Gesundheitsmodelle

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Questions and Answers

Welche Aussage über das biomedizinische Krankheitsmodell trifft nicht zu?

  • Es klammert den kranken Menschen als Subjekt und Handelnden weitgehend aus.
  • Es betrachtet den Körper als eine Maschine, deren Funktionen und Störungen analysiert werden können.
  • Es definiert Gesundheit vor allem durch Negativbestimmungen, also als Abwesenheit von Krankheit.
  • Es berücksichtigt Faktoren wie Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden umfassend. (correct)

Was ist das Hauptziel des Risikofaktorenmodells im Kontext von Gesundheit?

  • Die Heilung einzelner Krankheitsursachen.
  • Die Förderung des biopsychosozialen Wohlbefindens.
  • Die Etablierung eines salutogenetischen Ansatzes.
  • Die Identifizierung und Kontrolle von Risikofaktoren. (correct)

Welche Aussage beschreibt das Salutogenese-Modell am besten?

  • Es konzentriert sich auf die Faktoren, die Krankheiten verursachen.
  • Es betont die Bedeutung des 'Kohärenzgefühls' für die Erhaltung der Gesundheit. (correct)
  • Es analysiert somatische und psychosoziale Faktoren zur Erklärung von Erkrankungen.
  • Es betrachtet Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit.

Welcher der folgenden Punkte ist kein Bestandteil des Kohärenzgefühls nach Antonovsky?

<p>Vermeidbarkeit (avoidability) (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist das primäre Ziel der Gesundheitsförderung im Vergleich zur Krankheitsbehandlung?

<p>Die Weiterentwicklung des Verständnisses von Gesundheit im Rahmen eines biopsychosozialen Modells. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt den Unterschied zwischen Primär- und Sekundärprävention korrekt?

<p>Primärprävention setzt vor Eintreten der Krankheit ein, während Sekundärprävention bei der Früherkennung einer Krankheit ansetzt. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptziel der Tertiärprävention?

<p>Die bereits aufgetretenen Krankheiten oder Schädigungen der Gesundheit möglichst gering zu halten. (B)</p> Signup and view all the answers

Was unterscheidet die Verhaltensprävention von der Verhältnisprävention?

<p>Verhaltensprävention nimmt Einfluss auf das individuelle Gesundheitsverhalten, während Verhältnisprävention die Lebensbedingungen der Menschen verändern will. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptziel der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)?

<p>Das Schaffen einer einheitlichen und standardisierten Sprache zur Beschreibung von Gesundheit und Gesundheitszuständen. (C)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet 'Funktionale Gesundheit' im Kontext der ICF?

<p>Die Übereinstimmung der körperlichen Funktionen und Strukturen mit allgemein anerkannten Normen, die Ausführung von Aktivitäten und die Teilhabe am Leben. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt nicht eine Hauptunterteilung der ICF?

<p>Körperliche Leistungsfähigkeit (B)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter 'Leistungsfähigkeit' (capacity) im Kontext der ICF?

<p>Das maximale Leistungsniveau unter standardisierten Bedingungen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Optionen ist ein Beispiel für einen Umweltfaktor im Sinne der ICF?

<p>Die Unterstützung und Beziehungen in der sozialen Umgebung. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle spielt die Dokumentation im physiotherapeutischen Prozess?

<p>Sie ist eine zentrale Berufspflicht und muss in den wichtigsten Teilen erfolgen. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Ziel der Anamnese im physiotherapeutischen Prozess?

<p>Die Erhebung von subjektiven Informationen und relevanten Kontextfaktoren. (A)</p> Signup and view all the answers

Warum sind Sozialanamnese und Kontextfaktoren in der physiotherapeutischen Anamnese wichtig?

<p>Um ein umfassendes Bild des Patienten im sozialen Umfeld zu erfassen und Therapieziele zu verstehen. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist der erste Schritt für einen strukturierten Ablauf der Behandlungsplanung nach der Anamnese?

<p>Das Aufstellen von Hypothesen in Hypothesenkategorien. (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Zweck haben Hypothesenkategorien im physiotherapeutischen Prozess?

<p>Sie dienen als Rahmenwerk, um Hypothesen zu verschiedenen Aspekten des Problems zu strukturieren. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Frage ist am relevantesten bei der Hypothesenkategorie 'Fähigkeiten & Einschränkungen in Aktivität und Partizipation'?

<p>Welche Einschränkungen und Restriktionen auf Ebene der Aktivität und Partizipation liegen vor? (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Ziel der dynamischen Inspektion im Rahmen der physiotherapeutischen Untersuchung?

<p>Die Beobachtung des spontanen Bewegungsverhaltens der Person ohne instruktiven Einfluss. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Informationen können nicht durch Palpation gewonnen werden?

<p>Emotionale Verfassung des Patienten. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptziel einer standardisierten Haltungs- und Bewegungsanalyse?

<p>Die spätere Evaluierung der Therapie zu ermöglichen. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Zweck der 'funktionellen Demonstration' nach dem Maitland Konzept?

<p>Die Symptome durch Bewegungen aus dem Alltag zu reproduzieren und zu analysieren. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Endziel der physiotherapeutischen Untersuchung?

<p>Die Erstellung einer physiotherapeutischen Diagnose und Behandlungsplanung auf Basis der Hypothesenevaluierung. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt den typischen Ablauf der Hypothesen-Evaluierung?

<p>Das Bestätigen oder Verwerfen der Hypothesen entsteht durch Reflektieren der Ergebnisse aus den Untersuchungsschritten. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie sollte eine physiotherapeutische Diagnose formuliert sein?

<p>In ganzen Sätzen, sodass auch ein:e Kolleg:in ohne Vorkenntnisse ein gutes Bild der Person erhält. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Ziel der Zielvereinbarung im Bezug auf die Therapie?

<p>Es soll eine Zustimmung beider Seiten zu den Zielen geben, damit sowohl Patient als auch Therapeut diese unterstützen können. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aspekte sind in der SMART-PRE Zielformulierung enthalten?

<p>Spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert, positiv, ressourcenorientiert, ökologisch. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein Schlüsselelement des "Shared Decision Making" im therapeutischen Kontext?

<p>Patient und Therapeut treffen gemeinsam Entscheidungen über die Behandlung. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Informationen muss eine korrekte Dokumentation nicht beinhalten?

<p>Eine detaillierte Beschreibung des Privatlebens des Patienten. (B)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet der Begriff 'Clinical Reasoning' (CR) im Kontext der Physiotherapie?

<p>Das klinische Denken und Reflektieren der Therapeut:innen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Fähigkeiten ist nicht relevant für Clinical Reasoning?

<p>Das Auswendiglernen von anatomischen Strukturen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen deklarativem und prozeduralem Wissen im Clinical Reasoning?

<p>Deklaratives Wissen umfasst Faktenwissen, während prozedurales Wissen praktische Fähigkeiten und Strategien beinhaltet. (B)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter dem Begriff 'Metakognition' im Clinical Reasoning?

<p>Die Wahrnehmung der eigenen Überlegungen und Denkprozesse. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist das 'hypothetisch-deduktive' Vorgehen im Clinical Reasoning?

<p>Ein planvolles Vorgehen, bei dem auf Basis weniger Daten Hypothesen gebildet und durch strukturierte Datensammlung überprüft werden. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Formen des Clinical Reasonings konzentriert sich auf die biomedizinischen Einflussfaktoren und deren Zusammenwirken?

<p>Diagnostisches Reasoning. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptmerkmal des konditionalen Reasonings?

<p>Das Verstehen des Menschen in seiner Lebenswelt und den gesamten Zustand der Person zu erfassen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Aspekte werden im pragmatischen Reasoning besonders berücksichtigt?

<p>Die Einflussfaktoren, die außerhalb der Beziehung zwischen Patient und Therapeut liegen, wie z.B. Rahmenbedingungen und Ressourcen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Fokus hat das interaktive Reasoning?

<p>Das Erfassen der Arbeitsbeziehung mit dem Patienten durch Gefühle, Wahrnehmung und Beobachtung. (C)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Definition von Gesundheit (WHO)

Ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.

Biomedizinisches Modell

Ein Krankheitsmodell, das den Körper als Maschine sieht, bei der Funktionen und Störungen durch Analyse von Organsystemen und physiologischen Prozessen verstanden werden.

Risikofaktorenmodell

Konzentriert sich auf die Identifizierung und Kontrolle von Faktoren, die das Risiko für bestimmte Krankheiten oder Gesundheitsprobleme erhöhen.

Biopsychosoziales Modell

Berücksichtigt somatische und psychosoziale Faktoren zur Erklärung von Erkrankungen, wobei psychische und soziale Faktoren eine wichtige Rolle spielen.

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Salutogenese-Modell

Konzentriert sich auf Faktoren, die Gesundheit erhalten und fördern, anstatt nur auf Krankheitsursachen. Zentral ist das Kohärenzgefühl.

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Kohärenzgefühl

Eine globale Orientierung, die das Ausmaß ausdrückt, in dem jemand ein durchdringendes, überdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat.

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Messparameter im Gesundheitswesen

Messgrößen für körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden sowie Lebensqualität zur Erfolgsmessung von Gesundheitsmaßnahmen.

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Gesundheitsförderung

Ansatz, der nicht nur die Behandlung, sondern vor allem auch die Vermeidung von Krankheiten in den Vordergrund stellt.

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Primärprävention

Maßnahmen, die vor Eintreten einer Krankheit ansetzen, um ein Neuauftreten zu verhindern.

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Sekundärprävention

Setzt bei der Früherkennung einer Krankheit an, um ihr Fortschreiten oder Chronifizierung einzudämmen.

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Tertiärprävention

Findet nach einer Akutbehandlung statt, um die Folgen einer bereits aufgetretenen Erkrankung möglichst gering zu halten.

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Verhältnisprävention

Beeinflusst die Gesundheit durch Veränderung der Lebensbedingungen der Menschen.

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Verhaltensprävention

Nimmt Einfluss auf das Verhalten des Einzelnen durch Aufklärung, Information oder Sanktionen.

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ICF

Klassifikation der WHO, die funktionale Gesundheit und ihre Beeinträchtigungen beschreibt.

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Beeinträchtigung (ICF)

Eine Person mit eingeschränkter funktionaler Gesundheit unter Berücksichtigung ihrer Kontextfaktoren.

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Körperstrukturen (ICF)

Die anatomischen Teile des Körpers, wie Organe und Gliedmaßen.

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Körperfunktionen (ICF)

Die physiologischen Funktionen von Körpersystemen, einschließlich der psychologischen Funktionen.

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Aktivität (ICF)

Die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung durch einen Menschen.

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Partizipation (ICF)

Das Einbezogensein in die persönlichen Lebensbereiche.

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Leistungsfähigkeit (ICF)

Das maximale Leistungsniveau unter standardisierten Bedingungen.

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Leistung (ICF)

Die tatsächliche Durchführung einer Handlung im jeweiligen Lebensbereich.

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Umweltfaktoren (ICF)

Die materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt einer Person.

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Personenbezogene Faktoren (ICF)

Der besondere Hintergrund des Lebens einer Person, ihre Eigenschaften und Attribute.

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Förderfaktoren und Barrieren (ICF)

Positive oder negative Einflüsse auf die funktionale Gesundheit eines Individuums.

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Physiotherapeutischer Prozess

Die Erfassung der ärztlichen Diagnose. Durchführung einer Anamnese. Formulierung der PT Diagnose und Therapieziele.

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Evidenzorientierte Praxis

Handeln muss gut begründet und durch wissenschaftliche Erkenntnisse belegt sein.

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Hypothese in der PT Untersuchung

Annahmen über veränderte Aktivitäten, betroffene Strukturen oder mögliche Ursachen der Symptome.

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Hypothesenkategorien

Erster Schritt für die Behandlungsplanung nach der Anamnese.

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Fähigkeiten & Einschränkungen in Aktivität

Aktivitäten, die der Patient ausführen kann, und solche, die eingeschränkt sind.

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Quelle der Symptome (Hypothese)

Über Strukturen, die am Hauptproblem beteiligt sein könnten.

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Pathologie (Hypothese)

Liegt den Einschränkungen in Struktur und Funktion zugrunde. Art des Gewebemechanismus.

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Schmerzmechanismus (Hypothese)

Das Verständnis von Schmerz, einschließlich der Neurophysiologie.

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Einschränkungen in Struktur und Funktion (Hypothese)

Direkt an der Entstehung von Symptomen beteiligt. Haltungsauffälligkeiten.

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Beitragende Faktoren (Hypothese)

Potenziell beitragende Faktoren, die an der Entstehung des Problems beteiligt sind.

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Psycho-sozialer Status (Hypothese)

Die Perspektive der Patient:innen auf ihre eigenen Erfahrungen. Wie wird Erkrankung wahrgenommen?

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Vorsicht/Kontraindikationen

Besondere Vorsicht bei der Untersuchung und Behandlung erforderlich. Red Flags.

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Management in der Therapie

Wie muss Untersuchung und Behandlung angelegt werden?

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Statische Inspektion

Im PT Prozess: Konstitution, Statik, Entzündungszeichen, Trophik, Narben.

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Dynamische Inspektion

Beobachtet das spontane Bewegungsverhalten der Person

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Palpation

Die Untersuchung durch Ertasten verschiedener Gewebequalitäten.

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Study Notes

Gesundheit

  • Gesundheit wird durch eigene Erfahrungen und Umwelteinflüsse geprägt und kann aus verschiedenen Perspektiven definiert werden.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als vollständiges körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden, nicht nur als Abwesenheit von Krankheit.

Gesundheitsmodelle

  • Es gibt verschiedene Erklärungsmodelle für Gesundheit, jedes mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Biomedizinisches Modell

  • Das biomedizinische Modell aus dem 19. Jahrhundert vergleicht den Körper mit einer Maschine.
  • Krankheitssymptome werden durch anatomische oder physiologische Defekte erklärt
  • Die Medizin konzentriert sich auf die Beseitigung des Defekts; der Patient wird als passives Objekt betrachtet

Risikofaktorenmodell

  • Konzentriert sich auf die Identifizierung und Kontrolle von Risikofaktoren zur Vorbeugung von Krankheiten, z.B. in der Epidemiologie
  • Im Gegensatz zum biomedizinischen Modell werden keine einzelnen Ursachen für Krankheiten gesucht

Biopsychosoziales Modell

  • Berücksichtigt somatische sowie psychische und soziale Faktoren zur Erklärung von Krankheiten
  • Psychische und soziale Faktoren beeinflussen Entstehung, Verlauf, Diagnose und Behandlung von Krankheiten

Salutogenese-Modell

  • Konzentriert sich auf Faktoren, die Gesundheit erhalten und fördern, zentral ist das Kohärenzgefühl.
  • Das Kohärenzgefühl besteht aus Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit
  • Physiotherapeuten sollten Informationen über Krankheitserleben und psychosoziale Aspekte der Patienten berücksichtigen

Salutogenese-Modell: Internale und externale Ressourcen

  • Internale Ressourcen umfassen kognitive Fähigkeiten, Selbstvertrauen, physiologische Konstitution und finanzielle Unabhängigkeit.
  • Externale Ressourcen umfassen politische und ökonomische Stabilität, intakte Sozialstrukturen und funktionierende gesellschaftliche Netze.
  • Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern ein Kontinuum mit verschiedenen Aspekten.

Gesundheit – Messparameter und Indikatoren

  • Moderne Indikatoren und Messgrößen zeigen den Einfluss des biopsychosozialen Modells
  • Messgrößen in der Gesundheitsforschung sollten körperliches und seelisches Wohlbefinden, soziales Wohlbefinden und Lebensqualität umfassen.

Gesundheitsförderung und Prävention

  • Gesundheitsförderung geht von einem salutogenetischen Gesundheitsverständnis aus
  • Prävention versucht Krankheit zu verhindern und Schäden zu minimieren

Primär-, Sekundär-, Tertiär-, Verhaltens- und Verhältnisprävention

  • ·Primärprävention setzt vor Eintreten der Krankheit ein, um ein Neuauftreten zu verhindern, und richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen.
  • ·Sekundärprävention setzt bei der Früherkennung einer Krankheit ein, um ihr Fortschreiten einzudämmen.
  • ·Tertiärprävention findet nach der Manifestation einer Erkrankung statt, um die Auswirkungen zu minimieren.
  • ·Verhältnisprävention zielt auf Veränderungen der Lebensbedingungen ab.
  • ·Verhaltensprävention beeinflusst das individuelle Gesundheitsverhalten durch Aufklärung und Motivation.

ICF

  • Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) klassifiziert die funktionale Gesundheit.
  • Die ICF wurde von der WHO entwickelt und ergänzt die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD).
  • Die ICF ist der Nachfolger der Internationalen Klassifikation der Schädigungen, Fähigkeitsstörungen und Beeinträchtigungen (ICIDH).
  • Die ICF berücksichtigt neu den Lebenshintergrund der Betroffenen
  • Das Ziel der ICF ist, eine einheitliche Sprache zur Beschreibung von Gesundheit und Gesundheitszuständen zu schaffen
  • Mit der ICF kann die Kommunikation zwischen den Therapeuten verbessert werden

Funktionale Gesundheit als Konstrukt der ICF

  • Funktionale Gesundheit liegt vor, wenn Körperfunktionen, -strukturen, Aktivitäten und Teilhabe im Lebenshintergrund einer Person den Normen entsprechen
  • Die funktionsfähige Gesundheit bedeutet alle Aspekte der funktionalen Gesundheit

Struktur der ICF

  • Die ICF verfügt über Hauptunterteilungen und Komponenten
  • Der ICF Modell spricht von Hauptunterteilungen und Komponenten

Struktur der ICF: Körperstruktur und Körperfunktion

  • Körperstrukturen sind die anatomischen Teile des Körpers
  • Körperfunktionen sind die physiologischen Funktionen von Körpersystemen, einschließlich der psychologischen Funktionen.
  • Schädigungen sind Beeinträchtigungen der Körperstrukturen und Körperfunktionen

Struktur der ICF: Aktivitäten und Partizipation

  • Aktivität ist die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung
  • Partizipation ist das Einbezogensein in persönliche Lebensbereiche
  • Die Aktivität und Partizipation können unter zwei Gesichtspunkten betrachtet werden
  • Leistungsfähigkeit (Kapazität, engl. capacity) mit idealen Bedingungen Leistung (Performanz, engl. performance) mit den gegebenen Umweltbedingungen

Struktur der ICF: Kontextfaktoren

  • Umweltfaktoren bilden die materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt ab
  • Personenbezogene Faktoren umfassen den Hintergrund des Lebens und die Lebensführung einer Person
  • Förderfaktoren wirken sich positiv, Barrieren negativ auf die funktionale Gesundheit aus
  • Ressourcen sind besonders ausgeprägte Körperfunktionen und Strukturen oder Fähigkeiten als Voraussetzung für Aktivitäten

Der Physiotherapeutische Prozess

  • Der physiotherapeutische Prozess ist in allen Schritten zu dokumentieren (Berufspflicht)
  • Der Prozess beinhaltet Problemidentifizierung, Planungs- und Umsetzungsphase, Dokumentation und interdisziplinären Austausch
  • Der Prozess verfolgt eine systematische Vorgehensweise, mit dem:der Patient:in im Mittelpunkt der Betrachtung, um durch die Erreichung von Zielen einen Beitrag zu leisten.

Physiotherapeutische Prozess: Die beinhaltenden Schritte

  • Dokumentation der ärztlichen Diagnose und Therapieanordnung.
  • Problemidentifizierung durch Anamnese und Planung/Durchführung der Untersuchung.
  • Formulierung der Diagnose und Therapieziele.
  • Planung und Durchführung der Therapie.
  • Erfolgskontrolle und Therapieabschluss.
  • Die kontinuierliche Datenerhebung, Dokumentation, Reflexion und Kommunikation ist während des ganzen Prozesses von höchster Wichtigkeit

Evidenzbasierte - Evidenzorientierte Praxis:

  • Das Handeln muss begründet und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt werden
  • Das Vorgehen muss auf den aktuellen Erkenntnissen, den Fähigkeiten des Therapeuten und den Bedürfnissen des Patienten basieren
  • Um Qualität zu sichern, ist kontinuierliche Reflexion ein Teil des zyklischen Prozesses

Werkzeuge in der Physiotherapie

  • Diese dienen der möglichst ganzheitlichen Erfassung von Patient:innen, wie etwa Zuhören, Sprechen, Fragen, Sehen, Fühlen, Bewegen und Begreifen.

Werkzeuge in der Physiotherapie: Zuhören

  • Zu den wichtigen Aspekten zählt es, die Kommentare und Nebenbemerkungen zu beachten und die Gelenks- und Atemgeräusche und Schritte des Patienten zu hören.

Werkzeuge in der Physiotherapie: Sprechen

  • Dazu gehören die Artikulation, die richtige Sprache finden (Laiensprache) und die Gefühlslage beeinflussen

Werkzeuge in der Physiotherapie: Fragen

  • Die Fragetechniken sind mit folgenden W-Fragen zu stellen: "Wie?", "Wann?", "Wo?", "Wie beeinflussbar?" und "Wie begonnen?".

Werkzeuge in der Physiotherapie: Sehen

  • Die Aktivitäten des Patienten werden aufgenommen
  • Wichtige Aspekte sind zudem die Analyse der Oberflächenstruktur, der Fehl- und Schonhaltungen, der Ganganalyse und der Atembewegungen.

Werkzeuge in der Physiotherapie: Fühlen

  • Dazu gehören die Haut, der Knochen, die Sehnen, die Muskulatur, die Temperatur und der Puls.

Werkzeuge in der Physiotherapie: Bewegen

  • Physiologische Bewegungen
  • Zusatzbewegungen
  • Fazilitieren werden eingesetzt.

Werkzeuge in der Physiotherapie: Begreifen

  • Dabei werden die anderen Werkzeuge mit dem Wissen um einen Zusammenhang verbunden

Anamnese

  • Die Anamnese ist ein erster Schritt der Befunderhebung (subjektive Untersuchung).
  • Sie umfasst das Erheben des Hauptproblems, des Patientenziels, der Sozialanamnese, der Symptome und der relevanten Geschichte
  • In der Anamnese werden Anzeichen und Symptome bereits auf allen Ebenen der ICF erfasst und abgebildet.
  • Kontextfaktoren werden daraus abgeleitet, um mögliche Barrieren oder Förderfaktoren zu erkennen, die später berücksichtigt werden
  • Sie kann als Selbstanamnese oder als Fremdanamnese erfolgen und dient der Schaffung einer genügenden Untersuchungsgrundlage

Ablauf der Anamnese

  • Bei der Planung der Untersuchung sollte man Hinweise zur Priorisierung von Symptomen und zum Wiederbefund achten
  • Die Kontextinformationen werden genutzt, um die Therapieziele zu verstehen

Hypothesen & Planung der physiotherapeutischen Untersuchung

  • Im Rahmen der Untersuchung werden erste Vermutungen über Aktivitäten, Strukturen, Ursachen und Behandlungsansätze aufgestellt.
  • Die Überlegungen zur Belastbarkeit können unterschiedlich sein und sich auf die Allgemeinsituation beziehen

Hypothesenerstellung in Hypothesenkategorien

  • Eine Hypothese ist eine unbewiesene Annahme, die durch Untersuchungsergebnisse verifiziert werden soll
  • Die Hypothesenentwicklung wird vom theoretischen und Erfahrungswissen beeinflusst
  • Die Hypothesengruppen sind von Jones (1987) definiert und können auf verschiedene Bereiche übertragen werden und spiegeln das biopsychosoziale Modell wider

Hypothesenkategorien im Überblick

  • Fähigkeiten & Einschränkungen in Aktivität und Partizipation
  • Quelle der Symptome
  • Pathologie
  • Schmerz
  • Einschränkungen in Struktur und Funktion
  • Beitragende Faktoren
  • psycho-sozialer Status
  • Vorsicht/Kontraindikationen/red flags
  • Prognose
  • Management

Fähigkeiten & Einschränkungen in Aktivität und Partizipation

  • Es ist wichtig, Aktivitäten und Einschränkungen zu identifizieren
  • Es werden Informationen über das Ausmaß der Behinderung und die Lebensqualität des Patienten gesammelt
  • Die Aufmerksamkeit wird auf die Aspekte der Schmerz- oder Behinderungserfahrung zu lenken

Quelle der Symptome

  • Es werden Vermutungen angestellt, welche Strukturen am Hauptproblem beteiligt sind
  • Es können auch weiter gefasste Hypothesen über Körperregionen betrachtet werden
  • Mit zunehmendem Wissen wird es leichter fallen, Hypothesen zur Quelle der Symptome aufzustellen

Pathologie

  • Pathologie wird definiert als strukturelle und funktionelle Veränderungen im Körper, verursacht durch Krankheit oder Trauma
  • Es ist wichtig Hypothesen über Pathologien aufzustellen, um deren Auswirkungen zu berücksichtigen

Schmerz

  • Das Verständnis über Schmerz und dessen Neurophysiologie ist von grundlegender Bedeutung
  • Aus dieser Hypothesenkategorie werden wichtige Informationen für evtl Vorsichtsmaßnahmen bei Untersuchung und Behandlung gezogen
  • Sowie für die prognostischen Aspekte

Einschränkungen in Struktur und Funktion

  • Einschränkungen können an der Entstehung von Symptomen beteiligt sein oder nur dazu beitragen.
  • Es wird überprüft, wie Einschränkungen der Struktur und Funktion sich manifestieren

Beitragende Faktoren

  • Hypothesen repräsentieren die prädisponierenden Faktoren, die an der Entstehung oder Aufrechterhaltung des Problems beteiligt sind
  • Sowohl intrinsische als auch extrinsische Faktoren sollten berücksichtigt werden

Psycho-sozialer Status

  • Es wird die Perspektive der Patient:innen auf ihre Erfahrungen und soziale Einflüsse, Copingstrategien, Motivation berücksichtigt

Vorsicht – Kontraindikationen - Red Flags

  • Therapeuten müssen in der Lage sein, Situationen zu erkennen, in denen besondere Vorsicht erforderlich ist
  • Das Erkennen von sogenannten „Red Flags" und Kontraindikationen ist essenziell
  • Es werden Faktoren wie schwere Symptome, neuropathische Schmerzen, Ängste des Patienten, Reizbarkeit der Symptome, Osteoporose berücksichtigt
  • Zusätzlich werden die limitierenden Faktoren, Sicherheitsbedenken, Dosierung und Stärke der Intervention erhoben

Prognose

  • Die Förderfaktoren bzw. Barrieren im Sinne der ICF werden erhoben
  • Wie beeinflusst die Progredienz der Erkrankung das Vorgehen?

Management

  • Das Management bezieht sich auf die umfassende Gesundheitsversorgung der Patient:innen
  • Überlegungen zum interprofessionellen Handeln, der Schulung von Angehörigen, der Verwendung von Hilfsmitteln werden berücksichtigt.

Physiotherapeutische Untersuchung und Messungen

  • Untersuchen und Messungen werden durchgeführt, um die Hypothesen zu überprüfen
  • Die Möglichkeiten der Untersuchung erscheinen umfassend, müssen aber auf Basis des Clinical Reasoning neu definiert werden
  • Es werden valide und reliable Testverfahren und Assessments, standardisiert und objektiv durchgeführt

Die physiotherapeutische Untersuchung beinhaltet:

  • Inspektion
  • Palpation
  • Haltungs- und Bewegungsanalysen
  • Untersuchungen für Strukturen und Funktionen
  • Untersuchung und Einschätzungen der Aktivitäten und Partizipation

Inspektion

  • Eine Inspektion kann statisch oder dynamisch sein, um Konstitution, Statik, Entzündungszeichen und Bewegungsverhalten zu beurteilen

Palpation und Ertasten

  • Durch Palpation können Temperatur, Feuchtigkeit, Schwellung, Tonus und Schmerzempfindlichkeit beurteilt werden

Haltungs- und Bewegungsanalysen

  • In der Bewegungsanalyse werden für die Person relevante Bewegungen analysiert
  • In der funktionellen Demonstration wird die Bewegung analysiert, instruiert und manuelle Hilfe eingesetzt Assessments werden standardisierte Testverfahren verwendet.

Untersuchung für Strukturen und Funktionen/Einschätzungen der Aktivitäten und Partizipation

  • Im Laufe des Studiums werden Sie verschiedene Möglichkeiten zur Untersuchung von Struktur und Funktion kennen lernen
  • Assessments und Tests sind eine wichtige Rolle, um die Aktivität und Partizipation der Patient:innen zu bewerten.
  • Diese helfen, die Behandlung entsprechend anzupassen.

Physiotherapeutische Diagnose und Behandlungsplanung

  • Am Ende der Untersuchung Diagnose und Planung auf Basis gemeinsam mit den Patient:innen vereinbarten Ziele.
  • Dieser Schritt besteht aus: Evaluierung der Hypothesen, Erstellen einer Diagnose, Zielvereinbarung, Behandlungsplanung und Definition von Parametern
  • Es muss die ärztliche Zuweisungsdiagnose entalten
  • Das Aktivitätsniveau der Person und die Struktur/Funktionsbeeinträchtigung muss angegeben werden

Zielvereinbarung

  • Die Zielvereinbarung steht in Zusammenhang mit dem subjektiven Ziel der Person und der physiotherapeutischen Diagnose und aus der Zielvereinbarung werden Teilziele abgeleitet
  • Die Formulierungen wird mit Akribie auf allen Ebenen der ICF durchgeführt
  • Die Ziele werden am SMART-PRE Prinzip angelegt

SMART-PRE Prinzip

  • Spezifisch, messbar, aktionsorientiert, realistisch, terminisierbar, positiv, ressourcenorientiert, ökologisch

Behandlungsplan und Parameter zur Erfolgskontrolle

  • Beginnt mit dem Behandlungsplan in Bezug auf den Therapieschwerpunkt
  • Für Kolleg:innen muss beginnend von den Maßnahmen und Messparametern das Ziel eine logische Folge sein
  • Ebenso muss das Vorgehen beginnend von der Diagnose aus bis zu den gesetzten Maßnahmen durchgehend sein

Dokumentation

  • Als zentrale Berufspflicht müssen Angehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste die therapeutischen Maßnahmen dokumentieren
  • Sie dient der Konservierung von Informationen, der Kontrolle von Denkprozessen, der Verlaufskontrolle, etc

Formvorgaben der Dokumentation nach WCPT

  • Prägnanz
  • Lesbarkeit
  • Logische Sequenz
  • Genauigkeit
  • Nennung des Name, Keine Korrekturflüssigkeit, nummerierte Seiten

Zentrale Berufspflichten

  • Verschwiegenheitspflicht
  • Aufbewahrungspflicht
  • Datenschutz
  • Schriftformgebot

Kennzeichnung von wichtigen Merkmalen

  • Kennzeichnung von wichtigen Merkmalen mit Asterisk

Dokumentationswerkzeuge und Bestandteile

  • Der Befund muss nachvollziehbar dokumentiert sein
  • Zeichen und Symptome in allen Ebenen der ICF dokumentieren
  • Beschreibung von Aktivitäten, Body Chart, Visuelle Analog Skala und numerische Rating Skala sind als Werkzeuge zur Darstellung geeignet

Clinical Reasoning

  • Clinical Reasoning (CR) ist ein integraler Bestandteil des physiotherapeutischen Prozesses
  • Ein reflexiver Prozess basierend auf der Interaktion zwischen Angehörigen der Gesundheitsberufe und den Betroffenen
  • Die Entscheidungen helfen den Weg zur Entscheidung der Therapeut:innen zu verstehen
  • Denken, Reflektieren, Hypothese aufstellen, Wissen anwenden
  • CR wird als zyklischer Prozess von Beobachtung, Analyse, Synthese, Deduktion, Induktion, Hypothesen Generierung
  • CR benötigt Wissbegier, Selbstvertrauen, geistige Offenheit, Flexibilität, Ehrlichkeit, Sorgfalt, Empathie, Vernunft, und Bescheidenheit.

Geübtes Clinical Reasoning

  • Praktisches CR hilft implizite Denkprozesse (tacit knowledge) explizit und nachvollziehbar machen
  • Denken bedeutet nichts anderes als kritisches Denken in einem klinischen Setting
  • Neben Aufmerksamkeit gehört zum Clinical Reasoning Prozess auch selbstkritische Einstellung, Reflexion und Evaluation zum Prozess dazu
  • Das zyklische Vorgehen im physiotherapeutischen Prozess und im Clinical Reasoning ist vergleichbar mit einem Evaluationsprozess aus dem klassischen Qualitätsmanagement

Vom Novizen zu Experten – der Weg der Entwicklung (Jones & Rivett, 2019)

  • Nach Jones & Rivett setzt praktisches Clinical Reasoning Patient:Innenkontakte und klinische Situationen voraus
  • Unterteilte Stadien in diesem Bezug sind: das Novizenstadium, das Stadium der fortgeschrittenen Anfänger:innen, das Kompetenzstadium, das Stadium der Gewandtheit und das Expertisestadium
  • Auf dem Weg von Nivize zum Experten ändert sich die Organisation des Wissens

Häufige Fehler im Clinical Reasoning Prozess

  • Begünstigen von bestimmten Hypothesen, Weglassen anderer Hypothesen, annehmen eine Hypothese ist Wahrheit, Automatisches Handeln ohne Reflektion, laterales Denken fehlt, Wissenslücken

Ziele von Clinical Reasoning

Effektive und effiziente Therapiegestaltung

  • Ökonomisierung der aufgewendeten Zeit, der Kosten und der Energie
  • Professionalisierung und Verwissenschaftlichung der Physiotherapie

Einflussfaktoren auf den Clinical Reasoning Prozess

  • Fachwissen der Therapeut:innen
  • Erfahrung der Therapeut:innen
  • Wertvorstellungen und Ansichten von Therapeut:innen und Patient:innen
  • Wissensbasis und frühere Erfahrungen der Patient:innen
  • Gefühle
  • Soziales Umfeld der Patient:innen (Beruf, kulturell, ...) um.

Drei Säulen und sechs Elemente des Clinical Reasoning

  • Das Clinical Reasoning beinhaltet alle Denk- und Entscheidungsprozesse während der Behandlung
  • Die komplexen Denkprozesse laufen bewusst und teilweise auch unbewusst in den Köpfen der Therapeut:innen ab
  • Drei zentrale Säulen und sechs Elemente im CR-Prozess sind: Wissen, Kognition, Metakognition, Die vorhandene Information,z. B. auf Qualität und Relevanz der erhobenen Daten, Zusammenarbeit mit Patient:innen, Das klinische Problem und das Umfeld

Wissen

  • Das angeeignete fachspezifische Wissen muss für einen erfolgreichen Clinical Reasoning Prozess organisiert werden und im Zusammenhang mit den Patient:innen gesetzt werden
  • Es gibt unterschiedliche Arten von Wissen: Deklaratives Wissen (Wissen, dass...), Prozedurales Wissen (Wissen, wie...), Persönliches Wissen, Erfahrungswissen

Klinisches Bild und klinische Muster

  • Die Gesamtheit der aus einem Krankheitsprozess resultierenden Symptome ergibt das klinische Bild, die Symptomatik
  • Wissen, das in „Bündeln“ abgelegt wird, Prototypen häufig erlebter klinischer Situationen

Kognition

  • Absichtliches, zielgerichtetes Denken
  • Der Prozess wird mit Verben wie" aufmerksam sein, erinnern, urteilen, antizipieren, planen, vorstellen, entscheiden" beschrieben
  • Sowohl für kognitive Fähigkeiten als auch Wissen kann man trainieren

Metakognition

  • Die Wahrnehmung der eigenen Überlegungen, also die Fähigkeit, sich bewusst zu machen oder darüber nachzudenken
  • Die vorhandene Information, CR- Prozess,Reflektieren der aufgestellten Hypothesen und getroffenen Entscheidungen, Wissens Organisation

Zusammenarbeit mit PatientInnen

  • Die Therapeut:innen sollen die Patient:innen in die Therapie einbinden und müssen dazu kommunikative, interkulturelle und ethische Aspekte miteinbeziehen

Klinisches Problem

  • Das klinische Problem ist der zentrale Fokus des Clinical Reasoning. Alle Überlegungen und Entscheidungen drehen sich um die Analyse und Lösung dieses Problems

Situation ganzheitlich erfassen

  • Das Erfassen von externen und internen Faktoren

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