BIP, Konjunktur und Wachstum

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Questions and Answers

Was ist die treffendste Definition für das Bruttoinlandsprodukt (BIP)?

  • Der Wert aller Waren, die exportiert werden.
  • Der Wert aller Güter, die importiert werden.
  • Der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen produziert werden, abzüglich der Vorleistungen. (correct)
  • Der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Monats innerhalb der Landesgrenzen produziert werden, einschließlich der Vorleistungen.

Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen nominalem und realem BIP am besten?

  • Es gibt keinen Unterschied, beide Begriffe sind austauschbar.
  • Das reale BIP ist inflationsbereinigt, während das nominale BIP die Inflation beinhaltet. (correct)
  • Das nominale BIP ist inflationsbereinigt, während das reale BIP die Inflation beinhaltet.
  • Das nominale BIP berücksichtigt die Umweltbelastung, das reale BIP nicht.

Das BIP ist ein umfassender Indikator für Wohlstand und Lebensqualität eines Landes.

False (B)

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Konjunktur?

<p>Regelmäßige Schwankungen der Wirtschaftsaktivität. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft am ehesten auf eine Hochkonjunktur zu?

<p>Hohes Wachstum, hohe Löhne, hohe Beschäftigung. (D)</p> Signup and view all the answers

Ist die Zunahme der Produktionskapazität eines Landes über einen längeren Zeitraum.

<p>Wachstum</p> Signup and view all the answers

Wirtschaftswachstum ist immer gleichbedeutend mit Wohlstand.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Warum steigt das BIP, wenn es mehr Autounfälle gibt?

<p>Weil dadurch die Instandsetzung, medizinische Versorgung und Abschleppdienste benötigt werden. (C)</p> Signup and view all the answers

Nenne Sie einen Kritikpunkt am BIP als Wohlstandsindikator.

<p>Es berücksichtigt nicht die Lebensqualität und soziale Ungleichheit.</p> Signup and view all the answers

Was sind die Folgen, wenn ein Land ein hohes BIP-Wachstum aufweist?

<p>Kann Teil des G20 oder G7 sein. (D)</p> Signup and view all the answers

Warum ist die Fixierung auf das BIP-Wachstum problematisch?

<p>Weil es die Klimakrise befeuert. (B)</p> Signup and view all the answers

Unendliches Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen möglich.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Was braucht es, um Wohlstand zu sichern und Klimaziele zu erreichen?

<p>Eine Wirtschaft, die unabhängig von Wachstum funktioniert.</p> Signup and view all the answers

Was ist ein erster wichtiger Schritt, um Wohlstand neu zu definieren?

<p>Wohlstand unabhängig von Produktion, Konsum und Wachstum zu begreifen. (C)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter saisonalen Schwankungen im Kontext der Wirtschaft?

<p>Kurzfristige, jährlich wiederkehrende Schwankungen. (A)</p> Signup and view all the answers

Was sind strukturelle Schwankungen?

<p>Langfristige Veränderungen der Wirtschaftsstruktur, die durch technologische Innovationen bedingt sind. (B)</p> Signup and view all the answers

Ordnen Sie die Phasen des Konjunkturzyklus ihren charakteristischen Merkmalen zu:

<p>Aufschwung = Zunehmende Auslastung der Produktionskapazitäten. Boom = Überschreiten der Normalauslastung, Produktionsengpässe. Abschwung = Sinkende Kapazitätsauslastung. Rezession = Unterauslastung der Kapazitäten, steigende Arbeitslosigkeit.</p> Signup and view all the answers

Was kennzeichnet einen Spätindikator im Kontext der Konjunkturprognose?

<p>Er folgt der konjunkturellen Entwicklung zeitlich verzögert. (D)</p> Signup and view all the answers

Was ist ein Beispiel für einen Frühindikator?

<p>Auftragsbücher, die eine hohe Auslastung in Betrieben vermuten lassen. (B)</p> Signup and view all the answers

Nennen Sie einen Grund, warum Spätindikatoren überhaupt erhoben werden.

<p>Um die Auswirkungen von wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu beurteilen.</p> Signup and view all the answers

Was ist der ifo-Geschäftsklimaindex?

<p>Eine Befragung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und zukünftigen Erwartungen. (C)</p> Signup and view all the answers

Staatliche Ausgaben sind ein geeigneter Konjunkturindikator.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Was sind die Herausforderungen bei der Verwendung einer Aktienkursentwicklung als Konjunkturindikator?

<p>Eine Vielzahl weiterer Faktoren können darauf Einfluss nehmen. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist antizyklische Fiskalpolitik?

<p>Erhöhung der Staatsausgaben und Senkung der Steuern in einer Rezession. (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Saysche Theorem?

<p>Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst. (C)</p> Signup and view all the answers

Was ist der Multiplikatoreffekt?

<p>Die Vervielfachung der Wirkung von zusätzlichen Ausgaben auf das BIP.</p> Signup and view all the answers

Der Multiplikatoreffekt ist unbegrenzt.

<p>False (B)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Ziel des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes?

<p>Alle Ziele gleichzeitig zu erreichen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Ziele verfolgt ein Staat aus wirtschaftspolitischer Sicht?

<p>Frieden, Wahrung von Demokratie und Menschenrechten, wirtschaftlicher Wohlstand oder Verteilungsgerechtigkeit. (C)</p> Signup and view all the answers

Definieren Sie, was man unter einem „gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht“ versteht.

<p>Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsstand, außenwirt. Gleichgewicht, angem. Wirtschaftswachstum.</p> Signup and view all the answers

Flashcards

BIP (Bruttoinlandsprodukt)

Alle Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in den Landesgrenzen produziert wurden, abzüglich Vorleistungen.

Nominales BIP

BIP inklusive Inflation.

Reales BIP

Preisbereinigtes BIP, Inflation herausgerechnet.

Konjunktur

Schwankungen der regelmäßigen Wirtschaftsaktivität (Auf- und Ab).

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Hochkonjunktur

Hohes Wachstum, hohe Löhne, hohe Beschäftigung.

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Wachstum

Zunahme der Produktionskapazität.

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Wirtschaftsschwankungen

Wirtschaftliche Entwicklung, die nicht regelmäßig, sondern in Schwankungen verläuft.

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Konjunkturschwankungen

Mittelfristige Wirtschaftsschwankungen mit einer Zyklendauer von 4 bis 8 Jahren.

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Saisonale Schwankungen

Jährlich wiederkehrende Schwankungen, beeinflusst durch Jahreszeiten.

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verschiedene Formen von konjunkturellen Schwankungen

beschreibt verschiedene Formen von konjunkturellen Schwankungen.

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Das Problem des BIP-Wachstums

Konzentration auf das BIP-Wachstum kann die Klimakrise befeuern und Wohlstand verhindern.

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Wirtschaftsordnung/Wirtschaftssystem

Auflagen bestimmen die wirtschaftliche Tätigkeit.

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Fiskalpolitik

Maßnahmen zur Beeinflussung des Konjunkturzyklus.

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Konjunkturprogramme

senkt die Arbeitslosigkeit.

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Keynesianismus

Ein wirtschaftliches Konzept zur Steuerung der Gesamtnachfrage.

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Multiplikatoreffekt

Die durch zusätzliche Ausgaben entstehen.

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Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht

Ziele des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes.

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Zielkonflikte

Verschiedene Ziele der BRD sind nicht gleichzeitig erreichbar.

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Keynesianische Theorie

Annahme, dass freie Märkte sich nicht selbst regulieren.

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Keynesianische Theorie während einer Rezession

Schaffen Arbeitsplätze während einer Rezession.

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Beurteilung eines Wirtschaftssystems

Dabei können Kriterien wie Arbeitslosigkeit, Wachstum oder Staatsausgaben einfließen.

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Study Notes

BIP (Bruttoinlandsprodukt)

  • Das BIP umfasst alle Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in den Landesgrenzen produziert wurden.
  • Vorleistungen werden vom BIP abgezogen.
  • Es wird zwischen Entstehungs-, Verwendungs- und Verteilungsrechnung unterschieden.
  • Vergleichbarkeit wird durch das BIP pro Kopf hergestellt.
  • Das nominale BIP beinhaltet die Inflation.
  • Das reale BIP ist preisbereinigt, d.h. die Inflation ist herausgerechnet.
  • Umweltbelastungen und Lebensqualität werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Konjunktur

  • Konjunktur bezieht sich auf die regelmäßigen Schwankungen der Wirtschaftsaktivität, also den Wirtschaftsablauf mit Auf- und Abstieg.
  • Hochkonjunktur ist durch hohes Wachstum, hohe Löhne und hohe Beschäftigung gekennzeichnet.
  • Die Auslastung der Kapazitäten ändert sich im Konjunkturverlauf.
  • Konjunktur ist eine kurzfristige Betrachtung der Wirtschaft.

Wachstum

  • Wirtschaftswachstum ist die Zunahme der Produktionskapazität.
  • Es stellt eine langfristige Entwicklung dar.

Wachstum vs. Wohlstand und Aussagekraft des BIP

  • Wirtschaftswachstum ist nicht gleichbedeutend mit Wohlstand.
  • Das BIP steigt bei jedem Autounfall (Krankenwagen, Reparaturen), aber Autounfälle zeigen nicht unbedingt Wohlstand an.
  • Hausarbeit fließt nicht ins BIP ein, Restaurantbesuche hingegen schon.
  • Ob Kohlekraftwerke oder Solaranlagen gebaut werden, spielt für das BIP keine Rolle, solange bezahlt wird.
  • Das BIP ist ein Indikator dafür, wie viel produziert und konsumiert wird, jedoch kein Indikator für Wohlstand und Lebensqualität.
  • BIP hat dennoch einen großen Einfluss, da sich nicht nur die Politik danach richtet, sondern das gesamte Wirtschaftssystem auf Wachstum basiert.
  • Erhöhte Produktion schafft Arbeitsplätze, mehr Steuerzahler und höhere Sozialversicherungsbeiträge, was öffentliche Ausgaben ermöglicht.
  • Stetiges Wachstum verhindert Verteilungskämpfe, da alle etwas mehr haben, auch wenn die Ungleichheit bestehen bleibt.
  • Länder mit hohem BIP-Wachstum können Teil der G20 oder G7 sein.
  • Die Fixierung auf BIP-Wachstum ist ein Problem, da anhaltend hohes BIP-Wachstum in Industrieländern sogar Wohlstand verhindern kann, da es die Klimakrise anheizt.
  • Unendliches Wachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich.
  • Industrieländer müssen ihren Ressourcenverbrauch reduzieren, damit der globale Süden ein Mindestmaß produzieren und konsumieren kann.
  • Eine Wirtschaft, die allein auf Wachstum fixiert ist, erlebt Rezessionen oft mit Arbeitslosigkeit, Leid und Armut.
  • Es braucht eine Wirtschaft, die unabhängig von Wachstum funktioniert und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt.

Konjunkturformen

  • Es gibt verschiedene Formen von konjunkturellen Schwankungen.
  • Saisonale Schwankungen sind planbar (z.B. Tourismus).
  • Konjunkturelle Schwankungen dauern 4-6 Jahre.
  • Strukturelle Schwankungen dauern 50-60 Jahre und werden oft durch technologischen Fortschritt bedingt.

Phasen des Konjunkturzyklus

  • Aufschwung: Auslastung steigt, Sozialprodukt wächst schneller, Arbeitsproduktivität und Unternehmensgewinne steigen, Vertrauen in die Wirtschaft wächst.
  • Boom: Normalauslastung wird überschritten, Produktionsengpässe entstehen, Produktionswachstum verlangsamt sich, Gefahr von Kosten- und Preissteigerungen steigt.
  • Abschwung: Kapazitätsauslastung sinkt.
  • Rezession: Unterauslastung der Kapazitäten, Nachfrage bleibt hinter Produktionsmöglichkeiten zurück, negative Entwicklung der Beschäftigung, steigende Arbeitslosigkeit, Kostendruck verstärkt sich.
  • Die Länge des Konjunkturzyklus ist der Zeitraum zwischen zwei oberen oder unteren Wendepunkten.
  • Die Amplitude der Konjunktur misst die prozentuale Abweichung der Produktion zwischen dem unteren und dem oberen Wendepunkt.

Sondersituation Australiens: Wirtschaftswunder

  • Kontinuierliches Wirtschaftswachstum über 26 Jahre.
  • Hohe Rohstoffvorkommen und Handel.
  • Hohe Einwanderungszahlen qualifizierter Fachkräfte und eine beständige Einbürgerungsquote.
  • Liberalisierung des Wirtschaftszweigs und Finanzsektors (offene Marktwirtschaft).
  • Außergewöhnlich ist das Ausbleiben mittelfristiger Konjunkturschwankungen.
  • Weniger Rohstoffe, höhere saisonale Schwankungen, nicht nur qualifizierte Fachkräfte in Deutschland.
  • In Australien leben nur 27 Mio. Menschen; die geographische Lage ist Inselstaat/Kontinent (Südhalbkugel).
  • Abschottung durch Insel / Unabhängigkeit.
  • Krisenanfälligkeit in Deutschland höher durch globale Vernetzung.
  • Höhere bürokratische Auflagen in Deutschland.
  • In Deutschland enge wirtschaftliche Beziehungen zu Nachbarländern + höhere Abhängigkeit.
  • Innerhalb der EU: hohe Migration.
  • Qualifizierte Fachkräfte = Brain Drain (Abzug von Fachkräften aus dem Ausland).

Konjunkturprognosen

  • Vergleichbar mit dem Wetter.
  • Vorhersehbare Ereignisse verändern die Konjunktur.
  • Prognosen können gegensätzlich sein.
  • Gleiche Ausgangslage wie beim Wetter.
  • Pessimistische/optimistische Sichtweisen.
  • Deutung variiert.
  • Trends beruhen auf Messungen/Indikatoren.

Konjunkturindikatoren

  • Frühindikatoren: laufen der wirtschaftlichen Aktivität voraus und geben Hinweise auf zukünftige Entwicklung.
  • Präsenzindikatoren: laufen im Einklang mit aktueller wirtschaftlicher Entwicklung (wichtigster Indikator: Wachstumsrate des BIP).
  • Spätindikatoren: folgen der konjunkturellen Entwicklung zeitlich verzögert (typischer Spätindikator: Arbeitslosenquote).
  • Frühindikatoren zeigen größte Schwankungen, Spätindikatoren geringe Amplituden.

Staatliche Ausgaben - kein Konjunkturindikator

  • Abhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Konzeption der Regierung.
  • Investitionen werden davon häufig unabhängig getätigt.
  • Wirtschaftsordnung/Wirtschaftssystem.

Soziale Marktwirtschaft

  • Privat -Eigentum ist grundsätzlich geschützt.
  • Unternehmen können produzieren, was sie wollen.
  • Jeder kann Verträge schließen.
  • Es gibt eine Gewerbefreiheit.
  • Es gilt das Prinzip der Vertragsfreiheit

Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik

  • Keynessches Rezept: "Deficit spending" (in Krisenzeiten investieren).
  • Stabilitäts- und Wachstumsgesetz (1967) = Grundlage der Wirtschaftspolitik in der BRD.
  • Soll zu Multiplikatoreneffekt führen.
  • Idee: Zuwächse des BIP durch zusätzliche Ausgaben des Staates, privater Haushalte, des Auslands oder Investitionen von Unternehmen.

Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht: Ziele

  • Wachstumsrate BIP → angemessene Wachstumsrate → 2-2,5% (positiv)
  • Preisniveau: stabil → Inflationsrate → bis zu 2% erwünscht
  • Arbeitslosigkeit: hoher Beschäftigungsgrad → nur bis zu St. Arbeitslosigkeit
  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht: Import und Export sollen im Ausgleich stehen ("die Waage halten")

Magisches Sechseck

  • Umweltschutz
  • gerechte Vermögensverteilung

„Zielkonflikt“ nachfrageorientierter Stabilisierungspolitik

  • Vollbeschäftigung anstreben, Inflation verhindern?
  • Preisniveau steigt bei hoher Nachfrage
  • Phillipskurven - Zielkonflikt
  • Angebots-Theoretische Wirtschaftspolitik
  • Milton Freedman - Steuerung durch Geld =& Monitarismu

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