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Questions and Answers
Nennen Sie drei Hauptanwendungsbereiche von Zementmörtel im Bauwesen und erläutern Sie kurz die spezifischen Vorteile von Zement in jedem dieser Anwendungsbereiche.
Nennen Sie drei Hauptanwendungsbereiche von Zementmörtel im Bauwesen und erläutern Sie kurz die spezifischen Vorteile von Zement in jedem dieser Anwendungsbereiche.
Mauern (hohe Festigkeit), Verputze (dauerhafte Oberfläche), Estriche (ebene, belastbare Böden).
Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Kalkmörtel und Zementmörtel hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf die Verarbeitung und Haltbarkeit.
Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Kalkmörtel und Zementmörtel hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf die Verarbeitung und Haltbarkeit.
Kalkmörtel enthält Kalk als Bindemittel, ist geschmeidiger, aber weniger fest. Zementmörtel ist fester, aber weniger flexibel und anfälliger für Risse.
Erläutern Sie, warum Gips als Bindemittel für Innenputze bevorzugt wird, und nennen Sie zwei spezifische Eigenschaften von Gips, die ihn für diese Anwendung besonders geeignet machen.
Erläutern Sie, warum Gips als Bindemittel für Innenputze bevorzugt wird, und nennen Sie zwei spezifische Eigenschaften von Gips, die ihn für diese Anwendung besonders geeignet machen.
Gips reguliert die Feuchtigkeit und sorgt für ein gutes Raumklima. Er ist leicht zu verarbeiten und ermöglicht glatte Oberflächen.
Bituminöse Bindemittel werden häufig im Straßenbau und zur Abdichtung eingesetzt. Erklären Sie, warum Bitumen für diese Anwendungen geeignet ist und nennen Sie zwei Produkte, die bituminöse Bindemittel enthalten.
Bituminöse Bindemittel werden häufig im Straßenbau und zur Abdichtung eingesetzt. Erklären Sie, warum Bitumen für diese Anwendungen geeignet ist und nennen Sie zwei Produkte, die bituminöse Bindemittel enthalten.
Wie beeinflusste die Wiederentdeckung des „römischen Zements“ durch Louis-Joseph Vicat die Entwicklung moderner Baustoffe? Beschreiben Sie seinen Beitrag und dessen Bedeutung.
Wie beeinflusste die Wiederentdeckung des „römischen Zements“ durch Louis-Joseph Vicat die Entwicklung moderner Baustoffe? Beschreiben Sie seinen Beitrag und dessen Bedeutung.
Nennen Sie die zwei Hauptgruppen, in die Bindemittel im Bauwesen üblicherweise eingeteilt werden, und geben Sie jeweils ein Beispiel.
Nennen Sie die zwei Hauptgruppen, in die Bindemittel im Bauwesen üblicherweise eingeteilt werden, und geben Sie jeweils ein Beispiel.
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen hydraulischen und nichthydraulischen mineralischen Bindemitteln bezüglich ihres Erhärtungsprozesses?
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen hydraulischen und nichthydraulischen mineralischen Bindemitteln bezüglich ihres Erhärtungsprozesses?
Beschreiben Sie kurz, wie mineralische Bindemittel mit Wasser reagieren und welche Eigenschaft diese Reaktion für die Herstellung von Baustoffen nutzbar macht.
Beschreiben Sie kurz, wie mineralische Bindemittel mit Wasser reagieren und welche Eigenschaft diese Reaktion für die Herstellung von Baustoffen nutzbar macht.
Was ist der Hauptursprung organischer Bindemittel und woraus bestehen sie hauptsächlich?
Was ist der Hauptursprung organischer Bindemittel und woraus bestehen sie hauptsächlich?
Erläutern Sie, warum organische Bindemittel im Gegensatz zu mineralischen Bindemitteln nicht mit Wasser vermengt werden müssen, um den Erhärtungsprozess einzuleiten.
Erläutern Sie, warum organische Bindemittel im Gegensatz zu mineralischen Bindemitteln nicht mit Wasser vermengt werden müssen, um den Erhärtungsprozess einzuleiten.
Nennen Sie je ein Beispiel für ein bituminöses Bindemittel und ein Kunststoffbindemittel.
Nennen Sie je ein Beispiel für ein bituminöses Bindemittel und ein Kunststoffbindemittel.
Wie unterscheidet sich die Herstellung von Bauprodukten mithilfe von organischen Bindemitteln von der Herstellung mit mineralischen Bindemitteln?
Wie unterscheidet sich die Herstellung von Bauprodukten mithilfe von organischen Bindemitteln von der Herstellung mit mineralischen Bindemitteln?
Nennen Sie drei Anwendungen von Faserzement im Aussenbereich und beschreiben Sie, welche Eigenschaft von Faserzement diese Anwendungen besonders geeignet macht.
Nennen Sie drei Anwendungen von Faserzement im Aussenbereich und beschreiben Sie, welche Eigenschaft von Faserzement diese Anwendungen besonders geeignet macht.
Welche zwei Hauptrohmaterialien werden zur Herstellung von zementgebundenen Holzspanplatten verwendet?
Welche zwei Hauptrohmaterialien werden zur Herstellung von zementgebundenen Holzspanplatten verwendet?
Beschreiben Sie kurz den Unterschied zwischen Faserzementplatten und zementgebundenen Holzspanplatten hinsichtlich ihrer Hauptanwendungsbereiche.
Beschreiben Sie kurz den Unterschied zwischen Faserzementplatten und zementgebundenen Holzspanplatten hinsichtlich ihrer Hauptanwendungsbereiche.
Nennen Sie zwei Eigenschaften von Faserzement, die ihn für den Einsatz in Brandschutzverkleidungen prädestinieren.
Nennen Sie zwei Eigenschaften von Faserzement, die ihn für den Einsatz in Brandschutzverkleidungen prädestinieren.
Warum werden Holzspäne und Holzwolle, die in zementgebundenen Platten verwendet werden, mit Mineralsalzen imprägniert?
Warum werden Holzspäne und Holzwolle, die in zementgebundenen Platten verwendet werden, mit Mineralsalzen imprägniert?
Faserzement ist widerstandsfähig gegen Säuren. Nennen Sie einen Anwendungsfall, bei dem diese Eigenschaft besonders wichtig ist.
Faserzement ist widerstandsfähig gegen Säuren. Nennen Sie einen Anwendungsfall, bei dem diese Eigenschaft besonders wichtig ist.
Ein Architekt plant eine Fassade mit grossformatigen Platten. Welche Vorteile bietet Faserzement im Vergleich zu traditionellen Zementplatten?
Ein Architekt plant eine Fassade mit grossformatigen Platten. Welche Vorteile bietet Faserzement im Vergleich zu traditionellen Zementplatten?
Leichtbauplatten aus Holzwolle und Zement werden oft zur Dämmung verwendet. Warum ist die Kombination dieser Materialien dafür geeignet?
Leichtbauplatten aus Holzwolle und Zement werden oft zur Dämmung verwendet. Warum ist die Kombination dieser Materialien dafür geeignet?
Welche potenziellen Nachteile könnte die Eigenschaft 'brüchig' bei Faserzement mit sich bringen und wie kann man diesen Nachteilen entgegenwirken?
Welche potenziellen Nachteile könnte die Eigenschaft 'brüchig' bei Faserzement mit sich bringen und wie kann man diesen Nachteilen entgegenwirken?
Nennen Sie drei allgemeine Eigenschaften von Zement, die ihn zu einem wertvollen Baustoff machen.
Nennen Sie drei allgemeine Eigenschaften von Zement, die ihn zu einem wertvollen Baustoff machen.
Warum ist es wichtig, dass Zement Stahl vor Korrosion schützt, insbesondere im Stahlbeton?
Warum ist es wichtig, dass Zement Stahl vor Korrosion schützt, insbesondere im Stahlbeton?
Beschreiben Sie kurz den Prozess der Zementhydratation und erklären Sie, warum dabei Wärme freigesetzt wird.
Beschreiben Sie kurz den Prozess der Zementhydratation und erklären Sie, warum dabei Wärme freigesetzt wird.
Erläutern Sie, warum Zement trotz seiner vielen positiven Eigenschaften nicht für alle Anwendungen geeignet ist, insbesondere im Hinblick auf Säure- oder Sulfatbelastung.
Erläutern Sie, warum Zement trotz seiner vielen positiven Eigenschaften nicht für alle Anwendungen geeignet ist, insbesondere im Hinblick auf Säure- oder Sulfatbelastung.
Nennen Sie drei verschiedene Anwendungen von Zement im Bauwesen, die über den reinen Betonbau hinausgehen.
Nennen Sie drei verschiedene Anwendungen von Zement im Bauwesen, die über den reinen Betonbau hinausgehen.
Warum ist die in den Normen beschriebene Festigkeit von Zement erst nach 28 Tagen erreicht?
Warum ist die in den Normen beschriebene Festigkeit von Zement erst nach 28 Tagen erreicht?
Wie unterscheiden sich die Eigenschaften von Zement von denen von Gips oder Weisskalk in Bezug auf die Erhärtung?
Wie unterscheiden sich die Eigenschaften von Zement von denen von Gips oder Weisskalk in Bezug auf die Erhärtung?
Wie beeinflusst die Korngröße des Zements die Hydratationsgeschwindigkeit und die resultierende Festigkeit des Betons?
Wie beeinflusst die Korngröße des Zements die Hydratationsgeschwindigkeit und die resultierende Festigkeit des Betons?
Welche Rolle spielt Zement bei der Herstellung von Porenbeton und welche besonderen Eigenschaften verleiht er diesem Baustoff?
Welche Rolle spielt Zement bei der Herstellung von Porenbeton und welche besonderen Eigenschaften verleiht er diesem Baustoff?
Flashcards
Zementgebundene Baustoffe
Zementgebundene Baustoffe
Baustoffe, die Zement als Bindemittel verwenden, wie z.B. Ortbeton, Betonbauteile, Mörtel und Porenbeton.
Kalkgebundene Baustoffe
Kalkgebundene Baustoffe
Baustoffe, die Kalk als Bindemittel nutzen, wie Kalksandstein und Mauermörtel.
Gipsgebundene Baustoffe
Gipsgebundene Baustoffe
Baustoffe, die Gips als Bindemittel verwenden, typischerweise für Innenputze, Kleber und Platten.
Louis-Joseph Vicat
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Hauptgruppen von Bindemitteln
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Untergruppen mineralischer Bindemittel
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Untergruppen organischer Bindemittel
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Beispiele für hydraulische Bindemittel
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Beispiele für nichthydraulische Bindemittel
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Beispiele für bituminöse Bindemittel
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Beispiele für Kunststoff-Bindemittel
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Zement Eigenschaften
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Weitere Zement Eigenschaften
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Zement Nachteile
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Hydratation von Zement
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Hydratationswärme
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Zement Anwendungen
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Weitere Zement Anwendungen
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Spezielle Zement Anwendungen
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Zement Festigkeit (28 Tage)
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Faserzement
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Eigenschaften von Faserzement
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Anwendungen von Faserzement
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Rohmaterialien zementgebundene Holzspanplatten
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Rohmaterialien von Leichtbauplatten
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Zementgebundene Holzspanplatten
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Leichtbauplatten
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Farbbeschichtung
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Sandstrahlen
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Study Notes
Bindemittel
- Bindemittel werden seit Jahrtausenden im Bauwesen verwendet, hauptsächlich in Form von Lehm, Gips und gebranntem Kalk.
Geschichte der Bindemittel
- Lehm: Das älteste Bindemittel, das insbesondere in heißen, regenarmen Gebieten des Orients zum Bau ganzer Städte diente.
- Gebrannter Kalk und Gips: Seit dem Altertum bekannt, wobei gebrannter Kalk schon früher, etwa 7000 bis 5500 v. Chr., zum Ausgleichen von Steinflächen verwendet wurde.
- Gips: Vorwiegend zur Verzierung von Innenräumen genutzt.
- Opus Caementicium: Ein römischer Baustoff, ähnlich dem heutigen Beton, ermöglichte Bauwerke wie das Kolosseum.
- Louis-Joseph Vicat: Schuf Grundlagen für Zement und Kalkmörtel durch Wiederentdeckung des "römischen Zements" und Erfindung künstlichen hydraulischen Kalks.
- Joseph Aspdin: Erfinder des Portlandzements im Jahr 1824, benannt nach dem Portland-Stein.
- Weiterentwicklung 1844: Verbesserte Eigenschaften des Zements durch Erhitzen von Ton und Kalk bei höheren Temperaturen.
Einteilung der Bindemittel
- Mineralische Bindemittel: Stoffe aus anorganischen Ausgangsstoffen, die nach Vermischung mit Wasser erstarren und erhärten.
- Organische Bindemittel: Haben ihren Ursprung in der belebten Natur.
Anwendung
- Hydraulische Bindemittel: Erhärten sowohl an der Luft als auch unter Wasser.
- Nichthydraulische Bindemittel: Erhärten nur an der Luft und sind nicht wasserbeständig.
Mineralische Bindemittel
- Gebrannte, fein gemahlene Stoffe aus anorganischen Materialien.
- Verwendung: Verbinden Gesteinskörnungen zu Mörtel oder Beton.
- Typen: Hydraulische und nichthydraulische.
Organische Bindemittel
- Ursprung: Belebte Natur, basierend auf Kohlenstoffverbindungen.
- Verwendung: Herstellung von Bauprodukten.
- Benötigen kein Wasser zum Aushärten.
Anwendungsgruppen
- Mineralisches Bindemittel + Wasser = steinhartes Material.
- Variation von Bindemittel und Zuschlagstoffen ermöglicht vielfältige Produkte.
- Zwei Anwendungsgruppen: mit und ohne Zuschlagstoffe.
Anwendungsgruppe ohne Zuschlagstoffe
- Bindemittel werden mit Wasser zu Bindemittelleim verarbeitet.
- Beispiele: Schlämme, Weissputz.
Anwendungsgruppe mit Zuschlagstoffe
- Bindemittel wie Zement oder Gips werden Zuschlagstoffen wie Sand, Kies, Splitt beigemischt.
- Produkte: Mörtel, Beton.
Abbinde- und Erhärtungsprozess
- Abbinden: Chemische Reaktion nach Wasserkontakt, die zum Erstarren führt.
- Erhärten: Prozess nach dem Abbinden, bis Baufestigkeit erreicht ist.
- Dauer: Variiert je nach Bindemittel, beeinflussbar durch Zusatzmittel.
Nachhaltigkeit
- Rohstoffabbau für mineralischen Bindemittel im Tagbau benötigt Energie und verursacht Emissionen (Abgase und Staub).
- Herstellung: Hohe Temperaturen erforderlich, insbesondere bei der Zementklinkerherstellung (ca. 1450°C), wobei CO2 freigesetzt wird.
- Herstellung organischer Bindemittel: Benötigt mehr Energie als mineralische, Ausnahme ist Bitumen, das als Nebenprodukt der Erdöldestillation anfällt.
Kreislaufwirtschaft
- Recycling: Ist bei mineralischen Baustoffen wichtig
- Deponierung: Ist für nicht recycelbare Materialien erforderlich.
- Recycling von Gips: Nicht etabliert, da kein sinnvoller Verwertungsweg.
- Bituminöses Belagsmaterial: Wiederaufbereitung für neue Strassen sinnvoll.
Umweltrelevante Aspekte
- Rohstoffe für mineralische Bindemittel: Regional und ausreichend verfügbar, aber Abbau führt zu Landschaftszerstörung durch Tagebau, Renaturierung von Steinbrüchen schafft neuen Lebensraum.
- Anwendung: Mineralische Bindemittel wenig kritisch, aber manche Produkte können Biozide gegen Algen/Pilze enthalten, die Gewässer schädigen.
Gesundheitsrelevante Aspekte
- Mineralisch gebundene Baustoffe: Während der Nutzung unbedenklich, aber Verarbeitung von Zement reizend.
- Kunststoffgebundene Produkte: Formaldehyd in Klebern, Farben, Lacken kann Emissionen verursachen, formaldehydfreie/lösungsmittelarme Produkte bevorzugen.
- Bituminöse Produkte: Können Geruchsbelästigungen verursachen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
Zement
- Herstellung: Erfolgt in industriellen Anlagen nahe Kalksteinbrüchen.
- Prozess: Rohstoffgewinnung, -aufbereitung, Brennen, Mahlen, Abfüllen/Verladen.
Rohstoffe
- Kalkstein und Ton (oft als Mergel) liefern Kalzium, Silizium, Aluminium und Eisen.
- Aufbereitung: Zerkleinern und Mahlen der Rohstoffe, ggf. Beimischung von Hilfsstoffen.
Brennen
- Rohmehl wird bei 1450 °C gebrannt, wobei Zementklinker entsteht.
Mahlen
- Zementklinker wird mit Kalkstein und Gips zu Zement gemahlen.
- Je nach Bedarf werden Zusätze wie Flugasche oder Hüttensand beigemengt.
Abfüllen und Verladen
- Zement wird gemischt und entweder in Silos gelagert oder direkt für den Transport verladen.
- Mengen an CO2 entstehen bei Herstellungsprozess.
Allgemeine Eigenschaften von Zement
- Hydraulisches Bindemittel.
- Mechanisch widerstandsfähig mit hoher Druckfestigkeit.
- Alkalisch (pH-Wert ca. 12) und schützt Stahl vor Korrosion.
- Frost- und wetterbeständig, jedoch empfindlich gegenüber Säure und Sulfat.
Hydratation von Zement
- Mehrstufiger chemischer Prozess, bei dem sich feine Kristalle bilden und die Zwischenräume füllen.
- Freisetzung von Wärme (Hydratationswärme).
- Zwei neue mineralische Stoffe entstehen hauptsächlich: kleine nadelförmige Kristalle aus Calciumsilikathydraten (CSH) und grosse plattige Calciumhydroxid-Kristalle (Ca(OH)2).
Anwendungen für Zement
- Vielfältig einsetzbar als Bindemittel für Beton, Mörtel, Estriche.
- Erhärtet auch unter Wasser.
Kalk
- Herstellung: Wird seit der Antike als Baustoff verwendet.
- Heutige Baukalke hauptsächlich für Mauer- und Putzmörtel.
- Unterscheidung: Luftkalke (erhärten nur an der Luft) und hydraulische Kalke.
Luftkalk
- Wird aus Kalkstein oder Dolomitgestein gewonnen.
- Reiner Kalkstein = Weisskalk genannt.
Hydraulischer Kalk
- Wird aus Kalkmergel hergestellt (enthält Hydraulefaktoren wie Kieselsäure, Tonerde und Eisenoxid).
- Klinkermineralien entstehen beim Brennen und bilden die Ausgangslage für hydraulischen Kalk.
Kalkkreislauf
- Beschreibt Umwandlung von Kalkstein zum Baustoff: Brennprozess, Löschprozess, Erhärtungsprozess
Brennprozess
- Kalkstein (Calciumcarbonat CaCO3) wird auf 900°C erhitzt.
- Entstehung: Branntkalk (Calciumoxid CaO).
- Formen: Stückkalk und Weissfeinkalk (gemahlen).
Löschprozess
- Branntkalk reagiert mit Wasser -> Calciumhydroxid (Löschkalk).
- Unterscheidung Trocken- und Nasslöschen.
- Trockenlöschen ergibt pulverförmigen Weisskalk.
- Nasslöschen nach einiger Zeit den teigigen Sumpf- und Grubenkalk.
Erhärtungsprozess
- Kalkhydrat nimmt CO2 aus der Luft auf und gibt Wasser ab.
- Rückumwandlung zu Calciumcarbonat (Kalkstein).
Eigenschaften von Kalk
- Nichthydraulischer Kalk: Erhärtet nur an der Luft, langsamer, ist alkalisch, atmend.
- Hydraulischer Kalk: Erhärtet an der Luft und im Wasser, geringere Druckfestigkeit, plastisch, elastisch.
Anwendungen von Kalk
- Nichthydraulischer Kalk - Weissfeinkalk als Bindemittel, Mörtel für Deckputze, im Strassenbau zur Bodenverbesserung.
- Hydraulischer Kalk - Putz und Mauermörtel, Versetzmörtel für Natursteinplatten
Gips
- Herstellung: Für Putz, Stuck und Estriche, sowie Gipsbauplatten.
- Zwei Arten: Naturgips und REA-Gips.
Naturgips
- Gipsstein als Calciumsulfat-Dihydrat (CaSO4 2H2O).
- Anhydrit: Gips ohne Kristallwasser.
REA-Gips
- Technischer Gips, der bei der Rauchgasentschwefelung in Industrieanlagen anfällt.
- Chemisch identisch mit Naturgips und in gleicher Weise zu Baugips verarbeitet.
Einteilung Gips
- Gipsarten ohne Zusatzstoffe: Stuckgips, Putzgips
- Gipsarten mit Zusatzstoffen: Mörtelgips, Haftgips, Fugengips, Spachtelgips, Estrichgips
Eigenschaften von Baugips
- Kurze Abbindezeit
- Schwindet nicht
- Feine, glatte Oberfläche
- Gut verarbeitbar und formbar
- Gute Haftfestigkeit
- Feuerhemmend, wärmedämmend, schalldämmend, atmend
- Korrosion von ungeschützten Metallteilen
Anwendungen für Gipsmörtel
- Wandputz
- Deckenputz
- Calciumsulfat-Estrich (Unterlagsboden)
- Kleber für Vollgipsplatten
- Fugengips, Spachtelgips, Haftgips
Bauteile aus Mineralischem Bindemittel
- Bauteile sind vorgefertigte Komponenten, vereinfachen und beschleunigen den Bauprozess.
- Mineralische Bindemittel sind geeignet für die Bauteilherstellung.
Herstellung
- Rohmaterialien mit Bindemittel und Wasser vermengen.
- In die gewünschte Form bringen, ggf. mit Bewehrung.
- Aushärten.
Bauteile mit Zement
- Seit den 1950er Jahren in grosser Zahl produziert.
- Zement als Bindemittel vorteilhaft, da Bauteile in trockenen, feuchten und nassen Bereichen einsetzbar sind.
- Sehr druckfest sowie frost- und witterungsbeständig.
Betonwaren
- Rohmaterialien: Sand, Kies, Zement, Wasser, eventuell Bewehrung.
- Herstellung durch Mischen, Formgebung, Vibrieren, Aushärten, Nachbehandlung.
- Eigenschaften: Wasserdicht (bedingt), Druckfest, Gestaltungsmöglichkeiten durch Farben.
- Anwendung: Pflästerungen, Fensterbänke, Randsteine, Rasengittersteine.
Betonelemente
- Rohmaterialien: Sand, Kies, Zement, Wasser, Bewehrung.
- Herstellung: Mischen, Bewehrung verlegen, in Schalung geben, vibrieren, aushärten, Oberflächenbehandlung bei Bedarf.
Betonstein, Betonziegel
- Rohmaterialien: Sand, Zement, Wasser.
- Herstellung: Mischen, Formgebung mit Stangenpresse, Aushärten, ggf. Oberflächenbehandlung.
- Eigenschaften: Hohe Druckfestigkeit, wasserbeständig, massgenau, gute Schalldämmung.
Splittbeton
- In Form gebracht und mit Zement verbunden ergeben Filterplatten und Schalungssteinen.
- Auch das Ausbetonieren von Steinen ist möglich.
Faserbeton
- Rohmaterialien: Sand, Zemtent, Wasser, Glas-, Kunststoff- oder Kohlestofffasern
- Anwendung für Fensterbänke, Brunnenelemente, Fassadenverkleidungen.
Porenbeton
- Rohmaterialien: Quarzsand. Zement, Branntkalk, Wasser, Aluminiumpulver.
- Anwendung für Mauersteine, etc..
Kunststein
- Rohmaterialien: Sand, Kies, Zement, Wasser.
- Treppenläufe oder Fensterbänke lassen sich damit erstellen
Anwendung für Faserzement
- Rohmaterialien: Zement, Wasser, Kalksteinmehl, Zellstoff-Fasern, Farbpigmente, Luftporen.
- Anwendung für grossformatige Fassadenplatten
Zementgebundene Holzspanplatten
- Rohmaterialien: Holzspäne, Mineralsalze, Zement, Wasser.
- Anwendung für den Brandschutz
Leichtbauplatten
- Rohmaterialien: Holwolle, Mineralsalz und Zement.
- Anwendung für den Schallschutz
Polymerbeton
- Bindemittel: Reaktionsharze statt Zement und Wasser.
- Zuschlagstoffe: Sand, Kiese und Gesteinsmehl.
- Massenanteil der Reaktionsharze: Zwischen 5 und 15 %.
- Aushärtung durch Zugabe von Reaktionsmitteln.
- Gute Chemikalienbeständigkeit und hohe Festigkeit.
- Schnelle Aushärtung.
- Eigenschaften durch Variation der Harze und Gesteinskörnungen beeinflussbar.
- Anwendung: Herstellung von Rohren, Rinnensystemen und Fassadenverkleidungen
Ultra-Hochleistungsbeton (UHPC)
- Bindemittel: Hochofenzement statt Portlandzement.
- Dichteres Gefüge als Normalbeton.
- Eigenschaften: Hohe Druckfestigkeit und Duktilität, geringe Porosität.
- Anwendung gut geeignet für den Bau von Brückenflächen und Lagerhallen
Zementarten nach Norm SN EN 197-1
- Portlandzement (CEM I)
- Portlandkompositzement (CEM II)
- Hochofenzement (CEM III) (CEM IV)
- Kompositzement (CEM V)
Fesigkeitsklassen
- Festigkeitsklassen: 32.5, 42.5 und 52.2
- Anfangsfestigkeit: L, N und R
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