Infiltration und Abflusskomponenten

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Questions and Answers

Welcher Prozess beschreibt am besten, wie Wasser in den Boden eindringt und durch kleine Zwischenräume infiltriert?

  • Oberflächenabfluss
  • Matrixinfiltration (kleine Poren) (correct)
  • Abflusskonzentration
  • Makroporeninfiltration (bevorzugt große Poren)

Was ist der Hauptunterschied zwischen Matrix- und Makroporeninfiltration im Kontext der Hydrologie?

  • Matrixinfiltration erfolgt schneller als Makroporeninfiltration.
  • Matrixinfiltration beschreibt die Wasserbewegung in feinen Bodenporen, während Makroporeninfiltration durch größere Kanäle wie Wurmlöcher erfolgt. (correct)
  • Es gibt keinen Unterschied; beide Begriffe beschreiben denselben Prozess.
  • Makroporeninfiltration tritt in kleinen Poren auf, während Matrixinfiltration in großen Poren stattfindet.

Welche der folgenden Optionen beschreibt den Begriff 'Abflusskonzentration' am besten?

  • Die Ansammlung von Wasser aus verschiedenen Quellen in einem gemeinsamen Abflussweg. (correct)
  • Der Prozess, bei dem Wasser gleichmäßig über eine Fläche verteilt abfließt.
  • Das Versickern von Wasser in den Untergrund.
  • Die Verdunstung von Wasser von der Bodenoberfläche.

Welche der folgenden Aussagen beschreibt den Unterschied zwischen Oberflächenabfluss und Grundwasserabfluss am treffendsten?

<p>Oberflächenabfluss ist ein schnellerer Prozess als Grundwasserabfluss. (D)</p> Signup and view all the answers

Was charakterisiert den "Trockenwetterabfluss"?

<p>Abfluss, der sich über einen längeren Zeitraum nach einem Niederschlagsereignis aus dem Grundwasser speist. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist das primäre Merkmal, das effluente von influenten Bedingungen in einem Gewässer unterscheidet?

<p>Die Richtung des Grundwasserflusses relativ zum Gewässer. (C)</p> Signup and view all the answers

Was repräsentiert der Begriff 'Abfluss (Q)' in der Hydrologie?

<p>Die Wassermenge, die pro Zeiteinheit durch einen Gerinnequerschnitt fließt. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Einheit wird typischerweise verwendet, um den Abfluss (Q) in der Hydrologie zu messen?

<p>Liter pro Sekunde (l/s) oder Kubikmeter pro Sekunde (m³/s) (D)</p> Signup and view all the answers

Wie wird der Abfluss (Q) in der Hydrologie typischerweise berechnet?

<p>$Q = v \cdot A$, wobei v die Geschwindigkeit und A die Querschnittsfläche ist (A)</p> Signup and view all the answers

Was beschreibt die Abflussspende (q)?

<p>Der Beitrag jedes Quadratkilometers des Einzugsgebiets zum Gesamtabfluss. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Einheit wird typischerweise verwendet, um die Abflussspende (q) zu messen?

<p>Liter pro Sekunde und Quadratkilometer (l s⁻¹ km⁻²) (D)</p> Signup and view all the answers

Wie wird die Abflussspende (q) typischerweise berechnet?

<p>$q = Q / A_{EZG}$, wobei Q der Abfluss und $A_{EZG}$ die Fläche des Einzugsgebiets ist (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Hauptgrund für die Verwendung der Abflussspende (q) in der Hydrologie?

<p>Um hydrologische Bedingungen zwischen unterschiedlichen Einzugsgebieten vergleichbar zu machen. (B)</p> Signup and view all the answers

Was beschreibt der Begriff 'Abflussregime'?

<p>Die saisonale Verteilung und das typische Muster des Abflusses eines Flusses über das Jahr hinweg. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Frage wird primär durch das Studium des Abflussregimes beantwortet?

<p>Wann erreicht der Fluss seine maximale Abflussmenge und wodurch wird dies verursacht? (C)</p> Signup and view all the answers

Was sind typische Einflussfaktoren für das Abflussregime eines Flusses?

<p>Primär die Niederschlagsmuster, Temperaturverhältnisse und Schneeschmelze. (D)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter einem 'einfachen Abflussregime'?

<p>Ein Abflussregime, das durch einen einzelnen dominanten Faktor geprägt ist. (C)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter einem 'pluvialen' Abflussregime?

<p>Ein Abflussregime, das hauptsächlich durch Regenfälle beeinflusst wird. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein charakteristisches Merkmal eines nivalen Abflussregimes?

<p>Ein Abflussmaximum im Frühjahr oder Frühsommer aufgrund von Schneeschmelze. (D)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter einem 'komplexen Abflussregime'?

<p>Ein Abflussregime, das durch eine Kombination von unterschiedlichen Faktoren (z.B. Regen und Schneeschmelze) beeinflusst wird. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Hauptunterschied zwischen einem nivo-pluvialen und einem pluvio-nivalen Abflussregime?

<p>Bei einem nivo-pluvialen Regime dominiert die Schneeschmelze, bei einem pluvio-nivalen der Regen. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist die treffendste Definition eines Sees im hydrologischen Kontext?

<p>Eine natürliche oder künstliche allseits geschlossene Wassermasse in einer Vertiefung des Bodens. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Eigenschaften ist kein typisches Merkmal eines Sees?

<p>Direkte Verbindung zum offenen Meer. (C)</p> Signup and view all the answers

Welcher der folgenden Seetypen ist primär durch einen Wasserdurchfluss gekennzeichnet?

<p>durchströmte Seen mit Zu- und Abfluss (B)</p> Signup and view all the answers

Was kennzeichnet einen 'Quellsee'?

<p>Einen See, der durch unterirdische Quellen gespeist wird und einen oberirdischen Abfluss hat. (B)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter einem 'abflusslosen See'?

<p>Einen See, der keinen oberirdischen Abfluss besitzt. (D)</p> Signup and view all the answers

Welchen Prozess beschreibt die allgemeine Wasserhaushaltsgleichung?

<p>Die Bilanzierung von Wasserzuflüssen und -abflüssen in einem System. (C)</p> Signup and view all the answers

In der allgemeinen Wasserhaushaltsgleichung $N = V + A + \Delta S$, was repräsentiert der Term $\Delta S$?

<p>Die Änderung der Wasserspeicherung in einem System. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Faktoren tragen zum Wasserhaushalt eines Sees bei?

<p>Niederschlag, Verdunstung, Zufluss und Abfluss. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Zonen beschreibt den Bereich im See, der sich zwischen dem Uferbereich und der Kompensationstiefe befindet und sowohl von Licht als auch von Nährstoffen profitiert?

<p>Die litorale Zone (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Bereich eines Sees beschreibt die profundale Zone?

<p>Den Tiefenbereich unterhalb der Kompensationstiefe, wo kein Licht mehr für die Photosynthese vorhanden ist. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Pelagial eines Sees zutreffend?

<p>Die Freiwasserzone, die weder Ufer noch Bodenkontakt hat. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Epilimnion eines Sees?

<p>Die obere, durchmischte Wasserschicht. (C)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter dem Metalimnion (oder Sprungschicht) eines Sees?

<p>Die Übergangszone mit starkem Temperaturgradient zwischen Epilimnion und Hypolimnion. (A)</p> Signup and view all the answers

Was beschreibt den Begriff 'Dichteanomalie des Wassers'?

<p>Die Tatsache, dass Wasser seine höchste Dichte bei 4°C hat. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Auswirkung hat die Dichteanomalie des Wassers auf die Schichtung von Seen im Winter?

<p>Das Wasser mit der höchsten Dichte (4°C) sammelt sich am Boden, während kälteres Wasser (0°C) an der Oberfläche schwimmt und gefrieren kann. (B)</p> Signup and view all the answers

Welchen Einfluss hat die thermische Schichtung auf die Nährstoffverteilung in einem See?

<p>Sie verhindert die Durchmischung von Nährstoffen und führt zu einer Anreicherung im Hypolimnion. (A)</p> Signup and view all the answers

Was beschreibt den Begriff 'Primärproduktion' in Bezug auf Seen?

<p>Die Produktion von Biomasse durch photosynthetisch aktive Organismen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Faktoren limitieren häufig die Primärproduktion in Seen?

<p>Hauptsächlich Licht, Nährstoffe und Temperatur. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die Korngröße des Bodens die Matrixinfiltration?

<p>Feinere Körner verringern die Matrixinfiltration, da sie kleinere Poren aufweisen und das Matrixpotential erhöhen. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie wirkt sich das Matrixpotential auf die Infiltration im Vergleich zur Gravitation aus?

<p>Das Matrixpotential ist dominant in trockenen Böden, während die Gravitation in gesättigten Böden überwiegt. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Auswirkung hat ein Infiltrationsüberschuss auf den resultierenden Abfluss?

<p>Er führt zu einem erhöhten Oberflächenabfluss, da die Infiltrationsrate überschritten wird. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie unterscheidet sich der schnelle vom verzögerten Zwischenabfluss?

<p>Der schnelle Zwischenabfluss erreicht das Gewässer schneller nach einem Niederschlagsereignis, während der verzögerte zeitlich versetzt eintritt. (C)</p> Signup and view all the answers

In welcher Beziehung stehen GW-Leiter und GW-Stauer zueinander?

<p>GW-Leiter ermöglichen eine einfache Durchströmung des Grundwassers, während GW-Stauer den Abfluss behindern. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am besten, wie sich die Fließgeschwindigkeit in einem Gewässerquerschnitt typischerweise verhält?

<p>Sie ist in der Mitte des Gewässers am höchsten und nimmt zu den Rändern und zum Grund hin ab. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die Landnutzung die Abflusskonzentration in einem Einzugsgebiet?

<p>Eine zunehmende Bebauung führt zu einer schnelleren Abflusskonzentration und höheren Abflussscheiteln. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle spielt die Vegetation bei der Verteilung der Abflusskomponenten?

<p>Vegetation erhöht die Infiltration und den Grundwasserabfluss und reduziert den Oberflächenabfluss. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst ein Abflussereignis die Anteile der verschiedenen Abflusskomponenten im Vergleich zum Trockenwetterabfluss?

<p>Abflussereignisse erhöhen den Anteil des Oberflächen- und Zwischenabflusses, während der Trockenwetterabfluss hauptsächlich aus Grundwasser besteht. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie verändert sich der Abfluss (Q) eines Flusses, wenn sich die Fließgeschwindigkeit (v) erhöht, während die Querschnittsfläche (A) konstant bleibt?

<p>Der Abfluss (Q) erhöht sich proportional zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit. (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Vorteil bietet die Verwendung der Abflussspende (q) im Vergleich zum Gesamtabfluss (Q) bei der Analyse hydrologischer Prozesse?

<p>Die Abflussspende (q) ermöglicht den direkten Vergleich von Flüssen unterschiedlicher Größe, da sie den Abfluss pro Flächeneinheit angibt. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst eine zunehmende Urbanisierung das Abflussregime eines Flusses?

<p>Urbanisierung führt zu schnelleren Abflussspitzen und geringerer Basisabfluss. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Kombinationen von Faktoren führt am wahrscheinlichsten zu einem komplexen Abflussregime?

<p>Ein großes Einzugsgebiet, das sich über verschiedene Höhenlagen und Klimazonen erstreckt und sowohl von Schneeschmelze als auch von Regenfällen beeinflusst wird. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie wirkt sich der Wechsel von einem nivo-pluvialen zu einem pluvio-nivalen Abflussregime auf die zeitliche Verteilung des Abflusses aus?

<p>Der Abflussmaxima verschieben sich von den Sommermonaten zu den Wintermonaten. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Unterschied zwischen einem durchströmten See und einem abflusslosen See in Bezug auf den Wasserhaushalt?

<p>Durchströmte Seen haben sowohl Zu- als auch Abfluss, während abflusslose Seen ihren Wasserverlust hauptsächlich durch Verdunstung erfahren. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die Form und Topographie des Seebeckens den Wasserhaushalt eines Sees?

<p>Ein tiefes Seebecken reduziert die Verdunstung im Vergleich zu einem flachen. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie interagiert das Grundwasser typischerweise mit dem Wasserhaushalt eines Sees?

<p>Seen können sowohl Grundwasser speisen als auch von diesem gespeist werden, abhängig von der relativen Höhe des Grundwasserspiegels. (B)</p> Signup and view all the answers

Warum ist es wichtig, den gesamten Wasserkreislauf zu betrachten, um den Wasserhaushalt eines Sees zu verstehen?

<p>Der Wasserkreislauf liefert Einblicke in alle wesentlichen Zu- und Abflüsse, die den See beeinflussen. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie unterscheidet sich die Zusammensetzung und Aktivität der Lebensgemeinschaften in der profundalen Zone im Vergleich zur litoralen Zone eines Sees?

<p>Die profundale Zone ist durch das Fehlen von Licht gekennzeichnet, was zu einerDominanz von abbauenden Organismen führt, während die litorale Zone eine hohe Primärproduktion aufweist. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die thermische Schichtung die Verteilung von Sauerstoff und Nährstoffen im Epilimnion und Hypolimnion?

<p>Die Schichtung verhindert die Durchmischung, was zu Sauerstoffmangel im Hypolimnion und Nährstoffanreicherung im Hypolimnion führt. (A)</p> Signup and view all the answers

Warum ist die Dichteanomalie des Wassers wichtig für das Überleben aquatischer Lebewesen in kalten Klimazonen?

<p>Sie bewirkt, dass das kälteste Wasser unter 4°C an die Oberfläche steigt und eine isolierende Eisschicht bildet, wodurch das tiefere Wasser wärmer bleibt. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die Eutrophierung die Sauerstoffverhältnisse in einem See, insbesondere in den tieferen Wasserschichten?

<p>Die Eutrophierung führt zu einer Abnahme des Sauerstoffgehalts in den tieferen Wasserschichten aufgrund des verstärkten Abbaus organischer Substanz. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle spielen Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor bei der Steuerung der Primärproduktion in Seen?

<p>Sie wirken als limitierende Faktoren, da sie für das Wachstum von Algen und Wasserpflanzen unerlässlich sind. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflusst die Zirkulation in einem dimiktischen See die Nährstoffverfügbarkeit im Jahresverlauf?

<p>Sie ermöglicht die regelmäßige Durchmischung, welche die Nährstoffe aus den Tiefen an die Oberfläche transportiert und so die Primärproduktion fördert. (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Was ist der Abfluss?

Die Wassermenge, die pro Zeiteinheit einen Gerinnequerschnitt durchströmt. Sie repräsentiert das Einzugsgebiet oberhalb des Messpunktes.

Was ist die Abflussspende?

Der Quotient aus Abfluss und der Fläche des zugehörigen Einzugsgebiets; wie viel jeder km² zum Abfluss beiträgt.

Was ist das Abflussregime?

Die Beschreibung der Saisonalität des Abflusses eines Flusses.

Was ist ein einfaches Abflussregime?

Ein Abflussregime, das nur von einem Faktor beeinflusst wird.

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Was ist ein komplexes Abflussregime?

Ein Abflussregime, das von zwei oder mehr Faktoren beeinflusst wird.

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Was ist ein See?

Als See bezeichnet man eine allseits geschlossene, in einer Vertiefung des Bodens befindliche, mit dem Meer nicht in direkter Kommunikation stehende, stagnierende Wassermasse.

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Was sind durchströmte Seen?

Seen mit Zu- und Abfluss.

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Was sind Flussseen?

Seen, die von einem Fließgewässer geformt werden.

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Was sind Quellseen?

Seen mit Abfluss, aber ohne oberirdischen Zufluss.

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Was sind periodisch abflusslose Seen?

Seen, die periodisch austrocknen oder verstopfen.

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Was sind Mündungs- oder Endseen?

Seen mit Zufluss, aber ohne oberirdischen Abfluss.

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Was ist die Wasserhaushaltsgleichung?

Eine Gleichung, die den Wasserhaushalt eines Sees beschreibt.

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Was ist die trophogene Zone?

Die Schicht, in der das meiste Licht eindringt und Biomasse produziert wird.

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Was ist die tropholytische Zone?

Die Schicht, in der Biomasse abgebaut wird.

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Was ist die Kompensationstiefe?

Der Übergangsbereich zwischen der trophogenen und der tropholytischen Zone.

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Was ist das Pelagial?

Der Freiwasserbereich eines Sees.

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Was ist das Benthal?

Der Bodenbereich eines Sees.

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Was ist das Litoral?

Der Uferbereich eines Sees oberhalb der Kompensationstiefe.

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Was ist das Profundal?

Der Tiefenbereich eines Sees unterhalb der Kompensationstiefe.

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Warum schichtet sich ein See?

Die Anpassung von Seen an die Jahreszeiten durch Temperaturschichtung.

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Was ist die Primärproduktion?

Die Produktion von Biomasse durch Pflanzen, Algen und Bakterien.

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Was ist die Trophie?

Die Intensität der Primärproduktion.

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Was ist die Eutrophierung?

Die Zunahme der Nährstoffkonzentration in einem See.

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Was beschreibt Stoffhaushalt?

Die Verteilung der chemischen Elemente in einen See.

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Study Notes

Vorlesung 6: Zusammenfassung

  • Infiltration kann als Matrix- vs. Makroporeninfiltration (duales Porensystem) betrachtet werden.
  • Matrixinfiltration steht im Zusammenhang mit dem Aufbau von Böden und der Korngröße.
  • Gravitation und Matrixpotential beeinflussen die Infiltration.
  • Die Makroporeninfiltration hängt von Bedingungen und Arten von Makroporen ab.
  • Die Abflusskonzentration setzt sich aus Oberflächenabfluss, Zwischenabfluss und Grundwasserabfluss zusammen.
  • Die Anteile der Abflusskomponenten variieren in der Abflussganglinie (Abflussereignisse vs. Trockenwetterabfluss).
  • Oberflächenabfluss entsteht durch Infiltrationsüberschuss oder Sättigungsüberschuss.
  • Zwischenabfluss kann schnell oder verzögert erfolgen (ZWA).
  • Es gibt verschiedene Arten von Grundwasser.
  • Grundwasser kann als GW-Leiter oder GW-Stauer auftreten.
  • In Gewässern können effluente und influente Bedingungen herrschen.
  • Die Fließgeschwindigkeiten variieren im Querschnitt eines Gewässers.

Einführung in die Hydrosphäre

  • Die Vorlesung behandelt das Thema Hydrosphäre.
  • Die Hydrosphäre wird in einzelne Themen unterteilt: Wasser als Stoff, globaler Wasserhaushalt, lokaler Wasserkreislauf und hydrologische Prozesse, Klima der Flüsse (Abflussregime), Seen.

Hydrologie: Begriffe

  • Der Abfluss (Q) ist die Wassermenge, die pro Zeiteinheit einen Gerinnequerschnitt durchströmt und repräsentiert das Einzugsgebiet oberhalb des Messpunktes.
  • Die Einheit für Abfluss ist l/s oder m³/s.
  • Die Formel zur Berechnung des Abflusses ist Q = v x A.
  • Die Abflussspende (q) ist der Quotient aus Abfluss und Fläche des dazugehörigen Einzugsgebiets, der angibt, wie viel jeder km² des Einzugsgebiets zum Abfluss beiträgt.
  • Die Einheit für die Abflussspende ist l s⁻¹ km⁻².
  • Die Formeln zur Berechnung der Abflussspende sind q = Q/AEZG und q = MQ/AEZG.
  • Der Zweck der Abflussspende ist die Vergleichbarkeit unterschiedlich großer Einzugsgebiete.
  • Der höchste bekannte Wert (Datum ist anzugeben) wird mit HH oder HHQ (Abfluss) bzw. HHW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der höchste Wert in einem anzugebenden Zeitraum wird mit H oder HQ (Abfluss) bzw. HW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Das arithmetische Mittel der Höchstwerte verschiedener Abflussjahre (Zeitraum ist anzugeben) wird mit MH oder MHQ (Abfluss) bzw. MHW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Das arithmetische Mittel in einem anzugebenden Zeitraum wird mit M oder MQ (Abfluss) bzw. MW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Das arithmetische Mittel der Niedrigstwerte verschiedener Abflussjahre (Zeitraum ist anzugeben) wird mit MN oder MNQ (Abfluss) bzw. MNW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der niedrigste Wert in einem anzugebenden Zeitraum wird mit N oder NQ (Abfluss) bzw. NW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der niedrigste bekannte Wert (Datum ist anzugeben) wird mit NN oder NNQ (Abfluss) bzw. NNW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der Median wird mit Z oder ZQ (Abfluss) bzw. ZW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der dichteste oder häufigste Wert wird mit D oder DQ (Abfluss) bzw. DW (Wasserstand) abgekürzt.
  • Der Wert einer Beobachtungsreihe, der von n Werten dieser Reihe erreicht oder überschritten wird (n = Jährlichkeit), wird mit n oder Qn (Abfluss) bzw. Wn (Wasserstand) abgekürzt.

Abflussspende (q) Beispiele

  • Die Elbe/Neu Darchau hat eine AEZG von 131.950 km². MQ beträgt 711 m³/s, HHQ 3.420 m³/s (08/2002) und die Abflussspende 5,4 l s-1 km -2.
  • Die Elbe/Mündung hat eine AEZG von 148.268 km², MQ beträgt 861 m³/s, die Abflussspende 5,8 l s-1 km-2.
  • Der Rhein/Köln hat eine AEZG von 144.232 km², MQ beträgt 2.080 m³/s, HHQ 11.100 m³/s (01/1926) oder 10.900 m³/s (01/1995), die Abflussspende 14,4 l s-1 km-2.
  • Der Rhein/Rees hat eine AEZG von 159.300 km², MQ beträgt 2.280 m³/s, HHQ 11.300 (01/1995), die Abflussspende 14,4 l s-1 km-2.
  • Die Spree/Sophienwerder hat eine AEZG von 10.104 km², MQ beträgt 35,6 m³/s, HHQ 152 m³/s (02/1982), die Abflussspende 5,8 l s-1 km-2.

Saisonalität und Abflussregime

  • Saisonalität beschreibt, wann ein Fluss am meisten Wasser führt.
  • Das Abflussregime ist die Beschreibung der Saisonalität des Abflusses.
  • Das Abflussregime beschreibt wie sich der Abfluss im langjährigen Mittel im Jahreslauf verändert und wann das Abflussmaximum auftritt und wodurch es verursacht wird.
  • Das Abflussregime kann in einfache und komplexe Regime unterteilt werden.
  • Einfache Regime werden von einem Faktor (Regimetyp) bestimmt, z.B. nival, glazial oder pluvial.
  • Komplexe Regime werden von zwei Faktoren (Regimetypen) bestimmt, z.B. nivo-pluvial oder pluvio-nival.
  • Die Spree hat von Januar bis März Winterregen und ein pluviales Abflussregime.
  • Die Elbe hat von Februar bis April Winterregen und Schneeschmelze in den Mittelgebirgen und ein pluviales Abflussregime.
  • Die Flöha (Erzgebirge) hat im März/April Schneeschmelze im Mittelgebirge (nival).
  • Der Inn hat von Juni bis August Schneeschmelze im Hochgebirge plus Schmelzwasser von Gletschern.
  • Die Flüsse an sich unterscheiden sich in ihrem Abflussverhalten selbst innerhalb der gleichen Klimazone sehr stark.

Seen

  • Seen behandelt die spezifischen Eigenschaften und Besonderheiten von Seen als Wasserkörper.
  • Die Themen sind: Wasserhaushalt, Wärmehaushalt, Zonierung und Stoffhaushalt.

Wann ist ein See ein See?

  • Ein See ist eine allseits geschlossene Wassermasse.
  • Ein See ist eine allseits geschlossene, in einer Vertiefung des Bodens befindliche, stehende Wassermasse, die mit dem Meer nicht in direkter Kommunikation steht.
  • Stagnierende Seen zeichnen sich durch eine Aufenthaltszeit von > 30 Tagen aus.

Seetypen

  • Durchströmte Seen mit Zu- und Abfluss, z. B. der Bodensee
  • Flussseen, die von einem Fließgewässer geformt werden (z.B. Müggelsee)
  • Quellseen mit Abfluss, aber ohne oberirdischen Zufluss
  • Periodisch abflusslose Seen durch Trockenheit oder Verstopfung
  • Mündungs- oder Endseen mit Zufluss, aber ohne oberirdischen Abfluss (z.B. Balaton, Aralsee)

Morphogenetische Klassifizierung von Seen (nach Hutchinson (1975) und Jung (1994)).

  • Tektonische Seen sind Grabenbruchseen (z.B. Tanganjika, Totes Meer)
  • Vulkanische Seen sind Explosivkraterseen (Eifelmaare) oder Caldera mit See
  • Abdämmungsseen entstehen durch Bergstürze oder Kalksinterseen (Pamukkale in Anatolien, Plitvitzer Seen)
  • Glaziale Seen haben Erosionsseen, Toteisseen, fluvioglaziale Rinnenseen oder Gletscherseen (Zungenbeckenseen, Fjorde, Karseen, Caputher See, Sölle, Scharmützelsee)
  • Lösungsseen sind Karstseen (Steinhudermeer)
  • Fluviatile Seen sind Auengewässer oder Altwässer (Donauauen bei Wien)
  • Küstenbildungen sind Marine Akkumulation (Strandsee, Deltasee)

Wasserhaushalt von Seen

  • Die allgemeine Wasserhaushaltsgleichung: N = V + A + ΔS, wobei N Niederschlag, V Verdunstung, A Abfluss und ΔS Speicheränderung in Grundwasser und Seen repräsentieren.
  • Für Seen gilt: ΔS = Qin + N - V - Qout, wobei Qin Zufluss, Qout Abfluss, N Niederschlag und V Verdunstung. ÄS hier die Änderung des Speichervolumens ausmacht.

Physikalische Eigenschaften von Wasser

  • Wasser weist eine Dichteanomalie aufgrund von Wasserstoffbrückenbildung auf.
  • Um 1 kg Wasser um 1°C zu erwärmen benötigt man 4,186 kJ (=1 kcal) in flüssigem Zustand und 2,04 kJ in festem Zustand.
  • Zum Vergleich: Luft benötigt 1,0 kJ pro kg u. K und Sand 0,835 kJ.
  • In den Stoffkreisläufen von Seen spielt Schwefel eine wichtige Rolle, besonders im Zusammenhang mit aeroben/anaeroben Verhältnissen, Schwefelwasserstoff und Schwefelbakterien.

Schichtung von Seen

  • In Mitteleuropa kommt es im Sommer zur Schichtung von Seen in Zirkulationsphase (Epilimnion), Übergangszone (Metalimnion) und Stagnationszone. (Hypolimnion).
  • Vollzirkulation durch Wind angeregt
  • Starke Erwärmung, Schichtbildung, windinduzierte Durchmischung im Epilimnion
  • Abkühlung Epilimnion und Temperaturan- gleichung, Vollzirkulation durch Wind angeregt
  • Schichtung durch Dichteanomalie des Wassers, Eisdecke verhindert Windangriff
  • Dimiktische Seen zirkulieren im Frühjahr und Herbst.
  • Amiktische Seen haben keine Durchmischung, da sie ganzjährig gefroren sind.
  • Kalte monomiktische Seen sind im Sommer aufgetaut, aber haben eine kurze Zirkulation ohne Stagnation.
  • Warme monomiktische Seen haben eine ausgeprägte Sommerstagnation und im Winter durch Auskühlung ein einheitliches T-Profil im Epilimnion.
  • Oligomiktische (Tropen) haben seltene Vollzirkulation.
  • Warm-polymiktische (Tropen) haben häufige Vollzirkulation bei nächtlicher Abkühlung
  • Kalt-polimiktische (Tropen) sind in tropischen Hochgebirgsseen (Titicacasee, 3812 m ü.d.M.) zu finden.
  • Die Verbreitung von Schichtungstypen hängt von der geographischen Breite und Höhe ab.

Struktur und Gliederung von Seen

  • Seen weisen eine Zonierung auf, die sich in Pelagial (Freiwasserbereich) und Benthal (Boden-/Sedimentbereich) unterteilt.
  • Das Benthal wird weiter in Profundal (unterhalb Kompensationstiefe), Litoral (oberhalb Kompensationstiefe), Eulitoral (Bereich zwischen Hoch- und Niedrigwasser) und Sublitoral (permanent wasserführend) unterteilt.
  • Es gibt eine trophogene und eine tropholytische Zone.
  • Die Primärproduktion bedeutet den Aufbau von Biomasse und wird erzeugt mit Pflanzen, Algen, Cyanobakterien und autotrophe Bakterien sus anorganischen Substanzen mit Hilfe von Licht (Photosynthese)
  • Die Trophie ist die Intensität der Primärproduktion (Nährstoffe: Wasser, CO2 Mg, Ca, S, K, Stickstoff (Nitrat: NO3¯), Phosphor (Phosphat: PO43-) Spurenelemente (Mn, Zn, Fe, Cu etc.)).
  • Die Eutrophierung ist die Steigerung der Primärproduktion durch Zunahme der Nährstoffkonzentration (N,P) und kann natürlich sein, heute aber i.W. anthropogen.
  • Eintragspfade für Stickstoff (N) und Phosphor (P) in Binnengewässer sind vielfältig.

Wahrnehmungen am Badesee und ihre Ursachen

  • Kalte Füße beim Schwimmen sind auf die thermische Schichtung (Sommerstagnation) zurückzuführen.
  • Trübes Wasser ist auf Algenwachstum im nährstoffreichen Epilimnion zurückzuführen.
  • Merkwürdiger Geruch (faule Eier) ist auf Schwefelwasserstoff im anaeroben Schlamm zurückzuführen.
  • Schwarzer Schlamm ist auf Sulfide (z.B. Pyrit) im anaeroben Schlamm zurückzuführen.

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