EU-Binnenmarkt: Grundfreiheiten und Schengener Abkommen

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Questions and Answers

Welche der folgenden Freiheiten gehört nicht zu den vier Grundfreiheiten des EU-Binnenmarktes?

  • Freier Personenverkehr
  • Freier Warenverkehr
  • Freier Kapitalverkehr
  • Freier Wettbewerbsverkehr (correct)

Was ist das Hauptziel der Schengener Abkommen?

  • Die Stärkung der militärischen Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten
  • Die Vereinheitlichung der Währungen in Europa
  • Die Harmonisierung der Steuerpolitik der Mitgliedstaaten
  • Den Abbau von Grenzkontrollen und die Förderung des freien Personenverkehrs (correct)

Welche Aussage trifft auf die vorübergehende Einführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum zu?

  • Sie ist nur bei Zustimmung aller Schengen-Staaten möglich.
  • Sie ist in Ausnahmesituationen durch ein einzelnes Land möglich, wenn die innere Sicherheit gefährdet ist. (correct)
  • Sie ist ausschließlich bei Naturkatastrophen zulässig.
  • Sie ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Was regelt das Subsidiaritätsprinzip?

<p>Die Zuständigkeiten zwischen der EU und den Mitgliedstaaten (D)</p> Signup and view all the answers

Welches der folgenden Kriterien gehört nicht zu den Kopenhagener Kriterien für den EU-Beitritt?

<p>Militärische Kriterien (ausreichende Verteidigungsfähigkeit) (D)</p> Signup and view all the answers

Wer muss der Aufnahme neuer Staaten in die EU zustimmen?

<p>Das Europäische Parlament mit absoluter Mehrheit und der Rat der EU einstimmig (D)</p> Signup and view all the answers

Was versteht man unter dem Konzept des „Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten“?

<p>Eine Gruppe von Mitgliedstaaten vereinbart untereinander eine weitergehende Integration. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen beschreibt das Konzept „Europa à la carte“ am besten?

<p>Mitgliedstaaten können sich nur auf einige wesentliche Ziele einigen, die für alle verbindlich sind, bei anderen Politikfeldern gibt es eine freiwillige Zusammenarbeit (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle spielt der Europäische Rat?

<p>Er legt die politischen Ziele und Leitlinien der EU fest. (B)</p> Signup and view all the answers

Wer sind die Mitglieder des Europäischen Rates?

<p>Die Regierungschefs der Mitgliedstaaten (A)</p> Signup and view all the answers

Was ist die Hauptaufgabe des Rates der Europäischen Union (Ministerrat)?

<p>Der Beschluss von europäischen Rechtsvorschriften unter Mitwirkung des Europäischen Parlaments (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aufgaben gehört nicht zum Aufgabenbereich des Europäischen Rates?

<p>Beschluss von europäischen Rechtsvorschriften (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Rolle hat die Europäische Kommission?

<p>Sie ist das Verwaltungsorgan der EU und vertritt die Interessen der gesamten EU. (C)</p> Signup and view all the answers

Wie werden die Kommissare der Europäischen Kommission ernannt?

<p>Von den jeweiligen Regierungen der Mitgliedstaaten und nach Zustimmung durch das Europäische Parlament (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aufgaben gehört nicht zu den Aufgaben der Europäischen Kommission?

<p>Die Festlegung der allgemeinen Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten (C)</p> Signup and view all the answers

Wie setzt sich das Europäische Parlament zusammen?

<p>Aus direkt gewählten Abgeordneten aus allen EU-Mitgliedstaaten (C)</p> Signup and view all the answers

Nach welchem Prinzip richtet sich die Anzahl der Abgeordneten im Europäischen Parlament?

<p>Nach der Bevölkerungszahl des Mitgliedstaates. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über politische Fraktionen im Europäischen Parlament ist korrekt?

<p>Sie sind länderübergreifend und politisch ausgerichtet. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aufgaben gehört nicht zu den Aufgaben des Europäischen Parlaments?

<p>Festlegung der Leitlinien der EU-Politik (D)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet die „Sperrklausel“ im Zusammenhang mit der Europawahl?

<p>Eine Hürde, die Parteien überwinden müssen, um ins Europäische Parlament einzuziehen (D)</p> Signup and view all the answers

In welchen Ländern darf man in Europa bereits mit 16 Jahren an der Europawahl teilnehmen?

<p>Nur in Österreich und Malta (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage über die aktive Wahlberechtigung in Österreich zur Europawahl ist korrekt?

<p>Auch nicht-österreichische Unionsbürger mit Wohnsitz in Österreich sind wahlberechtigt, sofern sie am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. (D)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet der Begriff „solidarisches Handeln“ im Kontext der Weiterentwicklung der EU?

<p>Das gemeinsame Vorgehen der EU-Staaten bei der Bewältigung von Herausforderungen. (D)</p> Signup and view all the answers

Welches Organ wird auch als Regierung der EU bezeichnet?

<p>Die Europäische Kommission (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Institutionen der EU vertritt das Interesse der Regierungen der Mitgliedstaaten?

<p>Der Europäische Rat und der Rat der EU (A)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft auf die Rolle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu?

<p>Er überwacht die Einhaltung des EU-Rechts. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aufgaben gehört nicht zum Europäischen Rechnungshof?

<p>Haushaltsplanung (C)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über das Europäische Parlament ist richtig?

<p>Das Europäische Parlament ist direkt von den Bürgern der EU gewählt. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Funktion hat der Präsident des Europäischen Rates inne?

<p>Er koordiniert die Arbeit des Europäischen Rates und wird für zweieinhalb Jahre gewählt. (A)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Institutionen der EU ist für die Währungspolitik zuständig?

<p>Die Europäische Zentralbank (D)</p> Signup and view all the answers

Wie können die Bürger der EU die Europäische Kommission zum Rücktritt zwingen?

<p>Durch einen Misstrauensantrag des Europäischen Parlaments mit Zweidrittelmehrheit. (C)</p> Signup and view all the answers

Welche Institution hat das Initiativrecht für neue Rechtsvorschriften in der EU?

<p>Die Europäische Kommission (D)</p> Signup and view all the answers

Welche der folgenden Aussagen über die Zusammensetzung des Rates der Europäischen Union ist korrekt?

<p>Er besteht aus den Fachministern der Mitgliedstaaten, je nach behandeltem Thema. (C)</p> Signup and view all the answers

Was bedeutet das Akronym GASP im Kontext der Europäischen Union?

<p>Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aufgabe hat der Ausschuss der Regionen?

<p>Die beratende Funktion in Bezug auf lokale und regionale Gebietskörperschaften (B)</p> Signup and view all the answers

Wer wählt den Präsidenten oder die Präsidentin der Europäischen Kommission?

<p>Der Europäische Rat schlägt ihn vor, das Europäische Parlament wählt ihn. (B)</p> Signup and view all the answers

Welche Aussage trifft auf die Verteilung der Sitze im Europäischen Parlament zu?

<p>Kleinere Staaten sind proportional stärker vertreten als grössere. (D)</p> Signup and view all the answers

Flashcards

Freier Warenverkehr

Freie Bewegung von Waren ohne Grenzkontrollen, Zölle oder Kontingente innerhalb der EU.

Freier Personenverkehr

Das Recht für EU-Bürger, sich innerhalb der EU frei zu bewegen, niederzulassen und zu arbeiten.

Freier Dienstleistungsverkehr

Die Möglichkeit, Dienstleistungen ohne Einschränkungen im gesamten EU-Raum anzubieten.

Freier Kapitalverkehr

Das Verbot von Beschränkungen im Kapital- und Zahlungsverkehr innerhalb der EU.

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Schengener Abkommen

Abkommen zur Abschaffung von Personenkontrollen an den Binnengrenzen der teilnehmenden Staaten.

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Subsidiaritätsprinzip

Der Grundsatz, dass die EU nur tätig wird, wenn Ziele auf Unionsebene besser erreicht werden können als national.

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EU-Erweiterung

Der Beitritt neuer Staaten zur Europäischen Union.

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Kopenhagener Kriterien

Die Kriterien, die ein Beitrittskandidat erfüllen muss, um der EU beizutreten.

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Politische Kriterien

Institutionelle Stabilität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Schutz von Minderheiten.

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Wirtschaftliche Kriterien

Funktionsfähige Marktwirtschaft und Fähigkeit, dem Wettbewerbsdruck innerhalb der EU standzuhalten.

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Acquis-Kriterium

Übernahme des EU-Rechtsbestands und dessen Umsetzung in nationales Recht.

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Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten

Ein Modell, bei dem Mitgliedstaaten in unterschiedlichem Tempo und Umfang integrieren.

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Europa à la carte

Ein Modell, bei dem sich Mitgliedstaaten nur auf bestimmte Politikbereiche einigen.

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Hoheitsrechte der EU

Die Übertragung von Hoheitsrechten der EU-Mitgliedstaaten auf die europäische Ebene.

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Organe der EU

Institutionen, die von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geschaffen wurden, um die übertragenen Hoheitsrechte wahrzunehmen.

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Europäischer Rat

Das politische Leitungsorgan der EU, bestehend aus den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten.

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Rat der Europäischen Union (Ministerrat)

Das Gesetzgebungsorgan der EU, bestehend aus den Fachministern der Mitgliedstaaten.

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Europäische Kommission

Das Exekutivorgan der EU, das die Interessen der gesamten EU vertritt.

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Europäisches Parlament

Die direkt gewählte Vertretung der EU-Bürger, die zusammen mit dem Rat die Gesetzgebung bildet.

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Anzahl der Abgeordneten

Die Anzahl der Abgeordneten im EU-Parlament richtet sich nach der Bevölkerungszahl der Mitgliedstaaten.

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Study Notes

  • Die vier Grundfreiheiten im EU-Binnenmarkt ermöglichen allen EU-Bürgern besondere Freiheiten.

Grundfreiheiten im EU-Binnenmarkt

  • Freier Warenverkehr: Keine Grenzkontrollen, Zölle oder Kontingente für Waren.
  • Freier Personenverkehr: EU-Bürger können sich frei bewegen, niederlassen und arbeiten.
  • Freier Dienstleistungsverkehr: Dienstleistungen können ungehindert angeboten werden.
  • Freier Kapitalverkehr: Beschränkungen im Kapital- und Zahlungsverkehr sind verboten.

Schengener Abkommen

  • In Schengen (Luxemburg) wurden 1985 und 1990 Abkommen unterzeichnet, die den freien Personenverkehr und den Abbau von Grenzkontrollen im europäischen Binnenmarkt zum Ziel haben.
  • Der völkerrechtliche Vertrag wurde im Vertrag von Amsterdam in das EU-Recht übernommen.
  • Das Schengener Abkommen trat 1995 in Kraft.

Mitglieder

  • 22 EU-Staaten (Irland ist nur eingeschränkt dabei, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Zypern sind noch nicht dabei).
  • 4 Nicht-EU-Mitglieder: Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz.

Wichtige Regelungen

  • Abschaffung von Personenkontrollen an den Binnengrenzen
  • Gemeinsame Regeln für die Kontrollen an den Außengrenzen, zuständig sind weiterhin die jeweiligen Grenzstaaten
  • Gemeinsame Visa- und Aufenthaltspolitik
  • Verstärkte Zusammenarbeit von Polizei und Justiz, u.a. durch Schaffung eines gemeinsamen Informationssystems für Fahndungsdaten
  • Vorübergehende Einführung von Grenzkontrollen in Ausnahmesituationen möglich
  • Ein Schengen-Land kann für bis zu 6 Monate Grenzkontrollen einführen, wenn die EU-Außengrenzen nicht ausreichend geschützt sind und die innere Sicherheit in Gefahr sieht (dreimalige Verlängerung um jeweils weitere 6 Monate möglich).

EU-Erweiterung

  • Die Erweiterung ist die Aufnahme von einem oder mehreren Staaten in die EU

Gründe für die Erweiterung

  • Wunsch nach mehr Sicherheit und Frieden, Freiheit und Mobilität
  • Hoffnung auf größeren wirtschaftlichen Wohlstand und mehr Macht in einem vereinten Europa

Beitrittskriterien

  • Jeder europäische Staat, der die Grundsätze der Europäischen Gemeinschaft achtet, kann einen Antrag auf Beitritt stellen.
  • Der Rat der EU entscheidet über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen.
  • Im Hinblick auf die EU-Osterweiterung wurden 1993 Kriterien für den Beitritt festgelegt („Kopenhagener Kriterien").
Kriterien
  • Politische Kriterien: Institutionelle Stabilität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Schutz von Minderheiten
  • Wirtschaftliche Kriterien: Funktionsfähige Marktwirtschaft, Fähigkeit zum Bestehen im Wettbewerb
  • Acquis-Kriterium: Übernahme des Rechtsbestands der EU

Zustimmung

  • Das Europäische Parlament muss mit absoluter Mehrheit und der Rat der EU einstimmig zustimmen.
  • Die Parlamente aller Mitgliedstaaten müssen den Beitrittsvertrag ratifizieren.

Modelle für eine differenzierte Zusammenarbeit der Staaten

  • Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten: Eine Gruppe von Mitgliedstaaten vereinbart untereinander eine weitergehende Integration wie beim Schengener Abkommen.
  • „Europa à la carte": Mitgliedstaaten einigen sich nur auf einige wesentliche Ziele, bei anderen Politikfeldern gibt es eine freiwillige Zusammenarbeit.
  • Europa der privilegierten Partnerschaft: Ein Kreis enger Kooperation wird mit interessierten Staaten geschaffen, auch Nicht-EU-Staaten arbeiten in einigen Bereichen mit der EU eng zusammen.

Organe der EU

  • Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben einen Teil ihrer Hoheitsrechte auf die europäische Ebene übertragen.
  • Diese Rechte werden von den Institutionen der EU wahrgenommen.
  • Derzeit werden in der EU 24 Sprachen als Amts- und Arbeitssprachen anerkannt.
  • Im internen Verkehr der EU-Organe werden vor allem Englisch, Französisch und Deutsch verwendet.

Überblick über die Organe

  • Die sieben Organe der Europäischen Union sind aus dem historischen Prozess der Entwicklung der Europäischen Gemeinschaften entstanden.
  • Das Europäische Parlament und der Europäische Gerichtshof vertreten das Interesse der Bürger.
  • Der Europäische Rat und der Rat der EU vertreten das Interesse der Regierungen.
  • Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank vertreten das Gemeinschaftsinteresse.

Organe der Europäischen Union

  • Die Befugnisse leiten sich von den bestehenden Verträgen ab.

Europäische Kommission

  • 27 Mitglieder inklusive dem Präsidenten und den Vizepräsidenten
  • Aufgabe: Exekutive, Gesetzesvorschläge, Hüterin der Verträge, Vertretung nach außen
  • Sitz: Brüssel

Europäischer Rat

  • Mitglieder: Staats- und Regierungschefs, Präsident des Europäischen Rates, EU-Kommissionspräsident
  • Aufgabe: Festlegung politischer Ziele, Grundsatzentscheidungen, Leitlinien
  • Sitz: Brüssel

Rat der Europäischen Union

  • Mitglieder: jeweilige Fachminister aller Mitgliedstaaten
  • Aufgabe: Legislative
  • Sitz: Brüssel

Ausschuss der Regionen

  • 329 Vertreter aus lokalen und regionalen Gebietskörperschaften
  • Aufgabe: beratende Funktion

Europäisches Parlament

  • 705 Abgeordnete inklusive Präsident
  • Aufgabe: Legislative
  • Sitze: Plenarsitzungen in Straßburg, Ausschusssitzungen in Brüssel, Generalsekretariat in Luxemburg

Wirtschafts- und Sozialausschuss

  • 329 Vertreter des wirtschaftlichen und sozialen Lebens
  • Aufgabe: beratende Funktion

Europäische Zentralbank

  • Organe: EZB-Rat, Direktorium, erweiterter Rat
  • Aufgabe: Währungshüter
  • Sitz: Frankfurt/Main

Gerichtshof der Europäischen Union

  • Europäischer Gerichtshof (EuGH), Gericht der EU (EuG), Fachgerichte
  • Aufgabe: Judikative
  • Sitz: Luxemburg

Europäischer Rechnungshof

  • Ein Mitglied aus jedem EU-Land
  • Aufgabe: Ausgabenkontrolle
  • Sitz: Luxemburg

Europäischer Rat

  • Politisch wichtigste Instanz der EU
  • Hat den Integrationsprozess beschleunigt.

Zusammensetzung

  • Alle Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten (alleiniges Stimmrecht)
  • Kommissionspräsident/in
  • Präsident/in des Europäischen Rats (für zweieinhalb Jahre gewählt, einmalige Verlängerung möglich)
  • Hohe/r Vertreter/in für Außen- und Sicherheitspolitik bei außenpolitischen Fragen

Aufgaben

  • Wichtige Impulse für die Entwicklung der EU
  • Festlegung von Leitlinien und Zielen der EU-Politik
  • Ernennungsverfahren für hochrangige EU-Funktionen

"EU-Gipfeltreffen"

  • Diese finden in Brüssel statt.

Rat der Europäischen Union (Ministerrat)

  • Vertreter der Mitgliedstaaten tagen auf Ministerebene.

Zusammensetzung

  • Fachministerinnen/-minister der nationalen Regierungen
  • Zehn unterschiedliche Fachministerräte je nach Politikfeld (z. B. Rat für Allgemeine Angelegenheiten).

Organisation

  • Ständige Vertreter der Mitgliedstaaten bzw. Generalsekretariat.

Aufgaben

  • Beschluss von europäischen Rechtsvorschriften unter Mitwirkung des Europäischen Parlaments
  • Abschluss internationaler Abkommen
  • Abstimmung der Grundzüge der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedstaaten
  • Entwicklung allgemeiner Leitlinien im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)
  • Genehmigung des EU-Haushalts gemeinsam mit dem Europäischen Parlament

Europäische Kommission

  • Nimmt als „Regierung der EU" eine sehr bedeutende Stellung ein.
  • Das Verwaltungsorgan der EU.
  • Unabhängig und vertritt/wahrt die Interessen der gesamten EU.

Zusammensetzung

  • Je ein Kommissar/eine Kommissarin (von Regierungen vorgeschlagen, vom Rat für fünf Jahre ernannt).
  • Leitung durch eine/n Kommissionspräsident/in (von Rat vorgeschlagen, vom EU-Parlament gewählt).

Aufgaben

  • Initiativrecht: Schlägt neue Rechtsvorschriften vor.
  • Hüterin der Verträge: Sorgt gemeinsam mit dem EuGH für die Einhaltung des EU-Rechts.
  • Vertretung nach außen: Vertritt die EU auf internationaler Ebene.
  • Ausführendes Organ: Für die Durchführung der Unionspolitik zuständig.

Europäisches Parlament

  • Die Abgeordneten zum Europäischen Parlament vertreten die Unionsbürgerinnen und -bürger.

Zusammensetzung

  • Die Abgeordneten werden in allen EU-Mitgliedstaaten alle fünf Jahre neu gewählt.
  • Der Präsident bzw. die Präsidentin wird für die Dauer von zweieinhalb Jahren von den Abgeordneten gewählt, eine Wiederwahl ist möglich.
  • Die Anzahl der Abgeordneten richtet sich grundsätzlich nach der Bevölkerungszahl.
  • Mindestens 6 und maximal 96 Abgeordnete, wobei kleine und mittlere Staaten proportional stärker vertreten sind als die größeren.
  • Die Mitglieder des EU-Parlaments bilden acht länderübergreifende politische Fraktionen.

Aufgaben

  • Gesetzgebungsrechte: Mitgesetzgeber mit dem Rat
  • Haushaltsbefugnisse: Berät und verabschiedet den EU-Haushalt, kann über alle Ausgaben mitbestimmen
  • Demokratische Kontrollrechte: Z. B. durch einen Misstrauensantrag mit Zweidrittelmehrheit die Kommission zum Rücktritt zwingen
  • Wahlfunktion: Bestätigung des Kommissionspräsidenten und der gesamten Kommission

Nationalen Wahlordnungen – Unterschiede

  • Das aktive Wahlalter beträgt in allen EU-Staaten 18 Jahre, nur in Österreich und Malta darf bereits mit 16 Jahren gewählt werden.
  • Das passive Wahlalter beginnt in den verschiedenen EU-Staaten zwischen 18 und 25 Jahren.
  • In 13 Staaten der EU gibt es keine Sperrklausel.

Weiterentwicklung der EU

  • „Europa wird nicht von heute auf morgen und nicht aus einem Guss entstehen. Vielmehr werden greifbare Erfolge eine zunächst faktische Solidarität erzeugen."
  • Die Europäische Union muss sich immer größeren Herausforderungen stellen, die ein solidarisches Handeln erschweren.
  • Bei einer zunehmenden Anzahl von Regelungen könnten die Mitgliedstaaten entscheiden, ob sie sich an einem Politikbereich beteiligen oder nicht.
  • Zahlreiche Sonderregelungen könnten zulasten der Solidarität gehen.

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