365 Lizenzen und Apps, Streamingdienste, Internet- und Telefonanschlüsse, Handyverträge, Hardwarekäufe, E-Government und Kauf eines Betriebssystems.
Hauptrechtsgebiete
- Das Zivilrecht regelt die Verhältnisse der Privatrechtspersonen untereinander (BGB, HGB, UrhG).
- Das Öffentliche Recht regelt die Verhältnisse des Bürgers zum Staat (OWiG / GG / StVO / BauO etc.).
- Das Strafrecht ist ein besonderer Teil des Öffentlichen Rechts (StGB / Nebenstrafrecht).
Kaufvertrag
- Der Kaufvertrag ist ein gegenseitiger schuldrechtlicher Vertrag über die Einigung der Vertragsparteien über die Veräußerung / den Erwerb eines Kaufgegenstandes.
- Gegenstand eines Kaufvertrages können bewegliche oder unbewegliche Sachen, Rechte, Forderungen oder sonstige vermögenswerte Positionen sein.
- Im synallagmatischen Verhältnis dazu steht die Kaufpreiszahlung.
- Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.
- Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen (§ 433 BGB).
- Die Vorschriften über den Kauf von Sachen finden auf den Kauf von Rechten und sonstigen Gegenständen entsprechende Anwendung. Auf einen Verbrauchervertrag über den Verkauf digitaler Inhalte durch einen Unternehmer sind einige Vorschriften nicht anzuwenden (§ 433, § 475).
- Der Verkäufer trägt die Kosten der Begründung und Übertragung des Rechts.
- Ist ein Recht verkauft, das zum Besitz einer Sache berechtigt, so ist der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben.
Mietvertrag
- Ein Mietvertrag ist ein gegenseitiger schuldrechtlicher Vertrag zur zeitweisen Gebrauchsüberlassung gegen Entgelt.
- Der Vermieter verpflichtet sich, dem Mieter den Gebrauch der gemieteten Sache zu gewähren.
- Der Mieter verpflichtet sich, die vereinbarte Miete zu zahlen.
- Mögliche Mietgegenstände sind bewegliche und unbewegliche Sachen oder Sachteile, die gebrauchstauglich sind.
- Für das Mietrecht gelten im deutschen Recht die §§ 535 bis 580a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).
- Durch den Mietvertrag wird der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren und sie in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und zu erhalten. Er hat die auf der Mietsache ruhenden Lasten zu tragen (§ 535 BGB).
- Der Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter die vereinbarte Miete zu entrichten.
- Die Vorschriften über die Miete von Sachen sind auf die Miete digitaler Produkte entsprechend anzuwenden (§ 548a BGB).
- Auf einen Verbrauchervertrag, bei dem der Unternehmer digitale Produkte vermietet, sind § 535 und §§ 536 bis 536d über die Rechte bei Mängeln und § 543 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 und Absatz 4 über die Rechte bei unterbliebener Bereitstellung nicht anzuwenden (§ 578b BGB).
- Wenn der Verbraucher einen Verbrauchervertrag nach Absatz 1 wegen unterbliebener Bereitstellung (§ 327c), Mangelhaftigkeit (§ 327m) oder Änderung (§ 327r Absatz 3 und 4) des digitalen Produkts beendet, sind die §§ 546 bis 548 nicht anzuwenden.
- Bei einem Verbrauchervertrag, bei dem der Unternehmer eine Sache vermietet, die ein digitales Produkt enthält oder mit ihm verbunden ist, gelten Anwendungsausschlüsse.
- Auf einen Vertrag zwischen Unternehmern, der der Bereitstellung digitaler Produkte gemäß eines Verbrauchervertrags nach Absatz 1 oder Absatz 3 dient, ist § 536a Absatz 2 über den Anspruch des Unternehmers gegen den Vertriebspartner auf Ersatz von denjenigen Aufwendungen nicht anzuwenden.
Werkvertrag
- Ein Werkvertrag ist ein schuldrechtlicher Vertrag über den gegenseitigen Austausch von Leistungen.
- Eine Seite (Auftragnehmer) verpflichtet sich, ein "Werk" gegen Zahlung einer Vergütung (Werklohn) durch den anderen Vertragspartner (Auftraggeber oder "Besteller") herzustellen.
- Vertragstypisch ist dabei der geschuldete Erfolg.
- Werkverträge sind in den §§ 631ff. BGB geregelt.
- Auch die Herstellung nichtkörperlicher Werke (z. B. Software, Bauplan, Gutachten) kann als Werkvertrag ausgestaltet sein.
- Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet (§ 631 BGB).
- Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl die Herstellung oder Veränderung einer Sache als auch ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg sein.
Dienstvertrag
- Ein Dienstvertrag ist ein schuldrechtlicher Vertrag über den gegenseitigen Austausch von Leistungen.
- Eine Seite (Dienstverpflichtete) verpflichtet sich zur Leistung von bestimmten Diensten.
- Der andere Teil (Gläubiger der Dienstleistung) verpflichtet sich zur Zahlung der vereinbarten Vergütung.
- Beim Dienstvertrag wird im Unterschied zum Werkvertrag nicht ein spezifischer Erfolg geschuldet.
- Der Dienstverpflichtete schuldet als Leistung sein Bemühen bei der Erbringung der Dienstleistung, aber keinen Erfolg.
- Beispiele sind Arbeitsverträge als Dauerschuldverhältnis und somit auch Programmiertätigkeiten.
- Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste und der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet (§ 611 BGB).
- Gegenstand des Dienstvertrags können Dienste jeder Art sein.
Software
- Software ist eine Menge von Anweisungen, Daten oder Programmen, die verwendet werden, um einen Computer zu betreiben und bestimmte Aufgaben auszuführen.
- Es ist ein generischer Begriff für Anwendungen, Skripte und Programme, die auf Geräten wie PCs, Mobiltelefonen, Tablets und anderen intelligenten Geräten laufen.
- Software ist ein "geistiges" Produkt, enthält Befehle und Logik mit konkreter Zielsetzung, steuert andere Software, hat Schnittstellen und entsteht in Phasen (Anforderungs-, Konzept-, Programmier-, Testphase, Rollout, Updates), und steuert Hardware.
Eigentum an Software
- Eigentum ist nach deutschem Recht ein "Herrschaftsrecht über eine vermögenswerte Position".
- Das Privatrecht definiert Eigentum als Herrschaft einer Person über eine Sache (§903 BGB).
- Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.
- Die Legaldefinition von Sachen findet sich in §90 BGB: Sachen im Sinne des Gesetzes sind nur körperliche Gegenstände.
- Schutz von Software durch eigentumsrechtliche Vorschriften des BGB ist nicht möglich.
- Es bedarf Schutz vor unbefugter Nutzung, Veränderung oder Vervielfältigung.
- Der rechtliche Schutzbedarf umfasst Urheber-, Delikts-, Patent-, Marken-, und Wettbewerbsrecht.
Urheberrecht (UrhRG)
- Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes (§ 1 UrhG).
- Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere Sprachwerke wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme (§ 2 UrhG).
- Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.
- Software ist prinzipiell urheberrechtlich schutzfähig.
- Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes. Es dient zugleich der Sicherung einer angemessenen Vergütung für die Nutzung des Werkes (§ 11 UrhG).
- Computerprogramme im Sinne dieses Gesetzes sind Programme in jeder Gestalt, einschließlich des Entwurfsmaterials (§ 69a UrhG).
- Der gewährte Schutz gilt für alle Ausdrucksformen eines Computerprogramms.
- Ideen und Grundsätze, die einem Element eines Computerprogramms zugrunde liegen, einschließlich der den Schnittstellen zugrundeliegenden Ideen und Grundsätze, sind nicht geschützt.
- Computerprogramme werden geschützt, wenn sie individuelle Werke in dem Sinne darstellen, dass sie das Ergebnis der eigenen geistigen Schöpfung ihres Urhebers sind.
- Wesentlich geschützte Aspekte sind Urheberpersönlichkeitsrechte (Veröffentlichungsrecht, Anerkennung der Urheberschaft, Entstellungsverbot, Änderungen des Werkes) und Verwertungsrechte (Zustimmungsbedürftige Handlungen -> § 69c UrhG geht §§ 16,17,19 bis 23 vor!).
- Der Rechtsinhaber hat das ausschließliche Recht, dauerhafte oder vorübergehende Vervielfältigung, Übersetzung, Bearbeitung, jede Form der Verbreitung des Originals eines Computerprogramms oder von Vervielfältigungsstücken sowie die drahtgebundene / drahtlose öffentliche Wiedergabe eines Computerprogramms einschliesslich der öffentlichen Zugänglichmachung vorzunehmen oder zu gestatten.
Patentrecht
- Das Patent ist ein gewerbliches Schutzrecht für technische Erfindungen.
- Patente werden auf der Grundlage des Patentgesetzes erteilt und können auch für Verfahrenserfindungen erteilt werden.
- An die "Erfindungshöhe" werden hohe Anforderungen gestellt.
- Der Erteilung geht ein Prüfungsverfahren durch das Patentamt voraus.
- Geregelt sind die Voraussetzungen und Verfahren im Patentgesetz (PatG).
- Der Patentinhaber kann jedermann die gewerbliche Herstellung der geschützten Erzeugnisse oder deren gewerbliche Nutzung untersagen (§9 PatG).
- Reine Programme sind nicht patentierbar (§1 Abs. 2 Ziff. 3 PatG), aber bestimmte Verfahren oder technische Gegenstände schon.
- Die Schutzrichtung des Patentrechts zielt nicht auf ein konkretes Programm, sondern auf den dem Programm zugrunde liegenden Algorithmus.
- Dem Patentschutz geht ein formelles, zu beantragendes Verfahren voraus.
- Patentrechtlich geschützt Erfindungen können zudem nur technische Neuerungen sein.
- Patentrechtlich schützbar sind Verfahren, die einen bestimmten technischen Effekt auslösen.
- Unter Technik ist laut BGH eine Erfindung zu verstehen, wenn sie beherrschbare Naturkräfte planmäßig ausnutzt und dadurch unmittelbar kausal einen Erfolg erzielt (z.B. ABS, ESP, Betriebssysteme, Suchalgorithmus von Google, KI).
Markenrecht
- Geschützt wird nicht ein Programm als solches oder sein zugrundeliegender Algorithmus, sondern die "Marke", unter der die Software vertrieben wird.
- Eine Marke das Zeichen, unter dem eine Person, die am Geschäftsleben teilnimmt, ihre Waren und Dienstleistungen kennzeichnen will, um sie von denen anderer zu unterscheiden.
- Es gibt Wortzeichen, Bildzeichen und Zeichen, die aus Worten und Bildern zusammengesetzt sind.
- Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Klänge, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Unternehmen anderer zu unterscheiden (§ 3 MarkenG).
- Sogenannte absolute Schutzhindernisse sind in § 8 MarkenG geregelt, unter anderem Zeichen denen jegliche Unterscheidungskraft fehlt sowie die gegen die öffentliche Ordnung oder die gegen die guten Sitten verstoßen.
- Markenschutz erwirbt man durch eine Eintragung eines Zeichens als Marke in das Register (§ 4 № 1 MarkenG). Marken können auch durch Benutzung entstehen, wenn die Marke Verkehrsgeltung erwirbt (§ 4 № 2 MarkenG) oder auch durch "notorische Bekanntheit" im Sinne des Art der "Pariser Verbandsübereinkunft".
- Der Erwerb des Markenschutzes nach § 4 gewährt dem Inhaber der Marke ein ausschließliches Recht (§ 14 MarkenG). Dritte können bei Wiederholungsgefahr auf Unterlassung in Anspruch genommen werden und sind zum Ersatz des durch die Verletzungshandlung entstandenen Schadens verpflichtet.
Wettbewerbsrecht
- Der Inhaber der Rechte an einer Software kann durch wettbewerbsrechtliche Regeln keinen Missbrauch durch Privatpersonen (die die Software bspw. unberechtigt für nicht gewerbliche Zwecke nutzen) verhindern.
- Das Wettbewerbsrecht kann aber die unbefugte geschäftliche Nachahmung und Vertrieb der Software durch andere Marktteilnehmer verhindern!
- Der Berechtigte kann einen Unterlassungsanspruch nach §§3 Abs. 1, 4 № 3 und № 4, 8 Abs. 1 UWG einräumen.
- Die Software muss aber eine wettbewerbsrechtliche Eigenart aufweisen: D.h., dass sie mit erheblichen Kosten entwickelt sein muss und wettbewerbsrechtlich nicht unbedeutend sein darf. In diesem Fall würde eine unbefugte Nachahmung dem Entwickler "um die Früchte seiner Arbeit" bringen.
- Nicht jede Nachahmung nach dem UWG ist unzulässig. Wettbewerbsrechtlich verboten ist die Nachahmung nur, wenn darüber hinaus besondere Umstände vorliegen, die die Wettbewerbswidrigkeit der Nachahmung indizieren!
- § 3 UWG verbietet unlautere geschäftliche Handlungen, insbesondere den Mitbewerberschutz in § 4 UWG, also die Nachahmung von Waren, die eine vermeidbare Täuschung über die betriebliche Herkunft beinhalten (§ 8 UWG Beseitigung und Unterlassung).
Ansprüche aus Deliktsrecht
- Denkbar sind Ansprüche aus §823 Abs. 1 BGB und Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 202a, 202b, 202c Strafgesetzbuch (StGB).
- Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet (§ 823 BGB).
- Schutzgesetze können auch aus dem Strafrecht stammen. Dazu gehören § 202a Ausspähen von Daten und § 202b Abfangen von Daten.
- Datenhehlerei ist strafbar gemäss § 202d StGB
Rechte faktisch durchsetzen
- Vertragliche Klauseln im Lizenzvertrag mit Auditrechten und Vertragsstrafen
- Unterlassungsansprüche (Mahnverfahren, Einstweiliger Rechtsschutz, Unterlassungsklage)
- Schadensersatzansprüche (Gerichtliches Mahnverfahren, Klage vor den Zivilgerichten, Gerichtsvollzieher)
- Owi- und Strafanzeigen
Internet - kein rechtsfreier Raum
- Diese Aussage ist faktisch und rechtlich absolut falsch.
- Nationale Gesetze sind durch die internationale Struktur des Netz schwerer durchsetzbar.
- Eine Vielzahl von regulierenden Gesetzen (bspw. TKG, TTDSG, TMG, DSGVO, Cookie Richtlinie) machen rechtliche Rahmenvorgaben in Europa oder Deutschland.
- Auch zivilrechtlich finden die "normalen" zivilrechtlichen Vorschriften für Rechtsgeschäfte Anwendung.CHECKLISTE
- Ein rechtskonformer Internetauftritt benötigt Impressum (§5 TMG), Datenschutzerklärung (Art. 13 DSGVO) und rechtskonformes Webtracking (Art. 6 Abs. 1 a) DSGVO) und ein Verzicht auf Disclaimer
Rechtsgeschäfte im Internet
- Fernabsatzverträge sind Verträge, bei denen Unternehmer und Verbraucher für die Vertragsverhandlungen und den Vertragsschluss ausschließlich Fernkommunikationsmittel verwenden (§ 312c BGB).
- Dem Verbraucher steht bei Verträgen außerhalb von Geschäftsräumen und bei Fernabsatzverträgen gesetzliches Widerrufsrecht zu (§ 312g BGB).
- Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht eingeräumt, so sind der Verbraucher und der Unternehmer an ihre auf den Abschluss des Vertrags gerichteten Willenserklärungen nicht mehr gebunden, wenn der Verbraucher seine Willenserklärung fristgerecht widerrufen hat (§ 355 BGB). Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss.
- Faktische Probleme von Rechtsgeschäften im Internet sind die sichere Übertragung von Willenserklärungen, die Feststellung des Zugangs, die Beweisbarkeit, die Identitätsfeststellung, Altersverifikation und Einhaltung von Formvorschriften
Weitere rechtliche Herausforderungen im Internet
- Hatespeech
- Falsche Beurteilungen in Portalen
- Cybermobbing
- Identitätsdiebstahl
- Darknet
- Soziale Netzwerke
- Jugendschutz
- Fakenews
KI (Künstliche intelligenz)
- Künstliche Intelligenz beschreibt künstliche Intelligenz die Fähigkeit von Maschinen, basierend auf Algorithmen Aufgaben autonom auszuführen und dabei anpassungsfähig auf unbekannte Situationen zu reagieren.
- Es gibt zwei Grundarten der KI: die schwache und die starke, wobei die schwachen Algorithmen auf die Lösung eines einzelnen Problemtyps abzielen, und die starke auch allgemeine Aufgaben aus dem Alltag erledigen kann.
- Unterscheidung nach Typ: reaktive Maschinen, begrenzte Speicherkapazität (Limited Memory), Theorie des Geistes (Theory of Mind), Selbstwahrnehmung (Self Awareness).
- Als generative Kl werden Technologien wie ChatGPT oder Google Gemini, sogenannte Large Language Models (LLMs), bezeichnet, welche Texte, Bilder, Audios oder Videos zu erzeugen können
Rechtliche Problemstellungen bei KI
- Schutz der unternehmerischen Freiheit vs. Grundrechtsschutz der MA
- Art. 22 DSGVO Verbot der ausschließlichen automatisierten Entscheidung
- Haftungsfrage für KI-Systeme wird derzeit insbesondere unter der Perspektive des automatisierten Fahrens mit Kfz diskutiert.
- Medizinische Anwendungen: Wer haftet im Falle des Versagens der KI? Wie kann solchen Risiken begegnet werden? Anwendung seit 26.5.2021 der Medical Device Regulation (MDR).
- Der Al Act gilt für zivile Kl-Anwendungen und betrifft alle Betreiber von KI-Systemen, die im EU-Binnenmarkt tätig sind.
- Spezifische Kategorien für Kl-Systeme: verbotene KI-Praktiken, Hochrisiko-KI-Systeme und allgemeine KI-Modelle.
- Verbotene Praktiken regelt Art. 5 des Al Acts (manipulative Techniken, Ausnutzung von Personen, diskriminierende Beurteilungen und Emotionsanalyse).
- Kategorien von KI-systemen sind Hochrisiko-systeme (Sicherheitskomponente etc), Fernidentifizierungssystem oder kritische Infrastruktur.
- Für ein KI-System, das als hochriskant eingestuft wird, muss ein System zur Risikobewertung und -steuerung etabliert werden.
- KI wird in vielen Bereichen schon eingesetzt, wie im Militär, der Produktion oder in der Personalauswahl
Digitale Transformation
- Die digitale Transformation (auch „digitaler Wandel“) bezeichnet einen fortlaufenden, tiefgreifenden Veränderungsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft.
- Beispiele sind mobiles Arbeiten, digitale Plattformen der Zusammenarbeit oder ständige Erreichbarkeit.
- Regelmässig ist die Qualifikation Arbeitsortes (§ 2 Abs. 7 ArbStättV), Teleareitsplätze etc) und und die gesetzliche Rahmenbedingungen der Arbeitszeit zu prüfen.
- Durch die steigende Anzahl von mobilen Angeboten und Angebot von “Home Office”, findet zunehmend die Abgrenzung zwischen Arbeitszeit und Privatheit statt.
- Telearbeitsplätze sind nach § 2 Abs. 7 ArbStättV vom Arbeitgeber fest eingerichtet und Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich des Angestellten.
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