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Questions and Answers
Wo befindet sich das Herz (Cor) im menschlichen Körper?
Wo befindet sich das Herz (Cor) im menschlichen Körper?
- Im Thorax, im Mediastinum, retrosternal unter der 2.-6. Rippe (correct)
- In der Wirbelsäule, geschützt durch die Rippen
- Im Abdomen, unterhalb des Zwerchfells
- Im Schädel, umgeben von Hirnhäuten
Das Foramen Ovale ist eine Struktur, die nach der Geburt offen bleibt und den Blutfluss zwischen dem linken und rechten Atrium ermöglicht.
Das Foramen Ovale ist eine Struktur, die nach der Geburt offen bleibt und den Blutfluss zwischen dem linken und rechten Atrium ermöglicht.
False (B)
Der Ductus arteriosus (Ductus Botalli) ist eine Gefäßverbindung zwischen der Aorta und dem/der ______.
Der Ductus arteriosus (Ductus Botalli) ist eine Gefäßverbindung zwischen der Aorta und dem/der ______.
Truncus pulmonalis
Welche Aussage über das Endokard ist korrekt?
Welche Aussage über das Endokard ist korrekt?
Das Myokard besteht aus glatter Muskulatur.
Das Myokard besteht aus glatter Muskulatur.
Welche Art von Gewebe überzieht das Myokard und verbindet es dort mit Bindegewebe?
Welche Art von Gewebe überzieht das Myokard und verbindet es dort mit Bindegewebe?
Was ist das Perikard?
Was ist das Perikard?
Herzohren sind Ausstülpungen an den Ventrikeln.
Herzohren sind Ausstülpungen an den Ventrikeln.
Das atriale natriuretische Peptid (ANP) wird in den ______ gebildet.
Das atriale natriuretische Peptid (ANP) wird in den ______ gebildet.
Welche Aussage über die Anspannungsphase (Systole) des Herzens ist korrekt?
Welche Aussage über die Anspannungsphase (Systole) des Herzens ist korrekt?
Während der Austreibungsphase (Systole) ist der Druck in den Ventrikeln niedriger als in der Aorta und dem Truncus pulmonalis.
Während der Austreibungsphase (Systole) ist der Druck in den Ventrikeln niedriger als in der Aorta und dem Truncus pulmonalis.
In welcher Phase des Herzzyklus überwiegt der Druck im Atrium gegenüber dem Ventrikel?
In welcher Phase des Herzzyklus überwiegt der Druck im Atrium gegenüber dem Ventrikel?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt den Ventilebenenmechanismus am besten?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt den Ventilebenenmechanismus am besten?
Der Blutdruck im Lungenkreislauf ist höher als im Körperkreislauf.
Der Blutdruck im Lungenkreislauf ist höher als im Körperkreislauf.
PVR steht für ______ und beschreibt den Widerstand im Lungenkreislauf.
PVR steht für ______ und beschreibt den Widerstand im Lungenkreislauf.
Was bezeichnet PAH im Kontext des Lungenkreislaufs?
Was bezeichnet PAH im Kontext des Lungenkreislaufs?
Ein steiler Anstieg in der Blutdruckkurve der Aorta repräsentiert die Entspannung des Ventrikels.
Ein steiler Anstieg in der Blutdruckkurve der Aorta repräsentiert die Entspannung des Ventrikels.
Was wird durch die Inzisur (Einschnitt) in der Aorten-Blutdruckkurve dargestellt?
Was wird durch die Inzisur (Einschnitt) in der Aorten-Blutdruckkurve dargestellt?
Was beeinflusst den Blutdruck?
Was beeinflusst den Blutdruck?
Der mittlere arterielle Druck (MAD) ist vom systolischen und diastolischen Druck abhängig.
Der mittlere arterielle Druck (MAD) ist vom systolischen und diastolischen Druck abhängig.
Die Eigenschaft, dass Arterien sich ausdehnen und elastisch zusammenziehen, wird als ______ bezeichnet.
Die Eigenschaft, dass Arterien sich ausdehnen und elastisch zusammenziehen, wird als ______ bezeichnet.
Was messen Pressorezeptoren/Barorezeptoren?
Was messen Pressorezeptoren/Barorezeptoren?
Erhöhte Entladungsrate eines Barorezeptors führt zur Erhöhung des Sympathikotonus.
Erhöhte Entladungsrate eines Barorezeptors führt zur Erhöhung des Sympathikotonus.
Welches System bewirkt eine Wasserrückresorption in den Nieren, Vasokonstriktion und ADH-Freisetzung?
Welches System bewirkt eine Wasserrückresorption in den Nieren, Vasokonstriktion und ADH-Freisetzung?
Was bedeutet der Begriff 'Chronotrop' in Bezug auf das Herz?
Was bedeutet der Begriff 'Chronotrop' in Bezug auf das Herz?
Positive Lusitropie bezieht sich auf eine Verringerung der Relaxationsfähigkeit des Herzens.
Positive Lusitropie bezieht sich auf eine Verringerung der Relaxationsfähigkeit des Herzens.
Alpha 1-Adrenozeptoren reagieren auf den Neurotransmitter ______.
Alpha 1-Adrenozeptoren reagieren auf den Neurotransmitter ______.
Wo wirken Alpha 2-Adrenozeptoren?
Wo wirken Alpha 2-Adrenozeptoren?
Beta 1-Adrenozeptoren sind ausschließlich im Herzen lokalisiert.
Beta 1-Adrenozeptoren sind ausschließlich im Herzen lokalisiert.
Was ist die normale Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin auf Beta 2-Adrenozeptoren?
Was ist die normale Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin auf Beta 2-Adrenozeptoren?
Welche der folgenden Eigenschaften beschreibt Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) korrekt?
Welche der folgenden Eigenschaften beschreibt Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) korrekt?
Arbeitsmyokard bezeichnet die Kardiomyozyten der Reizbildung (Schrittmacherzellen/Sinusknoten).
Arbeitsmyokard bezeichnet die Kardiomyozyten der Reizbildung (Schrittmacherzellen/Sinusknoten).
Der ______ ist der primäre Schrittmacher des Herzens.
Der ______ ist der primäre Schrittmacher des Herzens.
Welche Funktion hat der AV-Knoten/Atrioventrikularknoten?
Welche Funktion hat der AV-Knoten/Atrioventrikularknoten?
Das HIS-Bündel verläuft außerhalb des Kammerseptums.
Das HIS-Bündel verläuft außerhalb des Kammerseptums.
Was passiert bei einer Septumverschiebung?
Was passiert bei einer Septumverschiebung?
Welche Aussage beschreibt die Funktion der Purkinje-Fasern am besten?
Welche Aussage beschreibt die Funktion der Purkinje-Fasern am besten?
Ordne die Herzstrukturen ihrer Funktion zu:
Ordne die Herzstrukturen ihrer Funktion zu:
Das Myokard ist subendokardial, d.h. ______.
Das Myokard ist subendokardial, d.h. ______.
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Lage des Herzens im Körper?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Lage des Herzens im Körper?
Das Endokard, die innerste Schicht des Herzens, besitzt eine eigene Blutversorgung.
Das Endokard, die innerste Schicht des Herzens, besitzt eine eigene Blutversorgung.
Was ist die Hauptfunktion der Windkesselfunktion der Aorta?
Was ist die Hauptfunktion der Windkesselfunktion der Aorta?
Das atriale natriuretische Peptid (ANP) wird in den ______ des Herzens gebildet und bewirkt eine Diurese in den Nieren.
Das atriale natriuretische Peptid (ANP) wird in den ______ des Herzens gebildet und bewirkt eine Diurese in den Nieren.
Ordnen Sie die folgenden Zustandsbeschreibungen des Herzens ihren Definitionen zu:
Ordnen Sie die folgenden Zustandsbeschreibungen des Herzens ihren Definitionen zu:
Flashcards
Lage des Herzens
Lage des Herzens
Das Herz (Cor) liegt im Thorax, im Mediastinum, retrosternal unter der 2.-6. Rippe. Es ist leicht nach links gedreht.
Größe und Blutfluss des Herzens
Größe und Blutfluss des Herzens
Das Herz ist ca. faustgroß und wiegt 250-300 Gramm. Es pumpt 5-6 Liter Blut pro Minute, ca. 70 ml pro Herzschlag.
Endokard
Endokard
Das Endokard ist die innerste Schicht des Herzens, bestehend aus lockerem Bindegewebe und überzieht Vorhof, Kammer und Klappen.
Myokard
Myokard
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Epikard
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Perikard
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Herzohren
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Herzaktion Phasen
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Definition Blutdruck
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Systolischer Druck
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Diastolischer Druck
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Blutdruckamplitude: Erhöhte Werte
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Blutdruckamplitude: Erniedrigte Werte
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Pressorezeptoren/Barorezeptoren
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RAAS
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Zustandsbeschreibung am Herz
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Alpha-1-Adrenozeptoren
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Beta-1-Adrenozeptoren
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Beta-2-Adrenozeptoren
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Herzmuskelzellen
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Was macht der AV-Knoten
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HIS-Bündel
HIS-Bündel
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Blutdruck: Langsamer Druckabfall
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Study Notes
Aufbau des Herzens (Cor)
- Das Herz besitzt eine Arteria subclavia (Schlüsselbeinarterie), Truncus brachiocephalicus (Arm-Kopf-Gefäßstamm), und eine Arteria carotis communis sinistra (linke gemeinsame Halsschlagader).
- Die Vena cava superior (obere Hohlvene) führt sauerstoffarmes Blut zum Herzen.
- Die linke und rechte Venae pulmonalis (Lungenvene) sind vorhanden.
- Das Herz hat eine linke und rechte Arteria pulmonalis (Lungenarterie).
- Das Atrium cordis dextrum (rechter Vorhof) und Atrium cordis sinistrum (linker Vorhof) sind die beiden Vorhöfe.
- Das Herz hat einen Ventriculus cordis dexter (rechter Ventrikel) und einen Ventriculus cordis sinister (linker Ventrikel).
- Die Vena cava inferior (untere Hohlvene) ist ein wichtiger Zufluss zum Herzen.
- Das Septum interventriculare und Septum interatriale trennen die Kammern und Vorhöfe.
- Das Myokard bildet die eigentliche Herzmuskulatur.
- Die Valva atrioventricularis dextra (Trikuspidalklappe), Valva trunci pulmonalis (Pulmonalklappe) und Valva atrioventricularis sinistra (Mitralklappe) steuern den Blutfluss.
Lage, Größe und Blutfluss des Herzens
- Das Herz liegt im Mediastinum („Mittelfellraum“) des Thorax, retrosternal (hinter dem Brustbein) zwischen der 2. und 6. Rippe.
- Es ist zu 2/3 links und 1/3 rechts der Körpermitte positioniert und leicht nach links gedreht.
- Das Herz liegt auf dem Diaphragma und ist mit diesem verwachsen.
- Die Herzgröße entspricht etwa einer Faust mit einem Gewicht von 250-300 Gramm.
- Der Blutfluss beträgt ca. 5-6 Liter pro Minute, mit etwa 70 Millilitern pro Herzschlag.
Entwicklung und Fakten zur Herzfunktion
- Der Herzschlag beginnt ab der 4. Entwicklungswoche.
- Der Ductus arteriosus (Ductus Botalli) ist eine Gefäßverbindung zwischen Aorta und Truncus pulmonalis.
- Das Foramen ovale cordis ist eine Verbindung zwischen den Atrien zur Umgehung des Lungenkreislaufs, welche sich nach der Geburt schließt.
- Die Trachea und der Ösophagus verlaufen hinter dem Herzen.
Herzschichten
- Endokard (Endothel): Dünne Innenschicht aus lockerem Bindegewebe ohne eigene Blutversorgung (Ernährung durch Diffusion).
- Es überzieht Vorhöfe, Kammern und Klappen.
- Subendokard: Muskelschicht direkt unter dem Endokard, in der Myokardinfarkte auftreten (NSTEMI).
- Myokard (Herzmuskelschicht): Spiralig umgibt es die Herzhöhle, besteht aus Arbeits- und Schrittmachermyokard für Atrien und Ventrikel.
- Es besteht aus quergestreifter und glatter Muskulatur.
- Epikard: Innere Schicht des Perikards, überzieht das Myokard und ist mit Bindegewebe verbunden.
- Es enthält eine Bindegewebs- und Fettgewebsschicht, in der Koronargefäße verlaufen.
- Das viszerale Blatt der Serosa überzieht innere Organe und ist an den Atrien faltenförmig aufgeworfen.
- Perikard (Herzbeutel): Sackartige Umhüllung des Herzens aus derber Bindegewebsschicht mit Kollagenfasern.
- Es ist mit Pleura und Diaphragma verwachsen und fixiert das Herz, ermöglicht aber freie Beweglichkeit.
Herzohren
- Herzohren sind Ausstülpungen an den Atrien, gebildet durch Musculi pectinati (feine Muskelleisten).
- Das rechte Herzohr ist die Auricula cordis dextra, das linke die Auricula cordis sinistra.
- Die Funktion der Herzohren ist noch nicht vollständig geklärt, aber es wird das atriale natriuretische Peptid (ANP) gebildet.
- ANP bewirkt eine Diurese in den Nieren und wird bei Vordehnung der Vorhöfe freigesetzt, um das Flüssigkeitsvolumen zu mindern.
- Herzohren neigen zur Thrombenbildung, was zu Schlaganfall (linkes Atrium) oder Lungenarterienembolie (rechtes Atrium) führen kann.
- Sie können verschlossen werden, um ischämische Schlaganfälle und Blutgerinnsel zu verhindern.
Herzaktion
- Anspannungsphase (Systole): Herzklappen geschlossen, Ventrikelmuskulatur kontrahiert, Druckaufbau ohne Blutfluss.
- Austreibungsphase (Systole): Druck in den Ventrikeln übersteigt den Druck in Aorta und Truncus pulmonalis, Aorten- und Pulmonalklappen öffnen sich, Blut wird ausgeworfen.
- Entspannungsphase (Diastole): Druck in den Ventrikeln sinkt, Aorten- und Pulmonalklappen schließen sich, alle Klappen sind geschlossen.
- Füllungsphase (Diastole): Druck im Atrium übersteigt den Druck in den Ventrikeln, AV-Klappen öffnen sich, Ventrikel füllen sich durch den Ventilebenenmechanismus.
- Ventilebenenmechanismus: Verschiebung der Ventilebene zur Herzspitze während der Systole erzeugt einen Sog und fördert den Rückstrom des Blutes zum Herzen.
Blutdruck und Kreislauf
- Lungenkreislauf (Niederdruck): Blutdruck ca. 20/8 mmHg, PVR (pulmonaler Gefäßwiderstand) ca. 1/10 des peripheren Widerstandes im Körperkreislauf.
- PAH bezeichnet die pulmonale Hypertonie.
- Körperkreislauf (Hochdruck): Blutdruck ca. 120/80 mmHg.
- Steiler Anstieg der Blutdruckkurve in der Aorta ist Zeichen der Ventrikelkontraktion.
Definition und Messung des Blutdrucks
- Der Blutdruck ist die Kraft, die das Blut auf die Gefäße ausübt und hängt von Blutvolumen, Herzkraft und peripherem Widerstand ab.
- „RR“ nach Riva-Rocci: Systolischer Druck (Herzauswurfphase): Erwachsen: 100-140 mmHg, Kind: 80-100 mmHg, Kleinkind: 60-80 mmHg
- Diastolischer Druck (Herzfüllungsphase): Erwachsen: 60-90 mmHg, Kind: 50-70 mmHg, Kleinkind: 40-60 mmHg
- Definition der Inzisur: Inzisur (Einschnitt/Einbuchtung) = Schluss der Aortenklappe = dikrote Welle
- Inzisur ist die Aortenklappe = dikrote Welle.
- Ein langsamer Druckabfall resultiert aus der Windkesselfunktion.
Messfehler
- Mögliche Fehlerquellen bei der Blutdruckmessung sind eine zu kleine Manschette, falsche Positionierung der Manschette, Bewegung/Sprechen während der Messung, fehlende Ruhephase, Weißkittelhochdruck, beengende Kleidung am Oberarm, auskultatorische Lücke.
Blutdruckamplitude
- Die Blutdruckamplitude ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert.
- Erhöhte Werte können bei arterieller Hypertonie, Arteriosklerose oder Aortendissektion auftreten.
- Erniedrigte Werte treten bei Aortenstenose, Herzinsuffizienz oder kardiogenem Schock auf.
Mittlerer arterieller Druck (MAD)
- Der MAD ist der Druck im Gefäß, unabhängig von systolischem und diastolischem Druck. Er hängt von Blutvolumen und Gefäßkapazität ab.
- Vasokonstriktion/Dilatation und erhöhte Herzkraft/Herzzeitvolumen beeinflussen den MAD.
- Berechnung: Diastole + (Systole - Diastole) / 3 = MAD
Windkesselfunktion
- Die Windkesselfunktion ist die Eigenschaft der Arterien (besonders der Aorta), sich auszudehnen und elastisch zu sein.
- Dadurch wird der pulsierende Blutstrom in einen gleichmäßigen Volumenstrom umgewandelt.
- Die Arterien nutzen ihre Retraktionskraft, um die gespeicherte Energie wieder freizusetzen und einen gleichmäßigen Blutfluss zu erzeugen.
Pressorezeptoren/Barorezeptoren
- Arterielle Barorezeptoren messen die Gefäßwandspannung, Blutdruckänderungen und den MAD im Aortenbogen, Sinus caroticus und anderen Arterien.
- Eine MAD-Erhöhung führt zur Anpassung der Rezeptoren an einen neuen Basiswert.
- Eine gesteigerte Entladungsrate eines Barorezeptors senkt den Sympathikotonus.
Regulationsmechanismen vom Blutdruck
- Kurzfristige Regulation: Baro- und Dehnungsrezeptoren in Aorta/Vorhof steigern oder senken den Sympathikotonus bei Hypertonie.
- Mittelfristige Regulation: Das RAAS setzt Renin in den Nebennieren frei, was zur Bildung von Angiotensin II führt. Dieses bewirkt Wasserrückresorption in den Nieren, Vasokonstriktion und ADH-Freisetzung.
- Das ADH und Renin erhöhen die Wasserrückresorption, was das Blutvolumen steigert. Umgekehrt führt Hypertonie zur Diurese, um Flüssigkeit auszuscheiden.
Zustandsbeschreibung am Herz
- Chronotrop = Herzfrequenz (Chronos = Zeit)
- Inotrop = Kontraktionskraft (Inos = Faser, Sehne)
- Dromotrop = Geschwindigkeit der Erregungsleitung (Dromos = Lauf)
- Bathmotrop = Reizschwelle (Bathmos = Schwelle, Stufe)
- Positive Lusitropie = Steigerung der Relaxationsfähigkeit z.B. durch Noradrenalin
Rezeptoren am Herzen
- Alpha 1-Adrenozeptoren: An postsynaptischen Myozyten der glatten und quergestreiften Herzmuskulatur, reagieren auf Noradrenalin, bewirken Vasokonstriktion und wirken positiv chrono/dromo/ino/bathmo/lusitrop an Kardiomyozyten.
- Alpha 2-Adrenozeptoren: Präsynaptisch an sympathischen und parasympathischen Neuronen, reagieren auf Noradrenalin und Adrenalin, hemmen den Sympathikus, wirken sedierend, analgetisch und vasokonstriktorisch, sind Ziel zentralwirkender Antihypertensiva.
- Beta 1-Adrenozeptoren: Hauptsächlich im Herzen, Niere und Fettgewebe.
- Sie reagieren auf Katecholamine (höhere Affinität zu Adrenalin) und wirken lipolytisch, positiv chronotrop und bewirken Reninausschüttung.
- Beta 2-Adrenozeptoren: Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin. Sie wirken durch Entspannung der glatten Muskulatur in Bronchien, Blutgefäßen, Uterus und Darm, Insulinausschüttung im Pankreas, Glykogenolyse und Lipolyse.
Reizleitungssystem
- Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) sind spezielle Muskelzellen mit quergestreiften Muskelfasern und Glanzstreifen.
- Diese werden in Arbeitsmyokard (Kardiomyozyten der Arbeitsmuskulatur) und spezialisierte Myokardzellen (Kardiomyozyten der Reizbildung und des Erregungsleitungssystems) unterteilt.
- Sinusknoten: Primärer Schrittmacher im Herzen, erregt sich selbständig durch HCN-Kanäle und leitet die Erregung über die Atrien zum AV-Knoten (60-80 Schläge je Minute).
- AV-Knoten (Atrioventrikularknoten): Sekundärer Schrittmacher, verzögert die Reizweiterleitung (60-120ms, PQ-Strecke im EKG), dient als Frequenzfilter (40-60 Schläge je Minute bei Ausfall des Sinusknotens).
- HIS-Bündel: Leitet die Erregung vom AV-Knoten zu den Tawara-Schenkeln im Kammerseptum.
- Es sorgt für eine koordinierte Kammererregung und effektive Pumpleistung.
- Tawara-Schenkel (rechter und linker): Leiten die Erregung vom HIS-Bündel zu den Purkinje-Fasern im jeweiligen Ventrikel weiter.
- Purkinje-Fasern: Letzte Station der schnellen Reizweiterleitung, sorgen für eine synchrone Kammerkontraktion.
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