Einführung in die Ökologie

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Questions and Answers

Welche Aussage beschreibt die Autökologie am treffendsten?

  • Sie analysiert die Beziehungen zwischen verschiedenen Arten innerhalb eines Ökosystems.
  • Sie betrachtet das einzelne Individuum im Bezug zu seiner Umwelt. (correct)
  • Sie untersucht die Wechselwirkungen einer Population mit ihrer Umwelt.
  • Sie befasst sich mit dem globalen Stoffkreislauf und Klima.

Was kennzeichnet eine Biozönose?

  • Ein abgegrenzter Lebensraum mit seinen physikalischen und chemischen Bedingungen.
  • Der globale Kreislauf von Nährstoffen und Energie.
  • Die Gesamtheit aller Lebewesen, die in einem bestimmten Gebiet miteinander interagieren. (correct)
  • Ein einzelnes Individuum in seiner spezifischen Umwelt.

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Begriff 'Toleranzbereich' im ökologischen Kontext?

  • Die genetische Vielfalt innerhalb einer Population.
  • Die Fähigkeit einer Art, sich schnell an veränderte Umweltbedingungen anzupassen.
  • Die Konkurrenzfähigkeit einer Art im Vergleich zu anderen Arten um Ressourcen.
  • Der Bereich eines Umweltfaktors, innerhalb dessen eine Art existieren und überleben kann. (correct)

Was ist der Unterschied zwischen ökologischer Potenz und physiologischer Potenz?

<p>Ökologische Potenz beschreibt den Bereich eines abiotischen Faktors unter Konkurrenzbedingungen, während physiologische Potenz den Bereich ohne Konkurrenz beschreibt. (D)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter dem Begriff Reaktionsnorm in Bezug auf Umweltfaktoren?

<p>Die Fähigkeit eines Organismus, Schwankungen von Umweltfaktoren innerhalb bestimmter Grenzen zu ertragen. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Anpassung ist typisch für stenöke Organismen?

<p>Geringe Toleranz gegenüber schwankenden Umweltbedingungen. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie unterscheiden sich gleichwarme und wechselwarme Tiere hinsichtlich ihres Energiebedarfs?

<p>Gleichwarme Tiere haben einen höheren Energiebedarf aufgrund der Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt die Bergmannsche Regel am besten?

<p>Individuen einer Art sind in kälteren Regionen größer als in wärmeren Regionen. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche ökologische Bedeutung hat die Allensche Regel?

<p>Sie erklärt, wie die relative Größe der Körperanhänge (Ohren, Schwänze) zur Wärmeregulation in verschiedenen Klimazonen beiträgt. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie unterscheiden sich Licht- und Schattenpflanzen in ihrem inneren Aufbau?

<p>Lichtpflanzen haben mehr Chloroplasten und ein ausgeprägteres Palisadengewebe als Schattenpflanzen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Bedeutung hat der photoperiodische Einfluss auf Pflanzen?

<p>Er steuert die Blütenbildung in Abhängigkeit von der Tageslänge. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein typisches Merkmal von Feuchtlufttieren?

<p>Ein geringer Verdunstungsschutz und die Notwendigkeit, in sehr feuchter Luft zu leben. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie regulieren Wüstenbewohner ihren Wasserhaushalt?

<p>Sie können in der Trockenzeit keinen Wasserverlust durch Kühlung leisten. (D)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet Osmoregulation?

<p>Die Regulation des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie passen sich Süßwasserfische an ihre hypotonische Umgebung an?

<p>Sie nehmen aktiv Salze über die Kiemen auf und scheiden verdünnten Urin aus. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Anpassung ist typisch für Hydrophyten (Wasserpflanzen)?

<p>Schwache Verwurzelung und luftdurchlässige Gewebe. (A)</p> Signup and view all the answers

Was sind intraspezifische Beziehungen?

<p>Beziehungen innerhalb einer Art. (B)</p> Signup and view all the answers

Was besagt das Konkurrenzausschlussprinzip?

<p>Arten können nur dann nebeneinander existieren, wenn sie unterschiedliche ökologische Nischen besetzen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welchen Vorteil bietet die Konkurrenzvermeidung?

<p>Sie ermöglicht das Überleben, indem Arten auf alternative Ressourcen ausweichen. (B)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter Mimese im ökologischen Kontext?

<p>Die Nachahmung von Form und Farbe der Umgebung zur Täuschung. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Hauptunterschied zwischen Tarnfärbung und Mimikry?

<p>Tarnung passt die Farbe an die Umgebung an, Mimikry ahmt andere Organismen oder Objekte nach. (A)</p> Signup and view all the answers

Was kennzeichnet eine Symbiose?

<p>Eine enge Lebensgemeinschaft zwischen zwei Arten, die für beide vorteilhaft oder neutral ist. (B)</p> Signup and view all the answers

Was unterscheidet Ektosymbiose von Endosymbiose?

<p>Bei der Ektosymbiose lebt der Partner außerhalb des Wirts, bei der Endosymbiose im Inneren. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist Parasitismus?

<p>Eine Beziehung, bei der ein Partner auf Kosten des anderen lebt und diesen schädigt. (B)</p> Signup and view all the answers

Wie unterscheiden sich Neophyten von anderen Pflanzenarten?

<p>Sie sind in einem Gebiet heimisch, in dem sie ursprünglich nicht vorkamen. (B)</p> Signup and view all the answers

Was besagt die 10er-Regel im Zusammenhang mit Neobiota?

<p>10% der eingebrachten Arten überleben, 1% vermehrt sich, und 0,1% werden invasiv. (A)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter logistischem Wachstum einer Population?

<p>Ein Wachstum, das durch Ressourcenmangel und andere Faktoren begrenzt wird und sich einem Sättigungswert nähert. (A)</p> Signup and view all the answers

Was beschreiben die Lotka-Volterra-Gesetze?

<p>Die dynamischen Wechselbeziehungen zwischen Räuber- und Beutepopulationen. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Faktoren beeinflussen die Populationsdichte?

<p>Sowohl abiotische als auch biotische Faktoren, die dichteabhängig oder dichteunabhängig sein können. (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Was untersucht die Ökologie?

Untersucht Beziehungen der Lebewesen zueinander und zu ihrer abiotischen Umwelt.

Was ist die Biosphäre?

Gesamtheit aller Ökosysteme auf der Erde.

Was ist ein Ökosystem?

Lebensraum + Lebensgemeinschaft.

Was ist ein Biotop?

Abgrenzender Lebensraum.

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Was ist eine Biozönose?

Lebensgemeinschaft.

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Was ist eine Population?

Gruppe von Individuen der gleichen Art zur gleichen Zeit im gleichen Gebiet.

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Was bedeutet Toleranzbereich?

Fähigkeit, Schwankungen abiotischer Faktoren zu ertragen.

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Was ist der Toleranzbereich?

Bereich eines Lebewesens, in dem bloße Existenz möglich ist.

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Was ist die Toleranzkurve?

Konkrete Intensität der Lebensvorgänge.

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Was beschreibt das Minimum?

Unterhalb der Grenze kann ein Organismus nicht mehr leben.

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Was beschreibt das Maximum?

Oberhalb dieser Grenze ist Leben nicht mehr möglich

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Was beschreibt Optimum?

Bereich, in dem die Lebensprozesse am besten ablaufen.

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Was ist Ökologische Potenz?

Bereich eines abiotischen Faktors, in dem sich eine Art mit Konkurrenz entwickeln kann.

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Was ist Physiologische Potenz?

Bereich eines abiotischen Faktors, in dem sich eine Art ohne Konkurrenz entwickeln kann.

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Was ist ein Präferendum?

Vorzugsbereich.

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Was sind Stenöke Organismen?

Organismen mit kleinem Toleranzbereich.

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Was sind Euryöke Organismen?

Organismen mit großem Toleranzbereich.

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Was ist die Reaktionsnorm?

Eigenschaften von Organismen, Schwankungen der Umweltfaktoren in bestimmten Grenzen zu ertragen.

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Was sind Wechselwarme Tiere?

Körpertemperatur = Umgebungstemperatur, wenig Energieaufwand.

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Was sind Gleichwarme Tiere?

Körpertemperatur immer gleich, hoher Energie- und Nahrungsbedarf.

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Was besagt die Bergmannsche Regel?

Individuen einer Art sind in kalten Gebieten größer als in warmen Regionen.

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Was besagt Allensche Regel?

Körperanhänge sind in kalten Gebieten kürzer/kleiner als bei Arten in wärmeren Gebieten.

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Was sind Lichtpflanzen?

Gedeihen optimal bei voller Beleuchtung.

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Was sind Schattenpflanzen?

Gedeihen optimal bei geringer Beleuchtung.

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Was sind Langtagpflanzen?

Benötigen für Blühinduktion eine Belichtungsdauer von mehr als 12 Stunden.

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Was sind Kurztagpflanzen?

Benötigen für Blühinduktion eine Belichtungsdauer von weniger als 10-12 Stunden.

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Was sind Feuchtlufttiere?

Haben einen geringen Verdunstungsschutz und leben in feuchter Luft.

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Was sind Trockenlufttiere?

Tiere, die durch geringen Wasserbedarf an Wassermangel angepasst sind.

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Was ist Osmoregulation?

Regulation des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten.

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Was ist Osmose?

Konzentrationsausgleich zwischen zwei Stoffen durch semipermeable Membran.

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Study Notes

Einführung in die Ökologie

  • Die Ökologie als Lehre vom Naturhaushalt wurde vor etwa 100 Jahren von Ernst Haeckel geprägt.
  • Definiert als Teilgebiet der Biologie, untersucht die Ökologie die Beziehungen zwischen Lebewesen und ihrer abiotischen Umwelt.

Ökologische Ebenen

  • Autökologie: Betrachtung des Individuums im Mittelpunkt.
  • Synökologie: Betrachtet Wechselwirkungen von Lebensgemeinschaften, z. B. Pflanzen und Tieren, mit ihrer Umwelt.
  • Populationsökologie: Analyse der Wechselwirkung einer Gruppe oder Population mit ihrer Umwelt.

Grundbegriffe der Ökologie

  • Biosphäre: Die Gesamtheit aller Ökosysteme der Erde.
  • Ökosystem: Besteht aus einem Lebensraum und einer Lebensgemeinschaft.
  • Landökosysteme: Terrestrische Ökosysteme.
  • Wasserökosysteme: Aquatische Ökosysteme.
  • Biotop: Ein abgegrenzter Lebensraum.
  • Biozönose: Eine Lebensgemeinschaft.
  • Abiotische Umweltfaktoren: Licht, Temperatur, Bodenbeschaffenheit.
  • Biotische Umweltfaktoren: Konkurrenz, Fortpflanzungsbeziehungen, Nahrungsbeziehungen.

Definition Population

  • Eine Population ist eine Gruppe von Individuen der gleichen Art, die zur gleichen Zeit im gleichen Areal vorkommen.

Toleranzbereich von Individuen

  • Der Toleranzbereich beschreibt die Fähigkeit eines Organismus, Schwankungen von abiotischen Faktoren zu ertragen.
  • Zeigerarten: Haben eine geringe Toleranz gegenüber einem abiotischen (unbelebten) Umweltfaktor.
  • Der Toleranzbereich ist der Bereich, in dem ein Lebewesen existieren kann.
  • Die Toleranzkurve stellt die konkrete Intensität der Lebensvorgänge dar.
  • Das Minimum ist die Grenze, unterhalb derer ein Organismus nicht mehr überleben kann.
  • Das Maximum ist die Grenze, oberhalb derer ein Leben nicht mehr möglich ist.
  • Das Optimum ist der Bereich, in dem die Lebensprozesse am besten ablaufen.

Ökologische Potenz und Präferendum

  • Die ökologische Potenz bezieht sich auf den Bereich eines abiotischen Faktors, in dem sich eine Art entwickeln und fortpflanzen kann (mit Konkurrenz).
  • Physikalische Potenz: Bereich eines abiotischen Faktors, in dem sich eine Art ohne Konkurrenz entwickeln und fortpflanzen kann.
  • Präferendum: Ist der bevorzugte Bereich für eine Art.
  • Stenöke Organismen: Haben einen kleinen Toleranzbereich.
  • Euryöke Organismen: Haben einen großen Toleranzbereich.
  • Reaktionsnorm: Beschreibt die Fähigkeit von Organismen, Schwankungen der Umweltfaktoren innerhalb bestimmter Grenzen zu ertragen.

Einfluss der Temperatur auf Tiere (Abiotische Faktoren)

  • Wechselwarme/poikilotherme/endotherme Tiere: Ihre Körpertemperatur entspricht der Umgebungstemperatur.
  • Wechselwarme/poikilotherme/endotherme Tiere: Benötigen wenig Energie, daher ist wenig Nahrungsaufnahme erforderlich.
  • Wechselwarme/poikilotherme/endotherme Tiere: Sind stenöke Organismen (breiter Tolerenzbereich)
  • Wechselwarme/poikilotherme/endotherme Tiere: Z.B. Reptilien, Wirbellose, Fische, Amphibien
  • Gleichwarme/homoiotherme/ektotherme Tiere: Ihre Körpertemperatur ist weitgehend unabhängig von der Außentemperatur.
  • Gleichwarme/homoiotherme/ektotherme Tiere: Hoher Energie- und Nahrungsbedarf.
  • Gleichwarme/homoiotherme/ektotherme Tiere: Sind euryöke Organismen (kleiner Toleranzbereich).
  • Gleichwarme/homoiotherme/ektotherme Tiere: Z.B. Säugetiere, Vögel.

Überwinterungsstrategien

  • Zug in Überwinterungsgebiete, Winterruhe, Winterschlaf und isolierendes Fell, Federkleid, Speckschicht sind Überwinterungsstrategien
  • Bergmannsche Regel: Individuen einer Art oder nah verwandter Arten sind in kälteren Gebieten größer als in wärmeren Regionen.
  • Tiere in kalten Regionen haben im Verhältnis zum Volumen eine geringere Körperoberfläche, wodurch der Wärmeverlust geringer ist.
  • Kleinere Tiere kühlen schneller aus als größere.
  • Um die Temperatur zu halten, ist pro Gewichtseinheit mehr Energie notwendig
  • Pinguine, Bären, Wölfe und Rehe folgen der Bergmannschen Regel.
  • Allensche Regel: Körperanhänge (Ohren, Schwänze, Extremitäten) sind in kalten Gebieten kürzer bzw. kleiner als bei Arten in wärmeren Gebieten.
  • Eine relativ große Körperoberfläche im Vergleich zum Volumen führt zum leichten Abkühlen des Körpers, daher sind Körperanhänge zur Wärmeregulation wichtig.

Einfluss des Lichts auf Pflanzen

  • Lichtpflanzen: Gedeihen optimal bei voller Beleuchtung und kommen auf Wiesen, Feldern, Steppen, Wüsten und Wegrändern vor.
  • Beispiele für Lichtpflanzen: Kamille, Rot-Klee, Buchen und alle Kulturpflanzen.
  • Lichtpflanzen zeichnen sich durch viele Chloroplasten aus.
  • Lichtpflanzen haben ein stark ausgeprägtes, mehrschichtiges Palisaden- und Schwammgewebe, große Interzellularräume, eingestülpte Spaltöffnungen und eine dickere Cuticula.
  • Lichtpflanzen sind im Äußeren kleiner, dicker und haben dunklere Farben.
  • Schattenpflanzen: Gedeihen optimal bei geringer Beleuchtung (sogar 5 %) und vertragen keine volle Beleuchtung.
  • Schattenpflanzen: Kommen in dichten Wäldern (Strauch- und Krautschicht) und Hecken vor.
  • Schattenpflanzen sind z.B. Waldsauerklee oder Maiglöckchen
  • Schattenpflanzen: Haben wenig Chloroplasten, ein leicht ausgeprägtes, einschichtiges Palisaden- und Schwammgewebe, kleine Interzellularräume, keine eingestülpten Spaltöffnungen und eine dünne Cuticula. Schattenpflanzen habe dünnere Schichten, größere Blattspreite und hellere Farben auf.

Photoperiodischer Einfluss

  • Bei vielen Pflanzen hängt die Blütenbildung von der täglichen Belichtungsdauer ab, was als photoperiodischer Einfluss bezeichnet wird.
  • Langtagpflanzen: Blühen nur, wenn sie für einige Tage einer Belichtungsdauer von mehr als 12 Stunden ausgesetzt sind.
  • Langtagpflanzen: Blühen in der generativen Phase und wachsen in der vegetativen Phase (z.B. Roggen, Hafer, Salat, Radieschen, Möhren, Weizen).
  • Kurztagpflanzen: Benötigen zur Blühinduktion eine Belichtungsdauer von weniger als 10-12 Stunden.
  • Kurztagpflanzen: Z. B. tropische und subtropische Arten (Mais, Hirse, Reis, Soja, Astern, Kartoffeln).
  • Tagneutrale Pflanzen: Haben keine Beziehung zwischen täglicher Belichtungsdauer und dem Übergang von der vegetativen zur reproduktiven (generativen) Phase (z.B. Rispengras, Sonnenblume, Hirtentäschel).

Einfluss des Lichts auf Tiere

  • Licht dient als biochemischer Auslöser für Stoffwechselprozesse (z.B. Vogeluhr, Saisondimorphismus).
  • Tagaktive Tiere (Singvögel) und nachtaktive Tiere (Eule) werden durch Licht beeinflusst.
  • Das Aufsuchen der Winterquartiere wird durch Licht beeinflusst.
  • Zugvögel zeigen Zugunruhe (Storch, Kiebitz).
  • Orientierung (Honigbiene, Ameise.)

Einfluss des Wassers auf Tiere

  • Zum aktiven Leben benötigen alle Organismen eine ausreichende Menge Wasser.
  • Feuchtlufttiere haben einen geringen Verdunstungsschutz, leben in feuchter Luft oder dürfen sich nur kurzfristig vom Wasser entfernen (z.B. Frosch).
  • Trockenlufttiere sind durch geringen Wasserbedarf an Wassermangel angepasst (z.B. Säugetiere, Vögel, Kriechtiere, Insekten).
  • Trockenlufttiere haben verschiedenen Wegen sich vor Verdunstung zu schützen: Chitinpanzer, Kalkgehäuse mit organischer Haut, stoffwechselphysiologische Einrichtungen und Ausweichern in unterirdische Bereiche.
  • Wüstenbewohnende können sich in der Trockenzeit keinen Wasserverlust durch Kühlung leisten.
  • Kleinere Wüstentiere weichen in unterirdische Bereiche aus.
  • Rückkondensation: Feuchte Nasenschleimhaut wird beim Einatmen abgekühlt, die Luft befeuchtet sich gleichzeitig und beim Ausatmen kondensiert der Großteil des Wassers, um den nächsten Atemzug zu befeuchten.

Osmoregulation bei Wassertieren

  • Unter Osmoregulation versteht man die Regulation des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten eines Organismus.
  • Osmose: Konzentrationsausgleich zwischen zwei Stoffen durch eine semipermeable Membran (einseitig gerichtete Diffusion).
  • Beschreibt Hypoton+ hyperton=Isoton.
  • Süßwasserorganismen sind hyperton: Ihre Körperflüssigkeit hat einen höheren Gehalt an osmotisch wirksamen Stoffen als die Umgebung.
  • Süßwasserorganismen nehmen ständig Wasser über die Körperoberfläche auf.
  • Süßwasserorganismen haben einen höheren Anteil von Salzen im Körper als im Gewässer und scheiden überschüssiges Wasser in großen Mengen wieder aus.
  • Süßwasserorganismen scheiden auch Salze aus, nehmen aber zusätzlich Na+Cl- über die Kiemen auf.
  • Salzwasserorganismen sind hypoosmotisch: Sie verlieren ständig Wasser an ihre Umgebung entsprechend dem osmotischen Gefälle.
  • Salzwasserorganismen müssen zum Ausgleich Salzwasser aufnehmen und überschüssiges Salz unter Energieaufwand ausscheiden.
  • Salzwasserorganismen geben ständig Wasser über die Körperoberfläche ab.
  • Salzwasserorganismen haben einen niedrigeren Salzgehalt im Körper als im Wasser, kompensieren den Flüssigkeitsverlust durchs Trinken, scheiden wenig Harn aus und scheiden Salze über Kiemen aus.
  • Isoosmotische Organismen: Kommen ohne Osmoregulation aus, da die Konzentration der gelösten Stoffe in der Körperflüssigkeit der Umgebung entspricht (z. B. Protozoen, Wirbellose).

Wasserhaushalt der Pflanzen

  • Wechselfeuchte/poikilohydre Pflanzen: Der Wassergehalt hängt vom Feuchtigkeitsgehalt der Umwelt ab (z. B. Flechten, Moose, Algen).
  • Wechselfeuchte/poikilohydre Pflanzen: Besitzen keine Einrichtung zur Regulation der Wasseraufnahme oder -abgabe.
  • Wechselfeuchte/poikilohydre Pflanzen: Haben keine großen Zentralvakuolen, überdauern Zeiten des Wassermangels inaktiv und sind trockenresistent.
  • Eigenfeuchte/homoiohydre Pflanzen: Meist Pflanzen des Festlandes (Sprossenpflanzen).
  • Eigenfeuchte/homoiohydre Pflanzen: Besondere Einrichtung zur Regulation der Wasserabgabe mit großer Zentralvakuole als Wasserreservoir und Cuticula als Verdunstungsschutz.
  • Hydrophyten: Wasserpflanzen mit schwacher Verwurzelung.
  • Hydrophyten: Sprossachsen aus speziellem luftdurchlässigen Gewebe sowie Blätter zur Nährstoffaufnahme.
  • Hydrophyten: Haben eine dünne Cuticula und kleine Spaltöffnungen..
  • Hydrophyten: Viel Interzellulärraum
  • Beispiele: Seerose, Tausendblatt, Wasserpest, Hornblatt.
  • Hygrophyten: Feuchtpflanzen dünne Blätter, flache Wurzeln und viel Interzellularraum.

Pflanzenarten und ihre Anpassungen

  • Hygrophyten haben kleine Spaltöffnungen und wenig großes Palisaden- und Schwammgewebe (z.B Sumpfdotterblume, Rohrkolben).
  • Mesophyten: Mittelfeuchtpflanzen mit tiefem, ausgeprägtem Wurzelwerk und massiver Rinde.
  • Mesophyten: Spaltöffnungen auf der Unterseite, harter, wasserundurchlässiger Cuticula und wenig großem Palisadengewebe (z.B. Fichte, Löwenzahn, Buche).
  • Xerophyten: Trockenpflanzen mit tiefen Wurzeln und kleinen Blättern.
  • Xerophyten: Wenig Interzellularraum, viel Palisadengewebe, große Spaltöffnungen und eine dicke Cuticula (z.B. Mauerpfeffer, Heidekraut, Natterkopf).

Biotische Umweltfaktoren

  • Intraspezifische Beziehungen: Wechselwirkungen zwischen Individuen derselben Art.
  • Interspezifische Beziehungen: Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arten.
  • Konkurrenzausschlussprinzip: Arten mit gleichen ökologischen Ansprüchen schließen sich im selben Lebensraum weitestgehend aus.
  • Konkurrenzvermeidung: Arten mit eigentlich gleicher Ressource zum Überleben weichen auf eine alternative Ressource aus.
  • Räuber-Beute-Beziehungen: Die Anzahl von Räubern und Beute ändert sich zeitlich.
  • Tarnfärbung: Optisch an die Umgebung angepasst (nicht dauerhaft).
  • Mimese (Nachahmungstracht): Ahmt Form und Farbe der Umgebung nach (dauerhaft).
  • Warn-/Schrecktracht: Auffällige Färbung giftiger, ungenießbarer oder wehrhafter Tiere.
  • Mimikry: Nachahmung von Warnsignalen.

Symbiose

  • Symbiose: Wechselbeziehungen zwischen zwei artverschiedenen Organismen, die für beide vorteilhaft oder neutral sind.
  • Allianz: Gelegentliche Symbiose
  • Mutualismus: Länger andauernde Symbiose
  • Eusymbiose: Notwendige Symbiose
  • Kommensalismus: Nur ein Partner hat einen Vorteil.
  • Neutralismus: Keine Vor- oder Nachteile für beide Partner.
  • Endosymbiose: Wirt nimmt Parasit im Körper auf = Lebenslange Beziehung
  • Ektosymbiose: Partner körperlich getrennt = Kurzzeitige Beziehung.
  • Beispiele: Madenhacker und Nashorn (Putzsymbiose), Clownfisch und Anemone, Mykorrhiza.

Parasitismus

  • Parasitismus ist das Zusammenleben von artverschiedenen Organismen, bei der ein Organismus einseitigen Nutzen für den Parasiten bringt.
  • Vollparasiten: Sind vollständig auf ihren Wirt angewiesen.
  • Halbparasiten: Sind teilweise auf ihren Wirt angewiesen.
  • Mikroparasiten: Winzige Parasiten
  • Makroparasiten: Mehrzellige, Größere Parasiten
  • Endoparasiten: Leben innerhalb des Wirts.
  • Ektoparasiten: Leben außerhalb des Wirtskörpers. Wirtspezifität bedeutet auf einen Wirt spezialisiert.
  • Wirtswechsel: Nicht wirtsspezifisch.
  • Beispiele: Bandwurm, Mücke, Zecke.

Neobiota

  • Neobiota sind Arten, die sich in einem ihnen nicht heimischen Gebiet angesiedelt haben.
  • Neophyten: Pflanzen (z.B. Drüsiges Springkraut)
  • Neozoen: Tiere (z.B. Waschbär)
  • Neomyceten: Pilze (z.B. Mehltau)
  • Die "10er-Regel" besagt, dass von den Neobiota 10 % in der neuen Umgebung überleben, 1 % sich vermehren und 0,1 % invasiv sind.

Populationsökologie

  • Die Populationsökologie befasst sich mit artgleichen Lebewesen eines Lebensraumes, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden.
  • Die Größe der Population wird durch die Anzahl der Individuen festgelegt, die Dichte durch die Anzahl pro Flächeninhalt.
  • Im intakten Ökosystem stellt sich für jede Organismenart eine bestimmte Populationsdichte ein.
  • Das Wachstum erfolgt zunächst kontinuierlich, wobei die Zahl der Tochterindividuen exponentiell steigt.
  • Exponentielles Wachstum ist nicht dauerhaft möglich.
  • Mit zunehmender Dichte verstärken sich die Faktoren, die der Zunahme entgegenstehen.
  • Die Gesamtheit aller wachstumsbegrenzenden Faktoren bestimmt die Kapazität des Ökosystems.
  • Das Populationswachstum, das einen Sättigungswert erreicht hat, bezeichnet man als logistisches Wachstum.

Regulation von Populationsgrößen

  • Die Individuenanzahl von Beute und Räuber schwankt auch bei konstanten Bedingungen periodisch.
  • Trotz der Schwankungen bleiben die Durchschnittsgrößen der Population langfristig konstant.
  • Wenn die Anzahl an Räubern und Beute gleichermaßen proportional gemindert wird, erholt sich die Beutepopulation schneller als die der Räuber.
  • Beute (r-Strategen): Besiedeln sehr schnell einen Lebensraum.
  • Beute (r-Strategen): Haben eine extrem hohe Vermehrungsrate, können in kürzester Zeit freien Lebensraum besiedeln und haben kurze Generations- und Lebensdauer.
  • Räuber (k-Strategen): Setzen auf Sicherheit und haben geringe Vermehrungsraten, sind jedoch langlebig und investieren viel in Nachkommen.

Dichte(un-)abhängige Faktoren

  • Dichteabhängige Faktoren: Sind von der Populationsdichte abhängig (meist biotische Faktoren wie intraspezifische Konkurrenz, Fressfeinde, ansteckende Krankheiten).
  • Dichteunabhängige Faktoren: Sind nicht von der Populationsdichte abhängig (meist abiotische Faktoren wie Wetter, interspezifische Konkurrenz, unspezifische Fressfeinde).

Ökologische Nische

  • Die ökologische Nische bezeichnet die Gesamtheit aller abiotischen Umweltfaktoren, die für die Existenz einer bestimmten Art wichtig sind.
  • Nahe verwandte Arten leben in verschiedenen Biotopen.
  • Arten leben im gleichen Biotop, nutzen diesen aber unterschiedlich. Hauptaktivität wird auf unterschiedliche Zeiten verlegt.
  • Einnischung bezüglich der Nahrung: Verwandte Raubtiere fressen aufgrund Größe andere Beute.
  • Es wird auch der Ort der Nahrungssuche und es kommt zur Spezialisierung von Parasiten.
  • Einnischung: Findet auch bezüglich O2-Versorgung, Temperatur und Fortpflanzung statt.

Ökosystem Wald

  • Das Ökosystem ist das von Populationen von Lebewesen und deren anorganischer Umwelt gebildete Wirkungsgefüge, das offen und mit der Fähigkeit zur Selbstregulation ausgestattet ist.
  • Selbstregulation: Fähigkeit von Ökosystem ihr Fließgleichgewicht aufrecht zu erhalten und bei Störungen es wieder herzustellen
  • Offen: Stoffe und Energie dringen ins Ökosystem ein, zirkulieren zwischen den Systemeinheiten und verlassen es wieder
  • Dynamisch: Ständige Veränderungen von inneren und äußeren Einflüssen
  • Die Struktur in einem Wald wird in Baumschicht, Strauchschicht, Krautschicht (Moosschicht) und Bodenschicht unterteilt
  • (3 Ebenen)

Nahrungsketten und Energiefluss

  • Die als Nettoprimärproduktion verbleibende Biomasse und die darin enthaltende Energie wird durch das ständige Fressen und Gefressenwerden über verschiedene Konsumentenebenen weitergegeben.
  • Man nennt diese Beziehung Nahrunskette und den dazugehörigen Energiefluss

Trophieebenen

  • Produzenten (Pflanzen) bilden die erste Trophienebene (z.B. Gras).
  • Primärkonsumenten/Konsumenten 1. Ordnung (Pflanzenfresser) bilden die zweite Trophienebene (z.B. Hase).
  • Sekundärkonsumenten/K. 2. Ordnung (Fleischfresser) bilden die dritte Trophienebene (z.B. Fuchs), gefolgt von Endkonsumenten/Spitzenprädatoren.
  • Der Energiefluss bezeichnet den Prozess, bei dem Energie weitergegeben und verbraucht wird.
  • Energieinfall durch Sonnenlicht, Produzenten stellen durch Photosynthese organische Materialien her, Energiespeicherung in Kohlenhydraten, Aufnahme durch Primärkonsumenten und Weitergabe an Fressfeinde. Destruenten nehmen durch organische Abfallstoffe Energie auf.
  • Von der aufgenommenen Energie werden 90 % nicht von Lebewesen zu Lebewesen weitergegeben, daher muss Energie immer wieder von außen ins Ökosystem eingeführt werden.
  • Bei jeder Trophieebene kommt es zu einem Energieverlust.

Mischwald vs Monokulturen

  • Mischwälder bieten höhere Biodiversität, Resilienz gegenüber Schädlingen und Krankheiten, bessere Anpassung an den Klimawandel, Bodenverbesserung und -schutz sowie erhöhte Wasserrückhaltung.
  • Der Vorteil von Mischwäldern liegt in ihren ästhetischen und Freizeitwerten; nachteilig sind die komplexe Bewirtschaftung, langsamere Holzernte, kostenintensive Pflege, geringere Holzerträge (kurzfristig) und unvorhersehbare Naturereignisse.
  • Monokulturen ermöglichen eine effiziente Nutzung von Ressourcen, einfache Verwaltung, hohe Erträge, konsistente Qualität und wirtschaftliche Vorteile; nachteilig sind die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten, Bodenerosion, Nährstoffverarmung, Abhängigkeit von Chemikalien und der Verlust der Biodiversität.

Schädlingsbekämpfung

  • Die chemische Schädlingsbekämpfung zeichnet sich durch lange Abbauzeiten, Anreicherung in den Nahrungsketten, Speicherung und kann schädlich sein.
  • Die Biologische Schädlingsbekämpfung setzt dagegen auf die Hege, Begünstigung oder das Ausbringen von Pflanzen und Tieren, die als natürliche Gegenspieler Schädlinge und durch sie verursachte Krankheiten bekämpfen helfen.
  • Der Integrierte Pflanzenschutz umfasst richtige Bodenbearbeitung, Düngung, günstige Saat- und Pflanztermine, Auswahl resistenter Sorten, Einsatz biologischer Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen und Anwendung von selektiv wirkenden, leicht abbaubaren Pestiziden.

Produktivität und Sukzession

  • Sukzession ist die natürliche Rückkehr von Pflanzen, Tieren und Pilzen nach einer Störung durch vorherrschenden Umweltfaktoren.
  • Primärsukzession: In einer Biozönose gleichen sich im neuen Ökosystem Veränderungen durch neu ordnende Organismengemeinschaften aus.
  • Von Primärsukzession spricht man wenn es zu einer Erstbesiedlung kommt (Gebirgsrohböden, kahle Sandflächen, Besiedlung von erstarrter Lava).
  • Sekundärsukzession ist die Besiedlung oder Sukzessionsstadien auf Flächen, die durch natürliche Katastrophen oder durch menschliche Eingriffe entstanden sind, aber nicht völlig vegetationsfrei sind (z.B. Windbruch, Kahlschlag, Schneebruch, Waldbrände).

Kohlenstoffkreislauf

  • Der Kohlenstoffkreislauf ist ein Stoffkreislauf, in dem kohlenstoffhaltige Verbindungen (meist CO2) unter den Sphären der Erde (Atmosphäre, Lithosphäre, Pedosphäre, Biosphäre) ausgetauscht werden.
  • Schritt 1: Pflanzen nehmen CO2 aus ihrer Umwelt auf (Assimilation) und produzieren mittels Photosynthese Glucose und O2.
  • Schritt 2: Aerobe Lebewesen geben aufgrund der Zellatmung CO2 an die Atmosphäre durch Atmung ab.
  • Schritt 2: org. Kohlenstoff-Verbindungen wie Glucose + Sauerstoff werden benötigt
  • Schritt 3: Ausscheidung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen. Destruenten leben von diesen und können sie unter Energieaufwand zerlegen und abbauen.
  • Schritt 4: Wenn kohlenstoffhaltige Verbindungen ins Wasser gelangen, können Fotosynthese betreibende Organismen diese aufnehmen
  • Schritt 4: Tiere fressen diese Organismen, atmen CO2 aus, und scheiden kohlenstoffhaltige Verbindungen wieder aus. Was nicht von Destruenten verwertet wird, lagert sich als Sediment ab
  • Schritt 5: CO2-Austausch zwischen Wasser und Land (z.B Überschwemmungen)
  • Schritt 6: CO2 kann sich als Gas in Wasser lösen oder über Kohlensäure können Carbonat-lonen gebildet werden. Es kann durch Calcium-lonen zu Kalk entstehen -> und zu einem Teil der Sedimente werden.
  • Schritt 7: Wenn Sedimente nicht von Organismen abgebaut wird, entsteht Erdgas und Erdöl. Aus verrotteten Wäldern entsteht Kohle.
  • Durch Verbrennung der fossilen Brennstoffe steigt CO2 in Atmosphäre aus. (es entstehen kleine Teile giftiges Kohlenmonooxid).

Stickstoffkreislauf

  • Luft besteht zu 78% aus N2, Pflanzen jedoch benötigen N2 für Eiweißbindungen (Enzyme, Proteine) -> Bestandteile der Nucleinsäuren.
  • N2 kann von Pflanzen nicht direkt aufgenommen werden, da N nur unter hohem Energieaufwand aufgebrochen werden kann
  • Der Kreislauf beschreibt wie N2 in der Atmosphäre biochemisch umgewandelt wird
  • Biotisch: Durch Stickstofffixierende Bakterien (Knöllchenbakterien= Rhizobien) im Boden/Wasser
  • Diese leben auf Planzenwurzeln in Symbiose mit der Pflanze(liefern ihr N2 und erhalten im Gegenzug Nährstoffe)
  • Durch N2-Fixierung entsteht Ammonium (NH4+) oder Ammoniak (NH3), diese kann von Pflanzen aufgenommen werden.
  • Abiotisch: Z.B durch Verbrennung, Sonneneinstrahlung in der Atmosphäre wird N2 direkt zu Nitrit (NO2) oder Nitrat (NO3¯) umgewandelt.
  • Nitrifikation von NH3 oder NH4+ wird zu NH2 und anschliessend zu NH3¯ umgewandelt (Voraussetzung: aerobe Bedingungen).
  • Ammonifikation: Pflanzen werden von Tieren gefressen oder durch Destruenten zersetzt -> NH3 und NH4+ entstehen.
  • Denitrifikation: Bakterien veratmen unter aeroben Bedingungen Nitrate um O2 zu gewinnen -> Freisetzung von elementaren N2 (& Wasser) zurück in die Atmosphäre.

Der Menscheliche Einfluss auf den N2 Kreislauf und Naturschutz

  • Der Mensch trägt mit Nutztieren mehr N₂ in die Umwelt ein, als Pflanzen und Tiere zusammen aufnehmen können.
  • Der Gülle- und Jaucheanfall enthält reaktiven N₂ in Form von Harnsäure, Ammonium und Ammoniak und wird auf Feldern und Wiesen als N₂-haltiger Dünger ausgebracht.
  • Ständig sterben Arten aus➔ Rückgang der Biodiversität.
  • Kategorie 0→ ausgestorbene oder verschollene Arten
  • Kategorie 1 vom Aussterben bedrohte Arten
  • Kategorie 2→ stark gefährdete Arten
  • Kategorie 3 →regional niedrige Artbestände
  • Kategorie 4 → räumlich und zahlenmäßig auf wenige Vorkommen beschränkt
  • Arten/Naturschutz durch Bundesnaturschutzgesetz und über die Einrichtung von Nationalparks, Landschaftsschutzgebiete und Biosphärenreservate.

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