Psychologie: Eine Allgegenwärtige Disziplin
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Questions and Answers

Wie beeinflusst die Psychologie unser Leben?

Die Psychologie beeinflusst unser Denken, Fühlen und Handeln in nahezu allen Lebensbereichen, oft unbewusst.

Was ist der Unterschied zwischen Grundlagen- und Anwendungsfächern in der Psychologie?

Grundlagenfächer beschäftigen sich mit der allgemeinen Untersuchung des Verhaltens, während Anwendungsfächer darauf abzielen, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern.

Wie hängen Erklärung, Vorhersage und Kontrolle in der Psychologie zusammen?

Erklärungen führen zur korrekten Identifikation, die zu Vorhersagen führt, welche die Grundlage für Kontrolle und Veränderung/Beeinflussung bilden.

Warum ist die Wiederholbarkeit von Experimenten in der Psychologie wichtig?

<p>Experimente sollten wiederholbar sein, um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu gewährleisten und fundierte Erkenntnisse über Verhalten und kognitive Prozesse zu liefern.</p> Signup and view all the answers

Wie unterschied sich Wilhelm Dilthey von den Naturwissenschaftlern?

<p>Dilthey betonte die Bedeutung des Verstehens menschlicher Erfahrungen und der subjektiven Perspektive, im Gegensatz zu Naturwissenschaften, die sich auf objektive Phänomene konzentrieren.</p> Signup and view all the answers

Welche Bedeutung hat Wilhelm Wundt für die Psychologie?

<p>Wundt gilt als Begründer der modernen Psychologie und eröffnete 1879 in Leipzig das erste Labor für experimentelle Psychologie.</p> Signup and view all the answers

Was untersuchte Hermann Ebbinghaus?

<p>Ebbinghaus untersuchte, wie schnell Informationen im Gedächtnis vergessen werden und wie der Vergessensprozess verläuft, indem er sinnlose Silben verwendete.</p> Signup and view all the answers

Wie kann wiederholtes Lernen den Gedächtnisverlust verlangsamen?

<p>Wiederholtes Lernen und aktives Wiederholen (Spaced Repetition) können helfen, den Gedächtnisverlust zu verlangsamen.</p> Signup and view all the answers

Beschreibe das Phi-Phänomen.

<p>Das Phi-Phänomen ist eine optische Täuschung, bei der zwei nacheinander aufleuchtende Lichter als Bewegung wahrgenommen werden.</p> Signup and view all the answers

Was zeigt die Checker-Shadow-Illusion von Edward Adelson?

<p>Die Checker-Shadow-Illusion zeigt, wie unser visuelles System Farben und Helligkeit interpretiert und dabei reale physikalische Unterschiede verzerrt.</p> Signup and view all the answers

Nenne die sechs Hauptströmungen der modernen Psychologie?

<p>Behavioristischer, psychoanalytischer, humanistischer, kognitiver, kognitiver neuropsychologischer, und neurobiologischer Ansatz.</p> Signup and view all the answers

Was ist das Menschenbild im behavioristischen Ansatz?

<p>Der Mensch wird als reaktives Wesen betrachtet, das auf Umweltreize reagiert, ohne innere Prozesse zu betonen.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Aspekte des psychoanalytischen Ansatzes?

<p>Betonung des Unbewussten, der frühkindlichen Erfahrungen und der inneren Konflikte.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Aspekte des humanistischen Ansatzes?

<p>Fokus auf Selbstverwirklichung, individuelle Freiheit und die positive Entwicklung des Menschen.</p> Signup and view all the answers

Worauf konzentriert sich der kognitiven Ansatz?

<p>Untersuchung von mentalen Prozessen wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Problemlösen und Denken.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Aspekte des Neurobiologischen Ansatzes?

<p>Untersuchung des Verhaltens anhand von biologischen Prozessen, wie Gehirnchemie, Neurotransmittern und Hormonhaushalt.</p> Signup and view all the answers

Wer entwickelte das Instanzenmodell der Psyche und welche Instanzen beinhaltet es?

<p>Sigmund Freud entwickelte das Instanzenmodell, das Es, Ich und Über-Ich umfasst.</p> Signup and view all the answers

Was repräsentiert das Es im Instanzenmodell?

<p>Das Es repräsentiert die unbewussten, instinktiven Triebe und Wünsche.</p> Signup and view all the answers

Wie wirkt das Über-Ich auf das Ich?

<p>Das Über-Ich beeinflusst das Ich durch Schuld- und Schamgefühle und verlangt moralische Standards.</p> Signup and view all the answers

Was ist die Kernaussage von John Watsons behavioristischem Ansatz?

<p>Beobachtbares Verhalten ist das Hauptobjekt der psychologischen Forschung, während innere Prozesse abgelehnt werden.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Grundprinzipien des behavioristischen Modells?

<p>Verhalten wird als Reaktion auf Umweltreize verstanden, und Verhalten kann durch Konditionierung erlernt werden.</p> Signup and view all the answers

Was beeinflusst Verhalten laut des Kognitiven Ansatzes?

<p>Verhalten wird durch kognitive Prozesse wie Denken, Wahrnehmung und Erkennen gesteuert.</p> Signup and view all the answers

Erkläre die Kernaussage der Kognitiven Emotionstheorie.

<p>Emotionen entstehen durch die kognitive Bewertung einer Situation, wobei primäre und sekundäre Bewertungen eine Rolle spielen.</p> Signup and view all the answers

Inwiefern beeinflusst die Ethologie den Biologischen Ansatzes?

<p>Die Verhaltensgenetik, die die Interaktion von Genetik und Umwelt betrachtet, kann Verhalten durch die Interaktion von Genetik und Umwelt beeinflussen.</p> Signup and view all the answers

Was wird mit dem Begriff „Mind Time“ beschrieben?

<p>Das Bewusstsein hat nur eine geringe Verzögerung bei der Wahrnehmung von Handlungen.</p> Signup and view all the answers

Was ist der Unterschied zwischen dem High Road und Low Road?

<p>Der High Road ist eine bewusste Verarbeitung von Reizen, während der Low Road Emotionen schnell &amp; unbewusst verarbeitet.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Stufen in der Bedürfnispyramide nach Maslow?

<p>Physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Soziale Bedürfnisse, Wertschätzungsbedürfnisse, Selbstverwirklichung.</p> Signup and view all the answers

Was unterscheidet intrinsische und extrinsische Motivation?

<p>Intrinsische Motivation entsteht aus innerem Interesse, während extrinsische Motivation durch äußere Belohnungen angetrieben wird.</p> Signup and view all the answers

Wie sind Motivation und die Bedürnissspyramide von Maslow verbunden?

<p>Grundbedürfnisse sind oft mit extrinsischer und höhere Bedürfnisse mit intrinsischer Motivation verbunden.</p> Signup and view all the answers

Beschreibe wie klassische Konditionierung funktioniert.

<p>Ein neutraler Reiz wird wiederholt mit einem unkonditionierten Reiz gepaart, bis er eine konditionierte Reaktion auslöst.</p> Signup and view all the answers

Was demonstrierte das Little-Albert-Experiment?

<p>Ängste und Phobien können durch klassische Konditionierung erlernt werden.</p> Signup and view all the answers

Wie erklären klassische Konditionierung & Psychoimmunologie die Funktion des Immunsystems?

<p>Durch klassische Konditionierung können psychologische Prozesse physiologische Reaktionen, einschließlich Immunantworten, beeinflussen.</p> Signup and view all the answers

Wie funktioniert operante Konditionierung?

<p>Verhalten wird durch Konsequenzen in Form von Verstärkung oder Bestrafung beeinflusst.</p> Signup and view all the answers

Was hat Albert Bandura mit Beobachtungslernen zu tun?

<p>Menschen können Verhalten erlernen, indem sie andere beobachten, ohne direkte Erfahrung zu machen.</p> Signup and view all the answers

Was beschreibt die Theory of Mind?

<p>Die Fähigkeit, sich vorzustellen, dass andere Menschen Gedanken, Wünsche und Überzeugungen haben, die sich von den eigenen unterscheiden.</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Was ist Psychologie?

Die wissenschaftliche Untersuchung des Verhaltens und der mentalen Prozesse von Individuen.

Ziel der Grundlagenforschung

Das allgemeine und vergleichende Studium des Verhaltens und der mentalen Prozesse von Individuen.

Bedeutung von Erklärungen

Die Verwendung von Erklärungen, um korrektes Verhalten vorherzusagen, zu kontrollieren und Veränderungen zu ermöglichen.

Wissenschaftliche Psychologie

Systematisches Studium von Erleben, Verhalten und Denken mit empirischen Methoden.

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Psychologie als empirische Wissenschaft

Systematische Beobachtung und Experimente zur Entwicklung und Überprüfung von Theorien.

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Wilhelm Dilthey

Die Bedeutung des Verstehens menschlicher Erfahrungen und der subjektiven Perspektive.

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Wilhelm Wundt

Experimente zur Wahrnehmung und Aufmerksamkeit.

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Vergessenskurve Ebbinghaus

Systematische Untersuchung, wie schnell Informationen im Gedächtnis vergessen werden.

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PHI-Phänomen

Optisches Täuschungsphänomen, bei dem zwei abwechselnd leuchtende Lichter als Bewegung wahrgenommen werden.

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Checker Shadow Illusion

Visuelles System interpretiert Farben und Helligkeit kontextabhängig und verzerrt die physikalische Wahrnehmung.

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Behavioristischer Ansatz

Verhalten wird durch Konditionierung beeinflusst.

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Psychoanalytischer Ansatz

Betonung des Unbewussten, der frühkindlichen Erfahrungen und der inneren Konflikte.

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Humanistischer Ansatz

Fokus auf Selbstverwirklichung, individuelle Freiheit und die positive Entwicklung des Menschen.

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Kognitiver Ansatz

Untersuchung von mentalen Prozessen wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Problemlösen und Denken.

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Kognitive Neuropsychologie

Verbindung zwischen Gehirnprozessen und kognitiven Funktionen, Untersuchung der Neurowissenschaften.

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Neurobiologischer Ansatz

Untersuchung des Verhaltens anhand von biologischen Prozessen wie Gehirnchemie, Neurotransmittern und Hormonhaushalt.

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Es (Id)

Repräsentiert unbewusste, instinktive Triebe und Wünsche, folgt dem Lustprinzip.

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Ich (Ego)

Entwickelt sich aus dem Es, sorgt für die Realitätsanpassung und vernünftiges Handeln.

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Über-Ich (Superego)

Moralische Instanz, repräsentiert Werte, Normen und gesellschaftliche Regeln.

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John Watson

Beobachtbares Verhalten ist das Hauptobjekt der psychologischen Forschung, innere Prozesse werden abgelehnt.

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Kognitive Emotionstheorie

Emotionen entstehen durch kognitive Bewertung einer Situation.

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Neurowissenschaftlicher Ansatz

Verhalten und Erleben sind durch Struktur und Funktion des Gehirns sowie des Nervensystems beeinflusst.

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Evolutionspsychologischer Ansatz

Verhalten wird als evolutionäre Anpassung verstanden, die Überleben und Fortpflanzung fördert.

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Mind Time

Das Bewusstsein hat nur eine geringe Verzögerung bei der Wahrnehmung von Handlungen.

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High Road & Low Road

Emotionale Reize werden durch bewusste und unbewusste Bahnen verarbeitet.

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Bedürfnispyramide Maslow

Menschliche Bedürfnisse sind hierarchisch aufgebaut und müssen in bestimmter Reihenfolge befriedigt werden.

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Intrinsische Motivation

Motivation entsteht aus innerem Wunsch eine Tätigkeit zu erledigen, weil sie selbst interessant, erfüllend oder belohnend ist.

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Klassische Konditionierung

Verhalten und Erleben sind durch beobachtbares Verhalten beeinflusst.

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Little Albert

Ängste und Phobien können durch klassische Konditionierung erlernt werden.

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Operante Konditionierung

Lernen durch Konsequenzen, Verhalten durch Verstärkungen oder Bestrafungen.

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Angst und Beobachtungslernen

Ratten & Affen lernen Angstreaktionen durch Beobachtung des Verhaltens anderer Tiere.

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Theory of Mind

Fähigkeit sich vorzustellen, dass andere Menschen Gedanken, Wünsche und Überzeugungen haben, die sich von den eigenen unterscheiden.

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Interaktion der Instanzen

Versuch des Ich, zwischen impulsiven Forderungen des Es, moralischen Ansprüchen des Über-Ich und Anforderungen der äußeren Welt zu vermitteln.

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Study Notes

Psychologie: Eine Allgegenwärtige Disziplin

  • Psychologische Prozesse und Prinzipien sind in fast allen Lebensbereichen von Bedeutung.
  • Psychologen beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln, oft unbewusst, in nahezu allen Lebensbereichen.
  • Psychologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Gedanken, Gefühlen und dem Verhalten des Menschen auseinandersetzt.

Wissenschaftliche Psychologie

  • Wissenschaftliche Psychologie untersucht systematisch Erleben, Verhalten und Denken mit empirischen Methoden.
  • Erklärung in der Psychologie bedeutet Ursachen verstehen, z. B. Stress durch biologische und soziale Faktoren.
  • Vorhersage bedeutet, Verhalten prognostizieren, z. B. Stress führt zu erhöhtem Burnout-Risiko.
  • Kontrolle impliziert Verhalten gezielt beeinflussen, z. B. Therapie gegen Angststörungen.
  • Das Ziel ist es, Verhalten zu erklären, vorherzusagen und zu beeinflussen, um Wohlbefinden und Gesellschaft zu verbessern.
  • Empirische Psychologie basiert auf systematischer Beobachtung und Experimenten, um Theorien über menschliches Verhalten und mentale Prozesse zu entwickeln und zu überprüfen.
  • Wissenschaftler formulieren testbare Hypothesen.
  • Daten werden durch Experimente, Umfragen, Interviews und Beobachtungen erhoben.
  • Die gesammelten Daten werden statistisch ausgewertet, um Muster und Zusammenhänge zu identifizieren.
  • Auf der Basis der Ergebnisse werden Theorien entwickelt oder bestehende Theorien angepasst.
  • Experimente sollten wiederholbar sein, um die Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
  • Psychologie liefert fundierte Erkenntnisse über Verhalten und kognitive Prozesse von Individuen und Gruppen.

Wilhelm Dilthey und die Geisteswissenschaften

  • Wilhelm Dilthey, ein deutscher Philosoph und Psychologe des 19. Jahrhunderts, betonte die Bedeutung des Verstehens menschlicher Erfahrungen und der subjektiven Perspektive.
  • Er unterschied zwischen Naturwissenschaften, die sich auf objektive Phänomene konzentrieren, und Geisteswissenschaften, die das individuelle und historische Erleben des Menschen erfassen.
  • Dilthey sah in der Psychologie eine Brücke zwischen diesen Bereichen und legte Wert auf das Verständnis der inneren Welt des Menschen durch hermeneutische Methoden.
  • Sein Konzept forderte, dass man das Leben und die Erfahrungen des Individuums in ihrem historischen und kulturellen Kontext betrachtet.
  • Dilthey ordnete die Psychologie den Geisteswissenschaften zu.

Anfänge der empirischen Psychologie

  • Im späten 19. Jahrhundert begannen Wissenschaftler, psychologische Phänomene systematisch zu untersuchen.
  • Wilhelm Wundt (1832-1920) gilt als Begründer der modernen Psychologie und eröffnete 1879 in Leipzig das erste Labor für experimentelle Psychologie.
  • Wundt führte Experimente zur Wahrnehmung und Aufmerksamkeit durch und legte den Grundstein für die empirische Forschung.
  • Hermann Ebbinghaus (1850-1909) war ein Begründer der empirischen Psychologie, insbesondere im Bereich des menschlichen Gedächtnisses und der Lernprozesse.
  • Ebbinghaus untersuchte psychologische Phänomene systematisch unter kontrollierten, experimentellen Bedingungen und verfolgte einen streng empirischen Ansatz mit quantitativen Messungen.
  • Ebbinghaus' Arbeiten markierten den Übergang von der Philosophie zur experimentellen Psychologie, indem er versuchte, psychologische Prozesse mit wissenschaftlichen Methoden zu messen.
  • Wichtigstes Konzept ist Ebbinghaus' Vergessenskurve (1885), die die Geschwindigkeit des Vergessens von Informationen im Gedächtnis untersucht.
  • Der größte Wissensverlust geschieht in den ersten Stunden.

Max Wertheimer und das Phi-Phänomen

  • Das Phi-Phänomen beschreibt, dass unser Gehirn mehr tut, als visuelle Reize zu verarbeiten: Wahrnehmungen werden zu zusammenhängenden Bewegungen zusammengesetzt.
  • Max Wertheimer widerlegte die damals vorherrschende Vorstellung reiner Summation sensorischer Eindrücke.
  • Wahrnehmung ist eine ganzheitliche Organisation von Reizen und eines der Grundprinzipien der Gestaltpsychologie.
  • Edward Adelson demonstrierte mit der „Checker Shadow“-Illusion, dass unser Gehirn Farben und Helligkeit interpretiert und dabei die reale physikalische Wahrnehmung verzerrt.
  • Helmholtz schloss daraus, dass das Gehirn nicht nur auf sensorische Eindrücke basiert, sondern aktiv Schlüsse zieht und diese mit Erfahrungen vergleicht, was die Grundlage für empirische Psychologie schuf.

Hauptströmungen der Modernen Psychologie

  • Der behavioristische Ansatz legt den Fokus auf beobachtbares Verhalten, das durch Konditionierung beeinflusst wird, und betrachtet den Menschen als reaktives Wesen.
  • Der psychoanalytische Ansatz betont das Unbewusste, frühkindliche Erfahrungen und innere Konflikte und sieht den Mensch von inneren Konflikten getrieben.
  • Der humanistische Ansatz stellt Selbstverwirklichung, Freiheit und positive Entwicklung des Menschen in den Vordergrund.
  • Der kognitive Ansatz untersucht mentale Prozesse wie Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis und Problemlösen und sieht den Mensch als Informationsverarbeiter.
  • Die Kognitiven Neurowissenschaften verbinden Gehirnprozesse und kognitive Funktionen.
  • Der neurobiologische Ansatz untersucht das Verhalten anhand biologischer Prozesse wie Gehirnchemie.

Sigmund Freud und die Psychoanalyse

  • Laut Sigmund Freud beeinflussen unbewusste Triebe und Konflikte Verhalten und Erleben maßgeblich.
  • Unbewusste Elemente wie verdrängte Wünsche, Ängste oder innere Konflikte sind nicht direkt zugänglich, wirken aber durch Traumdeutung, Fehlleistungen oder Verhalten.
  • Sie können zu psychischen Störungen führen, wenn sie nicht verarbeitet werden.

Freuds Instanzenmodell

  • Das Es repräsentiert unbewusste, instinktive Triebe und Wünsche, strebt nach sofortiger Befriedigung ohne Rücksicht auf die Realität.
  • Das Ich entwickelt sich aus dem Es und folgt dem Realitätsprinzip; es sorgt für den Einklang der Triebe des Es mit der äusseren Realität.
  • Das Über-Ich ist die moralische Instanz, welche Werte, Normen und gesellschaftliche Regeln vertritt und das menschliche Verhalten reguliert.

John Watson Behaviorismus

  • John Watson betonte, dass beobachtbares Verhalten das Hauptobjekt der psychologischen Forschung ist.
  • Laut Watson bestimmen Lernen und Umwelteinflüsse das Verhalten.
  • Der Mensch wird wie ein unbeschriebenes Blatt geboren, dessen Verhalten sich durch Erfahrungen und Konditionierung entwickelt.
  • Seine Schlussfolgerung war, dass das Verhalten eines Individuums vollständig durch Reize und deren Assoziationen mit Reaktionen erklärbar ist.

Kognitive Emotionstheorie: Lazarus (1960)

  • Emotionen entstehen durch Bewertung einer Situation.
  • Primäre Bewertung: Beurteilung, ob ein Ereignis relevant ist.
  • Sekundäre Bewertung: Beurteilung der Bewältigungsressourcen.
  • Emotionen (Angst, Freude) entstehen durch Bewertung des Ereignisses und die Bedeutung.

Biologischer Ansatz

  • Der neurowissenschaftliche Ansatz deutet darauf hin, dass Verhalten und Erleben durch die Struktur und Funktion des Gehirns sowie des Nervensystems beeinflusst wird.
  • Der verhaltensgenetische Ansatz sagt, dass das Verhalten durch das Zusammenspiel von Genetik und Umwelt beeinflusst wird, und er untersucht die Erblichkeit.

Mind Time

  • Das Bewusstsein hat nur eine geringe Verzögerung bei der Wahrnehmung von Handlungen.
  • Das Experiment 1979 deutet darauf hin, dass unbewusste Prozesse (Hirnaktivität) die Entscheidung zum Handeln bereits treffen, bevor wir uns bewusst dazu entschliessen.

Modell von Hight Road & Low Road

  • High Road: Langsame, bewusste Verarbeitung emotionaler Reize durch den Kortex (Verstand)
  • Low Road: Schnelle, unbewusste Verarbeitung über den Thalamus & die Amygdala.

Maslowsche Bedürfnishierarchie

  • Sie besteht as einer Abfolge von Bedürfnissen, wobei untere Bedürfnisse zunächst erfüllt sein müssen bevor höhere Stufen relevant werden.
  • Zu den Stufen der Pyramide gehören Physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Soziale Bedürfnisse, Wertschatzungsbedürfnisse und Selbstverwirklichung.

Intrinsische vs. Extrinsische Motivation

  • Intrinsische Motivation entsteht aus dem inneren Wunsch, einer Tätigkeit nachzugehen, weil sie interessant, erfüllend oder belohnend ist.
  • Extrinsische Motivation wird von äusseren Belohnungen und Anreizen angetrieben

Humanistischer Ansatz

  • Der Mensch ist ein aktives, selbstbestimmtes Wesen, das sich nach Selbstverwirklichung sehnt.
  • Einzelpersonen haben ein natürliches Entwicklungspotenzial zur positiven Entwicklung.
  • Im therapeutischen Setting liegt der Fokus auf Empathie, Akzeptanz und den Aufbau einer unterstützenden Umgebung, um die Selbstentwicklung zu fördern.

Phänomenologischer Ansatz

  • Er konzentriert sich auf die subjektive Erfahrung und Wahrnehmung des Einzelnen.
  • Sie soll den Fokus verstehen, der aus der Perspektive des Einzelnen kommt.
  • Betonung der Bedeutung des Erlebens und der Welt von innen.

Bio-Psycho-Soziales Modell

  • Psychische Gesundheit wird durch Zusammenspiel von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
  • Biologisch: Genetik, Neurotransmitter, Hormone, Gehirnstruktur.
  • Psychologisch: Gedanken, Emotionen, Verhalten, gedankliche Prozesse.
  • Sozial Familie, Gesellschaft, Kultur, soziale Unterstuetzung, Lebensbedingungen.

Klassische Konditionierung

  • Klassische Konditionierung nach Pawlow funktioniert, indem Assoziationen zwischen einem neutralen Reiz und einem unkonditionierten Reiz erlernt werden, der eine natürliche Reaktion hervorruft.
  • Unkonditionierter Reiz (US): Löst eine unbedingte Reaktion (UR) aus.
  • Konditionierter Reiz (CS): Nach Konditionierung löst er eine konditionierte Reaktion (CR) aus.

Little Albert

  • Watson demonstrierte, dass Angst und Phobien durch klassische Konditionierung erlernt werden können.

Angst- und Beobachtungslernen

  • Ratten und Affen lernen durch Beobachtungslernen.
  • Aaffen, die beobachten, wie andere Tiere vor Schlangen Angst haben, entwickeln ähnliche Ängste, ohne selbst eine Schlange zu sehen.
  • Bestatigt, dass das Modell des Lernens (Bandura) bei der Angstentwicklung wichtig ist

Theory of Mind

  • Ist die Fahigkeit, sich vorzustellen, dass andere Menschen Gedanken, Wunsche & Überzeugungen haben, die sich von den eigenen unterscheiden

Imitation: Meltzoff

  • Bereits im Alter von 2 bis 3 Wochen konnen Sauglilnge einfache Handlungen and Gesichtsausdrucke nachahmen, was soziale & kognitive Entwicklung unterstiltz.

Basisemotionen

  • Sind universell und angeloren.
  • Unterscheidung zwischen den 5 Basisemotionen: Freude, Zorn, Überraschung, Trauer & Ekel.

Strange situation

  • Ainsworth untersuchte das Bindungsverhaltens von Kindern, also deren Reaktionen auf die Mutter.
  • Beobachtet wurden sichere Bindung.

Expositionstherapie

  • Bei Phobien werden Patienten Schrittweise mit ihrerangstauslösenden Situation konfrontiert, um die Angst zu reduzieren.

Lernen am Modell

  • Bandura zeigte, dass Kinder aggressives Verhalten durch Beobachtung lernen, ohne dass direktes Belohnen notwendig ist.
  • Dies geschieht durch Aufmerksamkeit, Speicherung, Reproduktion & Motivation
  • Er zeigt auch Wie wichtig die kogitiven Prozesse dabeisind.

Stillgesichtexperiment

  • Trennung fuhrt zu Stress & Verunsicherung
  • Fruhe soziale Bindung entscheidemd furdie emotinale Entwicklung -regelmasige emotionale der Bezugsperson sind
  • Experiment zeigt, wie sensitiv Sauglinge sind soziale Signale reagieren wechselseittige Interaktion

Genetik

  • Ergebnisse: Personen mit der kurzen Variante des 5-HTT-Gens (s/s oder s/L) waren anfialliger fur Depressionen, wenn siestressigen Lebensereignissen waren
  • Genetik & Umwelt (a.B Stress) interagieren in die Entwicklung vonpsychischen Erkrankungen

Erlernte Hilflosigkeit

  • Hunde aus der unveränderbaren Gruppe zeigten passives Verhalten und versuchten nicht mehr Schocks zu vermeiden.
  • Schlussfolgerung: Wenn Individuen wiederholt erfahren, dass sie keine Kontrolle Uber ihre Umwelt haben, lernen sie, dass Bemuihungen keine Wirkung haben-- dies KANH 24 passive Hilflosem Verhalten

Impliziter Assoziationstest

  • Der IAT zeigt, dass Menschen oft Vorurteile oder unbewusste Assoziationen haben, die sie nicht bewusst wahrnehmen Oder kontrollieren kõennen

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Psychologische Prozesse sind in fast allen Lebensbereichen wichtig. Psychologen beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln. Ziel ist es, Verhalten zu erklären, vorherzusagen und zu beeinflussen, um Wohlbefinden und Gesellschaft zu verbessern.

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