Soziales Handeln: Gesellschaftliche Perspektiven (PDF)

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This document provides a summary of different sociological perspectives on social action, focusing on the works of Weber, Marx, and Durkheim. It discusses aspects such as social norms and values, socialization processes and more. The document might contain lecture notes.

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SOZIALES HANDELN Aus Gesellschaftsperspektive SITZUNG 31.10.24 Wiederholung Soziales Handeln aus Individualperspektive (Weber) Soziales Handeln aus Gesellschaftsperspektive Talcott Parsons – Strukturen vs. Individuelle Handlungen Karl Marx – Der Mensch und die gesellsch...

SOZIALES HANDELN Aus Gesellschaftsperspektive SITZUNG 31.10.24 Wiederholung Soziales Handeln aus Individualperspektive (Weber) Soziales Handeln aus Gesellschaftsperspektive Talcott Parsons – Strukturen vs. Individuelle Handlungen Karl Marx – Der Mensch und die gesellschaftlichen Verhältnisse Emile Durkheim – Soziale Fakten als Zwänge Normen und Werte Sozialisation 2 WEBERS THEORIE SOZIALEN HANDELNS ZUSAMMENFASSUNG Soziales Handeln: Verhalten + Sinn + Bezug auf andere Handeln (generell) folgt subjektivem Sinn Zweckrationales Handeln Wertrationales Handeln Affektuelles Handeln Traditionales Handeln 3 WEBERS THEORIE SOZIALEN HANDELNS ZUSAMMENFASSUNG Weber misst (zweck-)rationalem Handeln den höchsten Wert bei Für ihn die beste Form des Handelns Sein Menschenbild ist in einer Zeit geprägt, in der z.B. Kolonialismus und Rassentheorien für die Allgemeinheit akzeptabel waren Diesem Bild nach entwickeln sich Menschen in Stufen hin zur Rationalität (was in Europa schon viel früher passiert sei als in Teilen der Welt) 4 SOZIALES HANDELN EINORDNUNG DER PERSPEKTIVEN Was macht soziales Handeln mit mir selbst? Individualperspektive Welche Gründe und Bedeutungen gebe ich meinem Handeln (bewusst/unbewusst)? Was macht soziales Handeln in der Interaktion mit anderen? Verflechtungsperspektive Nächste Was besteht/entsteht dadurch Woche zwischen uns? Welche Bedeutungen geben wir unserer Interaktion? Was macht soziales Handeln mit/in der Gesellschaft? Gesellschaftsperspektive Wie wirkt die Gesellschaft auf mich ein? *mit Verflechtungsperspektive meint Pries eine Zwischenebene zwischen Individuum und Gesellschaft 5 SOZIALES HANDELN AUS GESELLSCHAFTSPERSPEKTIVE Soziale Regeln sind in jeder gesellschaftlichen Situation unterschiedlich 6 TALCOTT PARSONS (1902-1979) Betont die Rolle sozialer Systeme im sozialen Handeln Kritisiert damit den sog. methodologischen Individualismus Soziale Systeme: Verbindung aus Beziehungen, in denen wir zusammenarbeiten, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen → Es gibt Strukturen, die funktionale Aufgaben erfüllen: Strunkturfunktionalismus Wichtig für das Verständnis der Sozialisationsprozesse 7 PARSONS THEORIE Die Gesellschaft besteht aus Systemen, die im AGIL-Schema zusammenarbeiten 8 KARL MARX (1818-1883) Einfluss ökonomischer Strukturen auf das soziale Handeln Historischer Materialismus → Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte von Klassenkämpfen → Zwischen denen, die die Produktionsmittel besitzen und denen, die nur ihre Arbeitskraft besitzen 9 KARL MARX (1818-1883) Kapital: Zentraler Begriff → Kapital wird von Klasse der Besitzenden akkumuliert, Arbeiterklasse wird dadurch ausgebeutet → Führt zyklisch zu Krisen und Verbesserungen/Verschlechterungen für die Arbeiterklasse Grundlegend für das Verständnis moderner ökonomischer und sozialer Prozesse Denn: Fragen nach Ungleichheit, wirtschaftlicher Ausbeutung und Klassenstrukturen sind immer noch zentral 10 EMILE DURKHEIM (1858-1917) Soziale Fakten: Arten des Handelns, Denkens und Fühlens, die außerhalb des Individuums existieren und einen zwingenden Charakter haben 11 EMILE DURKHEIM Mechanische & Organische Solidarität Mechanisch: traditionelle Gesellschaften, in denen Menschen durch ähnliche Erfahrungen, Werte und Normen verbunden sind sie sind deswegen miteinander verbunden und aufeinander angewiesen Organisch: in modernen, arbeitsteiligen Gesellschaften die Abhängigkeit von spezialisierten Funktionen und Rollen fördert sozialen Zusammenhalt Studie: der Selbstmord 12 EMILE DURKHEIM Anomie: Zustand der Normlosigkeit in einer Gesellschaft Oft während und nach gesellschaftlichen Krisen Zustand kann sich verstetigen, wenn Gesellschaft nicht wieder zueinander findet 13 EMILE DURKHEIM Religion und kollektive Rituale Essentiell für gesellschaftlichen Zusammenhalt Religion ist für ihn jedes institutionalisierte Glaubenssystem Religion ist nicht nur spirituelles, sondern auch soziales Phänomen → Stärkt Gefühl der Zugehörigkeit und gemeinsamer Werte 14 KURZE PAUSE NORMEN UND WERTE Normen: spezifische Verhaltensregeln und Erwartungen, die von einer Gesellschaft festgelegt werden Werte: tief verwurzelte Überzeugungen darüber, was in einer Gesellschaft als gut, wünschenswert oder wichtig betrachtet wird → dienen der sozialen Ordnung, indem sie vorhersehbares und 16 koordiniertes Verhalten fördern SOZIALISATION → Prozess der kulturellen und sozialen Integration Parsons: Primäre Sozialisation findet in der Familie statt, wo grundlegende Werte und Normen vermittelt werden Sekundäre Sozialisation erfolgt in Institutionen wie Schulen, Universitäten und Arbeitsplätzen, wo spezifischere Rollen und Normen gelernt werden 17 ABSCHLUSS & FAZIT Zusammenfassung der Theorien: Talcott Parsons: Gesellschaftliches Handeln ist tief in den sozialen Systemen und deren Strukturen verankert, die individuelles Verhalten formen und normieren. Karl Marx: Materielle Bedingungen und ökonomische Verhältnisse bestimmen gesellschaftliche Strukturen und beeinflussen soziale Klassen und deren Konflikte. Emil Durkheim: Soziale Fakten und kollektive Normen üben einen starken Einfluss auf individuelles Verhalten aus und fördern gesellschaftliche Kohäsion. 18 ABSCHLUSS & FAZIT Zusammenfassung der Theorien: Normen und Werte: sind essenziell für die Regulierung des sozialen Lebens und spiegeln die ethischen und moralischen Grundlagen einer Gesellschaft wider. Sozialisation: Ein lebenslanger Prozess, durch den Individuen die Kultur, Normen und Werte ihrer Gesellschaft erlernen, um in ihr funktionieren und partizipieren zu können. 19 ABSCHLUSS & FAZIT Theoretisches Fazit: vorgestellte Theorien unterstreichen die Bedeutung von sozialen Strukturen und kulturellen Normen bei der Formung individuellen Handelns Sie betonen, dass das Verständnis des sozialen Handelns eine umfassende Betrachtung der sozialen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen erfordert 20 ABSCHLUSS & FAZIT Praktisches Fazit: Für die Praxis in der Sozialarbeit und Pädagogik ist es unerlässlich, die sozialen Kontexte und Hintergründe der Klient:innen zu verstehen das hilft, effektivere Unterstützungsstrategien zu entwickeln, die nicht nur auf das individuelle Verhalten abzielen, sondern auch die sozialen und kulturellen Einflüsse berücksichtigen Durch das Verständnis der vorgestellten Theorien können Fachkräfte erkennen, wie sehr das Verhalten ihrer Klient:innen durch gesellschaftliche Strukturen geprägt ist, und → können daraufhin Interventionen und Bildungsprogramme besser an die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen anpassen 21 DISKUSSION Wie sehen Sie die Rolle der Sozialisation in der modernen Gesellschaft? Welchen Einfluss haben individuelle Entscheidungen im Rahmen gesellschaftlicher Strukturen? 22 VIELEN DANK Florian Pap [email protected] Sprechstunden nach Vereinbarung Raum B233

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