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Questions and Answers
Welche Aussage trifft nicht auf die Verwendung des Familienbegriffs in Wissenschaft, Politik und Recht zu?
Welche Aussage trifft nicht auf die Verwendung des Familienbegriffs in Wissenschaft, Politik und Recht zu?
- Er ist statisch und unveränderlich. (correct)
- Es gibt verschiedene Definitionsversuche.
- Er war immer dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen.
- Er ist nicht einheitlich.
Eine Ehe ist zwingend erforderlich, um eine Familie im juristischen Sinne zu gründen.
Eine Ehe ist zwingend erforderlich, um eine Familie im juristischen Sinne zu gründen.
False (B)
Wie unterschied sich die Bedeutung von 'familia' in der frühen Neuzeit von unserem heutigen Verständnis von Familie?
Wie unterschied sich die Bedeutung von 'familia' in der frühen Neuzeit von unserem heutigen Verständnis von Familie?
In der frühen Neuzeit umfasste 'familia' die gesamte Hausgemeinschaft inklusive Bediensteter und Sklaven und war stärker wirtschaftlich geprägt.
Der sogenannte ______ baut darauf auf, dass junge Menschen nachrücken und durch ihre Abgaben diejenigen unterstützen, die im Alter nicht mehr berufstätig sind.
Der sogenannte ______ baut darauf auf, dass junge Menschen nachrücken und durch ihre Abgaben diejenigen unterstützen, die im Alter nicht mehr berufstätig sind.
Ordne die folgenden Familienformen ihren Definitionen zu:
Ordne die folgenden Familienformen ihren Definitionen zu:
Welche Aussage über die Rollenverteilung in Familien trifft am ehesten zu, basierend auf den im Text dargestellten OECD-Studien?
Welche Aussage über die Rollenverteilung in Familien trifft am ehesten zu, basierend auf den im Text dargestellten OECD-Studien?
Seit August 2013 ist es in Österreich gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, keine leiblichen Kinder des eingetragenen Partners zu adoptieren.
Seit August 2013 ist es in Österreich gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, keine leiblichen Kinder des eingetragenen Partners zu adoptieren.
Nennen Sie zwei Gründe für den Wandel der Familienstrukturen ab dem 17./18. Jahrhundert.
Nennen Sie zwei Gründe für den Wandel der Familienstrukturen ab dem 17./18. Jahrhundert.
In einer Patchworkfamilie leben Kinder mit einem Elternteil und einem sozialen Vater/einer sozialen Mutter bzw. ______ zusammen.
In einer Patchworkfamilie leben Kinder mit einem Elternteil und einem sozialen Vater/einer sozialen Mutter bzw. ______ zusammen.
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die historische Entwicklung der DienstbotInnen in Bezug auf die Familie?
Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die historische Entwicklung der DienstbotInnen in Bezug auf die Familie?
Familien leisten keinen wesentlichen Beitrag zur Gesellschaft.
Familien leisten keinen wesentlichen Beitrag zur Gesellschaft.
Welchen Einfluss hatte die Idee der 'Liebesheirat' auf die Familienstrukturen im 19. Jahrhundert?
Welchen Einfluss hatte die Idee der 'Liebesheirat' auf die Familienstrukturen im 19. Jahrhundert?
Das Konzept Familie wird laut zahlreicher Studien zwar weiterhin als wichtig angesehen, verändert hat sich aber das Bild davon, ______.
Das Konzept Familie wird laut zahlreicher Studien zwar weiterhin als wichtig angesehen, verändert hat sich aber das Bild davon, ______.
Was bedeutet der Begriff 'Pater familias' im historischen Kontext?
Was bedeutet der Begriff 'Pater familias' im historischen Kontext?
In Österreich können nur verheiratete Paare Kinder adoptieren.
In Österreich können nur verheiratete Paare Kinder adoptieren.
Was versteht man unter dem Begriff 'Generationenvertrag' im Zusammenhang mit dem Pensionssystem?
Was versteht man unter dem Begriff 'Generationenvertrag' im Zusammenhang mit dem Pensionssystem?
Familienmitglieder schulen im Alltag Fähigkeiten wie Toleranz und Rücksichtnahme, da das Zusammenleben ein tägliches ______ der unterschiedlichen Bedürfnisse verlangt.
Familienmitglieder schulen im Alltag Fähigkeiten wie Toleranz und Rücksichtnahme, da das Zusammenleben ein tägliches ______ der unterschiedlichen Bedürfnisse verlangt.
Welche Aussage trifft NICHT auf gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch in Österreich zu?
Welche Aussage trifft NICHT auf gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch in Österreich zu?
Pflegekinder haben rechtlich die gleichen Rechte wie leibliche Kinder in der Pflegefamilie.
Pflegekinder haben rechtlich die gleichen Rechte wie leibliche Kinder in der Pflegefamilie.
Nennen Sie einen Vorteil von Mehrgenerationenfamilien.
Nennen Sie einen Vorteil von Mehrgenerationenfamilien.
Flashcards
Was ist eine Familie?
Was ist eine Familie?
Ein Kreis verwandter Personen, eine Gemeinschaft, die in einem Haushalt zusammenlebt, und wo Kinder sind.
Definition von Familie in der Soziologie
Definition von Familie in der Soziologie
Die kleinste Einheit, bestehend aus Eltern (auch Alleinerziehende) und mindestens einem Kind im gemeinsamen Haushalt.
Erweiterte Definition von Familie
Erweiterte Definition von Familie
Bezieht sich auf Verwandtenbeziehungen, besonders zwischen Großeltern und Enkelkindern oder Geschwistern.
Ursprung des Wortes Familie
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Was gehört zu einer Familie?
Was gehört zu einer Familie?
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Frühere Bedeutung von Familie
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Familie als Wirtschaftseinheit
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Rolle des 'Pater familias'
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Auswirkungen des historischen Wandels
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Funktion von Familien
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Verteilung der Hausarbeit
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Typisch weibliche Aufgaben
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Typisch männliche Aufgaben
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Generationenvertrag
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Kernfamilie
Kernfamilie
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Ein-Eltern-Familie
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Patchworkfamilie
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Regenbogenfamilien
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Adoption vs. Pflege
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Mehrgenerationenfamilien
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Study Notes
Was heisst „Familie"?
- Der Begriff Familie ist in Wissenschaft, Politik und Recht nicht einheitlich definiert und unterliegt gesellschaftlichem Wandel.
- Familie kann definiert werden als ein Kreis verwandter Personen, eine Gemeinschaft, die in einem Haushalt zusammenlebt, oder ein Ort, wo Kinder sind.
- Ursprünglich lebte die ganze Familie unter einem Dach, daher der Begriff aus dem Lateinischen "familia" (Hausgenossenschaft).
- Heutzutage gibt es selten Großfamilien; meist leben Eltern und Kinder in Kleinfamilien.
- Zum erweiterten Familienkreis zählen Onkel, Tanten, Cousins, Neffen und Nichten.
- Menschenkinder brauchen lange Schutz und Unterstützung, was Familien weltweit notwendig macht.
- Die österreichische „Politiklexikon für junge Leute“ und das deutsche Kinderlexikon „HanisauLand“ definieren Familie kindgerecht als Eltern, Kinder, Großeltern und die weitere Verwandtschaft.
Definition in Kinderlexika
- "HanisauLand – Politik für dich" ist ein Onlineangebot der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zum Thema Politik für Kinder (8-14 Jahre).
- Das österreichische Lexikon ist eine Einführung in die Welt der Politik, die jungen Menschen komplexe Sachverhalte verständlich erklärt.
„Familie“ im Wandel der Zeit
- Die Sozialform Familie hat sich stetig gewandelt und entsprach nicht immer dem Bild der Kernfamilie.
- In der frühen Neuzeit umfasste "familia" alle in einem Haus lebenden Personen, inklusive Bedienstete und Sklaven, geprägt durch wirtschaftliche Bindungen.
- "Pater familias" bezeichnete den "Hausherrn", der Frau, Kinder, Sklaven und Vieh besaß.
- Die Familie war primär eine Produktions- und Verbrauchergemeinschaft mit Mägden, Knechten, Lehrlingen, Gesellen, Stief- und Ziehkindern.
- Ab dem 17./18. Jahrhundert führte die Trennung von Beruf und Privatleben zur Auflösung großer Hausgemeinschaften.
- Familienstrukturen ähnelten sich den heutigen Formen an und waren durch mehr Privatisierung und eine stärkere Eltern-Kind-Beziehung gekennzeichnet.
- Durch die Ausdifferenzierung der Berufe entstanden Haushalte, die sich nur noch aus verwandten Familienangehörigen zusammensetzten.
- Während großbürgerliche Familien von ihrem Vermögen lebten, mussten Arbeiterfamilienmitglieder zum Lebensunterhalt beitragen.
- Die Idee der Liebesheirat, sinkende Kindersterblichkeit und der Wegfall von Kindern als Arbeitskräfte trugen zur traditionellen Rollenverteilung bei.
- Der Vater sorgte als Ernährer für Geld und Kontakte, die Frau für Haushalt und Familie.
- Trotz des historischen Wandels gab es immer unterschiedliche Familienformen nebeneinander.
Familie und Gesellschaft
- Familien erfüllen zentrale Aufgaben für Gesellschaft und Staat, indem sie Haltungen, Werte und Erfahrungen vermitteln.
- Familienmitglieder fühlen sich füreinander verantwortlich und unterstützen sich emotional, sozial und ökonomisch.
- Innerhalb der Familie werden Betreuungs- und Fürsorgeaufgaben geleistet und die Entwicklung, Talente und Fähigkeiten der Kinder gefördert.
- Identität und Selbstwertgefühl von Kindern werden wesentlich in der Familie geprägt.
- Fähigkeiten wie Toleranz, Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme werden im Familienverband geschult, da unterschiedliche Bedürfnisse ausgehandelt werden müssen.
- Rollenbilder, also das Verständnis, wie Männer und Frauen leben sollen, werden unter anderem innerhalb der Familie ausgehandelt.
- Frauen leisten mehr unbezahlte Arbeit (134 Minuten mehr pro Tag in Österreich) als Männer, vor allem in Bereichen wie Kochen und Putzen.
- Männer investieren ihre unbezahlte Arbeit in Bereiche wie Bauen, Reparieren, Gartenarbeit und Freiwilligentätigkeiten.
- Mütter investieren mehr Zeit in die Betreuung der Kinder als Väter.
- Familien und Kinder sind wichtig für das Pensionssystem.
- Der Generationenvertrag basiert darauf, dass junge, berufstätige Menschen durch Abgaben Ältere unterstützen.
- Familien, vor allem Frauen, übernehmen die Versorgung und Pflege älterer Familienangehöriger.
Familienformen
- Die Vielfalt der Familienformen hat zugenommen.
- Neben der Kernfamilie gibt es verschiedene Modelle des Zusammenlebens.
- Viele Kinder erleben unterschiedliche Formen des Zusammenlebens, z.B. Kernfamilie, Ein-Eltern-Familie, Patchwork-Familie.
- Das Konzept Familie wird laut Studien weiterhin geschätzt, jedoch hat sich das Bild verändert.
Formen des Zusammenlebens
- Traditionelle Kernfamilie: Beide Elternteile leben mit Kind(ern) in einem Haushalt, meist verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft.
- Ein-Eltern(teil)-Familie: Eltern leben getrennt oder ein Elternteil ist verstorben; das Kind wächst primär bei einem Elternteil auf, der den Großteil der Betreuung übernimmt.
- Patchworkfamilie (Stieffamilie): Ein Elternteil lebt mit einem neuen Partner zusammen, der die Rolle der sozialen Mutter/des sozialen Vaters einnimmt (8,5 % der Familien).
- Nach Trennung verbleiben Kinder meist bei der Mutter; 89 % der unter 18-Jährigen leben in Stieffamilien mit ihrer leiblichen Mutter und ihrem sozialen Vater.
Regenbogenfamilien
- Regenbogenfamilien: Gleichgeschlechtliche Paare leben mit ihren Kindern zusammen.
- Seit 2010 werden homosexuelle Beziehungen offiziell als Eingetragene Partnerschaft anerkannt.
- Eingetragenen Partnerinnen ist künstliche Befruchtung nicht erlaubt, österreichische Adoption nur einem Partner möglich.
- Seit dem 1. August 2013 können gleichgeschlechtliche Paare die leiblichen Kinder des eingetragenen Partners adoptieren.
Familien mit Adoptierten Kindern
- Paare/Einzelpersonen unterstützen Kinder in schwierigen Situationen (z.B. können leibliche Eltern nicht für das Kind sorgen).
- Durch Adoption entsteht ein dauerhaftes Eltern-Kind-Verhältnis zwischen sozialen Eltern und Kind; das Kind hat die gleichen Rechte wie ein leibliches Kind.
- Alleinstehende können ebenfalls adoptieren, Adoptivkinder werden jedoch bevorzugt an Ehepaare vermittelt (2012: 112 Kinder).
- Pflegekinder bleiben rechtlich Kinder ihrer leiblichen Eltern, die Recht auf Kontakt/Informationen haben.
- Pflegekinder können in ihre Ursprungsfamilien zurückkehren.
- 2012 lebten 4.507 Kinder in Österreich bei Pflegeeltern, noch mehr in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften/Heimen.
Mehrgenerationenfamilien und Großfamilien
- Einige Kinder in Österreich wachsen in Großfamilien auf, z.B. mit Großeltern, Tanten/Onkeln und deren Kindern in einem Haushalt.
- Familienmitglieder teilen sich Erziehungs-/Betreuungsaufgaben minderjähriger Kinder/Pflege älterer Angehöriger.
- 2012 lebten in 69.000 Haushalten (1,9 %) zwei oder mehr Kernfamilien, meist verwandt, zusammen.
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