DiF II - VL5
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Questions and Answers

Welchen Vorteil haben Förderprogramme für soziale und emotionale Kompetenzen nicht?

  • Reduktion von Verhaltensauffälligkeiten bei den teilnehmenden Schülern.
  • Zunahme sozialer Fertigkeiten bei den teilnehmenden Schülern.
  • Positiver Transfer auf die Schulleistungen (sekundäre Effekte).
  • Ausschließliche positive Auswirkungen auf Schüler, die bereits in Therapie sind. (correct)

Was ist ein wichtiger Faktor für die Wirksamkeit von Förderprogrammen zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenz?

  • Die Programme entsprechen allgemeinen Qualitätsstandards und sind theoriebasiert. (correct)
  • Die Programme verfolgen eine Vielzahl unterschiedlicher Ziele gleichzeitig.
  • Die Programme werden von externen Trainern durchgeführt, die nicht mit dem Schulalltag vertraut sind.
  • Die Programme haben eine sehr kurze Dauer (z.B. wenige Stunden).

Welche Aussage trifft nicht auf die Effektivität von Trainingsprogrammen sozialer und emotionaler Kompetenzen zu?

  • Schüler empfinden das Programm als nützlich und altersentsprechend.
  • Die Programme umfassen eine gewisse Mindestdauer.
  • Die Programme sind spezifisch und fokussiert.
  • Lehrkräfte setzen die Inhalte im Unterricht nicht um. (correct)

Welches Kriterium ist nicht entscheidend für die Wirksamkeit von Förderprogrammen im Bereich sozial-emotionaler Kompetenzen?

<p>Die Komplexität der theoretischen Grundlagen. (D)</p> Signup and view all the answers

Ein Schulleiter möchte ein neues Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen einführen. Welchen Aspekt sollte er bei der Auswahl nichtpriorisieren?

<p>Ein umfassendes Programm, das viele verschiedene Kompetenzbereiche abdeckt. (A)</p> Signup and view all the answers

Pettigrew und Tropp (2006) führten eine Meta-Analyse zur Intergruppenkontakttheorie durch. Welches der folgenden Ergebnisse ist am wenigsten wahrscheinlich ein Aspekt ihrer Forschung?

<p>Die Entwicklung neuer statistischer Methoden zur Meta-Analyse. (B)</p> Signup and view all the answers

Reinders (2004) diskutiert in "Allports Erben - was leistet die Kontakthypothese" die Kontakthypothese. Welche Aussage trifft wahrscheinlich am besten seine Argumentation?

<p>Die Kontakthypothese bedarf einer kritischen Neubewertung und Weiterentwicklung. (B)</p> Signup and view all the answers

Schmidt, Dirk, Neubauer und Schmiedek (2020) untersuchten die "hellen und dunklen Seiten von Peer-Beziehungen". Welcher der folgenden Aspekte steht am wahrscheinlichsten im Fokus ihrer Studie?

<p>Der Zusammenhang zwischen Peer-Beziehungen und dem affektiven Wohlbefinden von Kindern. (B)</p> Signup and view all the answers

Suhr-Dachs & Döpfner (2005) thematisieren Leistungsangst. Welche der folgenden Schlussfolgerungen wäre auf Grundlage ihrer Arbeit am wenigsten plausibel?

<p>Leistungsangst ist ein rein biologisches Phänomen. (C)</p> Signup and view all the answers

Scheithauer & Bull (2008) beschäftigten sich mit Aggression und Gewalt an Schulen. Welche Aussage würde ihre Forschung eher nicht unterstützen?

<p>Handlungsprogramme zur Reduktion von Gewalt an Schulen sind generell ineffektiv. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten, wie soziale Kompetenzen im schulischen Kontext definiert sind?

<p>Als überfachliche Kompetenzen im Kerncurriculum, die Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Emotionsregulation umfassen. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am treffendsten die Rolle der Schule bei der Förderung sozialer Kompetenzen?

<p>Die Vermittlung sozialer Kompetenzen liegt in der Verantwortung der gesamten Schule und aller beteiligten Akteur:innen. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie beeinflussen soziale Kompetenzen nach aktuellem Kenntnisstand die schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen?

<p>Es besteht ein wechselseitiger Zusammenhang, wobei sozial kompetentes Verhalten tendenziell zu besseren schulischen Leistungen führt und umgekehrt. (B)</p> Signup and view all the answers

Welchen Vorteil haben Kinder und Jugendliche mit gut entwickelten sozialen Kompetenzen?

<p>Sie erfahren positivere Beziehungen und Interaktionen mit Gleichaltrigen und Lehrkräften. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Zweck des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ)?

<p>Ein Screeningverfahren zur Erfassung von verhaltensbezogenen Stärken und Schwächen. (C)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet es, wenn soziale Kompetenzen als 'überfachliche Kompetenzen' bezeichnet werden?

<p>Sie sind für alle Lebensbereiche bedeutsam und nicht auf ein einzelnes Fach beschränkt. (D)</p> Signup and view all the answers

Kinder mit geringer sozialer Kompetenz zeigen häufiger emotionale und Verhaltensprobleme. Welchen weiteren Effekt haben geringe soziale Kompetenzen häufig?

<p>Sie haben häufiger auch schulisch schwächere Leistungen. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie können Lehrkräfte den Aufbau von sozialer Kompetenz im Unterricht fördern?

<p>Indem sie Möglichkeiten zur Kooperation und Kommunikation schaffen und auf einen respektvollen Umgang miteinander achten. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Auswirkungen hat keinen positiven Einfluss auf Lehrkräfte, wenn sie in Klassen mit einem positiven Klassenklima unterrichten?

<p>Stärkere Tendenz, Klassenarbeiten wohlwollender zu benoten (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am besten den Zusammenhang zwischen sozialer Integration und Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPU)?

<p>Kinder mit SPU haben ein signifikant höheres Risiko, Außenseiter zu werden, im Vergleich zu Kindern ohne Förderbedarf. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Gruppen hat kein erhöhtes Risiko für soziale Ausgrenzungsprozesse?

<p>Kinder und Jugendliche mit durchschnittlicher schulischer Leistung (D)</p> Signup and view all the answers

Wie wirkt sich ein positives Klassenklima auf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPU) und Verhaltensauffälligkeiten aus?

<p>Sie fühlen sich besser in die sozialen Beziehungen eingebunden. (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist das Hauptziel der Soziometrie im schulischen Kontext?

<p>Die systematische Erfassung von Gruppenstrukturen und sozialen Beziehungen innerhalb einer Klasse. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Art von Fragen wird typischerweise in einer soziometrischen Untersuchung verwendet?

<p>Fragen, die Aufschluss über bevorzugte oder nicht bevorzugte soziale Interaktionen geben. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft nicht auf Kinder mit einem positiven Klassenklima zu?

<p>Sie haben mehr Fehlzeiten. (C)</p> Signup and view all the answers

Ein Kind mit welchen der folgenden Eigenschaften hat das geringste Risiko, sozial ausgegrenzt zu werden?

<p>Hohe soziale Kompetenz und Empathiefähigkeit. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage über den Einfluss von Lehrerfeedback auf die soziale Akzeptanz von Schülern trifft nicht zu?

<p>Negatives Feedback von Lehrern hat einen geringeren Einfluss auf die soziale Akzeptanz eines Kindes als positives Feedback. (D)</p> Signup and view all the answers

Wie wirkt sich eine Unterrichtseinheit über Lernstörungen (wie in der Studie von Gabriel et al., 2021) typischerweise auf Schüler aus?

<p>Sie führt zu einer signifikanten Steigerung des Wissens über Lernstörungen bei allen Kindern. (D)</p> Signup and view all the answers

Eine Schule plant eine Intervention, um die soziale Akzeptanz von Schülern mit Lernschwierigkeiten zu verbessern. Welcher Ansatz wäre laut den bereitgestellten Informationen am effektivsten?

<p>Eine Unterrichtseinheit über Lernstörungen durchführen, um das Wissen und Verständnis aller Schüler zu erhöhen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage beschreibt am besten die soziale Referenz, die Kinder in Bezug auf Lehrerfeedback entwickeln?

<p>Kinder nutzen Lehrerfeedback über einen Mitschüler, um ihre eigene soziale Beziehung zu diesem Mitschüler zu formen. (B)</p> Signup and view all the answers

Ein Lehrer bemerkt, dass ein Schüler Schwierigkeiten hat, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren. Welche Maßnahme wäre, basierend auf den Informationen, am wenigsten geeignet, um die Situation zu verbessern?

<p>Den Schüler ignorieren, um ihn nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. (D)</p> Signup and view all the answers

Inwiefern beeinflusst eine erfolgreiche Aufklärung über Lernstörungen das Erleben von Schülern, die glauben, selbst betroffen zu sein?

<p>Sie führt zu einer verbesserten sozialen Integration und weniger Belastung in schwierigen Lernsituationen. (C)</p> Signup and view all the answers

Ein Lehrer möchte das soziale Klima in seiner Klasse verbessern. Welche Strategie, die auf dem Konzept der sozialen Referenz basiert, wäre am wenigsten effektiv?

<p>Schüler für Fehler oder Misserfolge öffentlich kritisieren. (A)</p> Signup and view all the answers

Wie können Schulen am besten sicherstellen, dass Aufklärungsinitiativen über Lernstörungen nachhaltig positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Schüler haben?

<p>Eine kontinuierliche, in den Lehrplan integrierte Auseinandersetzung mit dem Thema fördern. (C)</p> Signup and view all the answers

Der Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) erfasst verschiedene Bereiche. Welche Aussage trifft auf die Skala 'Prosoziales Verhalten' zu?

<p>Sie beinhaltet Items, die Verhaltensweisen beschreiben, die darauf abzielen, anderen zu helfen und rücksichtsvoll zu sein. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten den Zweck der Hyperaktivitätsskala im Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ)?

<p>Messung des Ausmaßes von Unruhe, Zappeligkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. (A)</p> Signup and view all the answers

Der SDQ verwendet sowohl Selbst- als auch Fremdbeurteilungsbögen. Welchen Vorteil bietet die Verwendung von Fremdbeurteilungsbögen (z.B. durch Eltern und Lehrer) im Vergleich zur reinen Selbstbeurteilung?

<p>Fremdbeurteilungen ermöglichen die Erfassung von Verhaltensweisen und Problemen in unterschiedlichen Kontexten (z.B. zu Hause und in der Schule). (B)</p> Signup and view all the answers

Bei der Interpretation der Ergebnisse des SDQ wird festgestellt, dass die Beurteilungen von Eltern und Lehrern für ein Kind stark voneinander abweichen (geringe Urteilskonkordanz). Welche Schlussfolgerung ist am wahrscheinlichsten?

<p>Das Kind zeigt unterschiedliche Verhaltensweisen in verschiedenen Umgebungen, was zu abweichenden Einschätzungen führt. (C)</p> Signup and view all the answers

Ein Kind zeigt im SDQ hohe Werte auf der Skala 'Emotionale Probleme', aber niedrige Werte auf der Skala 'Verhaltensprobleme'. Welche Interpretation ist am plausibelsten?

<p>Das Kind hat Schwierigkeiten, seine Emotionen zu kontrollieren und zu regulieren, zeigt aber keine externalisierenden Verhaltensweisen. (D)</p> Signup and view all the answers

Warum gilt der Einbezug von Eltern- und Lehrerurteilen neben der Selbstauskunft des Kindes als 'Goldstandard' in der Diagnostik mit dem SDQ, insbesondere bei jüngeren Kindern (unter 11 Jahren)?

<p>Weil jüngere Kinder ihre eigenen Probleme und ihr Verhalten oft noch nicht ausreichend reflektieren und einschätzen können. (C)</p> Signup and view all the answers

Welches Vorgehen ist bei der Interpretation des SDQ angebracht, wenn ein Item invertiert ist?

<p>Das invertierte Item muss vor der Berechnung des Skalenwerts umgepolt werden, um eine korrekte Interpretation zu gewährleisten. (B)</p> Signup and view all the answers

Eine Forscherin möchte mit dem SDQ die Prävalenz von Verhaltensauffälligkeiten in einer Stichprobe von Jugendlichen untersuchen. Welche Information benötigt sie zusätzlich zu den SDQ-Werten?

<p>Die Norm- und Cut-off-Werte des SDQ, um zu bestimmen, welche Werte als auffällig gelten. (A)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Kontaktaufbau

Auf andere Personen zugehen, wobei das Alter eine Rolle spielt.

Soziale Kompetenzen

Die Fähigkeit, effektiv mit anderen zu interagieren.

Bestandteile sozialer Kompetenzen

Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Emotionsregulation, Konfliktlösung, Selbstbewusstsein.

Bildungsauftrag der Schule

Soziale Kompetenzen sind im Lehrplan definiert und müssen vermittelt werden.

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Akteur:innen der Förderung sozialer Kompetenzen

Regelschullehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Schulpsycholog:innen, externe Trainer:innen.

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Effekte sozial-emotional kompetenten Verhaltens

Besseres schulisches Wohlbefinden und bessere schulische Leistungen.

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Folgen geringer sozialer Kompetenz

Emotionale und Verhaltensprobleme, schwächere schulische Leistungen.

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Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ)

Ein Screeningverfahren zu Verhaltensstärken und -schwächen.

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Was ist der SDQ?

Ein Fragebogen zur Erfassung von Stärken und Schwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen.

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SDQ: Welche Skalen gibts?

Emotionale Probleme, Probleme mit Gleichaltrigen, Hyperaktivität, Verhaltensprobleme und prosoziales Verhalten.

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SDQ: Wer beurteilt?

Selbstbeurteilungsbogen (11-17 Jahren und 18+) und Fremdbeurteilungsbogen (Eltern, Lehrkräfte).

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SDQ: Zeitraum?

Es bezieht sich auf das Auftreten in den letzten sechs Monaten.

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Warum mehrere Beurteilungsquellen?

Es werden mehrere Perspektiven (Kind, Eltern, Lehrer) eingeholt, um ein umfassenderes Bild zu erhalten.

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Warum Eltern/Lehrer?

Kinder unter 11 Jahren können ihr Verhalten oft noch nicht so gut reflektieren.

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Urteilskonkordanz

Die Ãœbereinstimmung ist oft nur schwach bis moderat (r = .34).

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Unterschiedliche Wahrnehmung

Kinder unterschätzen oft Hyperaktivität, während Außenstehende innere Probleme schwerer erkennen.

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Primäre Effekte von Förderprogrammen

Zunahme sozialer Fertigkeiten und Reduktion von Verhaltensauffälligkeiten bei teilnehmenden Schülern.

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Sekundäre Effekte

Positive Auswirkungen auf die Schulleistungen der Schüler.

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Wer führt Programme effektiver durch?

Programme sind wirksamer, wenn sie von Lehrkräften durchgeführt werden, da diese die Inhalte kontinuierlich im Unterricht aufgreifen.

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Qualitätsmerkmale wirksamer Förderprogramme

Programme sollten Qualitätsstandards entsprechen, spezifische Ziele verfolgen, von den Schülern als nützlich empfunden werden, theoriebasiert sein und eine Mindestdauer haben.

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Qualifikation der Programmdurchführenden

Die Person, die das Programm durchführt, sollte qualifiziert oder geschult sein.

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Pettigrew & Tropp (2006)

Eine Meta-Analyse der Intergruppen-Kontakttheorie, die untersucht, wie sich Kontakt zwischen Gruppen auf Vorurteile auswirkt.

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Pettigrew & Tropp (2008)

Eine Studie, die untersucht, wie Intergruppenkontakt Vorurteile reduziert, insbesondere durch die Analyse verschiedener vermittelnder Faktoren.

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Reinders (2004)

Überblick über die Kontakthypothese und ihre Bedeutung in der Forschung.

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Scheithauer & Bull (2008)

Handlungsansätze zur Reduzierung von Aggression und Gewalt in Schulen.

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Schmidt et al. (2020)

Untersucht die Auswirkungen von Beziehungen zu Gleichaltrigen auf das affektive Wohlbefinden von Kindern.

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Lehrkraftfeedback

Feedback von Lehrkräften beeinflusst die soziale Akzeptanz von Schülern.

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Positives Lehrerfeedback

Positives Feedback vom Lehrer verbessert die Akzeptanz des Kindes leicht.

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Negatives Lehrerfeedback

Negatives Feedback vom Lehrer verschlechtert die soziale Akzeptanz eines Kindes stark.

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Aufklärung über Lernbesonderheiten

Aufklärung über Lernschwierigkeiten, um Verständnis und Akzeptanz zu fördern.

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Effekte der Aufklärung

Mehr Wissen über Lernstörungen, weniger Ängste und höheres Wohlbefinden.

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Auswirkung auf betroffene Kinder

Bessere soziale Integration, weniger Ängste und geringere Belastung.

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Häufigkeit Lehrerfeedback

Lehrkräfte geben sehr oft Feedback im Unterricht.

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Soziale Referenz

Kinder nutzen das Feedback von Lehrern, als Referenz für ihre eigene soziale Beziehung zu einem anderen Kind.

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Vorteile Klassenklima

Schüler mit positivem Klassenklima zeigen bessere Leistungen, Motivation und Wohlbefinden.

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Vorteile für Lehrkräfte

Lehrkräfte mit positivem Klassenklima sind weniger belastet/Burnout-gefährdet und motivierter.

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Risiko sozialer Ausgrenzung

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Lernstörungen oder psychischen Auffälligkeiten.

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Ursachen für Ausgrenzung

Vorbehalte, störendes Verhalten, sozialer Rückzug.

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Folgen sozialer Ausgrenzung

Schlechtere Integration, häufigere Ablehnung.

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SPU und Außenseitertum

Dreifach erhöhtes Risiko, Außenseiter zu werden.

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Positives Klassenklima für SPU

Kinder fühlen sich wohler und besser eingebunden.

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Was ist Soziometrie?

Erfassung von Gruppenstrukturen und sozialen Beziehungen.

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Study Notes

Definition: Soziale Kompetenz

  • Soziale Kompetenz ist ein Sammelbegriff für Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die uns helfen, uns sozial kompetent zu verhalten.
  • Es beschreibt unser Verhaltenspotenzial. Eine Person ist grundsätzlich dazu in der Lage, sozial kompetent zu handeln, aber es gibt Situationen, in denen sie sich nicht so verhalten kann.
  • Sozial kompetentes Verhalten (Performanz) liegt vor, wenn gezeigtes Verhalten in einer Situation dazu beiträgt, eigene Ziele zu realisieren und sozial akzeptiert zu werden.
  • Durchsetzungsfähigkeit und Anpassung an soziale Erwartungen andererseits sind wichtige Aspekte, die situationsabhängig sind.
  • Die Entwicklung sozialer Kompetenz ist eine zentrale Aufgabe im Kindes- und Jugendbereich.
  • Es gibt eine Unterscheidung zwischen Kompetenz und Performanz, da Personen mit hoher sozialer Kompetenz sich nicht immer in jeder Situation sozial kompetent verhalten.

Dimensionen Sozialer Kompetenz

  • Umfasst Beziehungsgestaltung zu Peers (Aufbau positiver Peerbeziehungen), Selbstregulationsfähigkeit (Ärgerkontrolle) und schulische Anpassungs- und Leistungsfähigkeit.
  • Ebenfalls wichtig sind Kooperationsbereitschaft und Selbstbewusstsein (Kontaktaufnahme, Offenheit), wobei letzteres altersabhängig ist.

Soziale und emotionale Kompetenz und Schule

  • Soziale Kompetenzen sind im Kerncurriculum für die Primar- und Sekundarstufe als überfachliche Kompetenzen definiert.
  • Beispiele hierfür sind Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie die Verfügbarkeit von Emotionsregulations- und Konfliktlösungsstrategien.
  • Die Vermittlung sozialer Kompetenz ist eine Verantwortung der gesamten Schule.
  • Regelschullehrkräfte, Sonderpädagogen, Schulpsychologen und externe Trainer wirken mit.

Effekte Sozial-emotional kompetenten Verhaltens

  • Kinder und Jugendliche, die sozial kompetent agieren, erfahren besseres schulisches Wohlbefinden und empfinden positivere Beziehungen und Interaktionen.
  • Sie zeigen häufiger auch schulisch bessere Leistungen, da ihr Arbeitsgedächtnis weniger belastet ist.
  • Kinder und Jugendliche mit geringer sozialer Kompetenz weisen signifikant häufiger emotionale und Verhaltensprobleme auf und zeigen häufiger auch schulisch schwächere Leistungen.
  • Der Zusammenhang zwischen Schulleistungen und sozial-emotionalem kompetentem Verhalten scheint wechselseitig zu sein.

Diagnostik: Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ)

  • Es handelt sich um ein Screeningverfahren zur Erfassung verhaltensbezogener Stärken und Schwächen.
  • Der Fragebogen ist Open Access unter https://www.sdqinfo.org/a0.html verfügbar.
  • Er besteht aus 25 Verhaltensbeschreibungen, die auf einer dreistufigen Likert-Skala beurteilt werden.
  • Die Beurteilung bezieht sich auf das Auftreten des Verhaltens in den letzten sechs Monaten.
  • Die Skalen umfassen emotionale Probleme, Probleme mit Gleichaltrigen, Hyperaktivität, Verhaltensprobleme und prosoziales Verhalten.
  • Es gibt Selbstbeurteilungsbogen (11-17 Jahre und 18+) und Fremdbeurteilungsbogen (Eltern, Lehrkräfte).
  • Norm- und Cut-off-Werte für die Selbstbeurteilung und Elternurteile sind vorhanden.

Einbezug mehrerer Beurteilungsquellen bei der Diagnostik

  • Neben der Selbstauskunft der Kinder ist der Einbezug der Eltern und Klassenlehrkräfte als Goldstandard anzusehen.
  • Kinder unter 11 Jahren können ihre Verhaltensweisen noch nicht so gut reflektieren und einschätzen.
  • Außenstehende nehmen andere Dinge und Bedingungen wahr.
  • Es besteht aber nicht unbedingt eine hohe Beurteilungsübereinstimmung (Urteilskonkordanz); Korrelationen sind oft schwach bis moderat (r = .34).
  • Hyperaktivität wird oft von Kindern unterschätzt, ist aber für Außenstehende leichter erkennbar als innere Probleme.

Gründe für geringe Urteilskonkordanz

  • Unterschiede im Erleben und Verhalten des Kindes in verschiedenen Kontexten beeinflussen die Urteile.
  • Subjektivität, geringe Mitteilungsbereitschaft und eingeschränkte Reflexionsfähigkeit sowie sozial erwünschtes Antwortverhalten können zu Messfehlern führen.
  • Der Leidensdruck der Eltern spielt ebenfalls eine Rolle.
  • Der Kontext (unterschiedliche Situationen bei Eltern vs. Lehrern) ist wichtig und beeinflusst die Urteile.
  • Die Art der erfragten Verhaltensweisen und emotionalen Zustände spielt eine Rolle, ebenso wie das Alter des Kindes (Selbsturteil erst ab 9-11 Jahren empfohlen).

Diagnostik: Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen (FEESS)

  • Erfasst grundlegende emotionale und soziale Erfahrungen durch einen Selbstbeurteilungsfragebogen.

  • Es gibt zwei Teilfragebogen: SIKS und SALGA.

  • Die Normen sind getrennt nach Klassenstufe.

  • Die Anwendung ist als Einzel- oder Gruppenverfahren möglich.

  • Der Fragebogen weist eine interne Konsistenz der Skalen auf.

  • FEESS 1-2: α = .62 bis a = .93

  • FEESS 3-4: α = .74 bis a = .95

  • FEESS 5-6: a = .81 bis a = .94

Diagnostik: FEESS Skalen

  • Die Beantwortung erfolgt auf einer 4-fach gestuften Likert-Skala.
  • Die Skalen umfassen: Selbstkonzept der Schulfähigkeit (Ich verstehe nur wenig in der Schule).
  • Soziale Integration (Nur wenige Mitschüler können mich leiden).
  • Gefühl des Angenommenseins (Meine Lehrer mögen mich).
  • Klassenklima (Wir machen uns über andere Kinder lustig).
  • Lernfreude (Ich will jeden Tag in der Schule etwas Neues lernen).
  • Anstrengungsbereitschaft (Ich strenge mich ungern an beim Lernen).
  • Schuleinstellung (Nach den Ferien freue ich mich auf die Schule).

Struktur des FEESS

  • Die Skalen des Sozialklimas korrespondieren signifikant mit soziometrischen Indizes.

Förderung sozial-emotionaler Kompetenz

  • Skill-Trainings dienen dem Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen zur Prävention und Intervention.
  • Techniken der Affekt- und Verhaltensregulation werden vermittelt, oft unter Verwendung von Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie und Verstärkerplänen.
  • Die Durchführung kann mit der gesamten Klasse (universelle Prävention) oder in Kleingruppen erfolgen.
  • Zahlreiche Programme sind verfügbar, darunter Faustlos, Die Kunst, Konflikte selbst zu lösen, Sozialtraining in der Schule, Fit und stark fürs Leben, Toll, toller, tolerant.
  • Die Schule als Ort der Durchführung bietet den Vorteil der Schulpflicht, wodurch viele Kinder erreicht werden und die Maßnahmen niederschwellig und nicht selektiv sind.

Förderung sozial-emotionaler Kompetenz Merkmale

  • Befragung von Grund- und Förderschullehrkräften zeigt eine große Methodenvielfalt bei der Prävention und Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.
  • Häufig werden strukturierte Skill-Trainings wie FAUSTLOS und LUBO eingesetzt.

Metaanalyse zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenz

  • Primäre Effekte (Durlak et al., 2011) zeigen Zunahme sozialer Fertigkeiten und die Fähigkeit mit Konflikten umzugehen.
  • Es gibt eine bedeutsame Reduktion von Verhaltensauffälligkeiten, sowie positive Effekte auf die Schulleistungen.
  • Größere Erfolge werden erzielt, wenn Lehrkräfte die Programme leiten, da sie die Inhalte immer wieder aufgreifen.
  • Der Einsatz von Förderprogrammen ist im schulischen Kontext sinnvoll und lohnend.

Wirksamkeit Förderprogramme

  • Die Wirksamkeit von Förderprogrammen wird moderiert, wenn:
  • allgemeine Qualitätsstandards eingehalten werden (Manuale, in denen festgehalten ist, was zu tun ist).
  • nicht zu viele Ziele verfolgt werden (d.h. das Programm spezifisch ist)
  • SuS das Programm als nützlich empfinden und es altersentsprechend ist (Akzeptanz).
  • Das Programm theoriebasiert ist und eine gewisse Mindestdauer umfasst.
  • Die durchführende Person qualifiziert bzw. geschult ist und das Programm in intendierter Weise durchführt.
  • Strukturierte Programme meist effektiver als weniger strukturierte.

Beispiel: Faustlos

  • Faustlos ist ein hochstrukturiertes und wissenschaftlich evaluiertes Curriculum vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe.
  • Durch die Vermittlung und Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen soll impulsives und aggressives Verhalten reduziert werden.
  • Die Durchführung erfolgt durch Lehrkräfte nach entsprechender Fortbildung.
  • Gezielte Förderung von Empathiefähigkeit, Impulskontrolle und konstruktivem Umgang mit Ärger und Wut erfolgt.

Faustlos - Inhalte

  • Ca. 31 Lektionen über 3 Schuljahre hinweg (1-2 Schulstunden pro Lektion)
  • Empathieförderung( Gefühle erkennen und benennen sowie Perspektiven Anderer einnehmen).
  • Impulskontrolle und Ärgermanagement(Wahrnehmung von Ärger üben, Beruhigungstechniken erlernen und soziale Kompetenzen einüben).

Soziale Partizipation

  • Sie ist ein psychologisches Grundbedürfnis und eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Lernen und eine gute emotional-soziale Entwicklung.
  • Soziale Partizipation gelingt, wenn Kinder und Jugendliche positive Beziehungen haben, an gemeinsamen sozialen Aktivitäten teilnehmen, akzeptiert werden und sich selbst als sozial integriert erleben.

Positive Effekte von sozialer Partizipation

  • Bessere Schulleistungen, höhere Motivation, gesteigertes Wohlbefinden in der Schule.
  • Seltener Schulabbruch bei gut integrierten Kindern.
  • Weniger Belastung und Burnout bei Lehrkräften in Klassen mit positivem Klassenklima.
  • Höhere Motivation und Berufszufriedenheit.

Kinder mit einem Risiko für Ausgrenzungsprozesse

  • Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf (SPU), Lernstörungen und psychischen Auffälligkeiten sind besonders gefährdet.
  • Negative Einstellungen, Vorurteile und Verhaltensweisen der Mitschüler*innen können zu sozialem Rückzug der betroffenen Kinder führen.

Förderung sozialer Integration Risikokinder

  • Kinder und Jugendliche mit SPU, Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten werden häufiger abgelehnt.
  • Betroffene mit SPU haben ein dreimal höheres Risiko, Außenseiter zu werden.
  • Aber: In Klassen, in denen sich die Kinder wohlfühlen und der Umgang fair ist, fühlen sich Kinder mit SPU besser integriert.

Diagnostik: Soziometrie zur Erfassung sozialer Interaktionen

  • Ermöglicht die systematische Erfassung von Gruppenstrukturen und sozialen Beziehungen.
  • Kinder beantworten eine Reihe von Fragen (z.B. Mit wem möchtest du in einer Arbeitsgruppe sitzen?).
  • Die Antworten werden in einem Soziogramm dargestellt, das die Struktur der Gruppe und die Position der einzelnen Gruppenmitglieder (Außenseiter, Cliquen) aufzeigt.

Intergroup-contact-theory (ICT)

  • Vorurteile und negative Einstellungen entstehen durch Mangel an Sozialkontakten.
  • Sie besagt, dass Vorurteile und negative Einstellungen einer Gruppe gegenüber einer anderen durch einen Mangel an qualitativ hochwertigen Sozialkontakten entstehen.
  • Ziel ist es, qualitativ hochwertige Sozialkontakte herzustellen, was zur sozialen Integration der ausgegrenzten Schüler beiträgt (Primäreffekt).
  • Bei entsprechender Intensität und Quantität kann es auch zum Abbau von Vorurteilen kommen (Sekundäreffekt).

Bedingungen für qualitativ hochwertige Sozialkontakte nach der ICT

  • Statusgleichheit und gleiche Rechte und Pflichten, gemeinsames Ziel und positive gegenseitige Abhängigkeit.
  • Legitimation durch eine Autorität (z.B. Lehrkraft).
  • Förderung positiver Interaktionen, Intimität und die Möglichkeit zur Selbstoffenbarung.
  • Häufige und längere Kontakte sowie eine subjektiv empfundene Sicherheit.

Maßnahmen zur Steigerung der sozialen Partizipation

  • Kooperatives Lernen
  • Lehrkräfte-Feedback
  • Aufklärung und Entstigmatisierung

Kooperatives Lernen

  • Es sollen gemeinsames Lernen und gegenseitige Unterstützung ermöglicht werden.
  • Direkte und unterstützende Interaktion unter den Lernenden.
  • Positive Ziel-Interdependenzen( sitzen im gemeinsamen Boot).
  • Individuelle Verantwortlichkeit .
  • Laufende Evaluation.
  • Stärkung sozialer Kompetenzen.
  • Positive Auswirkungen auf Lernen, besonders bei Kindern mit SPU und Verhaltensauffälligkeiten.

Dyadisches Lernen: Peergestützte Leseförderung

  • Der Tutor unterstützt den Tutand, passt sich dem Lerntempo an und korrigiert Fehler.
  • Verbessert die Leistungen und soziale Kompetenzen.
  • Soziometrische Analysen zeigen, dass häufiger Einsatz kooperativer Lernformen allgemein die Akzeptanz von Kindern mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten fördert.

Beeinflussung der Lehrer-Schüler-Interaktionen

  • Die soziale Akzeptanz von Kindern kann durch das Feedfack der lehrkraft beeinflusst werden.
  • Positives Feedback steigert die Akzeptanz in der Klasse.
  • Negatives Feedback vermindertAkzeptanz stärker vermindert.

Aufklärung und Entstigmatisierung

  • Ziel ist Aufklärung über Lernschwierigkeiten.
  • Sie kann Ängste reduzieren.
  • Signifikant mehr Wissen durch Unterrichseinheit zum zum Thema.
  • Kinder zeigen die glauben selber betroffen sind zeigen bessere Integration.

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